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Veranstalterhaftpflicht | Eventversicherung | Vergleich

Veranstalterhaftpflicht – Dinge, die man wissen sollte

Veranstalterhaftpflicht vergleichenWer als Veranstalter ein Event oder eine Veranstaltung „veranstaltet“, geht eine Vielzahl von Risiken ein, da der Veranstalter für alle Per­sonenschäden und auch Sachschäden gegenüber Dritten haftet, die durch sein Verschulden während der Veranstaltung entstehen. Tritt ein größerer Schadensfall auf, ist man als Veranstalter schnell ruiniert, dabei ist egal, ob man ein Konzert, ein Sommerfest, einen Weihnachtsmarkt oder nur ein Seminar veranstaltet. Wer solche Events organisiert und veranstaltet, sollte eine spezielle Veranstalterhaftpflichtversicherung dafür haben. Bei vielen Veranstaltungs-Locations ist das Vorhandensein einer solchen Veranstalterhaftpflichtversicherung sogar Pflicht, sonst kann man die Halle oder die Räumlichkeiten gar nicht mieten.

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Rund um die Veranstalterhaftpflicht gibt es vieles zu beachten. Wir klären gerne auf:

Inhaltsverzeichnis:

Was ist eine Veranstalterhaftpflichtversicherung?

Die Veranstalterhaftpflichtversicherung ist eine Haft­pflichtversicherung für Veranstalter, die alle Sach-, Per­sonen- und Vermögensschäden(unechte) abdeckt, die Dritte beim Veranstalter geltend machen, weil der Veranstalter diese verschuldet habe. Eine solche Veranstalterhaftpflicht kann man jeweils einzeln für jeweilige Events abschließen oder auch für das regelmäßige Veranstalten policieren. Da Veranstalter prinzipiell für alle Schäden (Sach- und Per­sonenschäden) haften, zu denen es auf der Veranstaltung kommt, wenn sie diese direkt oder indirekt verschuldet haben, bergen Veranstaltungen für den Veranstalter ein großes Risiko, was schnell in den sechs- oder siebenstelligen Bereich geht.

Wer braucht eine Veranstalterhaftpflicht?

Grundsätzlich ist eine solche Veranstalterhaftpflichtversicherung immer dann empfehlenswert, wenn man Veranstaltungen plant oder veranstaltet, bei denen viele Menschen erwartet werden. Dies können betriebliche Feiern, Vereinsfeiern, Flohmärkte, Seminare, aber auch Konzerte oder auch Public Viewing Veranstaltungen sein. Wann immer auf solch einer Veranstaltung etwas passiert, kann man sicher sein, dass einer der Geschädigten den Veranstalter versucht, dafür haftbar zu machen. Sinnvoll ist eine solche Veranstalter-Haft­pflichtversicherung z.B. für:

  • Konzertveranstalter
  • Vereine
  • Reiseveranstalter
  • Demonstrationsveranstalter
  • Veranstalter von Events aller Art
  • Gemeinden
  • Privatpersonen als Partyveranstalter
  • Gastwirte für Veranstaltungen
  • Seminarveranstalter
  • Messeveranstalter
  • Ausstellungsveranstalter
  • Maibaumaufstellen

Wann zahlt die Veranstalterhaftpflicht?

Die Veranstalterhaftpflicht zahlt für alle Schäden (Sachschäden, Per­sonenschäden und Vermögensschäden), die ein Veranstalter schuldhaft direkt oder indirekt verursacht hat. Mit eingeschlossen ist nicht nur die Zeit des Events, sondern auch der Zeitraum kurz vor und kurz nach dem Event, also auch Aufbau und Abbau. Es ist unbedeutend, ob der Schaden durch den Veranstalter selbst oder z.B. seinen Hilfskräften verursacht wurde.

Meist ist sogar der Transport der Ausstattung zum Veranstaltungsgelände versichert. Die Veranstalterhaftpflicht prüft bereits – auf eigene Kosten – wenn Ansprüche gegen den Veranstalter geltend gemacht werden, ob diese überhaupt zu Recht bestehen (passiver Rechtsschutz) und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Dabei übernimmt die Veranstalterhaftpflicht auch die Anwalts- und Gerichtskosten, wenn es um die Abwehr von Ansprüchen gilt.

Was schließt die Veranstalterhaftpflicht aus?

Bei der Veranstalterhaftpflichtversicherung ist meist ausgeschlossen:

  • Schadensersatzansprüche von mitversicherten Veranstaltern gegeneinander
  • Schäden durch Diebstahl von Gegenständen oder das bloße Abhandenkommen von Gegenständen
  • Schäden, die durch den Gebrauch von Kraftfahrzeugen, Luftfahrzeugen oder Wasserfahrzeugen entstehen, sofern diese einen Motor haben
  • Schäden durch Vorsatz
  • Mutwillige Beschädigungen
  • Schäden von den mitversicherten Mitarbeitern gegen den Veranstalter oder die Veranstaltungsorganisation
  • Haftungen, die vertraglich vereinbart wurden, aber über die gesetzliche Haftung hinausgehen
  • Schäden durch Kurzschluss oder Überspannung
  • Schäden durch höhere Gewalt
  • Schäden bei Rennveranstaltungen
  • Schäden bei Hochrisiko-Veranstaltungen wie z.B. Ballonfahren, Extremsportarten etc.
  • Schäden durch das Aufstellen von Eventsportgeräten (Hüpfburgen)

Einige dieser Ausschlüsse sind jedoch gegen Aufschlag auch versicherbar.

Welche typischen Veranstaltungen sind versicherbar?

Typischerweise werden Veranstalterhaftpflicht-Verträge abgeschlossen z.B. für:

  • Ausstellungen
  • Bälle
  • Bürgerfeste
  • Faschingsumzüge
  • Feste
  • Flohmärkte
  • Heimatfeste
  • Karnevalsumzüge
  • Kinderfeste
  • Kirmes
  • Schützenfest
  • Kongresse
  • Konzerte
  • Marktveranstaltungen
  • Maifeste oder auch Maibaumaufstellen
  • Martinsumzüge
  • Messen
  • Politische Veranstaltungen
  • Public Viewing Veranstaltungen
  • Delegiertentagungen
  • Parteitage
  • Straßenfeste
  • Sängerfeste
  • Schützenfeste
  • Sommerfeste
  • Sportveranstaltungen, Turniere
  • Seminare
  • Studienfahrten
  • Tagungen
  • Volksfeste
  • Winzerfeste
  • Zeltlager

…um nur einen Auszug der Gründe für eine Veranstalterhaftpflichtversicherung zu nennen. Wer schon länger Veranstaltungen macht, weiß: Es kann immer etwas passieren, mit dem man gar nicht rechnet. Es muss nicht immer das bei einem Martinsumzug durchgehende Pferd sein, aber die Risiken sind mannigfaltig.

Was könnte bei Veranstaltungen passieren?

Bei jeder Veranstaltung kann etwas passieren. Man wünscht es sich nicht und doch ist es möglich. Nicht immer geht alles glatt. Mal fällt der Maibaum um, mal geht beim Martinszug das Pferd durch… die Fällig sind mannigfaltig.

Hier einige Beispielfälle, in denen eine Veranstalterhaftpflicht greift:

  • Lebensmittel, die man verkauft oder abgibt, sind verdorben und lösen Vergiftungen aus
  • Kinder begehen scheinbare Späße, die einen Schaden verursachen und vom Veranstalter eigentlich hätten verhindert werden müssen
  • Musikrechte werden verletzt
  • Jugendschutzgesetze werden nicht eingehalten
  • Das Sicherheitspersonal ist unzureichend vorhanden oder greift nicht ein
  • Bierfass stürzt auf Besucher
  • Glasscheiben zerbrechen wegen des Andrangs und Besucher werden verletzt
  • Kühlkette bei Lebensmitteln wird unterbrochen, z.B. durch Stromausfall
  • Dekoration fängt Feuer
  • Elektrische Anlagen werden nicht VDE-gerecht verlegt, was zu Bränden führen kann
  • Abfallbehälter fangen an zu brennen, weil jemand Zigarettenkippen hineinwirft
  • Feuerlöschgeräte sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden oder waren entwendet, als sie gebraucht wurden
  • Hausrecht gegenüber Störern wurde nicht durchgesetzt (fremde Gäste fangen an zu prügeln)
  • Organisation ist unsachgemäß
  • Ausrüstung ist unsachgemäß
  • Personal handelt fahrlässig
  • Gema-Anmeldung fand nicht statt, es wird aber Musik abgespielt
  • Alkohol wurde an Jugendliche abgegeben, die daraufhin über eine Straße torkeln und überfahren werden
  • Trinkwasserschläuche sind nicht lebensmittelfest
  • Großer Lautsprecher fällt um oder von der Decke
  • Tribüne bricht zusammen
  • Bühnenteil bricht zusammen
  • Gabelstapler wird fehlbedient, ggf. noch von Aushilfskraft und verursacht Schaden

Welche Versicherungssummen (Veranstalterhaftpflicht) sind sinnvoll?

Einige Versicherungsgesellschaften haben Pauschalverträge, die z.B. für 5 Millionen Euro pauschal für Per­sonen- und Sachschäden abgedeckt, andere bieten individuelle Lösungen an. Man muss sich im Klaren sein, dass bei Per­sonenschäden die Schadenssummen schnell in den sechs- und siebenstelligen Bereich gehen. Allein ein durchgehendes Pferd beim Martinsumzug, welches auf ein Kind tritt, was anschließend querschnittsgelähmt ist, verursacht schnell einen Millionenschaden, da der Veranstalter dann lebenslang für alle Folgekosten des Unfalls haftet.

Gleiches gilt bei zusammengebrochenen Zelten, Tribünen oder ähnlichem, unter denen Menschen begraben werden.

Hier sollte man die Versicherungssumme nicht zu niedrig ansetzen.

Großveranstaltungen mit mehreren zehntausend Zuschauern benötigen natürlich höhere Versicherungssummen.

Was kostet eine Veranstalterhaftpflicht?

Die Kosten für eine Veranstalterhaftpflicht sind natürlich abhängig vom Versicherungsumfang und dem Risiko. Wer eine Schachmeisterschaft veranstaltet, zahlt andere Beiträge wie jemand, der eine Veranstaltung Tieren ver­sichern möchte. Die Prämien für eine Veranstalterhaftpflicht sind aber nicht allzu hoch, - viele Veranstalter kalkulieren überschlägig mit 25 bis 30 Cent pro Besucher der Veranstaltung. Hier einige Beispielzahlen eines Versicherers:

  • Dorffest mit 4000 Besuchern incl. Zelten, Gastronomie und Feuerwerk – Versicherungsprämie ca . 1150 Euro
  • Weihnachtsmarkt mit 4000 Besuchern mit Zelten, Gastronomie und Kutschfahrten – Versicherungsprämie: ca. 900 Euro
  • Sportveranstaltung Leichtathletik mit 1000 Besuchern: ca. 200 Euro
  • Straßenfest mit 100 Per­sonen – ca. 120 Euro

Professionelle Veranstalter kalkulieren die Prämie in den Eintritt zu solchen Veranstaltungen mit ein oder finanzieren das über eine Umlage aus den Getränken, sodass schlussendlich die Besucher selbst dafür sorgen, dass die Prämie auch wieder hereinkommt.

Worauf sollte man bei einer Veranstalterhaftpflicht achten?

Prüfen sollte man, ob das eigene Risiko auch ausreichend abgesichert ist oder über den Standardumfang hinaus Erweiterungen notwendig sind, z.B. für:

  • Rennen
  • Kurzschlussschäden
  • Besondere Sportrisiken
  • Hüpfburgen, Trampoline etc.
  • Boote, Kfz oder Flugzeuge
  • Feuerwerk

Wichtig ist auch auf die Dauer der Versicherung zu achten, diese sollte über den Zeitraum der eigenen Veranstaltung hinausgehen.

Prüfen muss man auch, ob nicht zulassungspflichtige Fahrzeuge wie z.B. Stapler oder Baufahrzeuge auch versichert sind.

Optimalerweise stellt man selbst eine Liste mit Ausrüstungsgegenständen auf, incl. Fahrzeuge, Aufbauten und technischer Geräte.

Da in der Abgabe von Lebensmitteln ein besonderes Risiko liegt, sollte man darauf achten, dass die Abgabe von Lebensmitteln und Getränken explizit mitversichert ist.

 


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