Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread Disease)
Einmalzahlung bei definierten Diagnosen, wir prüfen die Tarifdetails.
Was leistet eine Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread Disease) wirklich?
Eine Diagnose wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall verändert den Alltag schlagartig. Neben der Behandlung entstehen oft Kosten, die so nicht eingeplant waren, etwa Verdienstausfälle, Umbauten oder zusätzliche Unterstützung im Alltag. Genau hier setzt die Schwere-Krankheiten-Versicherung an, sie soll finanziellen Spielraum schaffen, wenn es darauf ankommt.
Wichtig ist der Mechanismus: Dread Disease zahlt in der Regel einmalig, wenn eine vertraglich definierte Krankheit mit dem geforderten Schweregrad festgestellt wird. Ob Sie danach arbeiten können, ist dafür oft nicht der Maßstab. Gleichzeitig ersetzt die Absicherung keine Berufsunfähigkeitsrente, sie schützt nur bei den Krankheiten, die im Katalog stehen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick in Bedingungen und Definitionen, bevor Sie sich entscheiden.
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Das Wichtigste im Überblick
- Einmalzahlung bei Diagnose: Die Versicherung zahlt eine vereinbarte Summe, wenn eine im Vertrag definierte schwere Krankheit festgestellt wird.
- Entscheidend sind Definitionen: Nicht der Name der Krankheit zählt, sondern die genaue Vertragsdefinition und oft ein bestimmter Schweregrad.
- Freie Verwendung des Geldes: Die Auszahlung kann z. B. Verdienstausfall, Umbauten, laufende Kosten oder zusätzliche Hilfe im Alltag abfedern.
- Keine BU-Ersatzlösung: Dread Disease ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung, weil nur bestimmte Diagnosen abgesichert sind und keine laufende Rente gezahlt wird.
- Gesundheitsprüfung und Wartezeiten möglich: Je nach Anbieter gibt es Gesundheitsfragen, Ausschlüsse und teils Wartezeiten oder Einschränkungen zu Beginn.
- Tarife unterscheiden sich stark: Krankheitskatalog, Leistungsauslöser, Nachweise und Zusatzbausteine variieren deutlich, ein Vergleich spart später böse Überraschungen.
Soforthilfe bei schweren Krankheiten, wenn es finanziell eng wird
Leistungen der Dread-Disease-Versicherung im Überblick
Eine Dread-Disease-Versicherung zahlt eine vereinbarte Einmalzahlung, wenn eine im Vertrag definierte schwere Krankheit diagnostiziert wird. Der große Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Es geht nicht darum, ob Sie Ihren Beruf noch ausüben können, sondern ob die Diagnose nach den Tarifbedingungen als Leistungsauslöser gilt.
Wichtig ist genau dieses „nach Tarifbedingungen“: Entscheidend sind Krankheitskatalog, Definitionen, Schweregrade und die geforderten Nachweise. Je nach Anbieter gibt es außerdem Wartezeiten oder Einschränkungen zu Beginn. Darum lohnt sich ein Vergleich, bevor Sie sich für Basis, Komfort oder Zusatzbausteine entscheiden.
Der Basis-Schutz ist der Einstieg in die Dread-Disease-Absicherung. Viele Tarife konzentrieren sich hier auf wenige, häufig nachgefragte Diagnosen, zum Beispiel Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Multiple Sklerose. Welche Formen genau versichert sind, hängt aber immer von der Vertragsdefinition ab. Nicht jede Diagnose löst automatisch eine Leistung aus, wenn der Tarif bestimmte Merkmale oder Schweregrade verlangt.
Wenn Sie vor allem „die großen Risiken“ absichern möchten und dafür eine klare, schlanke Lösung suchen, kann Basis sinnvoll sein. Er ist oft günstiger, deckt aber naturgemäß weniger Szenarien ab.
Typisch im Basis-Schutz (je nach Tarif):
Einmalzahlung bei definierten Diagnosen laut Krankheitskatalog
Fokus auf wenige Krankheitsbilder statt breiter Katalog
Beitrag meist niedriger als bei erweiterten Varianten
Grenzen: weniger Ereignisse abgesichert, Definitionen sind entscheidend
Im Komfort-Schutz wird der Katalog meist deutlich breiter. Je nach Tarif können deutlich mehr schwere Erkrankungen und Ereignisse eingeschlossen sein. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie nicht nur einzelne Diagnosen abdecken möchten, sondern einen größeren „Diagnose-Bereich“ absichern wollen.
Wichtig: Ein größerer Katalog ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, wie die Krankheiten definiert sind, welche Nachweise gefordert werden und ob es Leistungsstufen gibt. Genau hier unterscheiden sich Tarife in der Praxis am stärksten.
Typisch im Komfort-Schutz (je nach Tarif):
Breiterer Krankheitskatalog, oft mit klaren Definitionen pro Diagnose
Teil- oder Staffel-Leistungen möglich, je nachdem wie der Tarif gebaut ist
Höhere Versicherungssummen und mehr Gestaltungsoptionen
Beitrag meist höher, dafür mehr Leistungsauslöser abgedeckt
Viele Tarife lassen sich mit Zusatzbausteinen erweitern, wenn Sie Ihre Absicherung besser an Ihre Lebenssituation anpassen möchten. Häufig geht es um Hinterbliebenenschutz, familienbezogene Optionen oder flexible Anpassungen im Laufe des Vertrags.
Gerade bei Zusatzleistungen lohnt sich der genaue Blick ins Kleingedruckte, weil „klingt gut“ nicht automatisch „passt gut“ bedeutet. Wir prüfen mit Ihnen, was wirklich drin ist und was nur unter Bedingungen gilt.
Häufige Zusatzleistungen (je nach Tarif):
Todesfallleistung als Ergänzung für Angehörige möglich
Mitversicherung von Kindern möglich, teils mit besonderen Regelungen
Nachversicherung/Anpassungen bei bestimmten Ereignissen (z. B. Heirat, Geburt)
Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Vorsorgelösungen je nach Bedarf
Absicherung für alle, die sich nicht auf den Zufall verlassen wollen
Wer besonders von der Dread-Disease-Versicherung profitiert
Die Dread-Disease-Versicherung ist keine Standardlösung für jeden, sondern eine gezielte Absicherung für Situationen, in denen eine schwere Diagnose schnell finanzielle Folgen hat. Sie kann helfen, wenn Sie im Ernstfall sofort Geld brauchen, um laufende Kosten zu tragen, Behandlungen zu organisieren oder sich Zeit für die Genesung zu nehmen.
Wichtig ist die Einordnung: Dread Disease ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie leistet nicht wegen Arbeitsunfähigkeit, sondern wenn eine vertraglich definierte Krankheit in der geforderten Ausprägung diagnostiziert wird. Genau deshalb lohnt sich ein Blick darauf, für wen diese Logik besonders gut passt.
Viele Menschen sind über eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits solide abgesichert. Trotzdem gibt es Fälle, in denen eine zusätzliche Einmalzahlung sinnvoll sein kann, weil nicht jede Erkrankung automatisch zu einer anerkannten Berufsunfähigkeit führt und weil im Alltag oft sofort Kosten entstehen, bevor andere Leistungen greifen.
Für Selbstständige und Freiberufler kann Dread Disease interessant sein, wenn ein längerer Ausfall schnell die Existenz berührt. Die Einmalzahlung kann helfen, laufende Fixkosten zu überbrücken, eine Auszeit zu finanzieren oder Unterstützung im Alltag zu organisieren, ohne sofort Rücklagen aufzulösen.
Für Familien und Haushalte mit Alleinverdiener kann der Schutz relevant sein, wenn eine schwere Diagnose die wirtschaftliche Stabilität gefährdet. In solchen Situationen geht es häufig nicht nur um Behandlung, sondern um Haushaltskosten, Betreuung, Fahrten oder zusätzliche Unterstützung.
Für Menschen mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis kann Dread Disease eine Ergänzung sein, wenn Sie bewusst einen finanziellen Puffer für den Fall einer schweren Diagnose aufbauen möchten. Entscheidend ist dabei, dass die versicherten Krankheiten und die Definitionen zu den Risiken passen, die Sie wirklich abdecken wollen.
Für Personen mit Vorerkrankungen kann Dread Disease je nach Situation eine Option sein, sie ist aber nicht automatisch „einfacher“ als andere Vorsorgelösungen. Auch hier gibt es Gesundheitsfragen und je nach Anbieter Zuschläge, Ausschlüsse oder Ablehnungen. Genau deshalb ist eine saubere Vorprüfung sinnvoll.
Als Ergänzung zu anderen Bausteinen kann Dread Disease dann sinnvoll sein, wenn Sie verstehen, was sie leistet: Sie zahlt nicht wegen Arbeitsunfähigkeit, sondern wegen Diagnose nach Tarifdefinition. Ob das zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Einkommen, Ihren Fixkosten, bestehenden Absicherungen und Ihrer Lebensplanung ab.
Beitragshöhe hängt von Alter, Gesundheitsangaben und gewünschter Absicherung ab
Kosten, Einflussfaktoren und Beitragslogik der Dread-Disease-Versicherung
Die Beiträge für eine Dread-Disease-Versicherung sind nicht pauschal, sondern werden individuell kalkuliert. Entscheidend sind vor allem Alter, Gesundheitsangaben, Raucherstatus, gewünschte Versicherungssumme und wie breit der Schutz gewählt wird. Damit Sie realistisch einschätzen können, was möglich ist, finden Sie hier die wichtigsten Faktoren und typische Stellschrauben.
Der größte Einflussfaktor ist in der Praxis meist das Alter beim Abschluss. Je früher Sie starten, desto günstiger sind die Konditionen in vielen Tarifen, weil das Risiko aus Sicht des Versicherers statistisch geringer ist. Gleichzeitig gilt: „früh“ ist kein Selbstzweck. Wichtiger ist, dass die Absicherung zu Ihrer finanziellen Situation passt und langfristig bezahlbar bleibt.
Ein zweiter zentraler Punkt ist die Höhe der Versicherungssumme. Wer 50.000 € absichert, zahlt in der Regel deutlich weniger als bei 150.000 € oder 200.000 €. Sinnvoll ist es, die Summe nicht „aus dem Bauch“ zu wählen, sondern an Ihrer Realität auszurichten: Welche Fixkosten laufen weiter? Wie lange würden Rücklagen reichen? Und welche zusätzlichen Kosten könnten durch eine schwere Diagnose entstehen?
Auch der Leistungsumfang wirkt sich stark auf den Beitrag aus. Dabei gilt: Nicht nur die Anzahl der versicherten Krankheiten ist entscheidend, sondern vor allem wie die Diagnosen definiert sind und wann eine Leistung ausgelöst wird. Manche Tarife wirken auf den ersten Blick breit, haben aber enge Definitionen oder hohe Anforderungen an den Schweregrad. Genau diese Details entscheiden später darüber, ob eine Auszahlung tatsächlich erfolgt.
Der Gesundheitszustand und der Raucherstatus fließen ebenfalls in die Kalkulation ein. Je nach Anbieter können Vorerkrankungen zu Zuschlägen, Ausschlüssen oder einer Ablehnung führen. Wichtig ist, dass Gesundheitsfragen vollständig und korrekt beantwortet werden, damit es im Leistungsfall keine Diskussionen gibt. Wenn Unsicherheit besteht, lohnt sich eine saubere Vorprüfung, bevor ein Antrag gestellt wird.
Zusätzlich unterscheiden sich Tarife in der Beitragslogik über die Jahre. Einige Modelle starten günstiger und steigen später stärker, andere sind von Beginn an höher kalkuliert und wirken dafür planbarer. Welche Variante für Sie besser ist, hängt davon ab, ob Sie kurzfristig Beitrag sparen möchten oder Wert auf langfristige Kalkulierbarkeit legen.
Wenn Sie möchten, prüfen wir gemeinsam, welche Versicherungssumme realistisch ist, welche Tarife inhaltlich sauber leisten und welche Beitragslogik zu Ihrer Lebensplanung passt. Ziel ist eine Lösung, die nicht nur heute gut aussieht, sondern im Ernstfall wirklich trägt.
Sinnvolle Ergänzungen zur Absicherung bei Krankheit und Lebensrisiken
Weitere Versicherungen für Ihre persönliche Vorsorgestrategie
Die Dread-Disease-Versicherung kann bei schwerer Diagnose eine Einmalzahlung leisten. Für eine stimmige Vorsorgestrategie lohnt sich aber der Blick auf weitere Risiken, vor allem Einkommensausfall und Todesfall. Diese Bausteine können sich sinnvoll ergänzen, je nachdem, wie Ihre Lebenssituation aussieht.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Das ergänzt Dread Disease sinnvoll: hier die Einmalzahlung bei Diagnose, dort die laufende Absicherung Ihrer Einnahmen.
Die Risikolebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe an Hinterbliebene, wenn die versicherte Person verstirbt. Gerade für Familien, Alleinverdiener und Immobilienfinanzierungen ist das oft der wichtigste Basisbaustein, unabhängig von Dread Disease.
Eine private Krankenversicherung ersetzt die gesetzliche Absicherung und bietet je nach Tarif ein anderes Leistungsniveau, etwa bei Arztwahl, Behandlungsmethoden oder Erstattungshöhen. Ob das zu Ihnen passt, hängt von Einkommen, Lebensplanung und dem gewünschten Leistungsumfang ab.
Konditionen, Gesundheitsprüfung und Leistungsumfang genau prüfen
Diese Punkte sollten Sie vor Abschluss der Dread-Disease-Versicherung kennen
Nicht jeder Tarif leistet gleich und nicht jede Diagnose führt automatisch zur Auszahlung. Entscheidend sind die Gesundheitsprüfung, mögliche Wartezeiten, die Karenzzeit und vor allem die Definitionen der versicherten Erkrankungen im Vertrag.
Bevor Sie eine Dread-Disease-Versicherung abschließen, sollten Sie nicht nur Beitrag und Versicherungssumme vergleichen, sondern die Bedingungen im Detail prüfen. Besonders relevant sind vier Punkte: Gesundheitsprüfung, Wartezeit, Karenzzeit und der Leistungskatalog. Genau hier unterscheiden sich Tarife am stärksten und genau hier entstehen später Missverständnisse.
Gesundheitsprüfung:
Die Gesundheitsfragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Je nach Tarif können die Fragen eher knapp oder sehr detailliert ausfallen, oft inklusive Behandlungen, Diagnosen, Medikamente und Arztbesuche innerhalb bestimmter Zeiträume. Wichtig ist auch, dass Angaben zu Raucherstatus oder Risikomerkmalen korrekt sind, weil diese die Beitragshöhe und die Annahme beeinflussen können. Falsche oder unvollständige Angaben können im Leistungsfall zu Problemen führen, selbst wenn der Vertrag schon länger läuft.
Wartezeit:
Viele Tarife arbeiten mit einer Wartezeit für bestimmte Erkrankungen. Das bedeutet: Der Vertrag läuft bereits, aber Diagnosen, die in den ersten Monaten nach Abschluss gestellt werden, können vom Versicherungsschutz ausgenommen sein. Je nach Anbieter und Krankheitsbild sind solche Wartezeiten unterschiedlich geregelt und sollten vor Abschluss klar sein.
Karenzzeit (oft auch Überlebenszeit genannt):
Zusätzlich kann es eine Karenzzeit geben. Damit ist meist die Frist nach der Diagnose gemeint, die die versicherte Person überleben muss, bevor ein Leistungsanspruch entsteht. Häufig sind das 14 oder 28 Tage, bei einzelnen Erkrankungen kann die Frist auch länger sein, weil die endgültige medizinische Einordnung oft erst später möglich ist. Die Auszahlung erfolgt dann nach Prüfung der Unterlagen, nicht „automatisch“ am Diagnosetag.
Versicherte Krankheiten und Definitionen:
Der wichtigste Punkt ist der Leistungskatalog: Welche Krankheiten sind versichert und wie genau sind sie definiert? Bei Dread-Disease-Tarifen zählt nicht nur der Name einer Erkrankung, sondern oft der im Vertrag festgelegte Schweregrad, bestimmte Befunde oder ein konkretes Stadium. Je nach Tarif kann eine Leistung bereits bei Erstdiagnose möglich sein oder erst, wenn festgelegte Kriterien erfüllt sind. Prüfen Sie deshalb auch mögliche Ausschlüsse und Einschränkungen sehr genau, vor allem, wenn es in Ihrer Familie bestimmte Risiken gibt oder bereits Vorbelastungen bekannt sind.
Ergänzend lohnt sich der Blick auf optionale Bausteine, etwa eine Todesfallleistung, die Mitversicherung von Kindern oder Nachversicherungsmöglichkeiten. Diese können den Schutz sinnvoll erweitern, müssen aber zu Ihrer Lebenssituation und Ihrem Budget passen.
Qualitätsunterschiede erkennen und Tarife sauber vergleichen
Welche Anbieter es gibt und worauf Sie beim Vergleich achten sollten
Die Dread-Disease-Versicherung wird in Deutschland nur von wenigen Gesellschaften angeboten. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Vergleich, denn Leistungen und Bedingungen unterscheiden sich je nach Tarif teils deutlich.
Wenn Sie nach „Versicherung bei schweren Krankheiten“ suchen, stoßen Sie meist auf denselben Markt: Häufig genannt werden zum Beispiel Canada Life, PrismaLife, die Bayerische, Zurich und die Nürnberger. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Orientierung, welche Gesellschaften diesen Schutz in Deutschland überhaupt anbieten.
Wichtig ist weniger der Name, sondern das Kleingedruckte. Denn es gibt keinen einheitlichen Standard, welche Krankheiten versichert sind und wann genau eine Diagnose als Leistungsfall zählt. Je nach Tarif geht es um wenige Kernkrankheiten oder um deutlich umfangreichere Listen, oft mit sehr konkreten medizinischen Definitionen.
Checkliste für Ihren Vergleich:
Welche Krankheiten sind versichert und ab welchem Stadium gilt die Diagnose als Leistungsfall?
Wie schnell wird ausgezahlt und welche Nachweise sind dafür erforderlich?
Gibt es Wartezeiten und was passiert bei Erkrankung innerhalb dieser Zeit?
Sind Zusatzbausteine möglich (z. B. Todesfallleistung, Kinder-Mitversicherung, Nachversicherung) und unter welchen Bedingungen?
Wie entwickelt sich der Beitrag über die Laufzeit (Kalkulation, Anpassungen, Laufzeitlogik)?
Wie passt der Schutz zu Ihrer bestehenden Absicherung, z. B. BU oder Risikoleben (Doppeldeckungen vermeiden, Lücken schließen)?
Ein Vergleich bringt nur dann wirklich Klarheit, wenn man nicht nur Beitrag und Versicherungssumme gegenüberstellt, sondern die Leistungsdefinitionen im Detail prüft. Genau dabei unterstützen wir Sie als Makler: Wir filtern Tarife vor, klären Stolperstellen und sagen Ihnen offen, wo die Grenzen liegen.
Sinnvolle Ergänzungen, damit aus einer Diagnose kein finanzieller Ausnahmezustand wird
Welche Absicherungen als Ergänzung zur Dread-Disease-Police sinnvoll sein können
Die Dread-Disease-Versicherung kann im Ernstfall schnell Geld bereitstellen. Je nach Lebenssituation reicht das allein aber nicht immer, zum Beispiel wenn Pflegebedürftigkeit entsteht oder ein Unfall langfristige Folgen hat. Mit den folgenden Bausteinen schließen Sie typische Lücken und stellen Ihre Vorsorge breiter auf.
Ein Unfall kann von heute auf morgen zu Einschränkungen führen, privat und beruflich. Die Unfallversicherung zahlt je nach Tarif eine Invaliditätsleistung und kann zusätzliche Bausteine enthalten, etwa Unfallrente oder Reha-Leistungen. Sie ist kein Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung, kann aber eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn Sie finanzielle Spielräume für Umbauten, Hilfsmittel oder Ausfälle brauchen.
Pflege trifft viele Familien unerwartet und wird schnell teuer, vor allem bei längerer Betreuung zu Hause oder im Heim. Eine Pflegezusatzversicherung kann je nach Tarif als Pflegetagegeld oder Pflegerente zahlen, meist gestaffelt nach Pflegegrad. Wichtig sind die Bedingungen zur Leistungsauslösung, die Beitragshöhe im Alter und ob es Gesundheitsfragen gibt. So schaffen Sie planbare finanzielle Sicherheit, ohne dass Ihre Familie alles auffangen muss.
Klare Antworten, bevor Sie sich entscheiden
Was Sie schon immer über schwere Krankheiten Versicherung wissen wollten
Was ist eine Versicherung bei schweren Krankheiten (Dread Disease Versicherung)?
Das ist eine privat abgeschlossene Risikoabsicherung, die bei der Diagnose einer vertraglich definierten schweren Krankheit eine einmalige Geldsumme auszahlt. Das Geld ist nicht zweckgebunden, Sie können es zum Beispiel für laufende Kosten, Umbauten, Betreuung oder eine finanzielle Auszeit nutzen. Entscheidend ist nicht, ob Sie berufsunfähig sind, sondern ob die Diagnose die Bedingungen erfüllt.
Welche Krankheiten sind typischerweise versichert?
Fast immer geht es um die großen Risiken wie Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall. Je nach Tarif reicht die Liste von wenigen Kernkrankheiten bis zu umfangreichen Katalogen mit mehreren Dutzend Erkrankungen. Manche Anbieter nennen in ihren Unterlagen Listen bis in den Bereich 40 bis 50 Krankheiten, entscheidend ist aber immer die exakte Definition in den Bedingungen, teils inklusive Schweregrad oder Diagnosekriterien.
Wann zahlt die Versicherung und wie läuft die Leistung ab?
Gezahlt wird, wenn eine versicherte Krankheit nach den vertraglichen Kriterien diagnostiziert wird und Sie die erforderlichen Nachweise einreichen. Viele Tarife arbeiten mit klaren Vorgaben, welche Befunde und Arztunterlagen nötig sind. Wichtig: Ob und wann gezahlt wird, hängt nicht am Bauchgefühl, sondern an der Wortlautprüfung der Bedingungen.
Gibt es Wartezeiten oder Karenzzeiten?
Oft gibt es Wartezeiten ab Vertragsbeginn, in denen bestimmte Diagnosen noch nicht versichert sind. Zusätzlich kann es eine Karenzzeit geben, also eine kurze Frist zwischen Diagnose und Auszahlung, je nach Tarif auch als feste Zahl an Tagen geregelt. Beispielhaft wird in Anbieterunterlagen teils eine Karenzzeit von 14 Tagen genannt.
Muss ich Gesundheitsfragen beantworten und was passiert bei Vorerkrankungen?
In der Regel ja. Vorerkrankungen können dazu führen, dass der Antrag abgelehnt wird, Zuschläge fällig werden oder einzelne Diagnosen ausgeschlossen sind. Für die Praxis zählt vor allem: Gesundheitsangaben müssen vollständig und korrekt sein, weil es sonst im Leistungsfall schwierig werden kann. Wenn Ihre Historie komplex ist, ist eine anonyme Risikovoranfrage oft der sauberste Weg.
Ist die Dread Disease Versicherung eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?
Sie kann eine Ergänzung sein, ersetzt eine BU aber meist nicht. Grund: Die Dread Disease Versicherung zahlt in der Regel einmalig bei bestimmten Diagnosen, während eine BU leistet, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen länger nicht mehr ausüben können, auch ohne Diagnose aus dem Dread Disease Katalog.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Orientieren Sie sich an Ihrem echten Finanzbedarf. Typisch ist, dass man einen Puffer für laufende Fixkosten, Kreditraten, Kinderbetreuung und mögliche Umstellungen im Alltag aufbaut. Sinnvoll ist oft eine Summe, die mindestens 12 bis 24 Monate finanzielle Luft schafft, je nachdem wie stark Ihr Haushalt von Ihrem Einkommen abhängt. Die passende Höhe ist immer eine Rechenaufgabe, keine Bauchentscheidung.
Was kostet eine Versicherung bei schweren Krankheiten im Monat?
Der Beitrag hängt stark von Alter, Gesundheitszustand, Rauchstatus, Versicherungssumme und Leistungskatalog ab. In Verbraucherartikeln werden Einstiege im Bereich um 20 Euro monatlich genannt, bei hohen Summen oder breiten Leistungskatalogen kann es deutlich teurer werden. Als Beispiel werden für hohe Absicherungen teils Jahresbeiträge im vierstelligen Bereich genannt.
Ist die Auszahlung steuerfrei?
Viele Anbieter werben mit einer steuerfreien Einmalzahlung. Grundsätzlich gilt bei privat finanzierten Risikoabsicherungen oft, dass Auszahlungen nicht als Einkommen versteuert werden. Trotzdem gibt es Konstellationen, in denen Details wichtig werden, etwa bei besonderen Vertragsgestaltungen. Wenn das bei Ihnen relevant ist, lohnt sich eine kurze steuerliche Einordnung.
Kann ich die Versicherung später kündigen oder wechseln?
Kündigung ist grundsätzlich möglich, die Fristen stehen im Vertrag. Ein Wechsel sollte gut geplant sein, weil ein neuer Vertrag wieder eine Gesundheitsprüfung haben kann und Ihr Gesundheitszustand sich seit Abschluss verändert haben könnte. Praxisregel: Erst neuen Schutz verbindlich bestätigen lassen, dann den alten Vertrag beenden.
Zusammenfassung
Eine Versicherung bei schweren Krankheiten kann im Ernstfall schnell finanzielle Luft schaffen, weil sie bei einer versicherten Diagnose eine vertraglich definierte Einmalzahlung leisten kann. Genau dafür wird sie häufig genutzt: Fixkosten weiterzahlen, Zeit für Behandlung und Organisation gewinnen, Umbauten oder Betreuung finanzieren. Ob und wann gezahlt wird, hängt jedoch immer an den exakten Krankheitsdefinitionen im Vertrag, möglichen Wartezeiten sowie einer sauberen Gesundheitsprüfung.
Wichtig für die Erwartung: Diese Absicherung ist kein Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine Dread-Disease-Police zahlt typischerweise bei bestimmten Diagnosen, eine BU leistet, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, auch ohne „passende“ Diagnose aus einer Liste. In der Praxis ist die Dread-Disease-Versicherung deshalb eher ein zusätzlicher Baustein in der Vorsorge, nicht die alleinige Lösung.
Wenn Sie Ihre Vorsorge ganzheitlich aufstellen möchten, lohnt sich der Blick auf ergänzende Absicherungen: Arbeitskraftabsicherung (BU oder passende Alternativen je nach Berufsbild), Krankentagegeld für längere Ausfälle und eine private Unfallversicherung als Ergänzung für unfallbedingte Folgen. Je nach Lebenssituation kann auch eine Risikolebensversicherung für die Familie oder eine Pflegeabsicherung sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass die Bausteine zusammenpassen und keine Lücken bleiben.
Das sollten Sie mitnehmen:
Dread Disease kann bei Diagnose schnell Geld bereitstellen, unabhängig davon, ob eine Berufsunfähigkeit vorliegt.
Gezahlt wird nur, wenn die Diagnose die Vertragsdefinition erfüllt. Der Wortlaut entscheidet.
Gesundheitsangaben müssen vollständig stimmen, sonst riskieren Sie Probleme im Leistungsfall.
Als Einkommensschutz taugt die Einmalzahlung meist nur begrenzt, daher Arbeitskraftabsicherung mitdenken.
Unfallversicherung kann ergänzen, ersetzt aber weder BU noch Dread Disease.
Wer vergleichen lässt, vermeidet teure „blinde Flecken“ in Bedingungen und Leistungsauslösern.
Wenn Sie möchten, prüfen wir mit Ihnen, ob und wie eine Absicherung bei schweren Krankheiten in Ihrer Situation sinnvoll ist, und welche Kombination aus Arbeitskraftabsicherung und Unfallversicherung dazu passt. Ziel ist ein Konzept, das im Ernstfall wirklich trägt, nicht nur gut klingt.
Häufige Fragen
Risikolebensversicherung oder Schwere Krankheiten Versicherung, was passt besser?
Das sind zwei verschiedene Risiken. Die Risikolebensversicherung sichert vor allem den Todesfall ab und schützt Hinterbliebene finanziell. Die Schwere Krankheiten Versicherung zahlt bei bestimmten Diagnosen zu Lebzeiten. In vielen Haushalten ist die beste Lösung nicht entweder oder, sondern eine saubere Aufgabenteilung nach Risiko.
Ich bin selbstständig: Reicht eine Einmalzahlung wirklich aus?
Eine Einmalzahlung kann kurzfristig Stabilität geben, sie ersetzt aber kein dauerhaftes Einkommen. Wenn Ihre Fixkosten weiterlaufen, ist die Kombination mit einer Einkommensabsicherung wie Krankentagegeld oder BU oft der Punkt, der den Plan tragfähig macht. Die Dread Disease Police ist dann eher Liquiditätspuffer als alleiniger Einkommensersatz.
Was ist mit Pflegebedarf nach einer schweren Krankheit?
Eine Schwere Krankheiten Versicherung ist nicht automatisch eine Pflegeabsicherung. Wenn die Sorge eher Richtung dauerhafte Einschränkungen und Pflegekosten geht, ist eine Pflegezusatzversicherung das passendere Werkzeug. Die Einmalzahlung aus der Dread Disease Police kann helfen, sie löst das Pflegerisiko aber nicht dauerhaft.
Wie vermeiden Sie Streit im Leistungsfall?
Am wichtigsten sind saubere Gesundheitsangaben und eine klare Dokumentation. Halten Sie Diagnosen, Behandlungen, Medikamente und Arztkontakte der letzten Jahre strukturiert fest, bevor Sie den Antrag ausfüllen. Im Leistungsfall zählt dann, dass Ihre Unterlagen zu den vertraglichen Definitionen passen und vollständig eingereicht werden.