Dackel – Selbst­be­wuss­ter Jagd­hund mit Charme

Alles über Hal­tung, Pfle­ge und Cha­rak­ter die­ses belieb­ten Klas­si­kers – mutig, eigen­stän­dig und vol­ler Per­sön­lich­keit.

Brauner Dackel rennt mit heraushängender Zunge auf einem Weg – fröhlicher Moment beim Spaziergang mit Hund

Der Dackel, auch als Teckel oder Dachs­hund bekannt, zählt zu den tra­di­ti­ons­reichs­ten Hun­de­ras­sen Deutsch­lands. Ursprüng­lich für die Bau­jagd auf Dach­se und Füch­se gezüch­tet, über­zeugt er heu­te mit einer beson­de­ren Mischung aus Mut, Intel­li­genz und Eigen­stän­dig­keit. Sei­ne unver­wech­sel­ba­re Sil­hou­et­te mit dem lan­gen Rücken und den kur­zen Bei­nen macht ihn ein­zig­ar­tig – sowohl optisch als auch im Wesen.

Trotz sei­ner kom­pak­ten Grö­ße ist der Dackel kein Schoß­hund. Er braucht Bewe­gung, geis­ti­ge Aus­las­tung und kla­re Füh­rung. Wer sei­ne Eigen­wil­lig­keit akzep­tiert und sei­ne Stär­ken för­dert, gewinnt einen loya­len, anhäng­li­chen und erstaun­lich anpas­sungs­fä­hi­gen Gefähr­ten. Die Ras­se eig­net sich für erfah­re­ne Hal­ter eben­so wie für akti­ve Fami­li­en – vor­aus­ge­setzt, man kennt und beach­tet die gesund­heit­li­chen Beson­der­hei­ten, vor allem im Bereich des Rückens.

Die­se Ras­se­sei­te zeigt Ihnen, was den Dackel aus­macht, wie Sie ihn rich­tig hal­ten und pfle­gen – und war­um die­ser klei­ne Hund so vie­le Her­zen erobert.

Grauer Kurzhaardackel sitzt in hoher Wiese und schaut direkt in die Kamera – Portraitaufnahme bei natürlichem Licht

Steck­brief Dackel (Teckel / Dachs­hund)

Ihre Über­sicht
Ihre Über­sicht

Eine tra­di­ti­ons­rei­che deut­sche Ras­se mit jagd­li­chem Ursprung

Vom Bau­jä­ger zum Fami­li­en­hund

Der Dackel gehört zu den ältes­ten und bekann­tes­ten deut­schen Hun­de­ras­sen. Sei­ne beson­de­re Kör­per­form wur­de nicht zufäl­lig gezüch­tet, son­dern dien­te einem kla­ren Zweck: dem Jagen unter der Erde. Im Lauf der Zeit ent­wi­ckel­te sich der Dackel vom spe­zia­li­sier­ten Arbeits­hund zum viel­sei­ti­gen Beglei­ter – mit star­kem Cha­rak­ter und tie­fen Wur­zeln.

Die Ursprün­ge des Dackels rei­chen bis ins Mit­tel­al­ter zurück. Ers­te Beschrei­bun­gen von Hun­den mit lan­gem Kör­per und kur­zen Bei­nen fin­den sich in Jagd­schrif­ten des 15. Jahr­hun­derts. Sei­ne sys­te­ma­ti­sche Zucht begann jedoch erst im 19. Jahr­hun­dert, vor allem in Deutsch­land. Ziel war ein Hund, der mutig genug war, selbst­stän­dig in Dachs­bau­ten zu krie­chen, und klein genug, um sich dar­in zu bewe­gen – daher der Name „Dachs­hund“. Par­al­lel eta­blier­te sich im deutsch­spra­chi­gen Raum auch der Begriff „Teckel“, ins­be­son­de­re in der Jagd­sze­ne.

Dackel wur­den rasch popu­lär – nicht nur wegen ihrer jagd­li­chen Leis­tung, son­dern auch wegen ihrer Per­sön­lich­keit. Mut, Aus­dau­er, Eigen­stän­dig­keit und Intel­li­genz mach­ten sie für Förs­ter, Jäger und bald auch für Fami­li­en inter­es­sant. Ihre robus­te Kon­sti­tu­ti­on und ihr wach­sa­mes Wesen führ­ten dazu, dass sie zuneh­mend auch außer­halb der Jagd gehal­ten wur­den.

Heu­te gibt es den Dackel in drei Grö­ßen (Stan­dard, Zwerg und Kanin­chen) und drei Fell­ar­ten (Kurz­haar, Lang­haar und Rau­haar). Trotz sei­ner Her­kunft als Gebrauchs­hund ist der Dackel längst ein gesell­schafts­fä­hi­ger Beglei­ter gewor­den – selbst­be­wusst, char­mant und mit einem star­ken Bezug zu sei­nen Men­schen.

Was Dackel­hal­ter über All­tag, Bewe­gung und Rücken­ge­sund­heit wis­sen soll­ten

Klei­ne Grö­ße, gro­ße Anfor­de­run­gen

Trotz sei­ner gerin­gen Kör­per­grö­ße stellt der Dackel kla­re Anfor­de­run­gen an sei­ne Hal­tung. Er ist kein klas­si­scher Anfän­ger­hund – nicht wegen Aggres­si­on, son­dern wegen sei­ner Eigen­stän­dig­keit und gesund­heit­li­chen Beson­der­hei­ten. Wer ihm kör­per­li­che und geis­ti­ge Aus­las­tung, kla­re Regeln und rücken­freund­li­che Bedin­gun­gen bie­tet, erhält einen treu­en, leb­haf­ten und cha­rak­ter­star­ken Gefähr­ten.

Dackel sind bewe­gungs­freu­di­ge Hun­de mit aus­ge­präg­tem Jagd­trieb. Auch wenn sie pro­blem­los in einer Woh­nung gehal­ten wer­den kön­nen, brau­chen sie täg­lich meh­re­re Spa­zier­gän­ge, abwechs­lungs­rei­che Schnüf­fel­auf­ga­ben und kla­re sozia­le Struk­tu­ren. Intel­li­genz­spie­le und Nasen­ar­beit sind ide­al, um sie auch geis­tig aus­zu­las­ten. Zu wenig Beschäf­ti­gung kann schnell zu Frus­tra­ti­on oder über­mä­ßi­gem Bel­len füh­ren.

Wich­tig ist, dass der Dackel kei­nen unbe­grenz­ten Zugang zu Trep­pen oder hohen Möbeln hat. Sei­ne lan­ge Wir­bel­säu­le in Kom­bi­na­ti­on mit den kur­zen Bei­nen macht ihn anfäl­lig für Band­schei­ben­vor­fäl­le – soge­nann­te Dackel­läh­me. Trep­pen­stei­gen und Sprün­ge soll­ten kon­se­quent ver­mie­den oder durch Ram­pen ent­schärft wer­den. Auch Über­ge­wicht erhöht das Risi­ko erheb­lich.

Dackel sind wach­sam und nei­gen dazu, ihr Zuhau­se zu ver­tei­di­gen. Eine gute Sozia­li­sie­rung und frü­he Erzie­hung hel­fen, uner­wünsch­tes Bell­ver­hal­ten oder Domi­nanz­ver­hal­ten zu ver­mei­den. Trotz ihrer Eigen­wil­lig­keit suchen Dackel die Nähe zu ihren Men­schen und bau­en eine enge Bin­dung auf. Sie möch­ten über­all dabei sein – aber zu ihren Bedin­gun­gen.

Für Fami­li­en mit Kin­dern ist der Dackel geeig­net, sofern die Kin­der respekt­voll mit dem Hund umge­hen. Er liebt Auf­merk­sam­keit, lässt sich aber ungern grob behan­deln oder bedrän­gen. Auch das Allein­blei­ben will früh geübt wer­den: Dackel sind anhäng­lich, blei­ben aber mit Rou­ti­ne und Trai­ning eini­ge Stun­den allein.

Fazit: Wer dem Dackel kla­re Regeln, kör­per­li­che Akti­vi­tät und geis­ti­ge Anrei­ze bie­tet, hat einen Hund mit viel Per­sön­lich­keit, der bei pas­sen­der Hal­tung sowohl Stadt- als auch Land­le­ben bes­tens meis­tert.

Ein klei­ner Hund mit viel Selbst­be­wusst­sein und kla­ren Vor­stel­lun­gen

Eigen­stän­dig, mutig – und loy­al bis zum Schluss

Der Dackel gehört zu den cha­rak­ter­stärks­ten Hun­de­ras­sen über­haupt. Sei­ne Per­sön­lich­keit ist geprägt von Mut, Ent­schlos­sen­heit und einer tie­fen Bin­dung zu sei­nen Men­schen. Gleich­zei­tig zeigt er eine aus­ge­präg­te Eigen­stän­dig­keit, die Hal­ter ernst neh­men soll­ten. Wer ihn kon­se­quent und mit Fein­ge­fühl führt, erlebt einen Hund mit Humor, Herz und Hal­tung.

Dackel sind intel­li­gen­te Hun­de mit einem star­ken Wil­len. Ihr Jagd­trieb und ihre Unab­hän­gig­keit stam­men aus ihrer ursprüng­li­chen Auf­ga­be als Bau­jä­ger – sie muss­ten eigen­ver­ant­wort­lich han­deln, ohne lau­fen­de Kom­man­dos. Die­se Eigen­art ist ihnen bis heu­te geblie­ben: Ein Dackel denkt mit, stellt infra­ge und setzt ger­ne sei­nen eige­nen Kopf durch. Wer ihn unter­schätzt oder inkon­se­quent führt, wird frü­her oder spä­ter an sei­ne Gren­zen sto­ßen.

Trotz ihrer Selbst­stän­dig­keit sind Dackel aus­ge­spro­chen men­schen­be­zo­gen. Sie bau­en eine enge Bezie­hung zu ihren Bezugs­per­so­nen auf und zei­gen sich im All­tag auf­merk­sam, ver­schmust und treu. Frem­den gegen­über kön­nen sie reser­viert sein, was sie zu auf­merk­sa­men, aber nicht aggres­si­ven Wach­hun­den macht.

Ihre Intel­li­genz macht sie zu lern­wil­li­gen Part­nern, solan­ge die Moti­va­ti­on stimmt. Zwang oder Här­te füh­ren bei einem Dackel nicht zum Ziel – posi­ti­ve Ver­stär­kung, Geduld und kla­re Regeln dage­gen sehr wohl. Wer sich auf die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wei­se des Dackels ein­lässt, erlebt einen loya­len und hoch­sen­si­blen Beglei­ter.

Stär­ken

Schwä­chen

Typisch Teckel – wor­an man den Dackel sofort erkennt

Kom­pakt, lang­ge­streckt und unver­wech­sel­bar

Der Dackel zählt zu den auf­fäl­ligs­ten Hun­de­ras­sen – nicht wegen Grö­ße oder Far­be, son­dern wegen sei­ner ein­zig­ar­ti­gen Kör­per­form. Der lang­ge­streck­te Rumpf, die kur­zen, kräf­ti­gen Bei­ne und der auf­merk­sa­me Blick machen ihn unver­wech­sel­bar. Trotz sei­ner gerin­gen Grö­ße strahlt er Prä­senz und Ener­gie aus – ganz gleich, ob als Standard‑, Zwerg- oder Kanin­chente­ckel.

Der Kör­per­bau des Dackels ist läng­lich, dabei aber mus­ku­lös und fest. Er soll weder zer­brech­lich noch über­trie­ben wir­ken. Die Wider­rist­hö­he beträgt je nach Vari­an­te etwa 20 bis 27 Zen­ti­me­ter. Ent­schei­dend für die Grö­ßen­klas­si­fi­ka­ti­on ist jedoch der Brust­um­fang:

  • Stan­dard-Dackel: über 35 cm

  • Zwerg­da­ckel: 30–35 cm

  • Kanin­chente­ckel: bis 30 cm

Das Gewicht vari­iert je nach Typ und Geschlecht zwi­schen 3 und 9 Kilo­gramm.

Beson­ders mar­kant ist die Kör­per­län­ge in Rela­ti­on zur Bein­län­ge. Der Rücken soll sta­bil und gut bemus­kelt sein – Schwä­chen in die­sem Bereich sind zucht­be­dingt pro­ble­ma­tisch und erhö­hen das Risi­ko für Band­schei­ben­vor­fäl­le. Die Brust ist tief und oval, die Bei­ne kurz, aber kraft­voll. Die Rute wird gera­de oder leicht gebo­gen getra­gen und ist eine Ver­län­ge­rung der Rücken­li­nie.

Beim Fell unter­schei­det man drei Vari­an­ten:

  • Kurz­haar: Glatt, dicht anlie­gend, pfle­ge­leicht

  • Rau­haar: Mit Unter­wol­le und har­schem Deck­haar, buschi­ge Augen­brau­en und Bart

  • Lang­haar: Sei­dig, mit­tel­lang, mit Fah­nen an Brust, Bei­nen und Rute

Farb­lich ist fast alles erlaubt – von Ein­far­big Rot oder Schwarz bis zu Sche­cken, Tigern und Brind­le-Mus­tern. Beson­ders häu­fig sind rot­brau­ne, schwarz­ro­te oder dun­kel­brau­ne Vari­an­ten.

Die Lebens­er­war­tung eines Dackels liegt bei 12 bis 16 Jah­ren – bei guter Hal­tung und gesun­dem Kör­per­bau sogar dar­über. Ent­schei­dend für ein lan­ges Leben sind eine rücken­freund­li­che Umge­bung, nor­ma­les Kör­per­ge­wicht und geziel­te Bewe­gung.

Rücken­ge­sund­heit absi­chern, Risi­ken abfe­dern – so schüt­zen Sie Ihren Teckel zuver­läs­sig

Die­se Ver­si­che­run­gen schüt­zen Sie vor hohen Kos­ten

Der Dackel zählt zu den Hun­de­ras­sen mit einem erhöh­ten Risi­ko für Rücken­pro­ble­me – ins­be­son­de­re Band­schei­ben­vor­fäl­le. Aber auch ande­re Erkran­kun­gen oder Unfäl­le kön­nen im Lau­fe eines lan­gen Hun­de­le­bens hohe Tier­arzt­kos­ten ver­ur­sa­chen. Wer vor­aus­schau­end plant, schützt sich und sei­nen Hund mit einer pas­sen­den Ver­si­che­rung. Drei Ver­si­che­rungs­ar­ten sind beson­ders rele­vant.

Tierarzt untersucht einen Labrador auf dem Behandlungstisch, Mutter und Kind stehen daneben in einer hellen Tierarztpraxis

Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Dackel lei­den ver­gleichs­wei­se häu­fig unter chro­ni­schen oder wie­der­keh­ren­den Erkran­kun­gen. Die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung über­nimmt – je nach Tarif – ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und manch­mal sogar Phy­sio­the­ra­pie. Bei rücken­an­fäl­li­gen Ras­sen wie dem Dackel ist eine Voll­ver­si­che­rung emp­feh­lens­wert, um auch lang­wie­ri­ge The­ra­pien abzu­si­chern.

Junge Frau geht mit einem aktiven Hund an der Leine spazieren – Symbolbild für die Notwendigkeit einer Hundehalterhaftpflichtversicherung.

Hun­de­hal­ter­haft­pflicht

In vie­len Bun­des­län­dern ist sie Pflicht – sinn­voll ist sie in jedem Fall: Die Hun­de­hal­ter­haft­pflicht schützt vor den finan­zi­el­len Fol­gen, wenn Ihr Dackel einen Scha­den ver­ur­sacht – etwa durch einen Unfall im Stra­ßen­ver­kehr, einen Biss oder das Beschä­di­gen frem­den Eigen­tums. Auch ruhi­ge und gut erzo­ge­ne Hun­de kön­nen im fal­schen Moment unvor­her­seh­bar reagie­ren.

Tierärztin untersucht einen Schäferhund auf dem Behandlungstisch, eine Person hält das Tier, moderne Tierklinik im Hintergrund

Hun­de-OP-Ver­si­che­rung

Die OP-Ver­si­che­rung ist eine güns­ti­ge­re Vari­an­te der Absi­che­rung und kommt aus­schließ­lich für chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe auf – etwa bei einem Band­schei­ben­vor­fall, einem Kai­ser­schnitt oder einer Magen­dre­hung. Sie deckt in der Regel auch Nar­ko­se, Nach­sor­ge und Kli­nik­auf­ent­halt. Für Dackel­hal­ter, die kei­ne Voll­ver­si­che­rung wün­schen, ist sie ein soli­der Basis­schutz.

Indi­vi­du­el­le Pfle­ge je nach Fell­typ – mit beson­de­rem Augen­merk auf Rücken­ge­sund­heit und Zahn­hy­gie­ne

Was Fell, Rücken und Zäh­ne brau­chen

Die Pfle­ge eines Dackels rich­tet sich nach sei­nem Fell­typ – und nach den kör­per­li­chen Beson­der­hei­ten der Ras­se. Wäh­rend Kurz­haar­da­ckel wenig Auf­wand ver­ur­sa­chen, brau­chen Lang- und Rau­haar­da­ckel regel­mä­ßi­ge Fell­pfle­ge. Unab­hän­gig vom Haar­kleid gilt: Der Rücken und die Zäh­ne ver­die­nen bei die­ser Ras­se beson­de­re Auf­merk­sam­keit.

Das Fell des Kurz­haar­da­ckels ist glatt, dicht und pfle­ge­leicht. Hier reicht gele­gent­li­ches Bürs­ten, um lose Haa­re zu ent­fer­nen. Der Rau­haar­da­ckel besitzt ein drah­ti­ges Deck­haar mit dich­ter Unter­wol­le, das mehr Pfle­ge erfor­dert. Etwa alle zwei bis drei Mona­te soll­te das Fell fach­ge­recht getrimmt wer­den, damit die Haut atmen kann und das typi­sche Erschei­nungs­bild erhal­ten bleibt. Der Lang­haar­da­ckel hat ein sei­di­ges, leicht gewell­tes Fell mit Befe­de­rung an Ohren, Brust, Bei­nen und Rute. Es neigt zu Ver­fil­zun­gen und muss regel­mä­ßig, idea­ler­wei­se alle zwei bis drei Tage, gebürs­tet und von Schmutz befreit wer­den – beson­ders nach Spa­zier­gän­gen im Wald oder bei Näs­se.

Bäder sind bei allen Fell­va­ri­an­ten nur im Aus­nah­me­fall not­wen­dig und soll­ten mit einem mil­den Hun­de­sham­poo erfol­gen. Zu häu­fi­ges Waschen schä­digt die natür­li­che Fett­schicht der Haut. Die Kral­len soll­ten monat­lich kon­trol­liert und bei Bedarf vor­sich­tig gekürzt wer­den, ins­be­son­de­re bei Hun­den, die sich über­wie­gend auf wei­chen Böden bewe­gen.

Ein beson­ders wich­ti­ger Aspekt der Dackel­pfle­ge ist der Rücken. Auf­grund ihrer Kör­per­form sind Dackel beson­ders anfäl­lig für Band­schei­ben­pro­ble­me. Daher soll­te das Gewicht immer im Nor­mal­be­reich gehal­ten wer­den, denn jedes zusätz­li­che Kilo erhöht das Risi­ko für eine Dackel­läh­me. Zudem ist es rat­sam, Hun­den das Trep­pen­stei­gen mög­lichst abzu­neh­men, etwa durch Ram­pen oder Tra­gen. Auch Sprün­ge vom Sofa oder Bett soll­ten ver­mie­den wer­den.

Die Zahn­pfle­ge ist ein wei­te­res zen­tra­les The­ma. Dackel nei­gen – wie vie­le klei­ne Ras­sen – zu Zahn­stein, Zahn­fleisch­ent­zün­dun­gen und damit ver­bun­de­nen Fol­ge­er­kran­kun­gen. Idea­ler­wei­se erfolgt die Zahn­rei­ni­gung mehr­mals pro Woche mit spe­zi­el­ler Hun­de­zahn­bürs­te und ‑zahn­pas­ta. Ergän­zend kön­nen Kau­ar­ti­kel oder enzy­ma­ti­sche Zahn­pfle­ge­pro­duk­te ein­ge­setzt wer­den. Auf­fäl­lig­kei­ten wie Mund­ge­ruch oder Zahn­ver­fär­bun­gen soll­ten früh­zei­tig tier­ärzt­lich abge­klärt wer­den.

Auch die Ohren ver­die­nen bei Dackeln regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le. Auf­grund ihrer Hän­ge­oh­ren sind sie anfäl­lig für Feuch­tig­keit und Infek­tio­nen. Ver­schmut­zun­gen soll­ten vor­sich­tig mit einem wei­chen Tuch oder spe­zi­el­lem Ohren­rei­ni­ger ent­fernt wer­den – Wat­te­stäb­chen sind tabu.

Ins­ge­samt ist die Pfle­ge eines Dackels gut in den All­tag inte­grier­bar, wenn sie regel­mä­ßig und mit Sorg­falt erfolgt. Wer früh mit einer Pfle­ge­rou­ti­ne beginnt, stärkt nicht nur die Gesund­heit, son­dern auch das Ver­trau­en des Hun­des. Pfle­ge bedeu­tet beim Dackel nicht nur Sau­ber­keit, son­dern akti­ven Gesund­heits- und Rücken­schutz.

Gesund­heit­li­che Risi­ken früh erken­nen – gezielt vor­beu­gen und rich­tig ver­si­chern

Häu­fi­ge Krank­hei­ten beim Dackel

Trotz sei­ner robus­ten Erschei­nung neigt der Dackel zu bestimm­ten ras­se­ty­pi­schen Erkran­kun­gen – vor allem im Bereich der Wir­bel­säu­le und hor­mo­nel­len Regu­la­ti­on. Wer die Risi­ken kennt, kann gezielt vor­beu­gen und im Fall der Fäl­le früh­zei­tig reagie­ren. Die fol­gen­den fünf Krank­hei­ten tre­ten bei Dackeln beson­ders häu­fig auf:

Band­schei­ben­vor­fall („Dackel­läh­me“)

Die bekann­tes­te gesund­heit­li­che Schwach­stel­le des Dackels ist sei­ne Wir­bel­säu­le. Auf­grund des lan­gen Rückens in Kom­bi­na­ti­on mit kur­zen Bei­nen besteht ein erhöh­tes Risi­ko für Band­schei­ben­vor­fäl­le. Die­se kön­nen sich durch Schmer­zen, Bewe­gungs­un­lust oder sogar Läh­mun­gen äußern. Betrof­fe­ne Hun­de müs­sen oft ope­riert wer­den. Trep­pen, Sprün­ge und Über­ge­wicht soll­ten ver­mie­den wer­den.

Cus­hing-Syn­drom

Eine hor­mo­nel­le Stö­rung, bei der zu viel Cor­ti­sol pro­du­ziert wird. Sym­pto­me sind star­ker Durst, Haar­aus­fall, dicker Bauch und häu­fi­ges Was­ser­las­sen. Die Erkran­kung ent­wi­ckelt sich meist schlei­chend und wird oft spät erkannt. Sie ist behan­del­bar, aber in der Regel chro­nisch. Regel­mä­ßi­ge Blut­un­ter­su­chun­gen und ein wach­sa­mes Auge hel­fen bei der Früh­erken­nung.

Epi­lep­sie

Eini­ge Dackel­li­ni­en zei­gen eine gene­ti­sche Ver­an­la­gung für idio­pa­thi­sche Epi­lep­sie. Die­se äußert sich in unkon­trol­lier­ten Krampf­an­fäl­len, die meist im jun­gen bis mitt­le­ren Alter erst­mals auf­tre­ten. Die Erkran­kung lässt sich mit Medi­ka­men­ten gut ein­stel­len, ist aber nicht heil­bar. Wich­tig ist eine genaue tier­ärzt­li­che Abklä­rung der Ursa­che.

Glied­ma­ßen­fehl­stel­lun­gen

Auf­grund des beson­de­ren Kör­per­baus kann es bei Dackeln zu Fehl­stel­lun­gen der Vor­der­bei­ne oder Pfo­ten kom­men – etwa nach schnel­lem Wachs­tum oder durch gene­ti­sche Dis­po­si­ti­on. Leich­te Abwei­chun­gen sind häu­fig unpro­ble­ma­tisch, aus­ge­präg­te Fehl­stel­lun­gen kön­nen jedoch Schmer­zen oder Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen ver­ur­sa­chen und eine tier­ärzt­li­che Behand­lung erfor­dern.

Dia­be­tes mel­li­tus

Gera­de bei über­ge­wich­ti­gen oder älte­ren Dackeln kann es zur Zucker­krank­heit kom­men. Sym­pto­me sind Gewichts­ver­lust trotz gutem Appe­tit, star­ker Durst und häu­fi­ges Was­ser­las­sen. Mit Diät, Bewe­gung und – falls nötig – Insu­lin­ga­be lässt sich die Krank­heit gut kon­trol­lie­ren. Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung und Gewichts­kon­trol­le sind die bes­ten Maß­nah­men zur Vor­beu­gung.

Ant­wor­ten auf häu­fig gestell­te Fra­gen rund um Erzie­hung, Hal­tung und Beson­der­hei­ten

Was Sie schon immer über den Dackel wis­sen woll­ten

Mit Ein­schrän­kun­gen ja. Der Dackel hat ein star­kes Selbst­be­wusst­sein und tes­tet Gren­zen aus. Wer kon­se­quent, gedul­dig und infor­miert an die Erzie­hung her­an­geht, wird gut mit ihm zurecht­kom­men. Für völ­lig uner­fah­re­ne Hal­ter ist der Dackel jedoch nur bedingt geeig­net.

Min­des­tens zwei Stun­den täg­lich – ver­teilt auf Spa­zier­gän­ge, Such­spie­le und geis­ti­ge Beschäf­ti­gung. Dackel sind akti­ve Hun­de mit Jagd­trieb. Lan­ge­wei­le führt schnell zu uner­wünsch­tem Ver­hal­ten wie Bel­len oder Zer­stö­ren.

Dackel sind wach­sam und kön­nen sehr bell­freu­dig sein – beson­ders bei Rei­zen vor dem Haus. Mit früh­zei­ti­ger Sozia­li­sie­rung und kla­rer Füh­rung lässt sich das Ver­hal­ten jedoch gut len­ken.

Ja. Der Dackel eig­net sich gut für die Woh­nungs­hal­tung – vor­aus­ge­setzt, er erhält aus­rei­chend Bewe­gung und wird rücken­scho­nend gehal­ten. Trep­pen­stei­gen soll­te ver­mie­den oder abge­si­chert wer­den.

Dackel kön­nen sehr kin­der­lieb sein, wenn sie gut sozia­li­siert wur­den und die Kin­der respekt­voll mit ihnen umge­hen. Gro­bes oder hek­ti­sches Ver­hal­ten mögen sie nicht. Die Beglei­tung durch Erwach­se­ne ist bei klei­ne­ren Kin­dern immer sinn­voll.

Mit Trai­ning ja – aller­dings sind Dackel sehr men­schen­be­zo­gen. Allein­sein soll­te schritt­wei­se geübt wer­den. Län­ge­re Zeit­räu­me (über 4–5 Stun­den) soll­ten die Aus­nah­me blei­ben.

Kurz­haar­da­ckel sind pfle­ge­leicht und oft etwas unab­hän­gi­ger. Rau­haar­da­ckel gel­ten als beson­ders robust und wach­sam. Lang­haar­da­ckel sind meist etwas sanf­ter im Wesen, benö­ti­gen dafür aber inten­si­ve Fell­pfle­ge.

Kein Über­ge­wicht, kei­ne Trep­pen, kei­ne Sprün­ge. Dazu: gesun­de Ernäh­rung, kräf­ti­gen­de Bewe­gung (z. B. Spa­zier­gän­ge in gemä­ßig­tem Tem­po) und idea­ler­wei­se ein ortho­pä­di­sches Hun­de­bett. Eine OP-Ver­si­che­rung ist sinn­voll.

Prak­ti­sches Wis­sen rund um Hun­de­ge­sund­heit, Hal­tung und Absi­che­rung – spe­zi­ell für Hal­ter akti­ver Hun­de­ras­sen

Wei­te­re The­men für Dackel­hal­ter und alle, die es wer­den wol­len

Ein Dackel bringt Freu­de, Ver­ant­wor­tung und vie­le Fra­gen mit sich – beson­ders zu Gesund­heit, Hal­tung und Ver­si­che­rung. Die fol­gen­den Bei­trä­ge lie­fern Ihnen ergän­zen­des Wis­sen, das Ihnen hilft, Ihren Teckel lang­fris­tig gesund, sicher und art­ge­recht zu beglei­ten.

Brauner Hund liegt schlapp auf dem Untersuchungstisch in einer Tierarztpraxis, ein Arzt legt beruhigend die Hand auf ihn

Hun­de­krank­hei­ten

Ob Rücken­er­kran­kun­gen, hor­mo­nel­le Stö­run­gen oder alters­be­ding­te Pro­ble­me – die­ser Bei­trag infor­miert Sie über typi­sche Krank­heits­bil­der bei Hun­den, ihre Sym­pto­me, Dia­gno­se­mög­lich­kei­ten und The­ra­pie­for­men. Beson­ders hilf­reich für Hal­ter rücken­an­fäl­li­ger Ras­sen wie dem Dackel.

Lächelnder Golden Retriever wird von einer Familie liebevoll gestreichelt und sitzt zufrieden auf dem Wohnzimmerboden

Hun­de­rat­ge­ber

Von der Aus­wahl des rich­ti­gen Zube­hörs über das Allein­blei­ben bis hin zum sou­ve­rä­nen Umgang mit Jagd­trieb oder Stur­heit: In unse­rem Hun­de­rat­ge­ber fin­den Sie fun­dier­te Tipps für alle Lebens­pha­sen – vom Wel­pen bis zum älte­ren Hund.

Zusam­men­fas­sung

Der Dackel ist eine tra­di­ti­ons­rei­che, cha­rak­ter­star­ke Hun­de­ras­se mit Jagd­ge­schich­te und gro­ßem Anpas­sungs­po­ten­zi­al. Trotz sei­ner gerin­gen Grö­ße ist er kein unkom­pli­zier­ter Anfän­ger­hund – sein star­ker Wil­le, sein Jagd­trieb und sei­ne gesund­heit­li­chen Beson­der­hei­ten erfor­dern Wis­sen und Kon­se­quenz. Beson­ders wich­tig: rücken­freund­li­che Hal­tung, kon­trol­lier­tes Gewicht und aus­rei­chend Bewe­gung. Wer dem Dackel eine kla­re Füh­rung, geis­ti­ge Aus­las­tung und eine enge Bin­dung bie­tet, wird mit einem treu­en, intel­li­gen­ten und sehr eigen­stän­di­gen Gefähr­ten belohnt. Ob in der Stadt oder auf dem Land – mit der rich­ti­gen Hal­tung ist der Dackel ein Hund fürs Leben.

häu­fi­ge Fra­gen

Der Dackel wur­de ursprüng­lich für die Jagd unter der Erde gezüch­tet. Mut, Ent­schlos­sen­heit und Selbst­stän­dig­keit waren zen­tra­le Anfor­de­run­gen an die­se Auf­ga­be. Die­se Eigen­schaf­ten prä­gen bis heu­te sei­nen Cha­rak­ter.

Dackel soll­ten min­des­tens zwei Stun­den Bewe­gung pro Tag erhal­ten – in meh­re­ren Etap­pen. Spa­zier­gän­ge dür­fen ruhig aus­ge­dehnt sein, soll­ten aber rücken­freund­lich ver­lau­fen: ohne Sprün­ge, Trep­pen oder ruck­ar­ti­ge Bewe­gun­gen.

Ein Dackel aus seriö­ser VDH-Zucht kos­tet in der Regel zwi­schen 1.000 und 1.800 Euro – abhän­gig von Grö­ße, Fell­art, Zucht­li­nie und Auf­zucht­be­din­gun­gen. Ach­ten Sie auf Gesund­heits­nach­wei­se und Zucht­ver­bands­zu­ge­hö­rig­keit.

Dackel sind auf­merk­sam, intel­li­gent und aktiv – aber nicht über­dreht. Bei guter Aus­las­tung wir­ken sie im Haus ruhig und aus­ge­gli­chen, drau­ßen zei­gen sie jedoch Jagd­trieb und Bewe­gungs­freu­de. Sie brau­chen eine kla­re Tages­struk­tur.