Abs­zess bei Kat­zen erken­nen und rich­tig behan­deln

Ursa­chen, Sym­pto­me, Behand­lung und Tipps zur Vor­beu­gung

Krank wirkende Katze mit Halskragen (Trichter) nach tierärztlicher Behandlung – Symbolbild für Katzenkrankheiten und Genesung.

Ein Abs­zess bei der Kat­ze ist mehr als nur eine harm­lo­se Schwel­lung – er kann star­ke Schmer­zen ver­ur­sa­chen und im schlimms­ten Fall zu ernst­haf­ten Kom­pli­ka­tio­nen wie einer Blut­ver­gif­tung füh­ren. Beson­ders Frei­gän­ger­kat­zen sind gefähr­det, wenn sie sich bei Revier­kämp­fen ver­let­zen oder mit Bak­te­ri­en infi­zier­te Wun­den tra­gen. Als Hal­ter ist es wich­tig, die Anzei­chen früh­zei­tig zu erken­nen und die rich­ti­ge Behand­lung ein­zu­lei­ten.

Auf die­ser Sei­te erfah­ren Sie, wie ein Abs­zess ent­steht, wel­che Sym­pto­me typisch sind, wel­che Behand­lungs­mög­lich­kei­ten bestehen und wie Sie Ihrer Kat­ze hel­fen kön­nen – inklu­si­ve Tipps zur Vor­beu­gung und Infor­ma­tio­nen zu den Kos­ten.

Das Wich­tigs­te im Über­blick

  • Abs­zes­se bei Kat­zen ent­ste­hen häu­fig durch Biss- oder Kratz­wun­den, vor allem bei Frei­gän­ger­kat­zen.

  • Typi­sche Sym­pto­me sind Schwel­lun­gen, Schmer­zen, Fie­ber und Eiter­aus­tritt – schnel­les Han­deln ist ent­schei­dend.

  • Die Behand­lung erfolgt meist durch Öff­nung des Abs­zes­ses und Gabe von Anti­bio­ti­ka, teils unter Nar­ko­se.

  • Ohne Behand­lung dro­hen schwe­re Kom­pli­ka­tio­nen wie Gewe­be­zer­fall oder Sep­sis.

  • Vor­sor­ge durch Kas­tra­ti­on, Imp­fun­gen und regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le senkt das Risi­ko deut­lich.

Ihre Über­sicht
Ihre Über­sicht

Hin­ter­grund­wis­sen für Kat­zen­hal­ter

Abs­zess bei Kat­zen: Ursa­chen, Sym­pto­me und Behand­lung im Über­blick

Ein Abs­zess bei der Kat­ze ent­steht durch eine Infek­ti­on im Gewe­be – meist nach einer Ver­let­zung. Ohne recht­zei­ti­ge Behand­lung kann die Ent­zün­dung tief ins Gewe­be vor­drin­gen und erns­te Fol­gen haben. In den fol­gen­den Tabs erfah­ren Sie, wie ein Abs­zess ent­steht, wor­an Sie ihn erken­nen und wel­che Behand­lun­gen hel­fen.

Die häu­figs­te Ursa­che für Abs­zes­se bei Kat­zen sind Biss- oder Kratz­ver­let­zun­gen, ins­be­son­de­re bei Frei­gän­gern. Beim Revier­kampf gelan­gen Bak­te­ri­en aus der Maul­höh­le des Geg­ners tief ins Gewe­be – es kommt zu einer schmerz­haf­ten Eiter­an­samm­lung unter der Haut.

Wei­te­re mög­li­che Ursa­chen:

  • Ein­drin­gen von Fremd­kör­pern (z. B. Dor­nen, Split­ter)

  • Ver­let­zun­gen durch schar­fe Gegen­stän­de

  • Para­si­ten­be­fall, der Haut­wun­den begüns­tigt

  • Ein geschwäch­tes Immun­sys­tem (z. B. durch Stress, Krank­heit oder Alter)

Ein Abs­zess äußert sich meist deut­lich – je nach Lage und Aus­prä­gung:

  • Sicht­ba­re Schwel­lung mit Rötung und Schmerz­emp­find­lich­keit

  • Fie­ber und all­ge­mei­nes Unwohl­sein

  • Appe­tit­lo­sig­keit und Rück­zug

  • In spä­te­ren Sta­di­en: Eiter­aus­tritt, Fell­ver­än­de­run­gen, ggf. Fis­tel­bil­dung

  • Die Kat­ze leckt oder schont die betrof­fe­ne Stel­le auf­fäl­lig

Je frü­her Sie die Sym­pto­me erken­nen, des­to schnel­ler und scho­nen­der kann behan­delt wer­den.

Die Behand­lung hängt vom Zustand des Abs­zes­ses ab. In der Regel sind fol­gen­de Maß­nah­men not­wen­dig:

  • Chir­ur­gi­sche Öff­nung und Drai­na­ge unter Nar­ko­se, um den Eiter zu ent­fer­nen

  • Gründ­li­che Wund­spü­lung und ggf. Ein­la­ge einer Drai­na­ge zur Abhei­lung

  • Anti­bio­ti­ka­ga­be zur Bekämp­fung der Infek­ti­on

  • Schmerz­mit­tel zur Ent­las­tung Ihrer Kat­ze

Bei klei­ne­ren Abs­zes­sen kann in man­chen Fäl­len eine rein medi­ka­men­tö­se Behand­lung aus­rei­chen – die­se Ent­schei­dung trifft jedoch immer der Tier­arzt.

Nach der Behand­lung ist die rich­ti­ge Pfle­ge ent­schei­dend:

  • Wund­kon­trol­le und Rei­ni­gung laut tier­ärzt­li­cher Anwei­sung

  • Ver­ab­rei­chung von Medi­ka­men­ten genau nach Plan

  • Tra­gen eines Hals­kra­gens, um Lecken und Krat­zen zu ver­hin­dern

  • Stress­ar­me Umge­bung zur Erho­lung

  • Beob­ach­tung auf Anzei­chen einer erneu­ten Infek­ti­on (Rötung, Eiter, Fie­ber)

Die Hei­lungs­dau­er beträgt meist 1–2 Wochen – bei frü­her Behand­lung ist die Pro­gno­se in der Regel sehr gut.

Ers­te Hil­fe für Hal­ter

Was tun, wenn Ihre Kat­ze einen Abs­zess hat?

Ein plötz­li­ches Zurück­zie­hen, ein merk­wür­di­ger Gang oder eine Schwel­lung unter dem Fell – oft mer­ken Kat­zen­hal­ter erst spät, dass mit ihrem Tier etwas nicht stimmt. Ein Abs­zess kann dabei die Fol­ge eines harm­los wir­ken­den Streits mit einem Art­ge­nos­sen sein. Gera­de bei Frei­gän­gern ent­ste­hen Eiter­an­samm­lun­gen häu­fig durch unbe­merk­te Biss- oder Kratz­ver­let­zun­gen. Jetzt ist schnel­les und rich­ti­ges Han­deln gefragt, um Schmer­zen zu lin­dern und Kom­pli­ka­tio­nen zu ver­mei­den.

Wenn Sie den Ver­dacht haben, dass Ihre Kat­ze einen Abs­zess hat – etwa durch eine Schwel­lung, erhöh­te Schmerz­emp­find­lich­keit oder Eiter­aus­tritt – soll­te Ihr ers­ter Schritt der direk­te Gang zum Tier­arzt sein. Ein Abs­zess ist kei­ne harm­lo­se Ver­let­zung, son­dern eine tie­fer­lie­gen­de Ent­zün­dung, die unbe­han­delt zu einer Blut­ver­gif­tung oder zum Abster­ben von Gewe­be füh­ren kann.

Vie­le Hal­ter sind über­rascht, wie rasch sich ein klei­ner Biss in eine groß­flä­chi­ge Eiter­an­samm­lung ver­wan­deln kann. Gera­de bei Frei­gän­ger­kat­zen oder unkas­trier­ten Katern, die häu­fi­ger in Revier­kämp­fe ver­wi­ckelt sind, ent­steht ein Abs­zess oft unbe­merkt. Die Bak­te­ri­en gelan­gen über win­zi­ge Wun­den ins Gewe­be – die eigent­li­che Ursa­che bleibt oft ver­bor­gen. Des­halb ist es wich­tig, Ver­än­de­run­gen am Ver­hal­ten oder an der Haut Ihrer Kat­ze früh­zei­tig zu erken­nen.

So gehen Sie vor, wenn Sie einen Abs­zess ver­mu­ten:

🐾 Tier­arzt auf­su­chen: Nur eine fach­li­che Dia­gno­se klärt, wie tief der Abs­zess sitzt und wel­che Behand­lung not­wen­dig ist.

🧴 Wun­de vor­sich­tig rei­ni­gen: Wenn bereits Eiter aus­ge­tre­ten ist, kön­nen Sie die Stel­le mit ste­ri­ler Koch­salz­lö­sung vor­sich­tig abtup­fen – nie­mals aus­drü­cken oder des­in­fi­zie­ren ohne Rück­spra­che.

💊 Medi­ka­men­te kon­se­quent ver­ab­rei­chen: Anti­bio­ti­ka und Schmerz­mit­tel müs­sen genau nach Anwei­sung gege­ben wer­den – auch wenn die Sym­pto­me abklin­gen.

📆 Ver­lauf beob­ach­ten: Rötun­gen, erneut aus­tre­ten­der Eiter oder Fie­ber nach der Behand­lung sind Warn­zei­chen – kon­tak­tie­ren Sie in die­sem Fall umge­hend den Tier­arzt.

⛑️ Wund­schutz sicher­stel­len: In vie­len Fäl­len ist ein Hals­kra­gen not­wen­dig, damit sich Ihre Kat­ze nicht selbst an der Wun­de ver­letzt.

Eine ruhi­ge, stress­freie Umge­bung und eine gute Pfle­ge unter­stüt­zen den Hei­lungs­pro­zess zusätz­lich. Beob­ach­ten Sie Ihre Kat­ze in den Tagen nach der Behand­lung auf­merk­sam – jede Ver­än­de­rung zählt.

Gesun­de Kat­zen durch rich­ti­ge Vor­sor­ge

So beu­gen Sie Abs­zes­sen bei Ihrer Kat­ze wirk­sam vor

Ein Abs­zess muss kein Zufall sein – vie­le Infek­tio­nen las­sen sich mit ein­fa­chen Maß­nah­men ver­mei­den. Gera­de bei Frei­gän­ger­kat­zen und sozi­al akti­ven Tie­ren ist das Risi­ko erhöht, durch Biss­wun­den oder klei­ne Ver­let­zun­gen eine Infek­ti­on zu ent­wi­ckeln. Mit geziel­ter Vor­sor­ge und auf­merk­sa­mem Ver­hal­ten kön­nen Sie Ihre Kat­ze effek­tiv schüt­zen.

Abs­zes­se ent­ste­hen meist durch das Ein­drin­gen von Bak­te­ri­en in offe­ne Wun­den – und genau hier setzt die Vor­sor­ge an. Beson­ders gefähr­det sind unkas­trier­te Kater, die häu­fig in Revier­kämp­fe ver­wi­ckelt sind. Eine Kas­tra­ti­on redu­ziert aggres­si­ves Ver­hal­ten deut­lich und ver­rin­gert damit das Risi­ko für Biss­ver­let­zun­gen. Auch regel­mä­ßi­ge Imp­fun­gen gegen Krank­hei­ten wie Kat­zen­leuk­ämie oder Kat­zen­schnup­fen stär­ken das Immun­sys­tem und sen­ken das Infek­ti­ons­ri­si­ko.

Neben der medi­zi­ni­schen Vor­sor­ge spielt auch die Hal­tung eine wich­ti­ge Rol­le. Frei­gän­ger soll­ten nach dem Nach­hau­se­kom­men regel­mä­ßig auf Schwel­lun­gen oder klei­ne Wun­den unter­sucht wer­den. Gera­de unschein­ba­re Ver­let­zun­gen, die unter dem Fell ver­bor­gen blei­ben, sind poten­zi­el­le Ein­tritts­pfor­ten für Kei­me. Wenn sol­che Wun­den früh­zei­tig ent­deckt und gerei­nigt wer­den, kann ein Abs­zess oft ganz ver­mie­den wer­den.

Auch Para­si­ten wie Flö­he und Zecken kön­nen über Kratz­stel­len das Ein­drin­gen von Bak­te­ri­en begüns­ti­gen. Eine kon­se­quen­te Para­si­ten­pro­phy­la­xe gehört des­halb eben­falls zur Abs­zess­prä­ven­ti­on. Ergän­zend kann eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung hel­fen, die kör­per­ei­ge­ne Abwehr Ihrer Kat­ze zu stär­ken.

Wich­ti­ge Maß­nah­men zur Vor­beu­gung im Über­blick:

  • Kas­tra­ti­on, beson­ders bei Katern mit Frei­gang

  • Regel­mä­ßi­ge Imp­fun­gen gegen bak­te­ri­el­le und vira­le Erkran­kun­gen

  • Wund­kon­trol­le nach dem Frei­gang – auch bei kleins­ten Haut­ver­let­zun­gen

  • Para­si­ten­pro­phy­la­xe gegen Flö­he und Zecken

  • Stär­kung des Immun­sys­tems durch hoch­wer­ti­ge Ernäh­rung

  • Regel­mä­ßi­ge tier­ärzt­li­che Kon­trol­len, beson­ders bei älte­ren oder chro­nisch kran­ken Kat­zen

Mit die­sen vor­beu­gen­den Maß­nah­men leis­ten Sie einen wich­ti­gen Bei­trag zur Gesund­heit Ihrer Kat­ze – und ver­hin­dern, dass aus klei­nen Wun­den ernst­haf­te Pro­ble­me ent­ste­hen.

Die­se Ver­si­che­run­gen schüt­zen Ihre Kat­ze – aber nur, wenn sie recht­zei­tig abge­schlos­sen wur­den

Zusatz­schutz rund um Gesund­heit und Tier­arzt­kos­ten

Vie­le Hal­ter den­ken erst an Ver­si­che­rungs­schutz, wenn die Kat­ze bereits krank ist – doch dann ist es meist zu spät. Tier­kran­ken­ver­si­che­run­gen grei­fen nur für neue, zukünf­ti­ge Erkran­kun­gen. Wer früh­zei­tig vor­sorgt, sichert sich gegen hohe Tier­arzt­kos­ten und gibt sei­ner Kat­ze die bes­te Ver­sor­gung – ohne finan­zi­el­le Hür­den.

Getigerte Katze liegt entspannt auf einer Parkbank und blickt mit offenen Augen in die Kamera – Symbol für Sicherheit und Wohlbefinden.

Kat­zen­ver­si­che­rung

Ob OP, Krank­heit oder Vor­sor­ge – die rich­ti­ge Kat­zen­ver­si­che­rung schützt Sie vor hohen Tier­arzt­rech­nun­gen. Erfah­ren Sie, wel­che Absi­che­rung wirk­lich sinn­voll ist.

Frau hält eine getigerte Katze liebevoll auf der Schulter – enge Bindung zwischen Mensch und Tier, Fokus auf Fürsorge und Schutz.

Kat­zen­kran­ken­ver­si­che­rung

Sie möch­ten Ihre Kat­ze umfas­send absi­chern – auch bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen oder län­ge­ren Behand­lun­gen? Hier erfah­ren Sie, wie Sie von einer Kat­zen­kran­ken­ver­si­che­rung pro­fi­tie­ren.

Eine rot-weiße Katze mit Halskragen wird liebevoll von ihrer Besitzerin gehalten – Genesung nach einer Operation.

Kat­zen-OP-Ver­si­che­rung

Eine ein­zi­ge Ope­ra­ti­on kann schnell vier­stel­li­ge Beträ­ge kos­ten. Mit einer OP-Ver­si­che­rung für Ihre Kat­ze über­neh­men Spe­zia­lis­ten die Kos­ten – und Sie kön­nen in Ruhe ent­schei­den.

Behand­lung ver­ste­hen, Hei­lung beglei­ten

So ver­läuft die Behand­lung eines Abs­zes­ses bei Kat­zen

Ein Abs­zess ist nicht nur schmerz­haft für Ihre Kat­ze, son­dern kann auch ernst­haf­te Fol­gen haben, wenn er unbe­han­delt bleibt. Die gute Nach­richt: Mit der rich­ti­gen tier­ärzt­li­chen Ver­sor­gung heilt ein Abs­zess in der Regel gut – vor­aus­ge­setzt, Sie reagie­ren früh­zei­tig und beglei­ten den Hei­lungs­pro­zess auf­merk­sam.

Sobald ein Abs­zess erkannt wur­de – etwa durch eine Schwel­lung, Über­wär­mung oder eit­ri­gen Aus­fluss – soll­te umge­hend ein Tier­arzt auf­ge­sucht wer­den. Die Behand­lung beginnt meist mit einer genau­en Unter­su­chung und der Ent­schei­dung, ob der Abs­zess geöff­net wer­den muss. In den meis­ten Fäl­len ist ein klei­ner chir­ur­gi­scher Ein­griff not­wen­dig, bei dem der Eiter abge­las­sen und die Wun­de gründ­lich gespült wird. Je nach Schwe­re kann eine loka­le Betäu­bung oder sogar eine Kurz­nar­ko­se erfor­der­lich sein.

Im Anschluss wird oft ein Drai­na­ge­schlauch gelegt, damit der Abs­zess voll­stän­dig abhei­len kann. Zusätz­lich ver­ord­net der Tier­arzt ein Anti­bio­ti­kum, um ver­blei­ben­de Bak­te­ri­en im Kör­per zu bekämp­fen. Eine beglei­ten­de Schmerz­the­ra­pie ist eben­falls üblich, um das Wohl­be­fin­den der Kat­ze zu ver­bes­sern.

Wich­tig für den Hal­ter ist die kon­se­quen­te Nach­sor­ge: Die Wun­de muss regel­mä­ßig kon­trol­liert, even­tu­ell gespült und sau­ber gehal­ten wer­den. In vie­len Fäl­len ist ein Hals­kra­gen sinn­voll, damit die Kat­ze sich nicht an der Wun­de kratzt oder leckt. Auch Fol­ge­ter­mi­ne in der Tier­arzt­pra­xis sind oft nötig, um den Hei­lungs­ver­lauf zu über­wa­chen.

Der gesam­te Hei­lungs­pro­zess kann – je nach Grö­ße und Lage des Abs­zes­ses – zwi­schen weni­gen Tagen und meh­re­ren Wochen dau­ern. Mit sorg­fäl­ti­ger Pfle­ge heilt ein Abs­zess jedoch meist voll­stän­dig aus und hin­ter­lässt kei­ne blei­ben­den Schä­den.

Typi­scher Ablauf der Behand­lung:

  • Tier­ärzt­li­che Dia­gno­se (Unter­su­chung, ggf. Ultra­schall)

  • Öff­nung und Rei­ni­gung des Abs­zes­ses

  • Anti­bio­ti­ka- und Schmerz­the­ra­pie

  • Regel­mä­ßi­ge Wund­kon­trol­len zu Hau­se oder beim Tier­arzt

  • Hei­lungs­dau­er je nach Schwe­re­grad: ca. 1–3 Wochen

Typi­sche Kat­zen­hal­ter­fra­gen zum The­ma Abs­zess

Was Sie schon immer über Abs­zes­se bei Kat­zen wis­sen woll­ten

Ein Abs­zess zeigt sich häu­fig durch eine ver­här­te­te, war­me, schmerz­haf­te Schwel­lung unter der Haut. Oft sind auch Eiter­se­kret, Lecken an der Stel­le, Fie­ber oder ein plötz­li­cher Rück­zug typi­sche Anzei­chen.

Ja. Ein Abs­zess soll­te nie­mals in Eigen­re­gie behan­delt oder aus­ge­drückt wer­den. Die Ent­zün­dung kann sich sonst ver­schlim­mern oder auf inne­re Orga­ne über­ge­hen. Eine pro­fes­sio­nel­le tier­ärzt­li­che Behand­lung ist zwin­gend not­wen­dig.

Die Hei­lung dau­ert meist zwi­schen 7 und 21 Tagen – abhän­gig davon, wie früh der Abs­zess erkannt und behan­delt wur­de. Bei guter Wund­ver­sor­gung heilt er in der Regel ohne blei­ben­de Schä­den ab.

Ach­ten Sie auf die Hygie­ne der Wun­de, fol­gen Sie den Anwei­sun­gen des Tier­arz­tes und ver­mei­den Sie, dass Ihre Kat­ze an der Stel­le leckt. Eine ruhi­ge Umge­bung hilft eben­falls bei der Gene­sung.

Unbe­han­delt ja – denn ein Abs­zess kann sich in tie­fe­re Gewe­be­schich­ten oder die Blut­bahn aus­brei­ten. Mit schnel­ler tier­ärzt­li­cher Hil­fe ist das Risi­ko jedoch gut kon­trol­lier­bar.

Je nach Schwe­re, Auf­wand, Nar­ko­se und Nach­sor­ge lie­gen die Kos­ten meist zwi­schen 150 und 500 Euro. Eine Tier­kran­ken- oder OP-Ver­si­che­rung kann die­se Kos­ten voll­stän­dig oder antei­lig über­neh­men – sofern recht­zei­tig abge­schlos­sen.

Ja. Frei­gän­ger haben ein deut­lich höhe­res Risi­ko, da sie sich häu­fi­ger mit ande­ren Kat­zen anle­gen. Biss­wun­den sind eine der häu­figs­ten Ursa­chen für Abs­zes­se.

Eine Kas­tra­ti­on kann das Revier­ver­hal­ten und Kämp­fe redu­zie­ren. Regel­mä­ßi­ge Gesund­heits­checks und ein wach­sa­mes Auge bei klei­ne­ren Ver­let­zun­gen hel­fen, Ent­zün­dun­gen früh­zei­tig zu erken­nen und zu ver­hin­dern.

Kom­pak­te Infor­ma­tio­nen für Kat­zen­hal­ter

Wei­ter­füh­ren­de The­men rund um Hal­tung, Kos­ten und Krank­hei­ten

Sie möch­ten sich noch inten­si­ver mit den The­men rund um Ihre Kat­ze befas­sen? Dann fin­den Sie hier hilf­rei­che wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge. Beson­ders wich­tig: Die Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT) hilft Ihnen, Tier­arzt­kos­ten bes­ser zu ver­ste­hen – und wer rich­tig füt­tert, kann vie­le Krank­hei­ten sogar ver­mei­den.

Frau geht mit ihrem Hund an der Leine in eine Tierarztpraxis – Symbolbild für Tierarztbesuche und die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).

Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te

Die GOT legt fest, wie viel Tier­ärz­te ver­lan­gen dür­fen. Hier erfah­ren Sie, wie die Abrech­nung funk­tio­niert – und wel­che Spiel­räu­me es gibt.

Eine Langhaarkatze sitzt vor einem Napf und beobachtet gespannt, wie eine Person eine Dose mit Nassfutter öffnet – Alltag beim Füttern.

Kat­ze rich­tig füt­tern

Ob Nass­fut­ter, Tro­cken­fut­ter oder BARF – hier lesen Sie, wie eine art­ge­rech­te Ernäh­rung aus­sieht und wel­che Feh­ler Sie ver­mei­den soll­ten.

Früh­zei­ti­ge Erken­nung und regel­mä­ßi­ge Vor­sor­ge

War­um regel­mä­ßi­ge Tier­arzt­be­su­che so wich­tig sind

Regel­mä­ßi­ge Kon­trol­len beim Tier­arzt hel­fen nicht nur, Krank­hei­ten früh­zei­tig zu erken­nen, son­dern oft auch zu ver­hin­dern. Gera­de bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen wie Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz, Dia­be­tes oder FORL ist eine kon­se­quen­te Beob­ach­tung ent­schei­dend für die Lebens­qua­li­tät Ihrer Kat­ze. Doch auch schein­bar gesun­de Tie­re soll­ten min­des­tens ein­mal jähr­lich dem Tier­arzt vor­ge­stellt wer­den – zur Kon­trol­le von Zäh­nen, Gewicht, Organ­funk­ti­on und Impf­sta­tus.

Ein häu­fi­ger Irr­tum: Kat­zen zei­gen Schmer­zen oder gesund­heit­li­che Pro­ble­me meist erst sehr spät. Das macht regel­mä­ßi­ge Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen umso wich­ti­ger. Moder­ne Dia­gnos­tik – von Blut­bild bis Ultra­schall – kann dabei hel­fen, Auf­fäl­lig­kei­ten schon im Anfangs­sta­di­um zu erken­nen.

Wich­ti­ge Grün­de für regel­mä­ßi­ge Tier­arzt­be­su­che:

  • Früh­erken­nung von chro­ni­schen und alters­be­ding­ten Erkran­kun­gen

  • Kon­trol­le von Zäh­nen, Gewicht und Organ­wer­ten

  • Imp­fun­gen und Para­si­ten­pro­phy­la­xe

  • Ver­mei­dung von Kom­pli­ka­tio­nen bei bereits bekann­ten Lei­den

  • Ver­bes­se­rung der Pro­gno­se durch recht­zei­ti­ges Han­deln

Wer früh han­delt, schützt die Gesund­heit sei­ner Kat­ze lang­fris­tig – und senkt zugleich das Risi­ko teu­rer Behand­lun­gen im fort­ge­schrit­te­nen Sta­di­um.

Zusam­men­fas­sung

Kat­zen kön­nen – wie Men­schen – an einer Viel­zahl von Krank­hei­ten lei­den. Man­che ver­lau­fen schlei­chend und blei­ben lan­ge unbe­merkt, ande­re erfor­dern sofor­ti­ge tier­ärzt­li­che Hil­fe. Umso wich­ti­ger ist es, Sym­pto­me rich­tig ein­zu­ord­nen, die häu­figs­ten Erkran­kun­gen zu ken­nen und recht­zei­tig zu han­deln. Wer sei­ne Kat­ze gut beob­ach­tet, regel­mä­ßig zur Vor­sor­ge geht und auf gesun­de Hal­tung, art­ge­rech­te Ernäh­rung sowie geeig­ne­ten Ver­si­che­rungs­schutz ach­tet, schützt das Tier best­mög­lich – und sorgt für ein lan­ges, gesun­des Kat­zen­le­ben.

häu­fi­ge Fra­gen

Oft bemer­ken Hal­ter Ver­än­de­run­gen im Ver­hal­ten: Die Kat­ze zieht sich zurück, frisst schlecht, schläft mehr oder wirkt matt. Auch ver­än­der­te Fell­pfle­ge, Unsau­ber­keit oder auf­fäl­li­ger Geruch aus dem Maul kön­nen ers­te Warn­zei­chen sein.

Beob­ach­ten Sie Ihre Kat­ze genau und suchen Sie mög­lichst zeit­nah den Tier­arzt auf. Notie­ren Sie Auf­fäl­lig­kei­ten (z. B. Fut­ter­ver­wei­ge­rung, Erbre­chen, Durch­fall) und tei­len Sie die­se beim Ter­min mit – so hel­fen Sie bei der Dia­gno­se.

Ja – Woh­nungs­kat­zen kön­nen an Infek­tio­nen, chro­ni­schen Lei­den oder gene­tisch beding­ten Erkran­kun­gen lei­den. Der Unter­schied liegt oft im Risi­ko­pro­fil (z. B. weni­ger Para­si­ten, dafür mehr Stress oder Bewe­gungs­man­gel).

Kat­zen ver­ber­gen Schmer­zen häu­fig. Ach­ten Sie auf Ver­hal­tens­än­de­run­gen wie Hum­peln, geduck­te Hal­tung, Aggres­si­vi­tät, Rück­zug oder plötz­li­ches Miau­en bei Berüh­rung. Auch Appe­tit­ver­lust kann ein Anzei­chen sein.