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Vermögensschadenhaftpflichtversicherung | Jetzt informieren

Vermögensschadenhaftpflicht - Schützen Sie Ihre Existenz

Auch wenn sie anders heißt – die Vermögensschadenhaftpflicht ist letztlich eine Berufshaftpflichtversicherung. Mit dem kleinen, aber nicht unbedeutenden Unterschied, dass die Vermögensschadenhaftpflicht auf bestimmte Berufsgruppen zielt.

Und zwar solche, die einer sogenannten beratenden Tätigkeit nachgehen und die deshalb im Rahmen ihrer Arbeit besonderen wirtschaftlichen respektive finanziellen Haftungsrisiken unterliegen.

Im Gegensatz zu handwerklichen Berufen, bei welchen das Risiko von Sach- oder Per­sonenschäden im Vordergrund steht und über eine Betriebshaftpflichtversicherung versichert sind. 

Inhaltsverzeichnis

Vermögensschaden-Haft­pflichtversicherung – Wer sie braucht & was sie leistet

So können Beratungsfehler insbesondere von Rechtsanwälten, Notaren, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern in Einzelfällen finanzielle Schäden von zweistelligen Millionenbeträgen nach sich ziehen. Aus gutem Grund besteht für diese Berufsgruppen eine gesetzliche Verpflichtung zum Abschluss einer Vermögensschaden-Haft­pflichtversicherung.

Der klassische Fall, der – leider – nicht selten geschieht, weil wir alle nur Menschen sind. Ein Steuerberater, vielleicht auch ein Rechtsanwalt, versäumt eine wichtige Frist. Das kostet den Mandanten – nehmen wir an, den Gesellschafter -Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, mehrere 100.000 Euro. Der Steuerberater bzw. Rechtsanwalt muss haften, als in der Regel Freiberufler, mit seinem gesamten eigenen Vermögen.

Selbst wenn der Berater ausreichende finanzielle Mittel in der Hinterhand hat, so ist es so gut wie nie sinnvoll, Schadensersatzansprüche aus den eigenen Rücklagen zu bedienen. In jeder Hinsicht empfehlenswert ist es, für den Fall der Fälle eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen, die bei der Regulierung berechtigter Schadensersatzansprüche leistet.

Vermögensschaden – was ist das?

Bei der Definition des Begriffs „Vermögensschaden“ könnte der Teufel im Detail stecken. Man sollte also vorsichtshalber vorab genau hinschauen, denn unterschieden wird zwischen dem „echten Vermögensschaden“ und einem „unechten Vermögensschaden“. Hier die Unterschiede dieser beiden Varianten eines Vermögensschadens in Kurzform:

  • Ein echter Vermögensschaden liegt vor, sobald der Kunde oder Klient durch einen Beratungsfehler des Versicherten und deshalb durch dessen Verschulden einen finanziellen Schaden erleidet respektive erlitten hat.
  • Der unechte Vermögensschaden ist die Folge eines Sachschadens oder eines Per­sonenschadens. Ein Beispiel: Im Winter wurden die Treppenstufen, die von außen in den Empfangsbereich einer Rechtsanwaltskanzlei führen, nicht enteist. Ein Mandant rutscht aus und bricht sich daraufhin ein Bein. Er erleidet also einen Per­sonenschaden. In der Folge ist der Mandant – ein freiberuflich tätiger IT-Berater – mehrere Wochen arbeitsunfähig. Der daraus resultierende Verdienstausfall ist ein unechter Vermögensschaden.

Nunmehr stellt sich die Frage, wer laut gesetzlicher Vorschrift eine Vermögensschadenhaftpflicht haben muss und für wen der Abschluss einer Vermögensschaden-Haft­pflichtversicherung sehr empfehlenswert und deshalb überaus sinnvoll ist, aber nicht gesetzliche Pflicht.

Vermögensschadenhaftpflicht – wann sie muss und wann sie sollte

In manchen Berufsgruppen sind die Haftungsrisiken besonders hoch. Dies gilt insbesondere für Steuerberater und Rechtsanwälte – allgemein für Berufsgruppen, deren Mitglieder rechts-, steuer- und wirtschaftsberatend tätig sind. Für diese Berufsgruppen ist der Abschluss einer Berufshaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Im Einzelnen sind dies:

  • Steuerberater
  • Rechtsanwälte
  • Notaren sowie
  • Wirtschaftsprüfer

Bei praktisch allen anderen Berufsgruppen besteht keine Verpflichtung zum Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflicht. Für diese Berufsgruppen gilt aber nach wie vor die dringende Empfehlung: nicht müssen, aber unbedingt sollen. Speziell wenn der Beruf aus beratender, verwaltender oder gutachterlicher Tätigkeit besteht. Denn auch hier können Fehler und Missgeschicke erfahrungsgemäß zu erheblichen finanziellen und wirtschaftlichen Nachteilen bei Kunden und Klienten führen, die fast immer in teils hohe Schadensersatzforderungen münden. Deshalb ist eine Vermögensschadenhaftpflicht für folgende Berufsgruppen bzw. Berufsbilder und Branchen dringend zu empfehlen:

  • Wohnungsunternehmen/Hausverwalter
  • Unternehmensberater
  • Werbeagenturen/Social Media-Agenturen/
    Internet-Marketing-Agenturen
  • Stiftungen
  • Vereine und Verbände

Bei jedweder Form des Risikoschutzes bzw. der Risikovorsorge – ob nun im privaten oder im beruflichen respektive betrieblichen Bereich – gilt die bekannte Devise: Gut, wenn man sie hat, besser wenn man sie nicht braucht.

Sobald aber die Vermögensschadenhaftpflicht als Risikoschutz tatsächlich einmal gebraucht wird, profitiert der Versicherungskunde von vielfältigen und weitreichenden Vorteilen.

Vermögensschaden-Haft­pflichtversicherung – Leistungen im Überblick

Fast immer gibt es langwierige und teils auch verbitterte Auseinandersetzungen, falls – mit welcher Begründung auch immer – Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Der Risikoschutz in Form der Vermögensschaden-Haft­pflichtversicherung besteht im Grunde aus drei Bausteinen. Nämlich:

  1. Prüfung, ob überhaupt und in welchem Umfang Schadenersatzforderungen gegenüber dem Versicherungskunden berechtigt sind.
  2. Regulierung des Schadens bei berechtigten Ansprüchen
  3. Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche

Fazit

Der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflicht ist für beratende Berufsgruppen in den Bereichen Recht, Steuern, Wirtschaft und Finanzen gesetzlich vorgeschrieben. Andere Berufsgruppen aber, bei denen Beratung ebenfalls zum Kerngeschäft gehört, sollten freiwillig eine Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung abschließen. Denn Statistiken dokumentieren, dass insbesondere bei beratenden Tätigkeiten überdurchschnittlich hohe Haftungsrisiken bestehen.

Bei berechtigten Schadenersatzansprüchen reichen die finanziellen Rücklagen der Betroffenen meist nicht aus, um Schäden zu regulieren. Ob nun Pflicht oder freiwillig – eine Vermögensschadenhaftpflicht braucht praktisch jeder Selbstständige oder Freiberufler und ist deshalb grundsätzlich empfehlenswert.