Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung ver­glei­chen: Kos­ten & Leis­tun­gen

Tari­fe ver­glei­chen, GOT und Not­dienst prü­fen, Bei­trag berech­nen.

Frau umarmt ihr braunes Pferd in sonnigem Außenbereich, beide wirken entspannt – Symbolbild für emotionale Bindung und OP-Vorsorge.

Was über­nimmt eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung und wor­auf kommt es beim Ver­gleich an?

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung soll vor allem eines leis­ten: Sie soll Ihnen im Ernst­fall Hand­lungs­spiel­raum geben, ohne dass eine hohe Rech­nung aus der Tier­kli­nik die Ent­schei­dung ver­zö­gert. Beson­ders bei Ein­grif­fen wie Kolik-OP, Chip-OP, Seh­nen­ver­let­zun­gen oder Frak­tu­ren ent­ste­hen schnell hohe Kos­ten, häu­fig nicht nur durch die OP selbst, son­dern auch durch Dia­gnos­tik, Nar­ko­se, sta­tio­nä­ren Auf­ent­halt sowie Vor- und Nach­be­hand­lun­gen. Genau des­halb ist „OP ver­si­chert“ als Aus­sa­ge zu wenig. Ent­schei­dend ist, was im Tarif wirk­lich als Ope­ra­ti­on zählt und wel­che Leis­tun­gen rund­her­um ein­ge­schlos­sen sind.

Beim Ver­gleich soll­ten Sie vier Punk­te immer zuerst prü­fen: Erstat­tung nach GOT inklu­si­ve Not­dienst­re­ge­lung, Selbst­be­tei­li­gung, Leis­tungs­gren­zen (pro OP oder pro Jahr) und War­te­zei­ten, weil hier die größ­ten Unter­schie­de zwi­schen den Anbie­tern lie­gen. Dazu kom­men typi­sche Stol­per­stel­len wie Aus­schlüs­se bei Vor­er­kran­kun­gen und die Fra­ge, ob und in wel­chem Umfang Nach­be­hand­lungs­ta­ge oder Kli­nik­auf­ent­hal­te über­nom­men wer­den. Wenn Sie die­se Punk­te sau­ber ver­glei­chen, sehen Sie schnell, ob ein Tarif nur güns­tig wirkt oder ob er im Leis­tungs­fall tat­säch­lich zu Ihrem Pferd und Ihrem Sicher­heits­be­dürf­nis passt.

Inhalts­ver­zeich­nis

Sinn­vol­le Ergän­zun­gen zur Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung

Mehr Schutz fürs Pferd: Kran­ken­ver­si­che­rung und Haft­pflicht

Eine OP-Ver­si­che­rung deckt plan­bar die gro­ßen Kos­ten­blö­cke rund um Ein­grif­fe und Kli­nik­auf­ent­hal­te ab. In der Pra­xis ent­ste­hen aber auch Aus­ga­ben, die nichts mit einer Ope­ra­ti­on zu tun haben, zum Bei­spiel Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, Behand­lun­gen bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen oder wie­der­keh­ren­de Tier­arzt­ter­mi­ne. Zusätz­lich gibt es ein ganz ande­res Risi­ko, das vie­le unter­schät­zen: Schä­den, die Ihr Pferd Drit­ten zufügt. Wenn Sie Ihr Pferd wirk­lich rund absi­chern möch­ten, sind des­halb zwei Bau­stei­ne beson­ders nahe­lie­gend: die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung für lau­fen­de Behand­lungs­kos­ten und die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht für Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schä­den.

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Das Wich­tigs­te im Über­blick

So funk­tio­niert die Pfer­de OP Ver­si­che­rung und wor­auf es beim Ver­gleich ankommt

Was ist eine Pfer­de OP Ver­si­che­rung und wel­che Unter­schie­de zäh­len im Ernst­fall?

Eine Pfer­de OP Ver­si­che­rung über­nimmt je nach Tarif die Kos­ten für ver­si­cher­te Ope­ra­tio­nen, oft auch für Unter­su­chun­gen rund um den Ein­griff, Kli­nik­auf­ent­halt sowie defi­nier­te Vor und Nach­be­hand­lun­gen. Wie gut der Schutz wirk­lich ist, ent­schei­det sich an weni­gen Punk­ten, die in vie­len Ver­glei­chen zu kurz kom­men: Erstat­tung nach GOT inklu­si­ve Not­dienst­kos­ten, War­te­zei­ten und Son­der­fris­ten, Limits je OP oder pro Jahr sowie Aus­schlüs­se bei Vor­er­kran­kun­gen. Genau die­se Stell­schrau­ben fin­den Sie in den Tabs über­sicht­lich erklärt, damit Sie Tari­fe nicht nur nach Preis, son­dern nach rea­lem Leis­tungs­wert ver­glei­chen.

Eine Pfer­de OP Ver­si­che­rung ist eine spe­zia­li­sier­te Absi­che­rung für chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe beim Pferd. Ver­si­chert sind Ope­ra­tio­nen unter Voll­nar­ko­se, Stand­nar­ko­se oder Sedie­rung, je nach Tarif­de­fi­ni­ti­on. Typi­sche Fäl­le sind Kolik OPs, Frak­tu­ren, Seh­nen­ver­let­zun­gen oder bestimm­te Gelenk Ein­grif­fe. Vie­le Anbie­ter stel­len her­aus, dass auch Kos­ten rund um die OP mit­ver­si­chert sein kön­nen, etwa Vor­un­ter­su­chun­gen, Nach­sor­ge und sta­tio­nä­re Auf­ent­hal­te, aber das vari­iert stark nach Tarif.

Wich­tig ist der Blick auf die Abrech­nung: Tier­arzt und Kli­nik rech­nen nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te ab. Im Not­dienst kön­nen zusätz­lich eine Not­dienst­ge­bühr und erhöh­te Gebüh­ren­sät­ze anfal­len. Genau des­halb soll­te die Erstat­tung nach GOT und die Rege­lung für Not­dienst immer ein Prüf­punkt im Ver­gleich sein.

Kurz Check­lis­te für die­sen Tab:

  • Wel­che OPs sind laut Bedin­gun­gen ver­si­chert

  • Gilt der Schutz auch in der Kli­nik und im Not­dienst

  • Sind Vor und Nach­be­hand­lungs­ta­ge ein­ge­schlos­sen oder getrennt begrenzt

Die OP Ver­si­che­rung deckt in der Regel den gro­ßen Kos­ten­block Ope­ra­ti­on ab. Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung geht wei­ter und über­nimmt meist auch ambu­lan­te Behand­lun­gen ohne OP, Dia­gnos­tik und häu­fig chro­ni­sche Erkran­kun­gen, je nach Tarif. Vie­le Voll Tari­fe ent­hal­ten OP Leis­tun­gen eben­falls, sind dafür meist teu­rer. Die OP Ver­si­che­rung ist oft der Ein­stieg, wenn Sie das finan­zi­el­le Risi­ko gro­ßer Ein­grif­fe absi­chern möch­ten, ohne gleich den Rund­um­schutz zu wäh­len.

Ver­gleichs­punkt OP-Ver­si­che­rung Kran­ken­ver­si­che­rung
Ope­ra­tio­nen
Ambu­lan­te Behand­lung
Chro­ni­sche Erkran­kun­gen
Bei­trags­hö­he güns­ti­ger teu­rer
Sinn­voll für OP-Risi­ko­ab­si­che­rung Rund­um­schutz

In der Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen sind OP Leis­tun­gen eben­falls ent­hal­ten. Der Unter­schied liegt am Leis­tungs­um­fang, Preis und den Details der Limits und War­te­zei­ten.

Die größ­ten Unter­schie­de zwi­schen Tari­fen ste­cken sel­ten im Wer­be­ver­spre­chen, son­dern in den Regeln. Ein guter Ver­gleich prüft zuerst die Punk­te, die im Leis­tungs­fall wirk­lich Geld aus­ma­chen: Erstat­tung nach GOT inklu­si­ve Not­dienst, Höhe und Art der Selbst­be­tei­li­gung, Limits je OP oder pro Jahr, War­te­zei­ten und Son­der­fris­ten sowie der Umgang mit Vor­er­kran­kun­gen.

Bei War­te­zei­ten sehen Sie am Markt deut­li­che Unter­schie­de: Häu­fig gibt es eine all­ge­mei­ne War­te­zeit von meh­re­ren Wochen bis Mona­ten, bei Kolik OPs teils deut­lich kür­zer. Für ein­zel­ne Dia­gno­sen wie OCD oder Chip OPs kön­nen län­ge­re Son­der­fris­ten gel­ten. Genau die­se Details sind der Grund, war­um ein Tarif­ver­gleich mehr ist als ein Preis­ver­gleich.

Für wen lohnt sich der Abschluss beson­ders?

  • Wenn eine hohe OP Rech­nung Ihr Bud­get spür­bar belas­ten wür­de

  • Wenn Sie Kli­nik und Not­dienst rea­lis­tisch mit absi­chern möch­ten

  • Wenn Sie den Schutz früh sichern wol­len, bevor Vor­er­kran­kun­gen Aus­schlüs­se aus­lö­sen

Wenn Sie im Ver­gleich die glei­chen Eck­da­ten anset­zen, sehen Sie schnell, wel­cher Tarif die wich­ti­gen Punk­te wie GOT und Not­dienst, War­te­zei­ten, Limits und Selbst­be­tei­li­gung wirk­lich gut löst. Star­ten Sie den Ver­gleich, dann kön­nen Sie pas­sen­de Tari­fe gezielt fil­tern und direkt ein­ord­nen.

Ver­si­chert sind OP, Kli­nik und Dia­gnos­tik. Die Details ent­schei­den über die Erstat­tung.

Leis­tun­gen der Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung im Über­blick

Der Leis­tungs­um­fang einer Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung sieht auf den ers­ten Blick oft ähn­lich aus: „Ope­ra­tio­nen sind ver­si­chert“. In der Pra­xis kommt es aber auf die Punk­te an, die auf der Tier­arzt­rech­nung wirk­lich teu­er wer­den: Dia­gnos­tik vor dem Ein­griff, Nar­ko­se, Ver­brauchs­ma­te­ri­al, sta­tio­nä­rer Auf­ent­halt und die Nach­be­hand­lung. Genau hier unter­schei­den sich Tari­fe spür­bar, weil vie­le Leis­tun­gen nur inner­halb bestimm­ter Zeit­fens­ter gel­ten, sepa­rat begrenzt sind oder an kla­re Bedin­gun­gen geknüpft wer­den.

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung über­nimmt in der Regel die Kos­ten für medi­zi­nisch not­wen­di­ge chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe, die unter Voll­nar­ko­se, Stand­nar­ko­se oder Sedie­rung durch­ge­führt wer­den. Je nach Tarif kön­nen auch OP-nahe Leis­tun­gen dazu­ge­hö­ren, etwa Medi­ka­men­te, Ver­bands­ma­te­ri­al und bild­ge­ben­de Ver­fah­ren wie Rönt­gen. Eini­ge Anbie­ter nen­nen dafür fes­te Leis­tungs­pa­ke­te rund um den Ein­griff.

Vor­un­ter­su­chung, Kli­nik und Nach­sor­ge sind oft der „eigent­li­che“ Kos­ten­block:
Wenn ein Pferd in die Kli­nik muss, ent­steht die Rech­nung nicht nur durch den Schnitt, son­dern durch das Drum­her­um. Vie­le Tari­fe regeln des­halb expli­zit Vor­be­hand­lung und Nach­sor­ge in Tagen, zum Bei­spiel eini­ge Tage vor der OP und bis zu gut zwei Wochen nach der OP. Ein kon­kre­tes Bei­spiel am Markt sind 3 Tage Vor­be­hand­lung und bis zu 17 Tage Nach­sor­ge, inklu­si­ve sta­tio­nä­rer Unter­brin­gung, wobei die genaue Dau­er immer vom Tarif abhängt.

Wich­tig für den Ver­gleich: Man­che Tari­fe begren­zen Kli­nik­auf­ent­hal­te oder Nach­be­hand­lungs­ta­ge sepa­rat oder staf­feln nach Tarif­stu­fe. Wenn Sie Wert auf umfas­sen­de Nach­sor­ge legen, soll­ten Sie genau prü­fen, ob die­se Leis­tun­gen im sel­ben Topf wie die OP lau­fen oder eige­ne Limits haben.

GOT und Not­dienst: Hier ent­schei­det sich, ob der Tarif „kli­nik­taug­lich“ ist:
Tier­ärz­te und Kli­ni­ken rech­nen nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­tin­nen und Tier­ärz­te ab. Seit der GOT-Novel­le 2022 sind zudem Not­dienst­re­ge­lun­gen klar ver­an­kert. Unter ande­rem ist eine Not­dienst­ge­bühr in Höhe von 50 Euro vor­ge­se­hen, und im Not­dienst kön­nen je nach Auf­wand deut­lich höhe­re Sät­ze anfal­len.

Für Ihre Tarif­aus­wahl heißt das: Erstat­tung „bis zum 4‑fachen GOT-Satz“ klingt gut, ist aber nur dann wirk­lich hilf­reich, wenn der Tarif Not­dienst, Dia­gnos­tik und OP-nahe Leis­tun­gen sau­ber mit abbil­det und nicht durch nied­ri­ge Unter­li­mits aus­bremst.

Rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pien: oft ent­hal­ten, aber häu­fig begrenzt:
Vie­le Pfer­de­hal­ter inter­es­sie­ren sich bei ortho­pä­di­schen The­men zusätz­lich für rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pien wie PRP oder IRAP. Die­se Leis­tun­gen sind je nach Anbie­ter und Tarif teils ein­ge­schlos­sen, aber nicht sel­ten stark gede­ckelt oder an Vor­aus­set­zun­gen geknüpft. Ein Bei­spiel aus dem Markt: Für rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pien wer­den in Bedin­gun­gen teils fes­te Maxi­mal­be­trä­ge pro Ver­si­che­rungs­fall genannt.

Wenn Ihnen die­ser Punkt wich­tig ist, lohnt sich ein genau­er Blick auf die Höhe der Erstat­tung und dar­auf, ob die The­ra­pie als OP-Fol­ge gilt oder als eigen­stän­di­ge Leis­tung mit sepa­ra­tem Limit.

Direkt­ab­rech­nung: mög­lich, aber nicht Stan­dard:
In den meis­ten Fäl­len läuft es so, dass Sie die Rech­nung bezah­len und anschlie­ßend zur Erstat­tung ein­rei­chen. Eini­ge Tari­fe nen­nen jedoch die Mög­lich­keit der Direkt­ab­rech­nung mit Tier­arzt oder Kli­nik. Ob das im All­tag wirk­lich prak­ti­ka­bel ist, hängt von Tarif, Kli­nik und Pro­zess ab. Prü­fen Sie daher, ob Direkt­ab­rech­nung ver­bind­lich vor­ge­se­hen ist oder nur „auf Wunsch“ und „wenn mög­lich“ gilt.

Wor­auf Sie beim Ver­gleich unbe­dingt ach­ten soll­ten:
Am Ende sind es fünf Fra­gen, die die Leis­tung im Ernst­fall stark beein­flus­sen: Wel­che Ein­grif­fe gel­ten im Tarif als „Ope­ra­ti­on“, wie hoch ist die Erstat­tung nach GOT inklu­si­ve Not­dienst, wel­che Limits gel­ten pro OP oder pro Jahr, wie sind Vor- und Nach­be­hand­lung gere­gelt und wie wird mit Vor­er­kran­kun­gen umge­gan­gen. Genau des­halb ist ein Ver­gleich sinn­voll, der nicht nur Bei­trä­ge neben­ein­an­der­legt, son­dern Bedin­gun­gen und Gren­zen klar sicht­bar macht.

Belieb­te Pfer­de-OP-Tari­fe im Ver­gleich. Unter­schie­de sieht man erst im Detail.

Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung ver­glei­chen: Wel­che Tari­fe leis­ten im Ernst­fall wirk­lich?

Vie­le Tari­fe wir­ken auf den ers­ten Blick ähn­lich, bis zur ers­ten Kli­nik­rech­nung. Dann zäh­len die Details: Wel­che OPs sind wirk­lich ver­si­chert, wie hoch ist die Erstat­tung nach GOT inklu­si­ve Not­dienst, wel­che War­te­zei­ten gel­ten und wo lie­gen die Leis­tungs­gren­zen. Die fol­gen­de Über­sicht zeigt typi­sche Unter­schie­de bei häu­fig gewähl­ten Anbie­tern und hilft Ihnen, Tari­fe nicht nur nach Bei­trag zu bewer­ten.

Ein fai­rer Ver­gleich beginnt mit der Fra­ge, was Sie absi­chern wol­len. Geht es pri­mär um das gro­ße OP Risi­ko wie Kolik oder Frak­tur, oder soll auch Dia­gnos­tik, Nach­sor­ge und Rege­ne­ra­ti­on mög­lichst breit mit abge­deckt sein. Genau hier tren­nen sich Tari­fe: Eini­ge leis­ten sehr klar für OPs, begren­zen aber bestimm­te Zusatz­leis­tun­gen. Ande­re sind in der Nach­be­hand­lung groß­zü­gi­ger, set­zen dafür höhe­re Bei­trä­ge oder ande­re Limits an.

Ach­ten Sie im zwei­ten Schritt auf die Regeln, die im All­tag schnell teu­er wer­den. Bei Pfer­de OP Tari­fen ist das vor allem die Erstat­tung nach GOT, inklu­si­ve Not­dienst und Kli­nik. Seit der GOT Anpas­sung und der gere­gel­ten Not­dienst­ge­bühr ist das kein Neben­the­ma, weil Not­fäl­le sel­ten zu Sprech­zei­ten pas­sie­ren. Eben­so wich­tig sind War­te­zei­ten und Son­der­fris­ten, zum Bei­spiel bei Kolik oder bestimm­ten ortho­pä­di­schen Dia­gno­sen. Hier gibt es teils sehr kur­ze Fris­ten, teils deut­lich län­ge­re Rege­lun­gen, je nach Anbie­ter und Tarif­lo­gik.

Drit­tens lohnt der Blick auf Leis­tungs­gren­zen. Man­che Tari­fe arbei­ten mit Jah­res­li­mits, ande­re mit OP bezo­ge­nen Gren­zen oder mit Kom­bi­na­tio­nen. Auf dem Papier kann eine höhe­re Erstat­tung nach GOT sehr gut aus­se­hen, aber wenn das Jah­res­li­mit nicht zu Ihrem Pferd und Ihrer Nut­zung passt, ent­steht im Ernst­fall trotz­dem eine Lücke. Und noch ein Punkt, der in vie­len Ver­glei­chen zu kurz kommt: die Defi­ni­ti­on, was im Tarif als Ope­ra­ti­on gilt. Mini­mal­in­va­si­ve Ein­grif­fe, bestimm­te Zahn OPs oder spe­zi­el­le ortho­pä­di­sche Maß­nah­men kön­nen je nach Bedin­gun­gen unter­schied­lich ein­ge­ord­net sein.

War­te­zeit, GOT und Nach­sor­ge: Das trennt gute Tari­fe von Durch­schnitt

Nut­zen Sie die Tabel­le als Schnell­ch­eck: Sie sehen sofort, wo Tari­fe bei War­te­zeit, GOT/Notdienst, Jah­res­li­mits und Nach­sor­ge aus­ein­an­der­lau­fen. Danach lohnt der Blick in die Details, weil genau dort Aus­schlüs­se und Fein­re­geln ste­hen.

Leis­tung Alli­anz Bar­me­nia GHV Uelz­e­ner
Smart Kom­fort Top Pre­mi­um Kom­fort Pre­mi­um OP Tarif 2024
War­te­zeit ab Ver­trags­be­ginn
  • Unfall: kei­ne
  • Kolik: 7 Tage
  • Krank­hei­ten & Gelenk Chip OP: 3 Mona­te
  • Unfall: kei­ne
  • Kolik: 5 Tage
  • Krank­hei­ten: 3 Mona­te
  • Kas­tra­ti­on (gynäkologisch/andrologisch/onko.): 6 Mona­te
  • Gelenk-Chip-OP: 12 Mona­te
  • Vor­ver­si­che­rung wird ange­rech­net
  • Unfall: kei­ne
  • Kolik: 7 Tage
  • Krank­hei­ten Pre­mi­um: 1 Monat
  • Krank­hei­ten Kom­fort: 3 Mona­te
  • Labor­kos­ten: 6 Mona­te
  • Gelenk Chip OP Pre­mi­um: 12 Mona­te
  • Vor­ver­si­che­rung wird ange­rech­net
  • Kolik & Unfäl­le: 5 Tage
  • Krank­hei­ten: 2 Mona­te
  • 12 Mona­te für bestimm­te Dia­gno­sen 🛈
  • Ver­zicht bei naht­lo­sem Wech­sel
Fol­gen­de Pfer­de kön­nen ver­si­chert wer­den
  • Ab 8 Wochen
  • Kei­ne akti­ven Renn­pfer­de
  • Kei­ne Pfer­de mit ZNS, Botu­lis­mus, EMS, Nar­ko­lep­sie etc.
  • Ab dem 7. Tag
  • Nur mit Lebens- oder Chip­num­mer
  • Letz­te 18 Mona­te kei­ne OP, letz­te 3 Mona­te kei­ne Kolik
  • Kop­per nicht ver­si­cher­bar
  • 9 Wochen bis 16 Jah­re
  • Gechippt oder Lebens­num­mer
  • Nur gesun­de Pfer­de (12 Mona­te kei­ne OP)
  • Nur pri­va­te Nut­zung
  • Ab dem ers­ten Lebens­tag
Jähr­li­che Höchst­gren­ze 15.000 € kei­ne kei­ne 15.000 € 50.000 € max. 15.000 € für Augen-OPs pro Jahr Max. 15.000 €, 25.000 € oder 50.000 € Gesamt­leis­tung
Ver­si­cher­ter Satz nach GOT bis 2‑facher Satz bis 2‑facher Satz bis 2‑facher Satz im Not­fall 4‑fach bis 2‑facher Satz bis 2‑facher Satz im Not­fall 4‑fach bis 4‑facher Satz
Über­nah­me von Vor­un­ter­su­chung & Dia­gnos­tik • Kos­ten der Unter­su­chung am letz­ten Unter­su­chungs­tag vor der Ope­ra­ti­on • Kos­ten der Unter­su­chung zur Dia­gno­se­stel­lung
• Auch Unter­su­chun­gen zur OP-Vor­be­rei­tung
• Kos­ten der Unter­su­chung am letz­ten Unter­su­chungs­tag vor der Ope­ra­ti­on • Die letz­ten drei Unter­su­chungs­ta­ge vor einer Ope­ra­ti­on sind ver­si­chert
Über­nah­me der Nach­be­hand­lung 10 Tage 15 Tage 10 Tage 14 Tage 9 Tage 15 Tage 17 Tage
Über­nah­me von Gelenk-Chip Ope­ra­tio­nen max. 1.500 € p.a. für OP & Vor-/Nach­sor­ge unbe­grenzt max. 1.500 € pro OP inkl. Vor-/Nach­sor­ge unbe­grenzt nicht ver­si­chert max. 1.500 € am OP-Tag inkl. Vor-/Nach­sor­ge kei­ne Begren­zung pro OP – gilt bis zur jährl. Höchst­gren­ze
Ver­si­cher­te Ope­ra­tio­nen 🛈 • Alle OPs laut GOT bei Unfall, Krank­heit oder Fehl­ent­wick­lung
• Aus­ge­nom­men z. B. Kop­per-OP, Wir­bel­säu­le bei Ata­xie, Kas­tra­ti­on bei männ­li­chen Tie­ren oder bei Träch­tig­keit
• Alle GOT-Ope­ra­tio­nen bei medi­zi­ni­scher Not­wen­dig­keit
• Aus­ge­nom­men z. B. Huf­ge­schwü­re & deren Fol­gen
• Nur gelis­te­te OPs laut Leis­tungs­über­sicht
• Aus­ge­schlos­sen: Kop­per, Lami­nek­to­mie, ECVM etc.
• Alle medi­zi­nisch not­wen­di­gen OPs nach War­te­zeit
• Aus­nah­men: z. B. Huf­abs­zes­se, Huf­ge­schwü­re
Rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pien (IRAP/PRP, Stamm­zel­len) 🛈 1.500 € pro Jahr 2.500 € pro Jahr 1.000 € pro OP 1.000 € pro OP 750 € pro Jahr 1.500 € pro Jahr Nur mit Reha-Bau­stein
Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren (Rönt­gen, MRT) 🛈 ohne Begren­zung ohne Begren­zung ohne Begren­zung ohne Begren­zung 1.000 € pro Jahr 1.500 € pro Jahr unbe­grenzt
OPs unter Stand- & Teil­nar­ko­se 🛈
Phy­sio­the­ra­pie 🛈 nicht ver­si­chert 300 € pro Jahr unbe­grenzt unbe­grenzt 300 € pro Jahr Tipp: Reha Bau­stein ein­schlie­ßen
Unter­brin­gung in Tier­kli­nik nach OP 🛈 ohne Begren­zung ohne Begren­zung 30 € pro Tag ohne Begren­zung 15 € pro Tag 35 € pro Tag inklu­si­ve Ergän­zungs­fut­ter
Alter­na­ti­ve Behand­lungs­me­tho­den 🛈 ohne Begren­zung ohne Begren­zung ohne Begren­zung ohne Begren­zung 300 € im Jahr Homöo­pa­thie und Chi­ro­prak­tik
Ver­si­che­rungs­schutz im Aus­land 🛈 welt­weit bis zu 12 Mona­te EU, Schweiz & Nor­we­gen bis zu 12 Mona­te welt­weit
Sons­ti­ge Leis­tun­gen & Beson­der­hei­ten 🛈
  • Bei­trags­stei­ge­rung: Ab dem 3. Lebens­jahr um bis zu 3 % jähr­lich
  • Tel­e­dia­gnos­tik / Tele­the­ra­pie: Im Rah­men der OP-Leis­tun­gen
  • Über­nah­me der Not­fall­ge­büh­ren: 50 € net­to
  • Begren­zung Strah­len­the­ra­pie: Smart 1.500 €, Kom­fort 2.500 € jähr­lich
  • Not­fall­ge­bühr: 50 € net­to im OP-Tarif
  • Phy­sio­the­ra­pie (nur Pre­mi­um): max. 5 Sit­zun­gen à 60 Minu­ten
  • Kün­di­gungs­recht: nach Ablauf der ver­ein­bar­ten Lauf­zeit
  • Bei­trags­stei­ge­rung: ab dem 16. Lebens­jahr um 3 % jähr­lich
  • Kenn­zeich­nung: Top 15 €, Pre­mi­um 30 €
  • Kün­di­gungs­recht: nach Ver­trags­lauf­zeit
  • Weg­geld: bis 3‑fach erstat­tungs­fä­hig
  • Labor­kos­ten: Kom­fort 200 €, Pre­mi­um 400 € p.a.
  • Phy­sio­the­ra­pie: Kom­fort 300 € (45 Tage), Pre­mi­um 300 € (75 Tage)
  • Not­dienst­ge­bühr: bei Not­fall
  • Reha-Bau­stein: mit 20 % SB für vie­le Zusatz­leis­tun­gen (z. B. IRAP, PRP, Osteo­pa­thie)
  • Bei­trags­stei­ge­rung: ab 16. Lj. um 5 % jähr­lich
  • Tel­e­dia­gnos­tik: ein­ma­lig pro Leis­tungs­fall
Monat­li­cher Bei­trag ab 24,88 € ab 31,49 € ab 30,68 € ab 33,27 €
Für den Ver­si­che­rungs­schutz maß­geb­lich sind die aktu­el­len Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen des jewei­li­gen Anbie­ters.

Nut­zen Sie die Über­sicht als Fil­ter, nicht als end­gül­ti­ges Urteil. Wenn Ihnen kur­ze War­te­zei­ten und ein brei­ter OP Begriff wich­tig sind, lohnt sich ein genau­er Blick auf die Uelz­e­ner Pfer­de OP Ver­si­che­rung. Wenn Sie eher Wert auf kla­re Tarif­stu­fen und die Aus­ge­stal­tung der OP Leis­tun­gen im Paket legen, passt die Bar­me­nia Pfer­de OP Ver­si­che­rung.

Am Ende zählt, dass der Tarif zu Ihrem Pferd passt, zu Alter, Nut­zung, Bud­get und der Fra­ge, wel­che Kos­ten­blö­cke Sie im Not­fall wirk­lich abge­ben möch­ten. Wenn Sie im Ver­gleich über­all die­sel­ben Eck­da­ten anset­zen, sehen Sie schnell, wel­che Tari­fe nur gut klin­gen und wel­che im Leis­tungs­fall vor­aus­sicht­lich ruhi­ger durch­lau­fen.

Wich­ti­ge Ergän­zun­gen rund um Gesund­heit, Kos­ten und Haf­tung

Wei­te­re The­men rund um Gesund­heit und Absi­che­rung Ihres Pfer­des

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung deckt gro­ße Ein­grif­fe und Kli­nik­auf­ent­hal­te ab. Im All­tag sind jedoch auch ande­re Bau­stei­ne wich­tig, die Kos­ten und Risi­ken rund um Ihr Pferd spür­bar beein­flus­sen: lau­fen­de Tier­arzt­be­hand­lun­gen ohne OP, Haf­tungs­fäl­le im Stall oder unter­wegs und die Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te, die dar­über ent­schei­det, wie teu­er Not­dienst und Kli­nik am Ende wirk­lich wer­den. Die fol­gen­den The­men hel­fen Ihnen, die Zusam­men­hän­ge schnell zu ver­ste­hen und die pas­sen­de Absi­che­rung sinn­voll zu ergän­zen.

Frau steht an einem Pferdegehege und legt Stirn an den Kopf eines braunen Pferdes – Symbolbild für Nähe, Verantwortung und Haftung.
Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht

Pflicht­schutz bei Per­so­nen- und Sach­schä­den
Wenn Ihr Pferd jeman­den ver­letzt oder frem­des Eigen­tum beschä­digt, kann es schnell teu­er wer­den. Die Pfer­de­hal­ter­haft­pflicht schützt Sie vor hohen For­de­run­gen, auch wenn Sie selbst kei­ne Schuld trifft. Beson­ders wich­tig ist das bei Reit­be­tei­li­gun­gen, im Stall und auf Aus­rit­ten.

Frau geht mit ihrem Hund an der Leine in eine Tierarztpraxis – Symbolbild für Tierarztbesuche und die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).
Gebüh­ren­ordung für Tier­ärz­te

War­um der GOT-Satz die Erstat­tung mit ent­schei­det
Die GOT regelt, wie Tier­ärz­te abrech­nen dür­fen. Im Not­dienst sind höhe­re Sät­ze und zusätz­li­che Gebüh­ren mög­lich, was Rech­nun­gen deut­lich stei­gen lässt. Genau des­halb soll­te eine OP-Ver­si­che­rung zu Ihrem Bedarf bei GOT und Not­dienst pas­sen. Hier sehen Sie, wor­auf es dabei ankommt.

Junge Frau berührt liebevoll die Nüstern eines braunen Pferdes auf der Weide – Symbolbild für Vertrauen, Fürsorge und Tiergesundheit.
Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Behand­lungs­schutz über die OP hin­aus
Nicht jede teu­re Behand­lung ist eine Ope­ra­ti­on. Die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung über­nimmt je nach Tarif auch ambu­lan­te oder sta­tio­nä­re Behand­lun­gen ohne OP, etwa bei Infek­ten, Lahm­hei­ten oder chro­ni­schen Pro­ble­men. Das ist sinn­voll, wenn Sie lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten plan­bar absi­chern möch­ten, nicht nur den OP-Fall.

Wel­che Kos­ten wirk­lich mit­ver­si­chert sind, ent­schei­det sich in GOT, Not­dienst und Nach­sor­ge

Wel­che Kos­ten über­nimmt die Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung und wann zahlt sie?

Eine OP beim Pferd ist sel­ten nur „der Ein­griff“. Auf der Rech­nung ste­hen meist Dia­gnos­tik, Nar­ko­se, Mate­ri­al, Kli­nik­auf­ent­halt und Nach­be­hand­lung. Genau des­halb lohnt sich der Blick in die Tarif­de­tails: Man­che Poli­cen wir­ken güns­tig, über­neh­men aber nur einen Teil der OP-Neben­kos­ten oder set­zen enge Zeit­fens­ter für Vor- und Nach­sor­ge. Hier sehen Sie, wel­che Kos­ten typi­scher­wei­se über­nom­men wer­den, wann der Schutz greift und wo in der Pra­xis die häu­figs­ten Miss­ver­ständ­nis­se ent­ste­hen.

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung über­nimmt je nach Tarif die Kos­ten für medi­zi­nisch not­wen­di­ge Ope­ra­tio­nen, die vom Tier­arzt oder der Tier­kli­nik indi­ziert sind. In guten Tari­fen gehö­ren zur Erstat­tung nicht nur die OP-Leis­tung selbst, son­dern auch OP-nahe Bau­stei­ne wie Dia­gnos­tik zur OP-Abklä­rung, Nar­ko­se oder Sedie­rung, OP-Mate­ri­al, Medi­ka­men­te sowie ein sta­tio­nä­rer Kli­nik­auf­ent­halt. Ent­schei­dend ist dabei fast immer, ob die­se Bau­stei­ne aus­drück­lich im Tarif ein­ge­schlos­sen sind und ob sie in einem defi­nier­ten Zeit­raum vor und nach der OP lie­gen.

GOT und Not­dienst sind kei­ne Neben­sa­che:
Abge­rech­net wird nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te. Im Not­dienst kommt eine ver­pflich­ten­de Not­dienst­ge­bühr hin­zu, zudem wer­den Leis­tun­gen im Not­dienst min­des­tens mit dem zwei­fa­chen Satz berech­net, höhe­re Sät­ze sind mög­lich. Das treibt Rech­nun­gen gera­de bei Kolik und Kli­nik­fäl­len schnell nach oben. Für Ihre Aus­wahl heißt das: Prü­fen Sie nicht nur „bis X‑facher GOT-Satz“, son­dern ob Not­dienst und OP-Umfeld­leis­tun­gen im Tarif sau­ber mit abge­deckt sind und nicht durch Limits aus­ge­bremst wer­den.

Wann der Ver­si­che­rungs­schutz greift:
Der Schutz besteht in der Regel erst nach Ablauf von War­te­zei­ten. Vie­le Tari­fe unter­schei­den dabei zwi­schen Unfall, Kolik und bestimm­ten Dia­gno­sen mit Son­der­fris­ten. Bei Kolik fin­den sich am Markt teils sehr kur­ze Fris­ten, bei spe­zi­el­len ortho­pä­di­schen The­men oder defi­nier­ten Dia­gno­sen teils län­ge­re. Für den Leis­tungs­fall zählt immer, was im Ver­trag als „Ope­ra­ti­on“ gilt und ob der Ein­griff medi­zi­nisch not­wen­dig war.

Was häu­fig nicht oder nur ein­ge­schränkt über­nom­men wird:
Typi­sche Stol­per­stei­ne sind Aus­schlüs­se bei Vor­er­kran­kun­gen, bereits ange­ra­te­nen Behand­lun­gen oder Befun­den, die vor Ver­trags­be­ginn bekannt waren. Auch Ein­grif­fe, die nicht als OP im Sin­ne der Bedin­gun­gen gel­ten, kön­nen her­aus­fal­len, selbst wenn sie teu­er sind. Dazu zäh­len je nach Tarif zum Bei­spiel bestimm­te Zahn­be­hand­lun­gen unter Sedie­rung oder mini­mal­in­va­si­ve Ver­fah­ren, wenn der Ver­si­che­rer dafür eine kla­re OP-Defi­ni­ti­on ver­langt. Genau des­halb ist ein Tarif­ver­gleich nur dann belast­bar, wenn er den OP-Begriff, die War­te­zei­ten und die Aus­schlüs­se sicht­bar macht.

Rea­lis­ti­sche Kos­ten­bei­spie­le als Ori­en­tie­rung:
Die tat­säch­li­chen OP-Kos­ten hän­gen stark von Kli­nik, Dau­er, Kom­pli­ka­tio­nen und Nach­sor­ge ab. Als gro­be Ori­en­tie­rung wer­den Kolik-OPs häu­fig im deut­lich höhe­ren vier- bis teils fünf­stel­li­gen Bereich genannt, Chip-OPs bezie­hungs­wei­se Arthro­sko­pien lie­gen oft im nied­ri­gen vier­stel­li­gen Bereich. Frak­tur-OPs bewe­gen sich je nach Art eben­falls schnell im mehr­tau­send-Euro-Seg­ment. Die­se Span­nen erklä­ren, war­um die rich­ti­ge Kom­bi­na­ti­on aus GOT-Erstat­tung, Limits und Nach­sor­ge-Rege­lung wich­ti­ger ist als ein rei­ner Monats­bei­trag.

Wenn aus einem Not­fall schnell ein fünf­stel­li­ger Betrag wird

War­um eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung für vie­le Hal­ter sinn­voll ist

Eine Pfer­de-OP lässt sich nicht pla­nen. Wenn es ernst wird, zählt jede Stun­de und gleich­zei­tig ste­hen schnell hohe Rech­nun­gen im Raum. Genau in die­ser Kom­bi­na­ti­on liegt der Kern­nut­zen einer Tier-OP-Ver­si­che­rung für Pfer­de: Sie nimmt den finan­zi­el­len Druck aus einer Situa­ti­on, in der Sie eigent­lich nur eine gute medi­zi­ni­sche Ent­schei­dung tref­fen möch­ten.

In der Pra­xis sind es vor allem aku­te Not­fäl­le, die teu­er wer­den. Koli­ken gel­ten in Pfer­de­kli­ni­ken als kla­rer Not­fall und kön­nen sich rasch zuspit­zen. Gleich­zei­tig bewe­gen sich gera­de Kolik- oder ande­re Kli­nik-OPs häu­fig in Grö­ßen­ord­nun­gen, bei denen Rück­la­gen nicht „mal eben“ rei­chen. Als gro­be Ori­en­tie­rung nen­nen gro­ße Anbie­ter für typi­sche OP-Sze­na­ri­en Beträ­ge im Bereich von etwa 5.000 bis 10.000 Euro, je nach Ver­lauf auch dar­über.

Hin­zu kommt ein Punkt, den vie­le erst im Ernst­fall mer­ken: Not­dienst ist teu­rer. Im tier­ärzt­li­chen Not­dienst fällt eine pau­scha­le Not­dienst­ge­bühr an, und Leis­tun­gen müs­sen min­des­tens zum 2‑fachen GOT-Satz abge­rech­net wer­den. Das betrifft nicht nur die Ope­ra­ti­on selbst, son­dern oft auch Dia­gnos­tik, Über­wa­chung, Medi­ka­men­te und Nach­sor­ge in der Kli­nik. Genau des­halb ist „OP-Kos­ten“ im Kopf vie­ler Hal­ter zu kurz gedacht. Ent­schei­dend ist, ob der Tarif den OP-Begriff sau­ber defi­niert und ob Vor- und Nach­leis­tun­gen sowie Kli­nik­auf­ent­halt rea­lis­tisch mit­ver­si­chert sind.

Sinn­voll ist eine OP-Ver­si­che­rung für Pfer­de vor allem dann, wenn Sie im Fall der Fäl­le nicht zwi­schen Tem­po und Bud­get abwä­gen möch­ten. Das gilt beson­ders bei Pfer­den, die viel unter­wegs sind, sport­lich belas­tet wer­den oder bei denen ein Kli­ni­knot­fall zwar sel­ten ist, aber finan­zi­ell ein­schnei­dend wäre. Weni­ger pas­send kann sie sein, wenn bereits sehr vie­le Vor­er­kran­kun­gen bekannt sind, die ohne­hin aus­ge­schlos­sen wür­den, oder wenn Sie bewusst einen gro­ßen finan­zi­el­len Puf­fer vor­hal­ten und das Risi­ko selbst tra­gen wol­len. In jedem Fall lohnt sich der nüch­ter­ne Blick in die Bedin­gun­gen: War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se, Selbst­be­tei­li­gung und der kon­kre­te OP-Begriff ent­schei­den dar­über, ob der Schutz im Ernst­fall wirk­lich greift.

Die­se Ein­grif­fe kom­men häu­fig vor und kön­nen schnell meh­re­re tau­send Euro kos­ten

Wel­che Ope­ra­tio­nen beim Pferd beson­ders oft vor­kom­men und was sie typi­scher­wei­se kos­ten

Im Stall­all­tag sind es sel­ten „Exo­ten“, die zur OP füh­ren, son­dern wie­der­keh­ren­de Klas­si­ker wie Kolik, Chip-Ent­fer­nung oder Zahn­pro­ble­me. Die Kos­ten ent­ste­hen dabei nicht nur durch den Ein­griff selbst, son­dern oft durch Dia­gnos­tik, Nar­ko­se, Kli­nik­auf­ent­halt und Nach­sor­ge. Genau hier unter­schei­den sich Tari­fe deut­lich, etwa bei War­te­zei­ten, dem ver­si­cher­ten OP-Begriff, der Erstat­tung nach GOT und der Fra­ge, ob Nach­be­hand­lung und sta­tio­nä­re Unter­brin­gung mit abge­deckt sind. Die fol­gen­den Bei­spie­le hel­fen Ihnen, die typi­schen Kos­ten­trei­ber rea­lis­tisch ein­zu­ord­nen.

Eine Kolik kann inner­halb kur­zer Zeit lebens­be­droh­lich wer­den. Wenn Medi­ka­men­te nicht rei­chen, ent­schei­det häu­fig eine OP in der Kli­nik über die Pro­gno­se. Für Hal­ter ist das vor allem des­halb belas­tend, weil die Ent­schei­dung schnell fal­len muss und hohe Sum­men sofort fäl­lig sein kön­nen.

Im Tarif­ver­gleich lohnt der Blick auf War­te­zei­ten für Kolik, die Erstat­tung nach GOT und ob sta­tio­nä­re Kos­ten sowie Nach­sor­ge ein­ge­schlos­sen sind. Auch Trans­port, Not­dienst und inten­si­ve Dia­gnos­tik kön­nen das Bud­get deut­lich erhö­hen.

  • Kli­nik­auf­nah­me und Inten­siv­über­wa­chung als Kos­ten­trei­ber

  • Bild­ge­bung, Labor, Nar­ko­se und OP-Team

  • Nach­sor­ge, Medi­ka­men­te und Kon­troll­ter­mi­ne

Kos­ten­rah­men in der Pra­xis: häu­fig meh­re­re Tau­send Euro, je nach Ver­lauf deut­lich dar­über.

Brü­che und schwe­re Fis­su­ren sind meist kei­ne „schnel­len“ Fäl­le. Oft braucht es Spe­zi­al­dia­gnos­tik, Implan­ta­te und einen län­ge­ren Kli­nik­auf­ent­halt. Danach fol­gen Wochen bis Mona­te Boxen­ru­he, Kon­trol­le und Reha, was die Gesamt­kos­ten spür­bar nach oben zieht.

Wich­tig im Ver­trag ist, ob auch auf­wen­di­ge Osteo­syn­the­sen, sta­tio­nä­re Unter­brin­gung und Nach­be­hand­lung im defi­nier­ten Zeit­raum mit­ver­si­chert sind. Ach­ten Sie zudem auf Leis­tungs­gren­zen pro Jahr und pro OP.

  • Implan­ta­te, OP-Dau­er und Spe­zi­al­team

  • län­ge­rer Kli­nik­auf­ent­halt und eng­ma­schi­ge Kon­trol­len

  • Reha, Ver­bän­de, Medi­ka­men­te und Fol­ge­un­ter­su­chun­gen

Kos­ten­rah­men in der Pra­xis: nicht sel­ten im hohen vier­stel­li­gen Bereich, bei kom­ple­xen Fäl­len auch fünf­stel­lig.

Gelenk-Chips (OCD) wer­den häu­fig per Arthro­sko­pie ent­fernt. Das ist mini­mal­in­va­siv, aber tech­nisch auf­wen­dig und wird oft mit Dia­gnos­tik, Nar­ko­se, Spü­lung und anschlie­ßen­der Schon­pha­se kom­bi­niert. Gera­de bei Sport­pfer­den ist die früh­zei­ti­ge Behand­lung ein häu­fi­ger Grund für einen OP-Ter­min.

Ver­si­che­rungs­sei­tig ist ent­schei­dend, ob Arthro­sko­pie unter den OP-Begriff fällt, wel­che GOT-Sät­ze erstat­tet wer­den und ob Vor- und Nach­sor­ge im ver­ein­bar­ten Zeit­raum ent­hal­ten sind.

  • Arthro­sko­pie, Spü­lung und OP-Mate­ri­al

  • Dia­gnos­tik vor­ab (z. B. Rönt­gen, ggf. wei­te­re Bild­ge­bung)

  • Nach­sor­ge, Kon­trol­len und Medi­ka­men­te

Kos­ten­rah­men in der Pra­xis: typi­scher­wei­se eini­ge Tau­send Euro, abhän­gig von Gelenk und Auf­wand.

Zahn­pro­ble­me kön­nen beim Pferd stark schmer­zen und wer­den unter­schätzt. Kom­ple­xe Extrak­tio­nen (z. B. Backen­zahn) sind deut­lich auf­wen­di­ger als eine Rou­ti­ne­be­hand­lung, weil Sedie­rung, Spe­zi­al­in­stru­men­te, Dia­gnos­tik und Nach­sor­ge nötig sein kön­nen. Bei Kom­pli­ka­tio­nen kom­men Kli­nik und zusätz­li­che Kon­trol­len hin­zu.

Prü­fen Sie im Tarif, ob Zahn-OPs über­haupt als OP gel­ten, wel­che Leis­tun­gen unter Sedierung/Narkose ver­si­chert sind und wie Nach­be­hand­lung gere­gelt ist.

  • Sedie­rung oder Nar­ko­se sowie OP-Tech­nik

  • Dia­gnos­tik und Spe­zi­al­in­stru­men­te

  • Nach­sor­ge, Medi­ka­men­te, Füt­te­rungs­ma­nage­ment

Kos­ten­rah­men in der Pra­xis: je nach Ein­griff von eher „über­schau­bar“ bis meh­re­re Tau­send Euro.

Seh­nen­schei­den­pro­ble­me kön­nen chro­nisch wer­den und im Zwei­fel ope­ra­tiv behan­delt wer­den, wenn kon­ser­va­ti­ve Maß­nah­men nicht grei­fen. Häu­fig geht es um das Ent­fer­nen von Ent­zün­dungs­ge­we­be, Spü­lun­gen oder eine ope­ra­ti­ve Ver­sor­gung, damit das Pferd wie­der belast­bar wird. Die teu­re Sei­te ist oft die Kom­bi­na­ti­on aus OP, Nach­be­hand­lung und län­ge­rer Reha.

Im Ver­trag zählt, ob der OP-Begriff sol­che Ein­grif­fe umfasst und wie lan­ge Nach­sor­ge erstat­tet wird. Gera­de bei Seh­nen ist die Nach­be­hand­lung oft der Kos­ten­block, der über die rei­ne OP hin­aus­geht.

  • OP und ggf. arthro­sko­pi­sche Ver­fah­ren

  • län­ger­fris­ti­ge Nach­be­hand­lung und Kon­trol­len

  • Reha-Pha­se mit Ver­bän­den und Medi­ka­men­ten

Kos­ten­rah­men in der Pra­xis: häu­fig meh­re­re Tau­send Euro, stark abhän­gig von Ver­lauf und Reha.

Huf­re­he wird meist kon­ser­va­tiv behan­delt, in schwe­ren Fäl­len kön­nen jedoch ope­ra­ti­ve Maß­nah­men nötig wer­den. Dann geht es vor allem dar­um, Druck zu redu­zie­ren, Schmer­zen zu kon­trol­lie­ren und Fol­ge­schä­den zu begren­zen. Häu­fig ist nicht nur der Ein­griff teu­er, son­dern die Kom­bi­na­ti­on aus Dia­gnos­tik, Spe­zi­al­be­schlag und lan­ger Nach­sor­ge.

Wich­tig ist, ob der Tarif sol­che Ein­grif­fe als OP aner­kennt und wie Dia­gnos­tik und Nach­be­hand­lung gere­gelt sind. Gera­de bei län­ge­ren Ver­läu­fen ist die Fra­ge nach Leis­tungs­gren­zen zen­tral.

  • Dia­gnos­tik, Kli­nik­ma­nage­ment und Schmerz­the­ra­pie

  • ope­ra­ti­ve Maß­nah­me plus Spe­zi­al­be­schlä­ge

  • lan­ge Nach­sor­ge mit Kon­trol­len

Kos­ten­rah­men in der Pra­xis: sehr varia­bel, bei schwe­ren Ver­läu­fen schnell deut­lich im vier­stel­li­gen Bereich.

Sar­ko­id, Mela­nom oder ande­re Tumo­re kön­nen je nach Lage ope­ra­tiv ent­fernt wer­den. Der Auf­wand hängt stark davon ab, ob der Tumor gut erreich­bar ist, wie groß er ist und ob eine His­to­lo­gie oder wei­te­re Maß­nah­men nötig sind. Auch Nach­be­hand­lun­gen und Wund­ma­nage­ment kön­nen die Gesamt­kos­ten erhö­hen.

Im Tarif­ver­gleich zählt, ob Tumor-OPs als medi­zi­nisch not­wen­dig aner­kannt wer­den, wie Bild­ge­bung und Nach­sor­ge gere­gelt sind und ob es Ein­schrän­kun­gen bei bestimm­ten Dia­gno­sen gibt.

  • OP-Auf­wand abhän­gig von Lage und Grö­ße

  • Dia­gnos­tik und ggf. Gewe­be­un­ter­su­chung

  • Nach­sor­ge, Wund­kon­trol­len, Medi­ka­men­te

Kos­ten­rah­men in der Pra­xis: oft meh­re­re Tau­send Euro, je nach Fall und Kom­ple­xi­tät.

Eine Kas­tra­ti­on ist häu­fig ein Rou­ti­ne­ein­griff, teu­er wird es, wenn Kom­pli­ka­tio­nen auf­tre­ten. Nach­blu­tun­gen, Infek­tio­nen oder ein not­wen­di­ger Kli­nik­auf­ent­halt kön­nen aus einem plan­ba­ren Ein­griff einen ech­ten Kos­ten­block machen. Das Risi­ko steigt je nach Alter, Hal­tungs­be­din­gun­gen und indi­vi­du­el­ler Aus­gangs­la­ge.

Ent­schei­dend ist, ob Kom­pli­ka­tio­nen über­haupt als ver­si­cher­ter OP-Fall gel­ten, wie Vor- und Nach­be­hand­lung gere­gelt sind und ob sta­tio­nä­re Leis­tun­gen ein­ge­schlos­sen sind.

  • Kom­pli­ka­tio­nen mit zusätz­li­cher OP oder Revi­si­on

  • Kli­nik­auf­ent­halt, Anti­bio­ti­ka, Wund­ma­nage­ment

  • Nach­kon­trol­len und län­ge­re Schon­pha­se

Kos­ten­rah­men in der Pra­xis: bei Kom­pli­ka­tio­nen schnell deut­lich höher als der rei­ne Rou­ti­ne­ein­griff.

Die­se Bei­spie­le zei­gen, war­um ein Ver­gleich mehr bringt als „nur“ der Monats­bei­trag: Je nach­dem, wie OP-Begriff, War­te­zei­ten, GOT-Erstat­tung, Nach­sor­ge und Kli­ni­k­leis­tun­gen gere­gelt sind, kann der­sel­be Ein­griff für Sie finan­zi­ell ent­spannt oder zur Belas­tungs­pro­be wer­den. Wenn Sie möch­ten, prü­fen Sie die Tari­fe im Ver­gleich direkt mit Blick auf genau die OPs, die für Ihr Pferd rea­lis­tisch sind.

Klar­heit im Scha­den­fall

Was im Ernst­fall zählt: Gedeck­te und aus­ge­schlos­se­ne Leis­tun­gen im Über­blick

Ihre Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung zahlt, wenn …

Ihre Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung zahlt nicht, wenn …

Ant­wor­ten auf Ihre wich­tigs­ten Fra­gen – ver­ständ­lich, umfas­send und ver­läss­lich

Was Sie schon immer über die Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung über­nimmt die Kos­ten, wenn bei Ihrem Pferd ein medi­zi­nisch not­wen­di­ger chir­ur­gi­scher Ein­griff ansteht. Ver­si­chert sind je nach Tarif Ope­ra­tio­nen unter Voll­nar­ko­se oder Sedie­rung, häu­fig inklu­si­ve typi­scher Begleit­kos­ten wie Nar­ko­se, OP-Mate­ri­al und Medi­ka­men­te. Vie­le Tari­fe leis­ten sowohl bei Not­fäl­len als auch bei krank­heits­be­ding­ten Ein­grif­fen, sobald die ver­trag­lich ver­ein­bar­te War­te­zeit abge­lau­fen ist.

Sehr oft ja, aber nicht auto­ma­tisch in jedem Tarif. In guten Tari­fen sind Vor­un­ter­su­chun­gen (z. B. Bildgebung/Labor im OP-Zusam­men­hang), Kli­nik­auf­ent­halt und Nach­sor­ge für einen bestimm­ten Zeit­raum mit­ver­si­chert. Genau hier lie­gen in der Pra­xis gro­ße Unter­schie­de, weil Nach­be­hand­lun­gen, Ver­bands­wech­sel oder Kon­troll­ter­mi­ne schnell zusätz­li­che Kos­ten aus­lö­sen. Ein Blick in die Bau­stei­ne und Fris­ten des Tarifs lohnt sich.

Typi­sche Aus­schlüs­se sind bereits vor Ver­trags­be­ginn bestehen­de Erkran­kun­gen, plan­ba­re Rou­ti­ne­leis­tun­gen und Behand­lun­gen ohne OP-Cha­rak­ter. Häu­fig nicht ver­si­chert sind bei­spiels­wei­se Imp­fun­gen, Vor­sor­ge, vie­le kon­ser­va­ti­ve The­ra­pien ohne Ope­ra­ti­on sowie Ein­grif­fe, die nicht medi­zi­nisch not­wen­dig sind. Eben­falls oft ein­ge­schränkt sind Leis­tun­gen bei bestimm­ten Dia­gno­sen, wenn sie als Vor­er­kran­kung gel­ten oder in Aus­schluss­ka­ta­lo­gen ste­hen.

Die War­te­zeit ist je nach Anbie­ter und Tarif unter­schied­lich. Üblich ist: Unfäl­le sind häu­fig sofort ver­si­chert, bei Krank­hei­ten gilt oft eine War­te­zeit (z. B. meh­re­re Wochen bis Mona­te). Für bestimm­te Dia­gno­sen kön­nen län­ge­re Fris­ten gel­ten. Wich­tig ist, die War­te­zeit nicht nur „all­ge­mein“ zu prü­fen, son­dern auch zu schau­en, ob es Son­der­re­geln für Not­fäl­le, Kolik oder ortho­pä­di­sche The­men gibt.

Kolik gehört zu den wich­tigs­ten Grün­den, war­um Pfer­de­hal­ter eine OP-Ver­si­che­rung abschlie­ßen. Vie­le Tari­fe leis­ten bei Kolik-OPs, sobald der Schutz aktiv ist und die Bedin­gun­gen erfüllt sind. Ent­schei­dend sind War­te­zeit-Regeln, die genaue OP-Defi­ni­ti­on im Tarif und ob Dia­gno­sen rund um den Magen-Darm-Trakt sepa­rat gere­gelt sind. Für die Pra­xis zählt: Kolik ist häu­fig ein Not­fall, daher soll­te Ihr Tarif auch in „schwie­ri­gen Abrech­nungs­zei­ten“ soli­de leis­ten.

Nicht jeder Tarif zahlt unbe­grenzt. Je nach Anbie­ter gibt es Jah­res­höchst­leis­tun­gen, Begren­zun­gen pro OP oder Sum­men­li­mits für ein­zel­ne Bau­stei­ne (z. B. Nach­sor­ge, Dia­gnos­tik, Reha-Leis­tun­gen). Wenn Sie maxi­ma­le Pla­nungs­si­cher­heit möch­ten, ach­ten Sie auf kla­re, aus­rei­chend hohe Limits und dar­auf, ob sie sich auf „eine OP“ oder „pro Jahr“ bezie­hen.

Das ist einer der wich­tigs­ten Punk­te. Man­che Tari­fe defi­nie­ren „OP“ streng (klas­si­scher chir­ur­gi­scher Ein­griff), ande­re fas­sen es wei­ter (z. B. mini­mal­in­va­si­ve Ver­fah­ren). Behand­lun­gen unter Sedie­rung sind nicht auto­ma­tisch eine ver­si­cher­te OP, auch wenn sie teu­er sein kön­nen. Prü­fen Sie des­halb: OP-Defi­ni­ti­on, Nar­ko­se/­Se­die­rung-Regel, ambu­lant vs. sta­tio­när sowie Bei­spie­le im Bedin­gungs­werk.

Vie­le Ver­si­che­rer set­zen ein Ein­tritts­al­ter oder defi­nie­ren Bedin­gun­gen, die mit zuneh­men­dem Alter stren­ger wer­den (Bei­trag, Annah­me, Leis­tungs­ein­schrän­kun­gen). Man­che Tari­fe sind auch bei älte­ren Pfer­den mög­lich, dann aber oft mit Risi­ko­prü­fung oder Anpas­sun­gen. Wenn Ihr Pferd nicht mehr jung ist, ist eine sau­be­re Vor­prü­fung ent­schei­dend, damit es spä­ter kei­ne Über­ra­schun­gen bei der Leis­tung gibt.

Ja, das ist bei eini­gen Anbie­tern mög­lich, aller­dings oft mit Vor­aus­set­zun­gen. Häu­fig spie­len Min­dest­al­ter, Kenn­zeich­nung (Chip/Lebensnummer) und der Gesund­heits­zu­stand eine Rol­le. Wenn es Ihnen wich­tig ist, früh abzu­si­chern, soll­ten Sie gezielt nach Tari­fen suchen, die einen sehr frü­hen Ver­si­che­rungs­be­ginn erlau­ben und kla­re Regeln zur Annah­me von Jung­tie­ren haben.

Das ist stark tarif­ab­hän­gig. Vie­le OP-Poli­cen sind auf klas­si­sche chir­ur­gi­sche Risi­ken aus­ge­legt und schlie­ßen bestimm­te repro­duk­ti­ons­be­zo­ge­ne The­men aus oder begren­zen sie. In der Pra­xis kann es dar­auf ankom­men, ob ein Ein­griff als medi­zi­nisch not­wen­di­ge Ope­ra­ti­on zählt oder als planbarer/typischer Zucht­kon­text ein­ge­stuft wird. Wer züch­te­risch aktiv ist, soll­te die­sen Punkt vor Abschluss kon­kret prü­fen.

Der Bei­trag hängt meist von Alter, Nut­zung (Frei­zeit, Sport, Zucht), gewünsch­ter Erstat­tung (z. B. höhe­re GOT-Sät­ze), Selbst­be­tei­li­gung und Leis­tungs­um­fang ab. Ras­se und Ein­satz kön­nen je nach Anbie­ter eine Rol­le spie­len, weil sie das Risi­ko sta­tis­tisch beein­flus­sen. Preis­lich lie­gen vie­le OP-Tari­fe im zwei­stel­li­gen Monats­be­reich, Pre­mi­um­schutz ist ent­spre­chend höher. Für einen fai­ren Ver­gleich soll­ten Sie immer die­sel­ben Eck­da­ten anset­zen.

Mehr Schutz rund um Pferd und Rei­ter

Ergän­zen­de Ver­si­che­run­gen, die im All­tag wirk­lich hel­fen

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung fängt die gro­ßen Kos­ten­blö­cke rund um Ope­ra­ti­on und Kli­nik­auf­ent­halt ab. Trotz­dem blei­ben im Rei­tall­tag Risi­ken, die damit nicht gelöst sind: der finan­zi­el­le Ver­lust, wenn ein wert­vol­les Pferd stirbt, oder die eige­ne Absi­che­rung, wenn Sie selbst nach einem Sturz län­ger aus­fal­len. Mit den pas­sen­den Zusatz­bau­stei­nen schlie­ßen Sie die­se Lücken gezielt, ohne dop­pelt zu ver­si­chern.

Frau kniet auf einer Weide neben weißem Pferd, das frisst – im Hintergrund ein weiteres Pferd, Symbolbild für Pferdelebensversicherung.
Pfer­de­le­bens­ver­si­che­rung

Wenn das Schlimms­te pas­siert, zählt finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät
Die Pfer­de­le­bens­ver­si­che­rung sichert den wirt­schaft­li­chen Wert Ihres Pfer­des ab, wenn es stirbt oder not­ge­tö­tet wer­den muss. Das kann bei Sport und Zucht­pfer­den beson­ders rele­vant sein, aber auch bei Frei­zeit­pfer­den mit hohem Kauf­preis. Wich­tig: Sie ersetzt kei­ne OP-Kos­ten, son­dern schützt vor einem Total­scha­den. Je nach Tarif sind Gesund­heits­prü­fung und Aus­schlüs­se mög­lich.

Junge Reiterin mit Helm sitzt sicher auf einem weißen Pferd auf einem Reitplatz – Symbolbild für Unfallrisiken beim Reitsport.
Rei­ter­un­fall­ver­si­che­rung

Unfall­schutz für Sie, nicht nur für das Pferd
Ein Sturz beim Rei­ten kann lan­ge Fol­gen haben, auch wenn das Pferd gut abge­si­chert ist. Die Rei­ter­un­fall­ver­si­che­rung kann finan­zi­el­le Leis­tun­gen leis­ten, wenn Sie durch einen Unfall dau­er­haft beein­träch­tigt sind oder vor­über­ge­hend Hil­fe brau­chen. Sinn­voll ist sie vor allem, weil Frei­zeit­un­fäl­le meist nicht über die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung abge­deckt sind. Der genaue Schutz hängt von Leis­tung, Pro­gres­si­on und ver­ein­bar­ten Bau­stei­nen ab.

Wei­te­re wich­ti­ge Ver­si­che­run­gen für Ihren All­tag

Rund um Reit­sport, Fami­lie und All­tag grei­fen oft wei­te­re Poli­cen inein­an­der. Wenn Sie möch­ten, prü­fen Sie die­se Punk­te gleich mit, damit es im Scha­dens­fall kei­ne Über­ra­schun­gen gibt:

OP-Schutz oder Voll­schutz: So wäh­len Sie die pas­sen­de Absi­che­rung für Ihr Pferd

Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung oder Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Was passt zu Ihrem

Vie­le Pfer­de­hal­ter star­ten mit einer kla­ren Fra­ge: Reicht eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung, oder ist eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung die bes­se­re Lösung? Die ehr­li­che Ant­wort hängt weni­ger vom „bes­ten Tarif“ ab, son­dern von Ihrem All­tag mit dem Pferd, Ihrer Risi­ko­to­le­ranz und davon, ob Sie vor allem gro­ße OP-Kos­ten absi­chern oder lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten plan­ba­rer machen möch­ten.

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung ist in der Regel die schlan­ke­re Absi­che­rung: Sie greift, wenn ein chir­ur­gi­scher Ein­griff ver­si­chert ist, oft unter Voll­nar­ko­se oder Stand­nar­ko­se. Je nach Tarif kann nicht nur die OP selbst abge­si­chert sein, son­dern auch Kos­ten für Medi­ka­men­te, Ver­bands­ma­te­ri­al und bestimm­te dia­gnos­ti­sche Leis­tun­gen im direk­ten OP-Zusam­men­hang. Typisch sind außer­dem klar defi­nier­te Zeit­fens­ter für Vor­un­ter­su­chung und Nach­sor­ge.

Die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung geht deut­lich wei­ter: Sie kann zusätz­lich zu OPs auch ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik und Medi­ka­men­te abde­cken. Das ist vor allem dann rele­vant, wenn Beschwer­den nicht ope­ra­tiv gelöst wer­den, son­dern kon­ser­va­tiv behan­delt wer­den, zum Bei­spiel bei Lahm­heit mit Ultra­schall, Ent­zün­dungs­hem­mern und beglei­ten­der The­ra­pie. Vie­le Kon­zep­te inte­grie­ren eine OP-Leis­tung direkt, der Unter­schied liegt dann oft in der Brei­te der erstat­tungs­fä­hi­gen Behand­lun­gen und in Bud­gets, Selbst­be­tei­li­gung oder Erstat­tungs­sät­zen.

Für die Pra­xis beson­ders wich­tig ist die Abrech­nung nach GOT: In Not­fäl­len kann die Behand­lung teu­rer wer­den, weil im Not­dienst unter ande­rem höhe­re Sät­ze und eine Not­dienst­ge­bühr vor­ge­se­hen sind. Genau hier ent­schei­det sich, ob Ihr Tarif „im Ernst­fall“ wirk­lich zu Ihrem Bedarf passt.

Eben­so rele­vant sind War­te­zei­ten: Vie­le Tari­fe haben eine gene­rel­le War­te­zeit, bei bestimm­ten OP-Arten gel­ten teils abwei­chen­de Rege­lun­gen.

Pra­xis­bei­spiel: Lahm­heit, Ultra­schall, Medi­ka­men­te – aber kei­ne OP

In die­sem typi­schen Fall ent­ste­hen schnell nen­nens­wer­te Kos­ten, obwohl kein Ein­griff statt­fin­det. Die Fra­ge ist dann nicht „Wie hoch ist mei­ne OP-Sum­me?“, son­dern „Wel­che Pfer­de­ver­si­che­rung über­nimmt Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Ver­lauf­s­the­ra­pie?“

Pfer­de OP-Ver­si­che­rung

Die OP-Ver­si­che­rung greift, wenn ein ver­si­cher­ter chir­ur­gi­scher Ein­griff not­wen­dig ist, oft unter Voll­nar­ko­se oder Stand­nar­ko­se. Je nach Tarif wer­den die OP-Kos­ten inklu­si­ve typi­scher Neben­kos­ten wie Nar­ko­se, Medi­ka­men­te, Ver­bands­ma­te­ri­al und Dia­gnos­tik rund um den Ein­griff erstat­tet. Vor und Nach­sor­ge sind häu­fig zeit­lich begrenzt. Kei­ne Leis­tung bei rei­ner Behand­lung ohne ver­si­cher­te OP.

Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung über­nimmt Behand­lun­gen auch ohne OP, zum Bei­spiel Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und je nach Tarif auch Phy­sio und Nach­sor­ge. Ope­ra­tio­nen kön­nen ein­ge­schlos­sen sein, die Leis­tungs­tie­fe hängt dann stark von GOT-Satz, War­te­zei­ten und Erstat­tungs­gren­zen ab. Sinn­voll, wenn Sie nicht nur gro­ße Ein­grif­fe, son­dern auch häu­fi­ge­re Tier­arzt­kos­ten abfe­dern möch­ten.

Wenn Sie vor allem das finan­zi­el­le Risi­ko einer teu­ren Kolik-OP oder Frak­tur absi­chern möch­ten, ist die Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung oft der prag­ma­ti­sche Ein­stieg. Wenn Sie dage­gen Wert dar­auf legen, dass auch „klas­si­sche“ Tier­arzt­kos­ten ohne OP auf­ge­fan­gen wer­den, spielt die Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung ihre Stär­ken aus. Ent­schei­dend ist am Ende nicht die Wer­be­aus­sa­ge, son­dern das Bedin­gungs­werk: OP-Defi­ni­ti­on, GOT-Erstat­tung, War­te­zei­ten und die Fra­ge, wel­che Kos­ten außer­halb einer OP tat­säch­lich über­nom­men wer­den.

Zusam­men­fas­sung

Eine Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung schützt Sie vor den finan­zi­el­len Fol­gen medi­zi­nisch not­wen­di­ger Ope­ra­tio­nen beim Pferd. Je nach Tarif wer­den neben dem eigent­li­chen Ein­griff oft auch Bau­stei­ne wie Dia­gnos­tik und Vor­un­ter­su­chun­gen, Nar­ko­se, OP-Mate­ri­al, Medi­ka­men­te, Kli­nik­auf­ent­halt sowie Nach­sor­ge erstat­tet. Gera­de bei Not­fäl­len kann das schnell den ent­schei­den­den Unter­schied machen, weil tier­ärzt­li­che Abrech­nun­gen in Deutsch­land nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­tin­nen und Tier­ärz­te (GOT) erfol­gen und Tier­arzt­pra­xen dar­an gebun­den sind.

Wich­tig ist weni­ger der Wer­be­satz, son­dern das Klein­ge­druck­te: Was gilt im Tarif als „Ope­ra­ti­on“ und wel­che Ein­grif­fe sind aus­ge­schlos­sen? Bis zu wel­chem GOT-Satz wird erstat­tet und wie sind War­te­zei­ten gere­gelt? Vie­le Tari­fe schlie­ßen bereits bestehen­de Erkran­kun­gen aus oder knüp­fen Leis­tun­gen an klar defi­nier­te Vor­aus­set­zun­gen. Wenn Sie die­se Punk­te vor­ab prü­fen, ver­mei­den Sie genau die Lücken, die im Ernst­fall zu gekürz­ten Leis­tun­gen füh­ren.

Für vie­le Pfer­de­hal­ter ist die Pfer­de OP Ver­si­che­rung der prag­ma­ti­sche Ein­stieg, um das größ­te Kos­ten­ri­si­ko abzu­si­chern. Wenn Sie dar­über hin­aus auch ambu­lan­te Behand­lun­gen, Medi­ka­men­te und Dia­gnos­tik ohne OP abde­cken möch­ten, ist eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung der pas­sen­de zwei­te Bau­stein. Sinn­voll ist am Ende der Tarif, der zu Alter, Nut­zung und Risi­ko­pro­fil Ihres Pfer­des passt und bei GOT-Erstat­tung, War­te­zeit und Selbst­be­tei­li­gung sau­ber zu Ihrem All­tag passt.

Häu­fi­ge Fra­gen

Was ist der Unter­schied zwi­schen einer Pfer­de-OP-Ver­si­che­rung und einer Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung?

Die OP-Ver­si­che­rung ist auf Ope­ra­tio­nen fokus­siert, also auf das gro­ße Kos­ten­ri­si­ko „Ein­griff“. Eine Pfer­de­kran­ken­ver­si­che­rung geht deut­lich wei­ter und kann je nach Tarif auch ambu­lan­te Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und teils Nach­be­hand­lun­gen abde­cken, selbst wenn kei­ne OP erfolgt. Kurz gesagt: OP ist meist der güns­ti­ge­re Ein­stieg für das gro­ße Risi­ko, Kran­ken ist der brei­te­re Schutz für den All­tag beim Tier­arzt.

Kom­plett ohne War­te­zeit ist sel­ten, weil Ver­si­che­rer bei Krank­hei­ten eine Anlauf­pha­se brau­chen. Häu­fig gilt aber: Unfäl­le sind sofort ver­si­chert, wäh­rend für Krank­hei­ten eine War­te­zeit greift. Man­che Anbie­ter haben zudem Son­der­re­ge­lun­gen, etwa bei naht­lo­sem Wech­sel aus einem bestehen­den Ver­trag. Ent­schei­dend ist, dass Sie die War­te­zeit-Regeln nicht nur all­ge­mein lesen, son­dern auch die Son­der­fäl­le (Unfall, Not­fall, spe­zi­el­le Dia­gno­sen) ver­ste­hen.

Das kommt auf Dia­gno­se, Ver­lauf, Vor­be­hand­lun­gen und den Ver­si­che­rer an. In vie­len Fäl­len wer­den Vor­er­kran­kun­gen aus­ge­schlos­sen oder füh­ren zu Risi­ko­zu­schlä­gen, manch­mal ist auch eine Ableh­nung mög­lich. Wich­tig für die Pra­xis: Rei­chen Sie Infor­ma­tio­nen sau­ber ein, damit spä­ter klar ist, was ver­si­chert ist und was nicht. Eine „schö­ne“ Annah­me hilft nicht, wenn im Leis­tungs­fall Streit über die Vor­ge­schich­te ent­steht.

Die GOT ist die Gebüh­ren­ord­nung, nach der Tier­ärz­te abrech­nen. Je nach Situa­ti­on kann der Tier­arzt einen höhe­ren Satz anset­zen, zum Bei­spiel bei Not­fäl­len, nachts oder am Wochen­en­de. Vie­le Pfer­de-OP-Tari­fe unter­schei­den sich genau hier: Man­che erstat­ten nur bis zu einem bestimm­ten GOT-Satz, ande­re wei­ter. Für Sie heißt das: Je höher der ver­si­cher­te GOT-Satz, des­to bes­ser sind Sie bei ech­ten Not­fäl­len vor hohen Eigen­an­tei­len geschützt.

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