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Freiwillige Gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung – Lohnt sich das?

Freiwillig gesetzlich versichert: Vorteile und wichtige Tipps für Ihre Entscheidung

Ab wann lohnt sich die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung und für wen ist sie gedacht? Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen mit konkreten Tipps zur Entscheidungsfindung. Entdecken Sie, welche Kriterien für die Wahl entscheidend sind und wie Sie trotz potenziell höherer Beiträge für Selbstständige von den Leistungen der freiwillig gesetzlich versicherten Kranken­ver­si­che­rung profitieren können. Beginnen Sie hier, um sich fundiert für oder gegen die freiwillig gesetzlich versicherte Krankenkasse zu entscheiden.
 
 

Das Wichtigste auf einen Blick

 

 Freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung ist eine Option für Per­sonen mit Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze sowie für bestimmte Berufsgruppen und bietet den Vorteil einer umfassenden Abdeckung ohne hohe Altersbeiträge.

 Bei der Auswahl einer Krankenkasse sollten Beitragsunterschiede, Zusatzbeiträge und individuelle Krankenkassenleistungen sorgfältig verglichen werden, um die geeignetste und kosteneffizienteste Option zu wählen.

 Die Entscheidung zwischen freiwilliger gesetzlicher und privater Kranken­ver­si­che­rung sollte aufgrund der langfristigen Konsequenzen und Unterschiede in Beiträgen, Leistungen und Tarifoptionen sorgfältig abgewogen werden.

gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung

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Wer darf sich freiwillig gesetzlich ver­sichern?

 

Die Möglichkeit, sich freiwillig gesetzlich zu ver­sichern, ist eine Option, die vielen Menschen offensteht. Sie ist besonders attraktiv für Per­sonen, deren Einkommen die monatliche Versicherungspflichtgrenze von 5.775,00 Euro im Jahr 2024 übersteigt. Dies sind oft Arbeitnehmer in höheren Positionen oder Selbstständige, die ein gutes Einkommen erzielen. Aber auch wenn die Pflichtversicherung, zum Beispiel durch das Ende des Studiums oder eine berufliche Veränderung, endet, kann man freiwillig in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung bleiben und fällt automatisch in die freiwillige gesetzliche Versicherung. In solchen Fällen können verschiedene Versicherungen, wie die Kranken­ver­si­che­rung, eine wichtige Rolle spielen.

Die Versicherungsfreiheit bedeutet dabei die Ausnahme von der Versicherungspflicht mit der Möglichkeit, sich weiterhin freiwillig gesetzlich zu ver­sichern. Dies ist vor allem für Per­sonen interessant, deren Einkommen über der so genannten Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt und deren Wohnsitz in Deutschland ist. Ist das der Fall, kann man sich entscheiden, ob man in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung bleibt oder in die private Kranken­ver­si­che­rung wechselt.

Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Kranken­ver­si­che­rung langfristige Auswirkungen hat und gut überlegt sein sollte.
 

Berechtigte Per­sonen

Es gibt verschiedene Per­sonengruppen, die von der Möglichkeit, sich freiwillig gesetzlich zu ver­sichern, profitieren können. Dazu gehören neben Arbeitnehmern mit einem hohen Einkommen auch Selbstständige und Freiberufler. Vor allem für Selbstständige kann die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung eine attraktive Option sein. Wenn Sie direkt vor dem Wechsel gesetzlich krankenversichert waren, haben Sie die Möglichkeit, in die freiwillige Kranken­ver­si­che­rung zu wechseln. Dies ist eine Option, die für viele Menschen in Betracht gezogen werden kann. Dies bietet den Vorteil, dass sie weiterhin umfassend abgesichert sind und sich keine Sorgen um hohe Beiträge im Alter machen müssen.

Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass die Beiträge für Selbstständige in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung oft höher ausfallen können als für Angestellte, da sie den vollen Beitragssatz selbst tragen müssen. Daher sollte die Entscheidung für eine freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung gut überlegt sein und alle relevanten Faktoren wie Einkommen, Familienstand und Gesundheitszustand sollten berücksichtigt werden.
 

Ausnahmen und Einschränkungen

Obwohl die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung für viele Per­sonen eine attraktive Option ist, gibt es auch einige Ausnahmen und Einschränkungen, die beachtet werden sollten. Für Beamte kann zum Beispiel eine private Kranken­ver­si­che­rung oft günstiger sein als die gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung. Dies liegt daran, dass sie im Ruhestand erhöhte Beihilfen durch den Arbeitgeber erhalten.

Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass die Entscheidung für eine freiwillige gesetzliche oder private Kranken­ver­si­che­rung eine langfristige Entscheidung ist, die gut durchdacht sein sollte. Daher empfehlen wir, sich vor der Entscheidung umfassend zu informieren und gegebenenfalls eine individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen.
 
 

Die richtige Krankenkasse finden

 

Die Wahl der richtigen Krankenkasse ist ein wichtiger Schritt bei der Entscheidung für eine freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung. Dabei gibt es einige Faktoren, die Sie bei der Auswahl berücksichtigen sollten. Es lohnt sich, die Tarife und Leistungen der verschiedenen Anbieter sorgfältig zu ver­gleichen. Denn obwohl alle gesetzlichen Krankenkassen einen Großteil der medizinisch notwendigen Leistungen abdecken, können sich die zusätzlichen Angebote und der Service deutlich unterscheiden.

Darüber hinaus sollten Sie auch die finanzielle Stabilität der Krankenkasse berücksichtigen. Denn die finanzielle Lage einer Krankenkasse kann sich auf die Höhe des Zusatzbeitrags auswirken, den Sie zahlen müssen. Hier kann es sinnvoll sein, die Entwicklung des Zusatzbeitrags der letzten Jahre zu betrachten, um einen Eindruck von der finanziellen Stabilität der Kasse zu bekommen.
 

Beitragsunterschiede

Ein wichtiger Faktor bei der Wahl der richtigen Krankenkasse sind die Beiträge. Diese setzen sich bei der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6% der Bruttoeinnahmen und einem individuell festgelegten Zusatzbeitrag durch die Krankenkassen zusammen. Der Zusatzbeitrag kann dabei von Krankenkasse zu Krankenkasse variieren und beträgt im Durchschnitt etwa 1,7%.

Zwischen der günstigsten und der teuersten Krankenkasse können dabei erhebliche Unterschiede bestehen. So kann ein Mitglied der günstigsten Krankenkasse bis zu 356 Euro im Jahr im Vergleich zu einem Mitglied der teuersten Krankenkasse sparen. Es lohnt sich also, die Beiträge der verschiedenen Krankenkassen zu ver­gleichen und dabei auch die Leistungen im Blick zu behalten.
 

Leistungsvergleich

Neben den Beiträgen spielen auch die Leistungen, einschließlich der extra Leistungen, eine entscheidende Rolle bei der Wahl der richtigen Krankenkasse. Zwar sind 90 bis 95 Prozent der Leistungen der Krankenkassen identisch, dennoch können sich die Kassen in einigen Bereichen unterscheiden. Besonders bei den Zusatzleistungen, wie professioneller Zahnreinigung oder Bonusprogrammen, gibt es zwischen den Kassen teils erhebliche Unterschiede.

Ein Vergleich der Leistungen der verschiedenen Krankenkassen kann daher dazu beitragen, die für Sie passende Kasse zu finden. Dabei können Online-Tarifvergleichsportale eine hilfreiche Unterstützung sein, um die Tarife und Leistungen verschiedener Kassen gegenüberzustellen.
 
 

Beginn und Dauer der freiwilligen Kranken­ver­si­che­rung

 

Die freiwillige Kranken­ver­si­che­rung kann in verschiedenen Lebenssituationen eine wichtige Rolle spielen. Sie beginnt in der Regel unmittelbar nach dem Ende der Pflichtversicherung, zum Beispiel wenn Sie die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten oder aus der Familienversicherung ausscheiden.

Die Bindung an die freiwillige Kranken­ver­si­che­rung besteht dabei für mindestens 18 Monate. Eine Kündigung der Versicherung ist innerhalb dieser Frist nicht ohne weiteres möglich. Es ist daher wichtig, sich vor Abschluss einer freiwilligen Kranken­ver­si­che­rung genau über die Bedingungen und die Laufzeit zu informieren.
 
 

Freiwillige gesetzliche vs. private Kranken­ver­si­che­rung

 

Die Entscheidung zwischen einer freiwilligen gesetzlichen und einer privaten Kranken­ver­si­che­rung ist eine wichtige und oft nicht einfache Wahl. Beide Versicherungsformen haben ihre Vor- und Nachteile und es ist wichtig, diese gut gegeneinander abzuwägen.

Die private Kranken­ver­si­che­rung bietet oft einen umfassenderen Schutz und mehr Wahlmöglichkeiten bei den Tarifen. Allerdings sind die Beiträge in der privaten Kranken­ver­si­che­rung oft höher und steigen mit dem Alter an. Zudem ist eine Rückkehr in die gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung nach dem Wechsel in die private oft schwierig.
 

Vorteile der freiwilligen gesetzlichen Versicherung

Die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung in Deutschland bietet eine Reihe von Vorteilen, die auch von einer gesetzlichen Krankenkasse erwartet werden können:

 Umfassender Schutz ohne Gesundheitsprüfung

 Keine Gesundheitsfragen oder Aufschläge aufgrund von Vorerkrankungen

 Gleichberechtigter Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Versicherten

 Solidarische Finanzierung durch Beiträge aller Versicherten

 Möglichkeit der Familienversicherung für Ehepartner und Kinder, ohne zusätzliche Fragen

Diese Vorteile machen die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung zu einer attraktiven Option für viele Menschen.

Ein weiterer Vorteil der freiwilligen gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung ist die Familienmitversicherung. Kinder können in der freiwilligen gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung kostenlos mitversichert werden. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber der privaten Kranken­ver­si­che­rung, wo für jedes Kind ein eigener Vertrag abgeschlossen werden muss.
 

Nachteile und Alternativen

Trotz der vielen Vorteile hat die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung auch einige Nachteile. Ein Nachteil ist die fehlende Wahlmöglichkeit bei den Tarifen. Während in der privaten Kranken­ver­si­che­rung eine Vielzahl von Tarifen mit unterschiedlichen Leistungen und Beiträgen zur Auswahl stehen, gibt es in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung nur einen einheitlichen Leistungskatalog.

Eine Alternative zur freiwilligen gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung ist die private Kranken­ver­si­che­rung. Sie bietet oft einen umfassenderen Schutz und mehr Wahlmöglichkeiten bei den Tarifen. Allerdings sind die Beiträge in der privaten Kranken­ver­si­che­rung oft höher und steigen mit dem Alter an. Zudem ist eine Rückkehr in die gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung nach dem Wechsel in die private oft schwierig.
 
 

Kosten der freiwilligen Kranken­ver­si­che­rung

 

Die Beiträge für die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung werden anhand verschiedener Faktoren berechnet. Ein wichtiger Faktor ist die Beitragsbemessungsgrenze. Sie setzt ein Limit, über welchem das Einkommen für die Beitragsberechnungen nicht berücksichtigt wird.

Sind keine laufenden Einkünfte vorhanden, wird der Mindestbeitrag für die Kranken­ver­si­che­rung von 179,11 Euro gezahlt. Die Beiträge zur freiwilligen Kranken­ver­si­che­rung belaufen sich auf 14,6 Prozent des Einkommens plus durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,7 Prozent und Beiträge zur Pflege­ver­si­che­rung, wobei der monatliche Höchstbeitrag etwa 952,61 Euro beträgt.
 
 

Beitragsermittlung bei schwankendem Einkommen

 

Für freiwillig gesetzlich Versicherte mit schwankendem Einkommen gelten besondere Regelungen bei der Beitragsberechnung. Die Beiträge zur Kranken­ver­si­che­rung werden mit einer Mindest- und Höchstgrenze berechnet, die im Jahr 2024 bei monatlich 1.178,33 Euro bzw. 5.175,00 Euro liegen.

Zur Beitragsberechnung werden verschiedene Einkommensarten herangezogen, wie Einkünfte aus Selbständigkeit, Renten, Kapitalvermögen und Arbeitsentgelt. Bei Änderungen des Einkommens bitten die Krankenkassen freiwillig gesetzlich Versicherte nach dem letzten Einkommenssteuerbescheid, und die Beiträge werden für das kommende Jahr entsprechend angepasst.
 
 

Freiwillige Kranken­ver­si­che­rung für Rentner

 

Auch für Rentner kann die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung eine sinnvolle Option sein. Rentner, die freiwillig gesetzlich versichert sind, zahlen für ihre Renteneinkünfte den gleichen allgemeinen Beitragssatz wie andere Versicherte.

Für ausländische gesetzliche Renten liegt der Beitragssatz zur Kranken­ver­si­che­rung bei 7,3 Prozent plus dem halben Zusatzbeitragssatz. Es gibt auch einen ermäßigten Beitragssatz von 14,0 Prozent plus einem Zusatzbeitragssatz für Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung oder Kapitalvermögen.


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Zusammenfassung

 

Wir hoffen, dass dieser Leitfaden Ihnen einen guten Überblick über die freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung gegeben hat. Wie Sie sehen, bietet sie viele Vorteile, aber auch einige Nachteile, die es zu beachten gilt.

Ob Sie sich für eine freiwillige gesetzliche Kranken­ver­si­che­rung oder eine private Kranken­ver­si­che­rung entscheiden, hängt von vielen individuellen Faktoren ab, wie Ihrem Einkommen, Ihrem Gesundheitszustand und Ihren persönlichen Präferenzen. Es ist wichtig, diese Entscheidung gut zu überdenken und sich umfassend zu informieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.


Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet freiwillig gesetzlich versichert?

Freiwillig gesetzlich versichert zu sein bedeutet, dass Per­sonen, die nicht mehr automatisch durch die gesetzlichen Regelungen pflichtversichert sind, sich dazu entscheiden können, weiterhin Mitglied in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung zu bleiben. Dies bietet die Möglichkeit, einen umfassenden Versicherungsschutz zu genießen, ohne in die private Kranken­ver­si­che­rung wechseln zu müssen. Es ist eine bewusste Wahl für Sicherheit und Solidarität im Gesundheitssystem.

Wo ist der Unterschied zwischen gesetzlich und freiwillig krankenversichert?

Der wesentliche Unterschied zwischen gesetzlich und freiwillig krankenversichert liegt im Status des Versicherten. Gesetzlich Versicherte sind durch ihre Arbeit oder andere Umstände automatisch versichert, während freiwillig Versicherte sich selbst entscheiden, in der gesetzlichen Kranken­ver­si­che­rung zu bleiben. Dies kann vor allem dann relevant werden, wenn man als Selbstständiger oder bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht mehr pflichtversichert ist. Die Leistungen und der Schutz sind jedoch weitgehend identisch.

Was zählt als Einkommen für die freiwillige Kranken­ver­si­che­rung?

Für die Beitragsberechnung in der freiwilligen Kranken­ver­si­che­rung zählt grundsätzlich das gesamte wirtschaftliche Einkommen des Versicherten. Dazu gehören nicht nur das Arbeitseinkommen oder der Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit, sondern auch Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, Kapitalvermögen oder Renten. Es ist wichtig, alle Einkommensarten korrekt anzugeben, um den Beitragssatz gerecht und korrekt zu ermitteln.


Über den Autor
Daniel Moser ist Versicherungsmakler und Gründer von AMBA Versicherungen

Daniel Moser, Ver­sicherungs­makler und Gründer von AMBA Versicherungen

Fachwirt für Finanzberatung (IHK), Master-Consultant in Finance und Finanzwirt mit 20 Jahren Erfahrung


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