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Landwirtschaftliche Betriebshaftpflichtversicherung | Vergleich

Landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht – Warum dies existentiell ist

Eine landwirtschaftliche Betriebshaftpflichtversicherung ist für Landwirte eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, weil Landwirte in vielerlei Hinsicht Schadenersatzansprüchen ausgeliefert sein können.

Als Landwirt haftet man schließlich persönlich, wenn andere zu Schaden kommen. Sei es durch eigene Fehler oder Fehler von Mitarbeitern. Immer dann, wenn andere Schadenersatz vom Landwirt fordern, springt die landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht ein. Die Betriebshaftpflicht prüft auch, ob die Schadensersatzansprüche zu Recht bestehen und wehrt ungerechtfertigte Ansprüche ab.

Inhaltsverzeichnis

Welche Schäden deckt die Landwirtschaftliche Betriebshaftpflichtversicherung ab?

Mit einer Betriebshaftpflichtversicherung für Landwirte ist man vor den Kosten geschützt, die durch folgende Schäden und Schadenersatzansprüche entstehen können:

  • Per­sonenschäden (z.B. Schmerzensgeld, Heilbehandlungskosten)
  • Sachschäden (z.B. Reparaturkosten oder Wiederbeschaffungskosten)
  • Vermögensschäden (z.B. Verdienstausfall, Nutzungsausfall oder Gewinnausfall)

Da jeder landwirtschaftliche Betrieb anders zusammengesetzt ist und individuelle Schwerpunkte haben kann, wird für jeden Landwirt ein individuelles Betriebshaftpflichtversicherungspaket angeboten, welches den individuellen Bedarf deckt.

Die landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht zahlt immer dann, wenn andere durch den Betrieb oder die Erzeugnisse des Betriebs zu Schaden kommen und deshalb Schadenersatz fordern. Vorsätzlich herbeigeführte Versicherungsschäden sind natürlich nicht versichert.

In welchen Bereichen könnten Schadenersatzansprüche für den Landwirt auftauchen?

Schadenersatzansprüche für den Landwirt könnten z.B. entstehen aus:

  • Nutztierhaltung
  • Hofverkauf von Erzeugnissen
  • Vermietung von Ferienwohnungen oder -zimmern
  • Umweltschäden z.B. durch Chemikalien
  • Selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Gabelstapler

Beispiele für Fälle der landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung:

Mögliche Fälle von Schadenersatz können sich für den Landwirt aus vielerlei Hinsicht ergeben, hier einige Beispiele:

  • Kühe oder Pferde brechen aus einer Umzäunung aus und verursachen auf einer Straße einen Autounfall oder laufen auf Gleise im Umfeld, was einen Zug zur Notbremsung verursacht.
  • Behälter mit Chemikalien oder Öl kippen um und versickern ins Erdreich
  • Düngemittel oder Gülle verursachen Schäden
  • Ein Kunde reagiert allergisch auf Produkte, die im Hofverkauf erworben worden sind
  • Irrtümlich werden Ferienzimmer doppelt vermietet, Kunde weicht ins Hotel aus oder Feriengast verletzt sich in der Wohnung oder auf dem Hof
  • Ein Pensionspferd wird krank, verletzt sich oder andere oder stirbt
  • Beim Verladen von Produkten mit dem Stapler stürzt dieser oder Ladung fällt herunter und verletzt jemanden
  • Beim Säubern der Dachrinne fällt ein Mitarbeiter von der Leiter, da eine Sprosse der Leite gebrochen war und wird dadurch für den Rest des Lebens arbeitsunfähig
  • Vandalen zerschneiden den Zapfschlauch der Tankanlage und Öl gelangt ins Erdreich oder in die Hofentwässerung
  • An einen Bäcker geliefertes Getreide enthält Glassplitter, der Bäcker muss nach Entdeckung die Gesamtproduktion vernichten und ggf. zurückrufen
  • Streu- und Räumpflichten wurde im Winter nicht rechtzeitig nachgekommen und es verletzt sich jemand

Wer hat Versicherungsschutz in der Betriebshaftpflicht?

Der Versicherungsschutz ist weit gefasst und umfasst Schäden durch:

  • Den Landwirt selbst
  • Auf dem Hof lebende Familienangehörige
  • Mitarbeiter des Landwirts bei allen Tätigkeiten rund um den Landwirtschaftsbetrieb

Damit sind auch Schäden durch ggf. nur schnell angelernte Saisonkräfte versichert.

Kosten einer Betriebshaftpflichtversicherung für Landwirte

Die Kosten einer landwirtschaftlichen Betriebshaftpflicht richten sich individuell nach dem landwirtschaftlichen Betrieb, insbesondere der Größe des Betriebs und möglicher Bausteine wie z.B. Vermietung von Pferden, Aufnahme von Pensionstieren, Nutztierhaltung etc.

Entscheidend ist auch die gewählte Versicherungssumme. Ein Beitragsnachlass kann sich durch abgewählte Komponenten ergeben, die man nicht benötigt, z.B. Nutztierhaltung oder selbst fahrende Arbeitsmaschinen.

Durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung kann die Versicherungsprämie überdies reduziert werden.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Allgemein wird für Landwirte eine Versicherungssumme von 5 Millionen Euro bei der Betriebshaftpflicht empfohlen, die für Per­sonen-, Sach- und Vermögensschäden gilt. Eine Betriebshaftpflichtversicherung für Landwirte sollte jedoch individuell zusammengestellt und konfiguriert werden, - dies kann einen höheren wie auch niedrigeren Schutz bedeuten. Wichtig ist die richtige Auswahl der notwendigen Komponenten, damit im Schadensfall auch wirklich kompletter Schutz besteht.

Möglicherweise sinnvolle Erweiterungen der landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung

Zu prüfen ist, ob folgende Erweiterungen üblicher Versicherungen sinnvoll sind:

  • Erweiterte Produkthaftpflichtversicherung
  • Gewahrsamsschäden an gemieteten, gepachteten oder geliehenen Sachen
  • Besondere Wagnisse wie Pferde, Pensionstiere, Hunde, Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen, gewerbliche Nebenbetriebe, Lohnarbeit
  • Photovoltaikanlagen ohne Begrenzung der Anlagenleistung
  • Landwirtschaftliche Biogasanlaen
  • Unterstellplätze für Wohnwagen, Boote, Kfz inkl. Bewegungsrisiko

Risiken durch Umweltschadensgesetz

Durch das neue Umweltschadensgesetz droht Landwirten ein deutlich höheres Risiko z.B. bei Schäden an:

  • Geschützten Pflanzen oder Tieren und deren Lebensräumen
  • Fremden Böden und eigenen Böden und auch Gewässern (auch Grundwasser!)

Warum die landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht individuell konfiguriert werden sollte

Die Angebote der einzelnen Versicherer in Sachen landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht unterscheiden sich im Detail so stark und die Bedürfnisse einzelner Landwirtschaftsbetriebe sind so unterschiedlich, dass auf jeden Fall eine individuelle Beratung in Anspruch genommen werden sollte. Es nützt im Zweifel nichts, wenn man online schnell eine vermeintliche günstige Versicherung findet und abschließt, die dann aber im Schadensfall auf vereinbarte Leistungsausschlüsse hinweist und nicht zahlt. Auch können Landwirte ggf. durch den Ausschluss nicht benötigter Komponenten Geld sparen.

Bei individueller Konfiguration der Betriebshaftpflicht für den Landwirt ist man optimal versichert. Schäden in der Landwirtschaft können schnell in die Millionen gehen. Nicht versichert zu sein, bedeutet da in der Regel den Ruin. 

Diese vorgehensweise der individuellen Konfiguration, sollte auf alle Versicherungen für die Landwirtschaft angewandt werden.


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