Unfallversicherung

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Unfallversicherung – die wichtigsten Informationen im Überblick 

 

 Ob beim Sport, im Straßenverkehr oder im eigenen Haushalt – Unfälle gehören leider zum Leben dazu. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland ausschließlich für Unfälle am Arbeitsplatz oder auf den Arbeitswegen aufkommt. Ein privater Zusatzschutz ist deshalb empfehlenswert, um private Unfälle mit ihren persönlichen und finanziellen Folgen aufzufangen.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Ihre persönlich beste Unfallversicherung aussehen sollte. Erfahren Sie außerdem, wie der Abschluss des richtigen Vertrags gelingt und welche Vor- und Nachteile Ihnen eine Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen bietet.

Was sollte eine gute Unfallversicherung auszeichnen?

Der Markt an Unfallversicherungen in Deutschland ist groß. Viele Interessenten schauen in erster Linie auf den Beitrag und vergessen hierbei wichtige und sinnvolle Leistungen. Mit der folgenden Auflistung möchten wir Ihnen zeigen, welche Leistungselemente unbedingt in einem modernen Vertrag zu finden sein sollten. Ergänzend können Sie individuell überlegen, ob einzelne Vertragselemente für Sie aufgrund Ihrer Lebensweise verzichtbar sind.

 

Bergungskosten

Im Urlaub oder bei Sportarten kann ein Unfall dafür sorgen, dass Sie als verunfallte Person geborgen werden müssen. Ob in Berglandschaften oder auf hoher See, die Kosten hierfür sollten Sie an Ihren Versicherer abgeben können.

 kosmetische Operationen

Ein Unfall kann sich wesentlich auf Ihr Erscheinungsbild auswirken. Gerade bei Verletzungen im Gesicht wünschen sich Betroffene eine kosmetische Herrichtung. Diese sollte übernommen werden, selbst wenn Sie nicht medizinisch notwendig ist.

 Infektionskrankheiten

Ein langfristiger Ausfall aus gesundheitlichen Gründen kann neben einem akuten Unfall aufgrund schwerer Erkrankungen entstehen. Ein guter Vertrag übernimmt Infektionsrisiken wie Malaria, Zeckenbisse, Tetanus oder Impfschäden.

 Herzinfarkt & Schlaganfall

Diese beiden schweren Krankheitsbilder können in direkter Folge eines Unfalls eintreten. Eine gute Unfallversicherung übernimmt alle zugehörigen Kosten, sofern Schlaganfall oder Herzinfarkt eindeutig auf einen Unfall zurückzuführen sind.

 Bewusstseinsstörungen

Auch die umgekehrte Situation sollte abgesichert sein. Ein Herzinfarkt oder Schlaganfall kann einem Unfall vorausgehen und sollte nicht zu Ihren Lasten ausgelegt werden. Gleiches gilt auch für die Beeinträchtigung durch Alkohol oder Medikamente.

 psychische Folgen

Ein Unfall ist ein gravierendes und nicht selten traumatisierendes Ereignis. Viele Unfallopfer zeigen in der Folgezeit psychische Störungen, die eine Behandlung nahelegen. Ihre Unfallversicherung sollte hierfür die Kosten übernehmen.

 Eigenbewegung & erhöhte Kraftanstrengung

Ein Unfall entsteht nicht zwingend durch eine Einwirkung von außen. Knicken Sie beispielsweise beim Sport einfach so beim Laufen um, decken viele Unfallversicherungen dies nicht ab. Die sogenannte Eigenbewegung und erhöhte Kraftanstrengung gehört deshalb in jeden starken Vertrag.

 Mitwirkungsanteil

Abhängig von Ihrer Gesundheit ist das Eintreten mancher Unfallarten durch einen Vorschaden wahrscheinlicher. Im Schadensfall kann es aufgrund zu niedrigem Mitwirkungsanteil zu erheblichen Leistungsminderungen kommen.  Dieser sogenannte Mitwirkungsanteil sollte bei einem starken Tarif gar nicht berücksichtig werden oder bei 100 % sein - bei guten Unfallversicherungen sollte dieser mindesten bei 50 % liegen. Daher ist eine Überprüfung Ihres bestehenden Unfallvertrages ratsam, wie hoch die Anrechnung von Mitwirkungen aufgrund Krankheiten oder Gebrechen – in Ihrem Vertrag -  vorgesehen ist.

 Sonne

Wie unangenehm und gesundheitsschädlich die Auswirkungen der Sonne sein können, kennt jeder aus eigener Erfahrung. Eine gute Unfallversicherung definiert einen erlittenen Sonnenstich oder Sonnenbrand ebenfalls als Unfall. 

 Erfrierungen

Auch das Gegenstück zu Unfällen durch Sonneneinwirkung sollte über Ihren Tarif abgesichert sein. Gemeint ist jede Art von Gesundheitsschäden durch Erfrierungen.

 Nahrungsmittel

Vergiftungen durch Nahrungsmittel drohen zu Hause sowie in exotischen Reiseländern. Die Folgen dieser Vergiftungen sind vielfältig und im Vorfeld kaum abschätzbar. Ihre Unfallversicherung sollte diese unbedingt als Unfall werten.

 Gliedertaxe

Je nach Unfall kann es zum Verlust von Körperteilen oder ihrer Funktionalität kommen. Dies gilt für einen verlorenen Finger, genauso wie das Einbüßen eines ganzen Beins oder des Augenlichts. Eine Unfallversicherung entschädigt Sie hierfür durch die sogenannte Gliedertaxe, die so hoch wie möglich ausfallen sollte.

 Invaliditätsansprüche

Langfristig kann ein Unfall für eine Invalidität mit extremen Auswirkungen auf Berufs- und Privatleben haben. Bei einer guten Unfallversicherung können Sie nicht nur Ihre Invaliditätsansprüche geltend machen, auch die Fristen hierfür sollten so lange wie möglich angesetzt werden. 

 Progression

Hier gibt es verschiedenen Progressionen, welche Sie zusätzlich zur Grundsumme vereinbaren können. Sie haben bspw. die Möglichkeit 225%, 350 %, 500 % oder eine höhere Progression in Ihrem Vertrag einzuschließen. Durch Einschluss dieser Progression erhalten Sie, je nach Invalidität, eine erhöhte Leistung im Schadensfall.  

 Grundsumme

Was Sie von Ihrer Versicherung finanziell bei einer eingetretenen Invalidität erwarten dürften, hängt von der Grundinvaliditätssumme ab. Diese sollte so hoch wie möglich ausfallen, hierzu im Folgenden noch weitere Überlegungen. 


Wie hoch sollte die Grundinvaliditätssumme sein?

Die Grundsumme einer Unfallversicherung wird oftmals nur als Versicherungssumme bezeichnet. Sie ist der wesentliche Maßstab zur Berechnung Ihrer Auszahlungen, wenn es zu einem Unfall gekommen ist. Beispielsweise richtet sich die oben genannte Gliedertaxe nach der Grundinvaliditätssumme und wird von dieser prozentual berechnet.

Die Höhe der Grundsumme hängt wesentlich vom Schutzbedürfnis des Versicherungsnehmers ab. Allerdings gibt es Faustformeln, an denen Sie sich bei der Festlegung dieser Berechnungsgrundlage orientieren sollten. Einer der bekanntesten Ansätze lautet:

- Ihr sechsfacher Bruttolohn pro Jahr im Lebensalter 30
- Ihr fünffacher Bruttolohn pro Jahr im Lebensalter 40
- Ihr vierfacher Bruttolohn pro Jahr im Lebensalter 50

Diese Staffelung berücksichtigt zwei Faktoren. Zum einen wird davon ausgegangen, dass ältere Erwerbstätige über ein höheres Gehalt verfügen, weshalb ein geringerer Faktor zur ungefähr gleichen Auszahlungssumme führt. Zum anderen ist zu bedenken, dass eine Invalidität bei jungen Menschen deutlich gravierendere Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit hat. Umso wichtiger ist, durch die Unfallversicherung eine möglichst hohe Ersatzleistung für die Lebensgestaltung zu erhalten.

Sie suchen die persönlich beste Unfallversicherung für sich? Ich helfe Ihnen durch eine Analyse Ihrer eigenen Lebenssituation, welche Bemessungsgrundlage individuell am sinnvollsten für Sie ist. Nehmen Sie jetzt Kontakt mit mir auf und vereinbaren einen Termin.


Unfallversicherung für Kinder

Kinder sind im Alltag und Spiel häufig unbedarft. Sie erkennen noch nicht alle Gefahren, wie es Erwachsene können. Unfälle im Kindesalter sind deshalb keine Seltenheit und laufen in den meisten Fällen sehr glimpflich ab. Leider gibt es auch gravierende Fälle, so dass allen verantwortungsvollen Eltern eine spezielle Unfallversicherung für Kinder anzuraten ist.

Ob Spielplatz oder Sportverein, der spezielle Unfallschutz für Kinder sollte alle typischen Lebenssituation von Jungen und Mädchen in ihrem Leistungsspektrum abdecken. Die Auszahlungssumme sollte so gestaltet sein, dass die gewährte Unfallrente oder eine einmalige Kapitalzahlung die Kindheit und Jugendzeit sicher meistern lässt und die Eltern nicht vor große, finanzielle Probleme stellt.

Da im Extremfall das verunfallte Kind niemals am Erwerbsleben teilnehmen kann, ist eine besonders hohe Versicherungssumme zu empfehlen. Diese sollte in der Lage sein, Umbaumaßnahmen im eigenen Haushalt durchzuführen, um die alltägliche Pflege des Kindes zu erleichtern. Auch wenn viele Eltern ungern an diese Situation denken, ist eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderunfälle ratsam. Auch hier helfe ich Ihnen gerne weiter, um den individuell besten Tarif – für Ihr Kind - zu finden.


Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen

Wie bei allen privaten Versicherungen im gesundheitlichen Bereich sind Antragsteller sogenannte Gesundheitsfragen gewohnt. Mit diesen möchte der Versicherer mehr über Vorerkrankungen und persönliche Risiken herausfinden. Kommt es zu einem Unfall, kann es durch die Antworten auf Gesundheitsfragen zu einem Leistungsausschluss kommen.

Längst bieten viele Versicherungen in Deutschland eine Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen an. Aus vielen gesundheitlichen Fragen lassen sich ohnehin keine Rückschlüsse auf eine höhere Wahrscheinlichkeit von Unfällen ziehen. Auch die Formulierung der Fragen ist häufig schwammig und hält je nach Einzelfall vor Gericht nicht stand.

Sie als Versicherter sollten bei der Suche nach einem Unfallschutz deshalb keinen unnötigen Nachteil erleiden. Es gibt mittlerweile genügend Angebote, bei denen Sie nicht diverse Fragebögen rund um Ihren Gesundheitszustand ausfüllen müssen. Trotzdem erhalten Sie einen starken und fair kalkulierten Versicherungsschutz, mit dem Sie bestens auf drohende Unfälle vorbereitet sind.

Doch Achtung: Auch wenn Sie keine Angaben zu Vorerkrankungen und Risiken machen müssen, können diese nach einem Unfall eine Rolle spielen. Die Versicherungen in Deutschland prüfen vor der Auszahlung von Leistungen genau, ob Vorerkrankungen oder gesundheitliche Risiken den Unfall begünstigt haben. Sie verlieren hierdurch nicht zwingend Ihr Recht auf eine Auszahlung, diese kann jedoch anteilig geringer ausfallen. Die genauen Rahmenwerte liefert der Versicherungsvertrag.


Private Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung

Neben der Unfallversicherung schützt auch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung vor den finanziellen Folgen bleibender körperlicher Schäden. 

Unterschiedliche Leistungen 
Beide Versicherungen decken aber unterschiedliche Risiken ab: Die private Unfallversicherung greift schon bei sehr niedrigem Invaliditätsgrad. Sie hilft, die Folgekosten des Unfalls zu tragen und entschädigt für die mit der Invalidität verbundenen finanziellen Verluste.

Nur etwa 10 Prozent aller Fälle dauernder Berufsunfähigkeit sind allerdings auf Unfälle zurückzuführen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt deshalb auch bei andauernden Erkrankungen, die nicht durch einen Unfall verursacht wurden - allerdings nur, wenn Sie krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, Ihren Beruf auszuüben

Als Versicherungsmakler in Dietmannsried, nähe Kempten (Allgäu), helfe ich Ihnen bei Fragen zum Thema Unfallversicherung, Berufsunfähigkeit oder anderen Versicherungen. Vereinbaren Sie einfach einen Termin oder senden Sie mir eine E-Mail


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