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Wie Unternehmen mit den richtigen Versicherungen Krisen erfolgreich trotzen

Wie Unternehmen mit den richtigen Versicherungen Krisen erfolgreich trotzen

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Erschienen auf Unitednetworker

Versicherungen sind für viele Gründer und Unternehmer ein Dorn im Auge. Im unübersichtlichen Versicherungsdschungel verlieren Viele den Überblick und verzichten deshalb auf eine Absicherung. Dass diese Einstellung schmerzhafte Folgen haben kann, erkennen gerade jetzt während der Corona-Krise tausende Unternehmen. Im Gespräch mit dem unabhängigen Ver­sicherungs­makler Daniel Moser wird deutlich, wie man effizient und weitsichtig vorsorgen kann und somit seine betriebliche Zukunft sicher.

Herr Moser, woher wissen Unternehmer, welche Versicherungen sie wirklich benötigen?

Wenn im Leben immer alles glatt laufen würde, bräuchte man gar keine Versicherungen. Allerdings lehrt die Erfahrung, dass es oft anders kommt als man denkt. Gerade als Unternehmer ist man besonderen Risiken ausgesetzt, ob mit Kunden, Mitarbeitern, Vertragspartnern oder auch in der Haftung für Produkte oder Dienstleistungen.

Im Rahmen einer sorgfältigen Risikoanalyse muss man genau ermitteln, welche Bedürfnisse im Einzelfall vorhanden sind und welche Risiken primär abgesichert werden müssen. Oft will man es nicht wahrhaben, wenn man sich in einem harmonischen Verhältnis mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten befindet, aber Dinge können sich ganz schnell drehen und im Laufe eines Unternehmerlebens tun sie das auch. 

Hier muss man sorgfältig prüfen, ob z.B. eine Betriebshaftpflichtversicherung, eine Berufshaftpflichtversicherung oder eine Vermögensschadenversicherung sinnvoll sein kann. Auch wenn man es aktuell nicht für möglich hält, können z.B. besonders die folgenden Risiken auf einen Unternehmer zukommen, um nur einige zu nennen: Das Ausfallrisiko. Ein bislang zahlender Kunde zahlt plötzlich nicht, weil er selbst vielleicht ungeahnt in Probleme kommt. Wenn dies ein großer Kunde ist, für den man in Vorleistung getreten ist, kann dies zu Problemen führen.

Oder die Produkthaftung. Aus einem Produkt, welches man für gut befunden hat, entsteht ein Haftungsfall, weil jemandem ein Schaden entstanden ist. Auch eine Betriebsschließung muss in Betracht gezogen werden. Das bedeutet, Betrieb muss – aus welchem Grund auch immer – vorrübergehend geschlossen werden und kann keine Umsätze mehr erwirtschaften, Kundenaufträge nicht mehr abarbeiten. Dies kann durch behördliche Anordnung, ein Unwetter, eine Stromkabeldurchtrennung in einer Baustelle, wegen einer Pandemie oder aus vielen – nur schwer vorhersehbaren Ursachen der Fall sein

Welche Risiken abzudecken sind und was im Einzelfall sinnvoll ist, muss im persönlichen Gespräch maßgeschneidert festgestellt werden. Versicherungen von der Stange passen selten genau, deswegen wird in jedem Einzelfall ein anderes Versicherungsprofil das Richtige sein – auch abhängig vom Tätigkeitsgebiet des Unternehmens und des Unternehmensalters.

Wie können Unternehmer ihre Mitarbeiter und ihr Anlagevermögen ver­sichern, ohne ihr Unternehmen unnötig zu belasten?

Häufig bestehen im Unternehmen Doppelversicherungen im Sachversicherungsbereich, manche Risiken sind unnötig doppelt abgesichert, andere Versicherungen sind vielleicht nicht so dringend. Hier muss eine genaue Bedarfsermittlung stattfinden, – meist führt dies schon zu Ersparnissen. Gute Mitarbeiter mit geringen Krankenständen zu binden ist ein wertvolles Asset für jedes Unternehmen. Mitarbeiter, die mit Wissen womöglich zur Konkurrenz abwandern, kosten das Unternehmen anschließend Profit. Hier helfen oft – ohne viel Aufwand – Modelle der betrieblichen Altersversorgung (BAV) oder der betrieblichen Kranken­ver­si­che­rung, um gute Mitarbeiter zu binden und für neue Mitarbeiter attraktiv zu sein.

In Zeiten reduzierter gesetzlicher Rentenversicherungen stellen betriebliche Altersversorgungen einen Anziehungsanreiz für neue Mitarbeiter und einen Bleibeanreiz für bestehende Mitarbeiter dar. Weniger Fluktuation spart dem Unternehmen Aufwand und beschert Sicherheit. Betriebliche Kranken­ver­si­che­rungen (bKV) können helfen, Ausfallzeiten im Unternehmen zu verringern.

Bei den Sachversicherungen wie Pkw, Gebäude, Maschinen, Geschäftsausstattungen oder Patente muss man darauf achten, dass sachgerecht versichert wird, ohne über zu ver­sichern. So lässt sich mit vertretbarem Aufwand Sicherheit im Unternehmen erzielen.

Wie können Unternehmer erkennen welcher Versicherungsanbieter der Richtige für sie ist?

Das ist für den Laien praktisch nicht mehr zu durchschauen, da nicht alle Versicherungsgesellschaften alles anbieten und die Versicherungen in Details anders ausgestaltet sind, was die Vergleichbarkeit erschwert. Die eine Versicherung ist billiger, weil sie vielleicht auch Leistungen einspart, die andere ist preiswerter, weil sie gleiche Leistung für weniger Geld anbietet. Auch muss man die Regulierungspraxis in Entscheidungen einbeziehen: Es nützt nichts, eine Versicherung zu Dumpingpreisen abzuschließen, mit der man sich im Schadensfall erst Jahre vor Gericht streiten muss, weil sie dann doch nicht leisten will. 

Hier hilft nur das Gespräch mit dem Versicherungsexperten, der Sonderkonditionen einzelner Versicherungen am Markt kennt und die Details der verschiedenen Versicherungsgesellschaften und deren Tricks und Kniffe im Auge hat. Wir bieten z.B. über einen Side Letter auch Leistungsverbesserungen bei Versicherungen an, dies kann sogar bei bestehenden Verträgen – ohne zusätzliche Kosten – mitversichert werden. Kleinigkeiten, die aber ganz schön was ausmachen können und sich nicht nur im Schadensfall richtig rechnen.

Welche Fehler sollten Unternehmen beim Umgang mit Versicherungen vermeiden?

Der am häufigsten gemachte Fehler ist der Fehler der falschen Risikobeurteilung: Wirklich wichtige Risiken werden häufig nicht oder nur unzureichend abgedeckt, – unwichtige ggf. überbewertet und unnötigerweise abgedeckt oder gar doppelt abgedeckt. Das liegt auch daran, dass man sich als Versicherungsnehmer/Unternehmer beim Abschluss bestimmte Situationen nur schwer vorstellen kann. Jemand, der eine gut gehende GmbH als Geschäftsführer führt, kann sich nur schwer vorstellen, eines Tages für diese Firma eine Insolvenz anmelden zu müssen und dann ggf. vom Staatsanwalt wegen Insolvenzverschleppung belangt zu werden. Solche Fälle kommen aber in der Praxis auch vor. Hier ist z.B. eine erweiterte Strafrechtsschutzversicherung, die auch übliche Stundensätze bei guten Wirtschaftsanwälten zahlt, sinnvoll.

Häufig gibt es aber auch nicht bedachte Deckungslücken in Verträgen, so wird grobe Fahrlässigkeit häufig nicht berücksichtigt. Schon bei der Antragstellung passieren häufig Fehler, die den Versicherer im Schadensfalle zur Nichtregulierung bringen, weil z.B. falsche Angaben über Betriebsart und Mitarbeiteranzahl gemacht worden sind.  Wenn ein Schaden passiert, sollte man unbedingt die vertraglichen Meldepflichten der Versicherung beachten. Zumeist ist unverzügliche Meldung gefordert.

Wer seine Gefahr im Unternehmen erhöht und dies nicht mit zeitnah meldet, gefährdet häufig auch seinen Versicherungsschutz. Dies kann schon ein Gerüst am Firmengebäude betreffen, welches bei der Renovierung dort steht. Oder eine sonstige bauliche Veränderung. Sicherheitsvorschriften sollten unbedingt eingehalten werden, weil man eine Schadensminderungspflicht hat. Grundsätzlich empfiehlt es sich ohnehin, bei Versicherungen regelmäßig den Bestand daraufhin zu überprüfen, ob er noch auf dem neuesten Stand ist.

Wie gehen erfolgreiche Unternehmen mit dem Thema Versicherungen um?

Die meisten Unternehmen vernachlässigen das Thema Versicherungen, sind im Tagesgeschäft gefangen und haben das Gefühl, keine Zeit zu haben – oder haben schlichtweg Scheu. Manchmal auch deshalb, weil das eigene Versicherungs-Knowhow wenig ausgeprägt ist und Verträge einem zu komplex erscheinen.

Weil man meist noch keinen Großschaden erlebt hat, sind viele im Glauben, dass wird auch weiterhin nicht passieren. Das ist natürlich ein Trugschluss. Allein die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig Versicherungen sein können: Betriebsschließungs- oder Betriebsunterbrechungsversicherungen (ohne Pandemie-Ausschluss) haben den einen oder anderen Gastronomen oder Veranstalter vor einer Insolvenz bewahrt.  Andere haben ihr Lebenswerk verloren, – was vorher noch so gut lief.

Die Vorstellungskraft bei der Risikoermittlung fehlt, oft kann man sich Gefahrensituationen nicht so richtig vorstellen und wähnt sie ganz weit weg. Unternehmer sind oft im eigenen Bereich die Experten, nicht aber im Versicherungs-Sektor. Dort sollten Unternehmer auf die Expertise von Versicherungsexperten hören und sich beraten lassen.

Die richtig erfolgreichen Unternehmer tun dies auch und geben Versicherungen in die Hände von Experten.


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