Bar­me­nia Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung: Tari­fe, War­te­zei­ten, Leis­tun­gen

Basis, Top, Pre­mi­um im Check: GOT, Kolik-War­te­zeit, Nach­be­hand­lung, Kos­ten

Tierärztin untersucht mit Stethoskop den Brustbereich eines braunen Pferdes – Symbolbild für Barmenia Pferde-OP-Versicherung

Was leis­tet die Bar­me­nia Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung wirk­lich und für wen lohnt sie sich?

Wenn eine OP beim Pferd ansteht, geht es sel­ten um Klei­nig­kei­ten. Kolik, Frak­tu­ren, Chip-OPs oder Ein­grif­fe am Bewe­gungs­ap­pa­rat kön­nen schnell Kos­ten aus­lö­sen, die vie­le Hal­ter aus dem All­tag her­aus nicht ein­fach auf­fan­gen. Genau des­halb lohnt es sich, bei einer Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung nicht nur auf den Bei­trag zu schau­en, son­dern auf die Regeln dahin­ter: Wel­che War­te­zei­ten gel­ten, wie wird nach GOT erstat­tet und wie weit reicht die Nach­be­hand­lung. Laut Bedin­gun­gen der Bar­me­nia Pfer­de OP-Ver­si­che­rung liegt die all­ge­mei­ne War­te­zeit bei Krank­hei­ten bei 3 Mona­ten, für Bauch­höh­len-OPs (Kolik) gel­ten 5 Tage. Bei Unfäl­len ent­fällt die War­te­zeit, wenn der Scha­den nach­weis­lich auf das Unfall­ereig­nis zurück­geht.

Bar­me­nia arbei­tet mit drei Tarif­stu­fen (Basis, Top, Pre­mi­um), die sich vor allem bei Limits, Nach­be­hand­lungs­dau­er und Not­dienst-Logik unter­schei­den. In der Leis­tungs­über­sicht ist im Pre­mi­um-Schutz eine Erstat­tung im tier­ärzt­li­chen Not­dienst bis zum 4‑fachen GOT-Satz und die Not­dienst­ge­bühr vor­ge­se­hen, Basis und Top blei­ben bei der regu­lä­ren Erstat­tung. Auch die Nach­be­hand­lung ist je nach Tarif unter­schied­lich lang (7, 10 oder 14 Tage). Für vie­le ent­schei­dend: Pfer­de sind bis ein­schließ­lich 19 Jah­re ver­si­cher­bar, freie Tier­arzt- und Kli­nik­wahl ist vor­ge­se­hen, bei vor­über­ge­hen­dem Aus­lands­auf­ent­halt besteht welt­weit Schutz bis zu 12 Mona­ten.

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Das Wich­tigs­te im Über­blick

Nicht ob, son­dern wann: OP-Schutz früh prü­fen

War­um eine OP-Ver­si­che­rung fürs Pferd sinn­voll ist

Ope­ra­tio­nen beim Pferd sind sel­ten plan­bar und oft teu­er. Gera­de bei Kolik, Gelenk­ein­grif­fen oder Zahn-OPs ent­schei­det häu­fig die Zeit, nicht der Kalen­der. Eine OP-Ver­si­che­rung für Pfer­de kann die finan­zi­el­le Belas­tung deut­lich abfe­dern. Wich­tig sind dabei nicht nur der Bei­trag, son­dern die Regeln: Wel­che War­te­zei­ten gel­ten, wie wird nach GOT erstat­tet, was pas­siert im Not­dienst und wel­che Limits gel­ten je OP oder je Ver­si­che­rungs­fall. Genau die­se Punk­te ent­schei­den spä­ter dar­über, ob eine Rech­nung weit­ge­hend über­nom­men wird oder ein gro­ßer Teil beim Hal­ter bleibt.

Ope­ra­tio­nen beim Pferd sind sel­ten plan­bar und oft teu­er, weil nicht nur der Ein­griff zählt, son­dern auch Dia­gnos­tik, Nar­ko­se, Kli­nik­auf­ent­halt und Nach­be­hand­lung. Bei einer Kolik-OP kön­nen je nach Ver­lauf Kos­ten im vier­stel­li­gen Bereich ent­ste­hen, in schwe­ren Fäl­len sind auch deut­lich höhe­re Rech­nun­gen mög­lich.

Wich­tig ist des­halb weni­ger ein „Schätz­wert“, son­dern die Fra­ge, ob der Tarif Ihre typi­schen Risi­ko­sze­na­ri­en abdeckt: aku­te Not­fäl­le, bild­ge­ben­de Ver­fah­ren vor der OP und die Tage nach der OP, in denen Kon­trol­len, Medi­ka­men­te und Wund­ma­nage­ment anfal­len.

Bei der Bar­me­nia sind die Regeln kla­rer als vie­le erwar­ten, man muss sie nur sau­ber lesen: Die all­ge­mei­ne War­te­zeit bei Krank­hei­ten liegt bei 3 Mona­ten, für Bauch­höh­len-OPs (Kolik) bei 5 Tagen.

Für bestimm­te Gelen­k­ope­ra­tio­nen (u. a. OC/OCD/Chips) gilt eine beson­de­re War­te­zeit von 12 Mona­ten.
Die regu­lä­re Kos­ten­er­stat­tung läuft bis zum 2‑fachen GOT-Satz, im Pre­mi­um kann im tier­ärzt­li­chen Not­dienst eine Erstat­tung bis zum 4‑fachen GOT-Satz plus Not­dienst­ge­bühr vor­ge­se­hen sein, aber nur im ech­ten Not­fall und inner­halb der defi­nier­ten Not­dienst­zei­ten.

Auch wich­tig für die Pra­xis: Die Nach­be­hand­lung ist tarif­ab­hän­gig (z. B. 10 vs. 14 Tage in der Über­sicht).

Ent­schei­dend ist nicht nur „Frei­zeit oder Sport“, son­dern Alter, Ver­let­zungs­ri­si­ko und die Fra­ge, wie schnell im Ernst­fall ent­schie­den wer­den muss. Laut Leis­tungs­über­sicht kön­nen Pfer­de bis ein­schließ­lich 19 Jah­re ver­si­chert wer­den.

Für vie­le Hal­ter ist zudem rele­vant, ob welt­weit freie Tier­arzt und Kli­nik­wahl gilt und wie lan­ge Aus­lands­auf­ent­hal­te abge­si­chert sind. Bei­des ist in der Über­sicht als welt­wei­ter Schutz (inkl. Aus­lands­auf­ent­halt bis zu 12 Mona­ten) dar­ge­stellt.

Wenn Sie bereits wis­sen, dass Kolik, Bauch­höh­le oder Gelenk-The­men rea­lis­tisch wer­den könn­ten, soll­te der Blick immer auf War­te­zei­ten, Nach­be­hand­lung und Not­dienst­lo­gik gehen, weil genau dort spä­ter die größ­ten Unter­schie­de in der Erstat­tung ent­ste­hen.

Die Unter­schie­de lie­gen im Detail: War­te­zei­ten, GOT-Erstat­tung, Nach­be­hand­lung und Not­dienst ent­schei­den spä­ter über die tat­säch­li­che Erstat­tung. In der Tabel­le sehen Sie Top und Pre­mi­um direkt im Ver­gleich. Wenn Sie den Bei­trag für Ihr Pferd sofort wis­sen möch­ten, star­ten Sie den Rech­ner.

Leis­tun­gen, War­te­zei­ten und Gren­zen klar gegen­über­ge­stellt

Was leis­tet die Bar­me­nia Pfer­de OP Ver­si­che­rung im Top und Pre­mi­um Tarif kon­kret?

Wenn eine OP beim Pferd ansteht, geht es sel­ten nur um die Ope­ra­ti­on selbst. Oft kom­men Dia­gnos­tik, bild­ge­ben­de Ver­fah­ren, Nach­be­hand­lung und im Ernst­fall auch der tier­ärzt­li­che Not­dienst dazu. Genau an die­sen Punk­ten unter­schei­den sich Tari­fe spür­bar, nicht im Klein­ge­druck­ten, son­dern auf der Rech­nung.

Bei der Bar­me­nia sind Top und Pre­mi­um so auf­ge­baut, dass medi­zi­nisch not­wen­di­ge Ope­ra­tio­nen grund­sätz­lich abge­si­chert sind. Der Unter­schied liegt vor allem dar­in, wie breit die „Begleit­kos­ten“ mit­ge­zo­gen wer­den und ob im Not­dienst­fall auch der höhe­re GOT Satz plus Not­dienst­ge­bühr abge­si­chert ist.

1) Was als OP gilt und wann gezahlt wird
Ent­schei­dend ist, dass es sich um eine vete­ri­när­me­di­zi­nisch not­wen­di­ge Ope­ra­ti­on han­delt, also einen chir­ur­gi­schen Ein­griff unter Nar­ko­se, Sedie­rung, Lokal­an­äs­the­sie oder Stand­nar­ko­se, der der Wie­der­her­stel­lung des Gesund­heits­zu­stands dient. Bestimm­te Ein­grif­fe wie Wund­ver­sor­gung durch Nähen oder Klam­mern, Zahn­ex­trak­tio­nen (auch Wolfs­zäh­ne) und Zahn­wur­zel­be­hand­lun­gen sind aus­drück­lich als mit­ver­si­chert beschrie­ben.

2) Der größ­te Pra­xis­he­bel: Not­dienst, Nach­be­hand­lung, Unter­brin­gung
Im Pre­mi­um Tarif ist die Not­fall­ver­sor­gung im tier­ärzt­li­chen Not­dienst bis zum 4 fach en GOT Satz mög­lich, inklu­si­ve Erstat­tung der Not­dienst­ge­bühr gemäß GOT. Das gilt nur im Not­dienst und inner­halb der defi­nier­ten Zeit­räu­me (Nacht, Wochen­en­de, Fei­er­tag). Genau das ist für vie­le Pfer­de­hal­ter der ech­te Unter­schied, weil Not­fäl­le häu­fig außer­halb regu­lä­rer Sprech­zei­ten pas­sie­ren.
Bei der Nach­be­hand­lung lie­gen die Zeit­räu­me laut Leis­tungs­dar­stel­lung bei 10 Tagen (Top) und 14 Tagen (Pre­mi­um), auch sta­tio­när. Für Unter­brin­gungs­kos­ten nennt die Bar­me­nia für den Top Schutz 30 EUR pro Tag (max. 10 Tage) und für Pre­mi­um ent­hal­ten (max. 14 Tage).

3) Gelenk Chip, OC/OCD und War­te­zei­ten rea­lis­tisch ein­ord­nen
Für Fäl­le rund um Gelen­k­ope­ra­tio­nen, OC/OCD und Chips gilt eine beson­de­re War­te­zeit von 12 Mona­ten. Im Top Tarif ist die Gelenk­chip OP bis 1.500 EUR je OP genannt, im Pre­mi­um Tarif „ent­hal­ten“. Das ist ein typi­scher Punkt, an dem sich Tari­fe in der Pra­xis unter­schei­den, weil gera­de bei jun­gen Pfer­den sol­che Dia­gno­sen und Ein­grif­fe häu­fi­ger vor­kom­men. Die all­ge­mei­ne War­te­zeit beträgt 3 Mona­te, für Kolik bezie­hungs­wei­se Bauch­höh­len OPs 5 Tage. Bei Unfäl­len kann die all­ge­mei­ne War­te­zeit ent­fal­len, Vor­ver­si­che­rung kann ange­rech­net wer­den.

Bar­me­nia Pfer­de OP Tari­fe im Ver­gleich

Not­dienst (4 fach GOT plus Not­dienst­ge­bühr), Nach­be­hand­lungs­dau­er, Unter­brin­gungs­kos­ten und Gelenk­chip Rege­lung. Genau die­se vier Punk­te ent­schei­den oft mehr als „OP ja oder nein“.

Leis­tung Top Pre­mi­um Emp­feh­lung
War­te­zeit ab Ver­trags­be­ginn
  • Unfall: kei­ne
  • Kolik: 5 Tage
  • Krank­hei­ten: 3 Mona­te
  • Kas­tra­ti­on: 6 Mona­te
  • Gelenk‑Chip‑OP: 12 Mona­te
  • Vor­ver­si­che­rung wird ange­rech­net
Fol­gen­de Pfer­de kön­nen ver­si­chert wer­den
  • Ab dem 7. Tag
  • Lebens-/Chip­num­mer erfor­der­lich
  • Letz­te 18 Mona­te kei­ne OP
  • Letz­te 3 Mona­te kei­ne Kolik
  • Kop­per nicht ver­si­cher­bar
Unbe­grenz­te Jah­res­höchst­leis­tung
Ver­si­cher­ter Satz nach GOT bis 2‑facher Satz bis 2‑facher Satz
im Not­fall 4‑fach
Über­nah­me von Vor­un­ter­su­chung & Dia­gnos­tik 🛈
  • Unter­su­chung zur Dia­gno­se­stel­lung
  • OP‑Vorbereitung inklu­diert
Über­nah­me der Nach­be­hand­lung 10 Tage 14 Tage
Über­nah­me von Gelenk‑Chip Ope­ra­tio­nen
1.500 € pro OP inkl. Vor‑/Nachsorge

unbe­grenzt
Ver­si­cher­te Ope­ra­tio­nen
  • Alle GOT‑OPs bei medi­zi­ni­scher Not­wen­dig­keit
  • Aus­ge­nom­men z. B. Huf­ge­schwü­re
Rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pien 🛈
1.000 € pro OP

1.000 € pro OP
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren (Rönt­gen, MRT) 🛈
ohne Begren­zung

ohne Begren­zung
Ope­ra­ti­on unter Stand‑ & Teil­nar­ko­se 🛈
Phy­sio­the­ra­pie nach OP 🛈
unbe­grenzt

unbe­grenzt
Kli­nik­un­ter­brin­gung nach OP 🛈
30 € / Tag, max. 10 Tage

ohne Begren­zung, max. 14 Tage
Alter­na­ti­ve Behand­lungs­me­tho­den 🛈
ohne Begren­zung

ohne Begren­zung
Aus­lands­schutz 🛈
Selbst­be­tei­li­gung 🛈 optio­nal optio­nal
Monat­li­cher Bei­trag ab 31,49 € ab 51,44 €
Online bean­tra­gen → Bar­me­nia Top bean­tra­gen → Bar­me­nia Pre­mi­um bean­tra­gen
* Maß­geb­lich für den Ver­si­che­rungs­schutz sind die jeweils gül­ti­gen Tarif­be­din­gun­gen der Bar­me­nia.

Top ist stark, wenn es um OP Schutz ohne Jah­res­li­mit und mit soli­der Nach­be­hand­lung geht. Pre­mi­um wird vor allem dann rele­vant, wenn Sie die Not­dienst­kom­po­nen­te (4 fach GOT plus Not­dienst­ge­bühr) und die maxi­ma­le Nach­be­hand­lungs­lo­gik kon­se­quent mit absi­chern möch­ten. War­te­zei­ten und die beson­de­re 12 Monats Regel bei Gelenk­chips soll­ten dabei immer in die Pla­nung ein­flie­ßen, weil genau hier in der Pra­xis die meis­ten Miss­ver­ständ­nis­se ent­ste­hen.

Bei­trag steu­ern mit Selbst­be­tei­li­gung und Tarif­wahl

Bar­me­nia Pfer­de OP Ver­si­che­rung: Bei­trag berech­nen und pas­send ein­stel­len

Der Bei­trag für eine Pfer­de OP Ver­si­che­rung ist kein fixer Wert, son­dern hängt vor allem davon ab, wie viel Sie im Leis­tungs­fall selbst tra­gen möch­ten und wie breit der Schutz sein soll. Ent­schei­dend ist daher weni­ger die „eine Zahl“, son­dern die Logik dahin­ter: Selbst­be­tei­li­gung, Tarif und die Annah­men der Bei­trags­be­rech­nung (zum Bei­spiel Alter des Pfer­des) bestim­men am Ende, was monat­lich anfällt. Wer das sau­ber ein­ord­net, ver­mei­det spä­te­re Über­ra­schun­gen und kann den Schutz so wäh­len, dass er zur eige­nen finan­zi­el­len Reser­ve passt.

In der Pra­xis haben Sie zwei Stell­schrau­ben. Ers­tens den Tarif. Bei der Bar­me­nia gibt es unter­schied­li­che Leis­tungs­ni­veaus, die sich unter ande­rem bei Not­fall­lo­gik (tier­ärzt­li­cher Not­dienst), Nach­be­hand­lungs­dau­er und ein­zel­nen Zusatz­leis­tun­gen unter­schei­den. Zwei­tens die Selbst­be­tei­li­gung. Je höher die ver­ein­bar­te Selbst­be­tei­li­gung, des­to nied­ri­ger fällt der Monats­bei­trag in der Regel aus.

Wich­tig ist, wie Selbst­be­tei­li­gung ver­stan­den wer­den muss: Sie wird je Ver­si­che­rungs­fall berück­sich­tigt. Das heißt, im OP-Fall wird die ver­ein­bar­te Sum­me von der Erstat­tung abge­zo­gen, unab­hän­gig davon, ob die Rech­nung aus einer oder meh­re­ren Teil­rech­nun­gen besteht. Wer eine hohe Selbst­be­tei­li­gung wählt, soll­te die­se Sum­me als ech­te Reser­ve ver­füg­bar haben, damit im Ernst­fall nicht erst „gerech­net“ wer­den muss.

Die fol­gen­den Wer­te sind Bei­trags­bei­spie­le und die­nen zur Ori­en­tie­rung. Sie zei­gen vor allem den Effekt der Selbst­be­tei­li­gung auf den Monats­bei­trag. Der kon­kre­te Bei­trag hängt von den Rechen­da­ten ab (zum Bei­spiel Alter bei Abschluss) und soll­te immer über die Berech­nung geprüft wer­den.

Tarif Bei­trag bei 1.000 € SB Bei­trag bei 250 € SB
Top-Schutz ab 36,21 € 51,27 €
Pre­mi­um-Schutz ab 59164 € 75,15 €
* Bei­trags­bei­spie­le bei 100 % Erstat­tung. Anga­ben gemäß Bar­me­nia, Stand Juli 2025.

Für vie­le ist die Ent­schei­dung am Ende eine Abwä­gung zwi­schen monat­li­cher Ent­las­tung und Reser­ve im Ernst­fall. Eine höhe­re Selbst­be­tei­li­gung kann den Bei­trag deut­lich sen­ken, setzt aber vor­aus, dass der Eigen­an­teil im Not­fall sofort ver­füg­bar ist. Umge­kehrt ist die monat­li­che Belas­tung höher, wenn Sie die Selbst­be­tei­li­gung nied­rig anset­zen.

Wenn Sie zwi­schen Top und Pre­mi­um ver­glei­chen, lohnt sich der Blick auf die „Regeln im Ernst­fall“ statt nur auf den Bei­trag. Beim Pre­mi­um-Schutz sind in den Unter­la­gen unter ande­rem der erwei­ter­te Not­dienst-Rah­men (bis zum vier­fa­chen GOT-Satz im Not­fall, inklu­si­ve Not­dienst­ge­bühr) sowie die län­ge­re Nach­be­hand­lungs­zeit (14 Tage) genannt. Zusätz­lich sind bis zu fünf phy­sio­the­ra­peu­ti­sche Behand­lun­gen à 60 Minu­ten über den Nach­be­hand­lungs­zeit­raum hin­aus mit­ver­si­chert. Beim Top-Schutz ist die Nach­be­hand­lung kür­zer (10 Tage) und der Not­dienst-Mehr­um­fang ist so nicht aus­ge­wie­sen. Wer genau die­se Punk­te absi­chern möch­te, soll­te sie bei der Aus­wahl bewusst ein­prei­sen.

Wel­che Absi­che­rung passt zu Ihrem Pferd und Ihrer Hal­tung?

OP-Ver­si­che­rung, Kran­ken­ver­si­che­rung oder Haft­pflicht: So ord­nen Sie das rich­tig ein

Eine OP-Ver­si­che­rung schützt vor hohen Kos­ten bei chir­ur­gi­schen Ein­grif­fen. Je nach Pferd, Nut­zung und Risi­ko reicht das aber nicht immer aus. Vie­le Hal­ter kom­bi­nie­ren den OP-Schutz sinn­voll mit einer Kran­ken­ver­si­che­rung oder ver­las­sen sich nicht nur auf „wird schon gut gehen“, son­dern sichern zusätz­lich die Haft­pflicht­ri­si­ken ab. Die drei Kacheln geben Ihnen eine schnel­le, kla­re Ori­en­tie­rung, was wofür gedacht ist und wann wel­che Lösung Sinn ergibt.

Frau umarmt ihr braunes Pferd in sonnigem Außenbereich, beide wirken entspannt – Symbolbild für emotionale Bindung und OP-Vorsorge.
Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung

Die OP-Ver­si­che­rung über­nimmt Kos­ten für medi­zi­nisch not­wen­di­ge Ope­ra­tio­nen, oft inklu­si­ve Dia­gnos­tik rund um den Ein­griff und Nach­be­hand­lungs­ta­ge. Sie ist sinn­voll, wenn Sie hohe Ein­mal­rech­nun­gen absi­chern möch­ten. Ach­ten Sie auf War­te­zei­ten, GOT-Erstat­tung, Not­dienst-Regeln und Limits je OP. Für vie­le Pfer­de ist das der wich­tigs­te Ein­stieg in den Kos­ten­schutz.

Frau steht an einem Pferdegehege und legt Stirn an den Kopf eines braunen Pferdes – Symbolbild für Nähe, Verantwortung und Haftung.
Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht

Die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht schützt Sie, wenn Ihr Pferd einen Scha­den ver­ur­sacht, zum Bei­spiel an Per­so­nen, Sachen oder Ver­mö­gen. Das kann schnell sehr teu­er wer­den, selbst bei klei­nen Unacht­sam­kei­ten. Wich­tig sind aus­rei­chend hohe Deckungs­sum­men, Fremd­rei­ter­ri­si­ko und Schä­den auf Wei­den oder in Stall­an­la­gen. Für Pfer­de­hal­ter ist die­se Absi­che­rung in der Pra­xis oft unver­zicht­bar.

Junge Frau berührt liebevoll die Nüstern eines braunen Pferdes auf der Weide – Symbolbild für Vertrauen, Fürsorge und Tiergesundheit.
Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Die Kran­ken­ver­si­che­rung deckt nicht nur Ope­ra­tio­nen, son­dern auch vie­le ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen, je nach Tarif auch Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und The­ra­pien. Sie ist sinn­voll, wenn Sie lau­fen­de Tier­arzt- und Kli­nik­rech­nun­gen plan­ba­rer machen möch­ten. Ent­schei­dend sind Erstat­tungs­sät­ze, Leis­tungs­gren­zen und was als Vor­er­kran­kung gilt. Wer „Voll­schutz“ will, schaut hier genau­er hin.

Für wen sich OP-Schutz beson­ders schnell lohnt

Die­se Pfer­de­hal­ter pro­fi­tie­ren beson­ders von einer Pfer­de OP Ver­si­che­rung

Eine Pfer­de OP Ver­si­che­rung ist kei­ne Pflicht, aber sie kann in genau den Momen­ten ent­schei­dend sein, in denen schnell gehan­delt wer­den muss und die Rech­nung hoch aus­fällt. Ob der Schutz passt, hängt weni­ger von Schlag­wor­ten ab, son­dern von der rea­len Risi­ko­la­ge: Wie aktiv ist das Pferd, wie hoch ist die finan­zi­el­le Reser­ve, wie wahr­schein­lich sind Not­fäl­le außer­halb der Sprech­zei­ten und wel­che Annah­me, War­te­zei­ten und Aus­schlüs­se gel­ten im jewei­li­gen Tarif.

Beson­ders rele­vant wird OP-Schutz für Hal­ter, die eine hohe Ein­mal­be­las­tung absi­chern möch­ten, ohne jeden Monat einen Voll­schutz zu bezah­len. Vie­le OP-Rech­nun­gen ent­ste­hen nicht „geplant“, son­dern aus aku­ten Situa­tio­nen. Kolik, Sturz, Tritt­ver­let­zun­gen oder plötz­li­che Lahm­hei­ten füh­ren oft dazu, dass Dia­gnos­tik, Kli­nik und Ein­griff in kur­zer Zeit zusam­men­kom­men. Wer hier nicht ent­schei­den möch­te oder kann, weil zuerst die Finan­zie­rung geklärt wer­den muss, ist typi­scher­wei­se in der Ziel­grup­pe für eine OP-Absi­che­rung.

Auch bei regel­mä­ßig gerit­te­nen Frei­zeit­pfer­den ist das Risi­ko häu­fig höher, als man es im All­tag wahr­nimmt. Mehr Bewe­gung, mehr Umwelt­ein­flüs­se, mehr Situa­tio­nen mit ande­ren Pfer­den bedeu­ten mehr Mög­lich­kei­ten für Ver­let­zun­gen. Dazu kommt der Fak­tor Trans­port. Wer häu­fi­ger in frem­den Stal­lun­gen, auf Lehr­gän­gen oder Tur­nie­ren unter­wegs ist, erlebt in der Pra­xis mehr „Unwäg­bar­kei­ten“ als jemand, des­sen Pferd dau­er­haft im glei­chen Umfeld bleibt. OP-Schutz ist hier vor allem ein Mit­tel, um aus einer unru­hi­gen Situa­ti­on kei­ne finan­zi­el­le Ket­ten­re­ak­ti­on ent­ste­hen zu las­sen.

Bei Sport und Tur­nier­pfer­den kommt ein wei­te­rer Punkt dazu: Ortho­pä­di­sche The­men kön­nen schnel­ler rele­vant wer­den. In vie­len Tari­fen gibt es dafür beson­de­re War­te­zei­ten oder Ein­schrän­kun­gen, gera­de bei bestimm­ten Gelenk­dia­gno­sen oder Chip Befun­den. Das ist der Haupt­grund, war­um frü­hes Prü­fen sinn­voll ist. Wenn erst abge­schlos­sen wird, sobald ein Ver­dacht im Raum steht oder Befun­de bereits doku­men­tiert sind, kann das spä­ter dazu füh­ren, dass genau die­ser Bereich dau­er­haft nicht abge­si­chert ist. Wer ein Pferd aktiv nutzt, soll­te des­halb weni­ger „ob“, son­dern „wann“ im Blick haben.

Seni­or­pfer­de sind eine eige­ne Logik. Mit zuneh­men­dem Alter stei­gen bei vie­len Pfer­den die gesund­heit­li­chen The­men, gleich­zei­tig set­zen man­che Anbie­ter Auf­nah­me­gren­zen oder ver­lan­gen stren­ge­re Gesund­heits­an­ga­ben. Wer ein älte­res Pferd hat und über­haupt noch neu abschlie­ßen möch­te, soll­te des­halb zeit­nah prü­fen, ob ein Ein­tritt noch mög­lich ist und wel­che Regeln gel­ten. OP-Schutz kann hier pas­send sein, wenn es um gro­ße Ein­grif­fe geht und Sie eine hohe Ein­mal­rech­nung nicht allei­ne tra­gen möch­ten. Wenn es dage­gen eher um vie­le klei­ne­re Behand­lun­gen und regel­mä­ßi­ge Tier­arzt­be­su­che geht, ist eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung oft die pas­sen­de­re Denk­wei­se.

Damit sind wir beim wich­ti­gen Unter­schied: Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung zielt in vie­len Tari­fen auf lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten, ambu­lan­te Behand­lun­gen, Medi­ka­men­te, Dia­gnos­tik und teils auch Kli­nik­auf­ent­hal­te ab. Zudem sind in der Kran­ken­ver­si­che­rung für Pfer­de immer Ope­ra­tio­nen ent­hal­ten. Eine rei­ne OP-Ver­si­che­rung für Pfer­de deckt dage­gen pri­mär den chir­ur­gi­schen Ein­griff plus defi­nier­te Begleit­kos­ten rund um die OP ab. Wer sich fragt, was „bes­ser“ ist, soll­te es prag­ma­tisch lösen: Wenn Sie vor allem das gro­ße finan­zi­el­le Risi­ko einer OP absi­chern wol­len, ist OP-Schutz oft der pas­sen­de Ein­stieg. Wenn Sie plan­bar auch die all­täg­li­chen Behand­lun­gen abfe­dern möch­ten, gehört die Kran­ken­ver­si­che­rung in die enge­re Wahl.

Und weil es in der Pra­xis oft ver­wech­selt wird, gehört an die­ser Stel­le auch die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht in den Blick. Sie hat mit Tier­arzt­kos­ten nichts zu tun, ist aber für vie­le Hal­ter die wich­tigs­te Grund­ab­si­che­rung, weil sie Schä­den abdeckt, die das Pferd bei Drit­ten ver­ur­sacht. Wer die Absi­che­rung wirk­lich rund denkt, trennt die­se drei The­men sau­ber: OP-Schutz für gro­ße Ein­grif­fe beim eige­nen Pferd, Kran­ken­ver­si­che­rung für lau­fen­de Behand­lungs­kos­ten und Haft­pflicht für Schä­den gegen­über ande­ren.

Wich­ti­ge Fra­gen rund um Leis­tun­gen, War­te­zei­ten und Abschluss­fak­to­ren

Was Sie schon immer über die Bar­me­nia Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Ver­si­chert sind medi­zi­nisch not­wen­di­ge Ope­ra­tio­nen wegen Krank­heit oder Unfall. Je nach Tarif gehö­ren auch Leis­tun­gen dazu, die typi­scher­wei­se direkt mit einer OP zusam­men­hän­gen, zum Bei­spiel Dia­gnos­tik zur OP-Ent­schei­dung, OP-Vor­be­rei­tung und Nach­be­hand­lung. Wel­che Kos­ten­po­si­tio­nen im Detail ent­hal­ten sind, hängt vom gewähl­ten Schutz ab.

Es gibt drei Stu­fen: Basis, Top und Pre­mi­um. Der Basis-Schutz arbei­tet mit einem fes­ten Betrag je Ope­ra­ti­on, wäh­rend Top und Pre­mi­um die ver­si­cher­ten OP-Kos­ten deut­lich brei­ter abde­cken. Pre­mi­um hebt sich vor allem durch die Not­dienst-Rege­lung (bis 4‑fach GOT im Not­dienst plus Not­dienst­ge­bühr) ab.

Bar­me­nia zählt nicht nur klas­si­sche OPs unter Voll­nar­ko­se, son­dern auch Ein­grif­fe unter Teil­nar­ko­se, Lokal­an­äs­the­sie oder Stand­nar­ko­se, wenn sie als OP im Sin­ne der Bedin­gun­gen gel­ten. Bei­spie­le, die aus­drück­lich genannt wer­den, sind unter ande­rem Wund­ver­sor­gung durch Nähen/Klammern sowie bestimm­te zahn­me­di­zi­ni­sche Ein­grif­fe wie Zahn­ex­trak­tio­nen und Zahn­wur­zel­be­hand­lun­gen.

Ja, die Leis­tungs­über­sicht nennt die Unter­su­chun­gen zur Dia­gno­se und zur OP-Vor­be­rei­tung. Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren sind je nach Tarif unter­schied­lich gere­gelt, im Basis-Tarif zum Bei­spiel bis zu einem fes­ten Betrag je Fall, wäh­rend Top/Premium die­se Posi­tio­nen brei­ter abde­cken.

Regu­lär erfolgt die Erstat­tung bis zum 2‑fachen GOT-Satz. Im Pre­mi­um gilt im tier­ärzt­li­chen Not­dienst eine Erstat­tung bis zum 4‑fachen GOT-Satz, zusätz­lich wird die Not­dienst­ge­bühr nach GOT über­nom­men. Die Not­dienst­zei­ten sind in der Leis­tungs­über­sicht kon­kret defi­niert (Nacht, Wochen­en­de, Fei­er­ta­ge).

Typisch ist eine all­ge­mei­ne War­te­zeit für Krank­hei­ten, wäh­rend bei Bauch­höh­len-OPs (Kolik) eine deut­lich kür­ze­re War­te­zeit genannt wird und Unfäl­le häu­fig aus­ge­nom­men sind. Zusätz­lich gibt es bei Bar­me­nia eine beson­de­re War­te­zeit von 12 Mona­ten für bestimm­te Gelen­k­ope­ra­tio­nen (OC/OCD/Chips etc.).

Das hängt vom Tarif ab. Im Basis ist die Erstat­tung je Ope­ra­ti­on begrenzt, wäh­rend Top und Pre­mi­um die ver­si­cher­ten OP-Kos­ten ohne Jah­res­höchst­be­gren­zung abde­cken. Trotz­dem gilt immer: Erstat­tet wird nur, was als ver­si­cher­te OP bzw. als ver­si­cher­te Kos­ten­po­si­ti­on defi­niert ist.

Nicht über­nom­men wer­den typi­scher­wei­se Routine‑, Vor­sor­ge- oder frei­wil­li­ge Unter­su­chun­gen ohne direk­ten Bezug zu Krank­heit oder Unfall. Häu­fig aus­ge­schlos­sen sind auch Trans­port­kos­ten fürs Pferd, Rei­se­kos­ten des Tier­arz­tes, Diät- und Ergän­zungs­fut­ter­mit­tel sowie Zahn­pfle­ge. Details und wei­te­re Aus­schlüs­se ste­hen in den Bedin­gun­gen.

Zahn­pfle­ge und rei­ne Rou­ti­ne­leis­tun­gen sind grund­sätz­lich ein häu­fi­ger Aus­schluss. Bestimm­te zahn­me­di­zi­ni­sche Ein­grif­fe wer­den bei Bar­me­nia aber aus­drück­lich als OP-rele­van­te Leis­tun­gen genannt, zum Bei­spiel Zahn­ex­trak­tio­nen und Zahn­wur­zel­be­hand­lun­gen, wenn sie als ver­si­cher­te OP im Sin­ne der Bedin­gun­gen gel­ten.

Die Nach­be­hand­lung ist tarif­ab­hän­gig. In der Leis­tungs­über­sicht wird sie zeit­lich gestaf­felt aus­ge­wie­sen (Basis weni­ger Tage, Top mehr, Pre­mi­um am längs­ten). Das ist wich­tig, weil gera­de Wund­be­hand­lun­gen, Ver­bands­wech­sel oder Kli­nik­auf­ent­hal­te nach der OP einen rele­van­ten Teil der Rech­nung aus­ma­chen kön­nen.

Ja, Bar­me­nia weist eine freie Tier­arzt­wahl aus, inklu­si­ve welt­wei­ter Gül­tig­keit im Rah­men des Aus­lands­auf­ent­halts. Prak­tisch heißt das: Behand­lung kann in der Regel in der gewünsch­ten Pra­xis oder Kli­nik erfol­gen, solan­ge es sich um eine ver­si­cher­te Leis­tung han­delt.

Für vie­le Hal­ter ist wich­tig, dass Rech­nun­gen prüf­bar sind (Dia­gno­se, Datum, erbrach­te Leis­tun­gen, GOT-Posi­tio­nen). Üblich ist die Ein­rei­chung der Rech­nung zur Erstat­tung nach den Bedin­gun­gen. Wenn Sie möch­ten, kann die­ser Punkt auf der Sei­te zusätz­lich als kur­zer “Ablauf in 3 Schrit­ten” erklärt wer­den, ohne in Mar­ke­ting­ton zu rut­schen.

Drei häu­fi­ge OP-Anläs­se und was sie kos­ten kön­nen

Kolik, Zahn­ex­trak­ti­on oder Gelenk­chip: typi­sche Kos­ten und ech­ter Absi­che­rungs­be­darf

Vie­le OPs beim Pferd kom­men nicht „irgend­wann“, son­dern plötz­lich. Beson­ders Ver­dau­ung, Zäh­ne und Gelen­ke sind in der Pra­xis typi­sche Bau­stel­len. Die fol­gen­den Bei­spie­le zei­gen rea­lis­ti­sche Kos­ten­kor­ri­do­re, damit Sie ein Gefühl dafür bekom­men, wann eine OP-Ver­si­che­rung sinn­voll sein kann. Die Spann­wei­ten sind bewusst vor­sich­tig for­mu­liert, weil Kli­nik, Befund und Ver­lauf den Preis stark beein­flus­sen.

Kolik

Kolik gehört zu den häu­figs­ten Not­fäl­len beim Pferd. Wenn Medi­ka­men­te nicht aus­rei­chen, wird oft eine Kli­nik­be­hand­lung nötig, manch­mal inklu­si­ve OP und anschlie­ßen­der Inten­siv­über­wa­chung. Die Rech­nung besteht dann nicht nur aus dem Ein­griff, son­dern auch aus Dia­gnos­tik, Nar­ko­se, sta­tio­nä­rem Auf­ent­halt und Nach­sor­ge.

Typi­sche Kos­ten: ca. 10.000 bis 25.000 € (je nach Ver­lauf auch mehr)

Zahn­ex­trak­ti­on

Zahn­pro­ble­me sind beim Pferd kei­ne Sel­ten­heit, vor allem bei Backen­zäh­nen mit Ent­zün­dung, Frak­tur oder fest sit­zen­den Wur­zeln. Je nach Befund erfolgt die Ent­fer­nung unter Sedie­rung oder in der Kli­nik unter Nar­ko­se. Häu­fig kom­men Rönt­gen, Spü­lun­gen, Medi­ka­men­te und Kon­trol­len dazu.

Typi­sche Kos­ten: ca. 800 bis 2.500 €, kom­ple­xe Fäl­le bis 3.000 €

Gelenk­chip-Ent­fer­nung

Gelenk­chips (häu­fig im Zusam­men­hang mit OC/OCD) tre­ten beson­ders bei jun­gen Pfer­den auf, kön­nen aber auch spä­ter auf­fal­len. Die Ent­fer­nung erfolgt meist arthro­sko­pisch und wird oft mit Vor­un­ter­su­chung, Bild­ge­bung und Nach­be­hand­lung kom­bi­niert. Bei spä­ter Behand­lung dro­hen anhal­ten­de Lahm­heit und Fol­ge­schä­den.

Typi­sche Kos­ten: ca. 1.500 bis 4.500 € (abhän­gig von Gelenk und Auf­wand)

Leis­tungs­aus­schlüs­se im Klar­text: Was vor dem Abschluss wirk­lich wich­tig ist

Bar­me­nia Pfer­de OP Ver­si­che­rung: Die­se Ope­ra­tio­nen, Behand­lun­gen und Kos­ten sind aus­ge­schlos­sen

Eine Pfer­de OP Ver­si­che­rung soll teu­re, medi­zi­nisch not­wen­di­ge Ein­grif­fe absi­chern. Genau des­halb ist es wich­tig zu wis­sen, was nicht dazu­ge­hört. Denn in der Pra­xis ent­steht die größ­te Ent­täu­schung nicht durch den Bei­trag, son­dern durch eine abge­lehn­te Rech­nung, weil der Fall in einen Aus­schluss fällt oder weil Sym­pto­me schon vor dem Ver­si­che­rungs­schutz da waren. Wer die Regeln vor­ab sau­ber ein­ord­net, trifft deut­lich siche­re­re Ent­schei­dun­gen.

Der wich­tigs­te Punkt ist alles, was bei Antrag­stel­lung bereits bekannt war. Dazu zäh­len Krank­hei­ten, Unfäl­le oder Fehl­ent­wick­lun­gen, die schon doku­men­tiert sind oder Ihnen schlicht bekannt waren. Eben­falls kri­tisch ist die Pha­se rund um den Start: Wenn kli­nisch rele­van­te Sym­pto­me oder eine Dia­gno­se bereits vor Beginn des Ver­si­che­rungs­schut­zes oder inner­halb der War­te­zeit vor­la­gen, sind die­se Krank­heit und ihre Fol­gen dau­er­haft nicht mit­ver­si­chert. Das wirkt streng, ist aber in OP Tari­fen üblich, weil sonst „lau­fen­de Fäl­le“ nach­träg­lich ver­si­chert wür­den.

Ein wei­te­rer häu­fi­ger Stol­per­stein sind Rou­ti­ne, Vor­sor­ge und frei­wil­li­ge Maß­nah­men, die nicht direkt mit Krank­heit oder Unfall zusam­men­hän­gen. Dazu zäh­len auch Ein­grif­fe, die eher in Rich­tung „Opti­mie­rung“ gehen, statt medi­zi­nisch not­wen­dig zu sein. Die­se Abgren­zung ist wich­tig, weil bei Pfer­den vie­les „gemacht wer­den kann“, aber nicht auto­ma­tisch als ver­si­cher­ter OP Anlass gilt.

Beson­ders klar gere­gelt sind die Zahn-The­men: Zahn­pfle­ge, Zahn­stein­ent­fer­nung, kos­me­ti­sche Zahn­be­hand­lun­gen, Zahn­ersatz und Kor­rek­tu­ren von Zahn- oder Kie­fer­an­oma­lien sind aus­ge­schlos­sen. Das heißt nicht, dass jede Zahn OP aus­ge­schlos­sen sein muss, aber „Pfle­ge und Kor­rek­tur“ ist etwas ande­res als ein chir­ur­gi­scher Ein­griff auf­grund einer Erkran­kung. Wer hier die Begrif­fe ver­mischt, plant die Absi­che­rung falsch.

Oft unter­schätzt wer­den auch Neben­kos­ten, die in Rech­nun­gen regel­mä­ßig auf­tau­chen, aber nicht über­nom­men wer­den. Dazu gehö­ren Wege­geld, Ver­weil­geld und Rei­se­kos­ten des Tier­arz­tes sowie Trans­port­kos­ten für das Pferd. Eben­falls aus­ge­schlos­sen sind Diät- und Ergän­zungs­fut­ter­mit­tel und vor­beu­gen­de Vit­amin- oder Mine­ral­stoff­prä­pa­ra­te, selbst wenn sie beglei­tend emp­foh­len wer­den. Auch Gesund­heits­zeug­nis­se, Gut­ach­ten, medi­zi­ni­sche Aus­künf­te, Befun­de und Tier­arzt­brie­fe fal­len nicht unter den OP Schutz. Das ist kein Detail, weil genau die­se Posi­tio­nen in der Sum­me spür­bar wer­den kön­nen.

Dane­ben gibt es Aus­schlüs­se, die sel­ten sind, im Scha­den­fall aber rele­vant wer­den: vor­sätz­lich her­bei­ge­führ­te Schä­den, Fäl­le im Zusam­men­hang mit Kriegs­er­eig­nis­sen, Auf­ruhr, Auf­stand oder Gewalt­tä­tig­kei­ten bei öffent­li­chen Ansamm­lun­gen sowie Ereig­nis­se durch Erd­be­ben, Über­schwem­mun­gen oder Kern­ener­gie. Eben­falls aus­ge­schlos­sen sind Krank­hei­ten infol­ge von Epi­de­mien oder Pan­de­mien. Spe­zi­ell aus­ge­schlos­sen sind auch Gold­aku­punk­tur, Gold­im­plan­ta­tio­nen und Gold­draht­im­plan­ta­tio­nen, Ope­ra­tio­nen oder Kas­tra­ti­on wegen Kryptor­chis­mus sowie Ope­ra­tio­nen oder Behand­lun­gen rund um Huf­abs­zes­se und Huf­ge­schwü­re inklu­si­ve Fol­gen. Eine wich­ti­ge Aus­nah­me ist mög­lich, wenn tier­ärzt­lich dia­gnos­ti­zier­ter Huf­krebs vor­liegt.

Eige­ne Regeln gel­ten für Träch­tig­keit und Geburt: Ope­ra­tio­nen im Zusam­men­hang mit Decken oder Schein­träch­tig­keit sind aus­ge­schlos­sen. Ein Kai­ser­schnitt kann dage­gen ein­ma­lig je ver­si­cher­tem Tier ver­si­chert sein, wenn er wegen Geburts­kom­pli­ka­tio­nen vete­ri­när­me­di­zi­nisch not­wen­dig ist. Kas­tra­ti­on und Ste­ri­li­sa­ti­on sind grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen. Eine Aus­nah­me ist mög­lich, wenn der Ein­griff aus gynä­ko­lo­gi­schen, andro­lo­gi­schen oder onko­lo­gi­schen Grün­den medi­zi­nisch not­wen­dig ist. In die­sem Fall gilt eine beson­de­re War­te­zeit.

Wenn Sie die­se Aus­schlüs­se ein­mal sau­ber im Kopf haben, wird der Ver­gleich viel ein­fa­cher: Dann schau­en Sie nicht nur auf Bei­trag und Erstat­tungs­satz, son­dern auf die Regeln, die im Ernst­fall wirk­lich zäh­len. Den Gesamt­markt, typi­sche Tarif­lo­gi­ken und die wich­tigs­ten Prüf­stel­len fin­den Sie im Ver­gleich zur Pfer­de OP Ver­si­che­rung.

Zusam­men­fas­sung

Die Bar­me­nia Pfer­de OP Ver­si­che­rung rich­tet sich an Pfer­de­hal­ter, die vor allem das Kos­ten­ri­si­ko medi­zi­nisch not­wen­di­ger Ope­ra­tio­nen absi­chern möch­ten, ohne gleich eine voll­stän­di­ge Kran­ken­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen. Im Fokus ste­hen die Tari­fe Top und Pre­mi­um, die sich vor allem bei Details wie Not­dienst­re­ge­lung, Nach­be­hand­lungs­um­fang und ein­zel­nen Leis­tungs­gren­zen unter­schei­den. Ver­si­chert sind grund­sätz­lich OPs bei medi­zi­ni­scher Not­wen­dig­keit inklu­si­ve defi­nier­ter Begleit­kos­ten wie Dia­gnos­tik rund um den Ein­griff und Nach­be­hand­lung im tarif­li­chen Rah­men.

Wich­tig für die Pra­xis ist die Erstat­tung nach GOT: regu­lär bis zum 2‑fachen Satz, im Pre­mi­um im ech­ten Not­fall im tier­ärzt­li­chen Not­dienst zusätz­lich bis zum 4‑fachen Satz plus Not­dienst­ge­bühr, jeweils nach den ver­trag­li­chen Bedin­gun­gen. Eben­so soll­ten Sie War­te­zei­ten und Son­der­re­ge­lun­gen (zum Bei­spiel bei bestimm­ten Gelenk­dia­gno­sen wie OC/OCD/Chips) sowie Aus­schlüs­se kon­se­quent mit­prü­fen, weil genau die­se Punk­te spä­ter dar­über ent­schei­den, ob eine Rech­nung voll­stän­dig, nur teil­wei­se oder gar nicht über­nom­men wird.

Wenn Sie den Bei­trag kal­ku­lie­ren, lohnt sich ein nüch­ter­ner Blick auf die Selbst­be­tei­li­gung: Sie senkt den Monats­bei­trag, muss im Ernst­fall aber als Reser­ve ver­füg­bar sein. Wer die Tarif­re­geln sau­ber abgleicht, fin­det bei der Bar­me­nia eine gut struk­tu­rier­te OP-Absi­che­rung, die sich über Bei­trag und Selbst­be­tei­li­gung anpas­sen lässt und sich beson­ders dann aus­zahlt, wenn schnel­le Ent­schei­dun­gen im Not­fall nötig wer­den.

Häu­fi­ge Fra­gen

Wie wirkt sich eine Selbst­be­tei­li­gung auf den Bei­trag aus?

Je höher die Selbst­be­tei­li­gung gewählt wird, des­to nied­ri­ger fällt der monat­li­che Bei­trag in der Regel aus. Bei Bar­me­nia sind meh­re­re Stu­fen vor­ge­se­hen (je Ver­si­che­rungs­fall), wodurch sich Bei­trag und Eigen­an­teil steu­ern las­sen. Sinn­voll ist das, wenn plan­bar ist, wel­chen Betrag Sie im Ernst­fall selbst tra­gen möch­ten.

Ja, laut Leis­tungs­über­sicht besteht welt­wei­ter Schutz bei vor­über­ge­hen­dem Aus­lands­auf­ent­halt bis zu einer fest­ge­leg­ten Dau­er. Rele­vant ist dabei, dass es um einen tem­po­rä­ren Auf­ent­halt geht und die Behand­lung als ver­si­chert gilt.

Das hängt weni­ger vom “Sinn” ab als von Annah­me, Bei­trag und dem indi­vi­du­el­len Risi­ko. Mit stei­gen­dem Alter neh­men bestimm­te OP-Risi­ken zu, gleich­zei­tig sind Vor­er­kran­kun­gen oder bekann­te Befun­de häu­fi­ger ein The­ma. Genau des­halb soll­te vor Abschluss geprüft wer­den, wel­che Vor­aus­set­zun­gen gel­ten und wie der Schutz im Not­fall tat­säch­lich greift.

Bei Bar­me­nia ist das tarif­ab­hän­gig gere­gelt: Für Gelen­k­ope­ra­tio­nen wie OC/OCD/Chips gilt eine beson­de­re War­te­zeit, und je nach Tarif gibt es ent­we­der fes­te Limits oder eine wei­ter­ge­hen­de Absi­che­rung. Wer das The­ma im Risi­ko hat (Sport, Vor­be­fun­de, Lahm­heits­ab­klä­rung), soll­te die­sen Punkt bewusst in die Tarif­wahl ein­be­zie­hen.

Ja. Die Bar­me­nia bie­tet neben der Pfer­de OP Absi­che­rung auch Tier­ver­si­che­run­gen für ande­re Tier­ar­ten an. Wich­tig ist dabei die rich­ti­ge Ein­ord­nung: Eine OP Ver­si­che­rung ist in der Regel auf chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe aus­ge­legt, wäh­rend eine Kran­ken­ver­si­che­rung oft deut­lich brei­ter ansetzt und auch vie­le ambu­lan­te Behand­lun­gen abdeckt. Wenn Sie neben dem Pferd auch einen Hund oder eine Kat­ze absi­chern möch­ten, lohnt sich ein kur­zer Blick in die jeweils pas­sen­de Spar­te, weil Leis­tun­gen, War­te­zei­ten und Aus­schlüs­se je Tier­art unter­schied­lich auf­ge­baut sein kön­nen.

Für Hun­de ist die Sei­te zur Bar­me­nia Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ein sinn­vol­ler Ein­stieg, für Kat­zen die Bar­me­nia Kat­zen­ver­si­che­rung.

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