Dackel – Selbstbewusster Jagdhund mit Charme
Alles über Haltung, Pflege und Charakter dieses beliebten Klassikers – mutig, eigenständig und voller Persönlichkeit.

Der Dackel, auch als Teckel oder Dachshund bekannt, zählt zu den traditionsreichsten Hunderassen Deutschlands. Ursprünglich für die Baujagd auf Dachse und Füchse gezüchtet, überzeugt er heute mit einer besonderen Mischung aus Mut, Intelligenz und Eigenständigkeit. Seine unverwechselbare Silhouette mit dem langen Rücken und den kurzen Beinen macht ihn einzigartig – sowohl optisch als auch im Wesen.
Trotz seiner kompakten Größe ist der Dackel kein Schoßhund. Er braucht Bewegung, geistige Auslastung und klare Führung. Wer seine Eigenwilligkeit akzeptiert und seine Stärken fördert, gewinnt einen loyalen, anhänglichen und erstaunlich anpassungsfähigen Gefährten. Die Rasse eignet sich für erfahrene Halter ebenso wie für aktive Familien – vorausgesetzt, man kennt und beachtet die gesundheitlichen Besonderheiten, vor allem im Bereich des Rückens.
Diese Rasseseite zeigt Ihnen, was den Dackel ausmacht, wie Sie ihn richtig halten und pflegen – und warum dieser kleine Hund so viele Herzen erobert.

Steckbrief Dackel (Teckel / Dachshund)
- Herkunft: Deutschland
- Größen: Standard-Dackel (Brustumfang über 35 cm), Zwergdackel (Brustumfang ca. 30–35 cm), Kaninchenteckel (Brustumfang bis 30 cm)
- Schulterhöhe: ca. 20–27 cm (je nach Typ)
- Gewicht: 5–9 kg (Standard), 3–5 kg (Zwerg/Kaninchen)
- Lebenserwartung: 12–16 Jahre
- Fellarten: Kurzhaar, Langhaar, Rauhaar
- Fellfarben: Rot, Schwarz mit Abzeichen, Braun, Schecken, gefleckt
- Charakter: Mutig, selbstbewusst, intelligent, anhänglich, eigensinnig
- Bewegungsbedarf: Hoch – tägliche Spaziergänge, Suchspiele, Nasenarbeit
- Pflegeaufwand: Mittel – abhängig von der Fellart
- Besonderheiten: Neigung zu Bandscheibenvorfällen („Dackellähme“), starker Jagdtrieb, bellfreudig
- Geeignet für: Aktive Familien, Einzelpersonen mit Hundeerfahrung, Wohnungshaltung möglich
Eine traditionsreiche deutsche Rasse mit jagdlichem Ursprung
Vom Baujäger zum Familienhund
Der Dackel gehört zu den ältesten und bekanntesten deutschen Hunderassen. Seine besondere Körperform wurde nicht zufällig gezüchtet, sondern diente einem klaren Zweck: dem Jagen unter der Erde. Im Lauf der Zeit entwickelte sich der Dackel vom spezialisierten Arbeitshund zum vielseitigen Begleiter – mit starkem Charakter und tiefen Wurzeln.
Die Ursprünge des Dackels reichen bis ins Mittelalter zurück. Erste Beschreibungen von Hunden mit langem Körper und kurzen Beinen finden sich in Jagdschriften des 15. Jahrhunderts. Seine systematische Zucht begann jedoch erst im 19. Jahrhundert, vor allem in Deutschland. Ziel war ein Hund, der mutig genug war, selbstständig in Dachsbauten zu kriechen, und klein genug, um sich darin zu bewegen – daher der Name „Dachshund“. Parallel etablierte sich im deutschsprachigen Raum auch der Begriff „Teckel“, insbesondere in der Jagdszene.
Dackel wurden rasch populär – nicht nur wegen ihrer jagdlichen Leistung, sondern auch wegen ihrer Persönlichkeit. Mut, Ausdauer, Eigenständigkeit und Intelligenz machten sie für Förster, Jäger und bald auch für Familien interessant. Ihre robuste Konstitution und ihr wachsames Wesen führten dazu, dass sie zunehmend auch außerhalb der Jagd gehalten wurden.
Heute gibt es den Dackel in drei Größen (Standard, Zwerg und Kaninchen) und drei Fellarten (Kurzhaar, Langhaar und Rauhaar). Trotz seiner Herkunft als Gebrauchshund ist der Dackel längst ein gesellschaftsfähiger Begleiter geworden – selbstbewusst, charmant und mit einem starken Bezug zu seinen Menschen.
Was Dackelhalter über Alltag, Bewegung und Rückengesundheit wissen sollten
Kleine Größe, große Anforderungen
Trotz seiner geringen Körpergröße stellt der Dackel klare Anforderungen an seine Haltung. Er ist kein klassischer Anfängerhund – nicht wegen Aggression, sondern wegen seiner Eigenständigkeit und gesundheitlichen Besonderheiten. Wer ihm körperliche und geistige Auslastung, klare Regeln und rückenfreundliche Bedingungen bietet, erhält einen treuen, lebhaften und charakterstarken Gefährten.
Dackel sind bewegungsfreudige Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Auch wenn sie problemlos in einer Wohnung gehalten werden können, brauchen sie täglich mehrere Spaziergänge, abwechslungsreiche Schnüffelaufgaben und klare soziale Strukturen. Intelligenzspiele und Nasenarbeit sind ideal, um sie auch geistig auszulasten. Zu wenig Beschäftigung kann schnell zu Frustration oder übermäßigem Bellen führen.
Wichtig ist, dass der Dackel keinen unbegrenzten Zugang zu Treppen oder hohen Möbeln hat. Seine lange Wirbelsäule in Kombination mit den kurzen Beinen macht ihn anfällig für Bandscheibenvorfälle – sogenannte Dackellähme. Treppensteigen und Sprünge sollten konsequent vermieden oder durch Rampen entschärft werden. Auch Übergewicht erhöht das Risiko erheblich.
Dackel sind wachsam und neigen dazu, ihr Zuhause zu verteidigen. Eine gute Sozialisierung und frühe Erziehung helfen, unerwünschtes Bellverhalten oder Dominanzverhalten zu vermeiden. Trotz ihrer Eigenwilligkeit suchen Dackel die Nähe zu ihren Menschen und bauen eine enge Bindung auf. Sie möchten überall dabei sein – aber zu ihren Bedingungen.
Für Familien mit Kindern ist der Dackel geeignet, sofern die Kinder respektvoll mit dem Hund umgehen. Er liebt Aufmerksamkeit, lässt sich aber ungern grob behandeln oder bedrängen. Auch das Alleinbleiben will früh geübt werden: Dackel sind anhänglich, bleiben aber mit Routine und Training einige Stunden allein.
Fazit: Wer dem Dackel klare Regeln, körperliche Aktivität und geistige Anreize bietet, hat einen Hund mit viel Persönlichkeit, der bei passender Haltung sowohl Stadt- als auch Landleben bestens meistert.
Ein kleiner Hund mit viel Selbstbewusstsein und klaren Vorstellungen
Eigenständig, mutig – und loyal bis zum Schluss
Der Dackel gehört zu den charakterstärksten Hunderassen überhaupt. Seine Persönlichkeit ist geprägt von Mut, Entschlossenheit und einer tiefen Bindung zu seinen Menschen. Gleichzeitig zeigt er eine ausgeprägte Eigenständigkeit, die Halter ernst nehmen sollten. Wer ihn konsequent und mit Feingefühl führt, erlebt einen Hund mit Humor, Herz und Haltung.
Dackel sind intelligente Hunde mit einem starken Willen. Ihr Jagdtrieb und ihre Unabhängigkeit stammen aus ihrer ursprünglichen Aufgabe als Baujäger – sie mussten eigenverantwortlich handeln, ohne laufende Kommandos. Diese Eigenart ist ihnen bis heute geblieben: Ein Dackel denkt mit, stellt infrage und setzt gerne seinen eigenen Kopf durch. Wer ihn unterschätzt oder inkonsequent führt, wird früher oder später an seine Grenzen stoßen.
Trotz ihrer Selbstständigkeit sind Dackel ausgesprochen menschenbezogen. Sie bauen eine enge Beziehung zu ihren Bezugspersonen auf und zeigen sich im Alltag aufmerksam, verschmust und treu. Fremden gegenüber können sie reserviert sein, was sie zu aufmerksamen, aber nicht aggressiven Wachhunden macht.
Ihre Intelligenz macht sie zu lernwilligen Partnern, solange die Motivation stimmt. Zwang oder Härte führen bei einem Dackel nicht zum Ziel – positive Verstärkung, Geduld und klare Regeln dagegen sehr wohl. Wer sich auf die Kommunikationsweise des Dackels einlässt, erlebt einen loyalen und hochsensiblen Begleiter.
Stärken
- Selbstbewusst: Tritt souverän auf – trotz kleiner Statur
- Loyal: Starke Bindung zu vertrauten Personen
- Intelligent: Lässt sich vielseitig beschäftigen
- Anpassungsfähig: Wohnungshaltung gut möglich
- Wachsam: Reagiert aufmerksam auf Veränderungen
Schwächen
- Eigensinnig: Reagiert schlecht auf inkonsequente Führung
- Bellfreudig: Neigt zu territorialem Verhalten
- Rückenanfällig: Erhöhtes Risiko für Bandscheibenvorfälle
- Treppenproblem: Kein Hund für Wohnungen mit vielen Stufen
- Nicht für grobe Kinderhände: Reizt klare Grenzen aus
Typisch Teckel – woran man den Dackel sofort erkennt
Kompakt, langgestreckt und unverwechselbar
Der Dackel zählt zu den auffälligsten Hunderassen – nicht wegen Größe oder Farbe, sondern wegen seiner einzigartigen Körperform. Der langgestreckte Rumpf, die kurzen, kräftigen Beine und der aufmerksame Blick machen ihn unverwechselbar. Trotz seiner geringen Größe strahlt er Präsenz und Energie aus – ganz gleich, ob als Standard‑, Zwerg- oder Kaninchenteckel.
Der Körperbau des Dackels ist länglich, dabei aber muskulös und fest. Er soll weder zerbrechlich noch übertrieben wirken. Die Widerristhöhe beträgt je nach Variante etwa 20 bis 27 Zentimeter. Entscheidend für die Größenklassifikation ist jedoch der Brustumfang:
Standard-Dackel: über 35 cm
Zwergdackel: 30–35 cm
Kaninchenteckel: bis 30 cm
Das Gewicht variiert je nach Typ und Geschlecht zwischen 3 und 9 Kilogramm.
Besonders markant ist die Körperlänge in Relation zur Beinlänge. Der Rücken soll stabil und gut bemuskelt sein – Schwächen in diesem Bereich sind zuchtbedingt problematisch und erhöhen das Risiko für Bandscheibenvorfälle. Die Brust ist tief und oval, die Beine kurz, aber kraftvoll. Die Rute wird gerade oder leicht gebogen getragen und ist eine Verlängerung der Rückenlinie.
Beim Fell unterscheidet man drei Varianten:
Kurzhaar: Glatt, dicht anliegend, pflegeleicht
Rauhaar: Mit Unterwolle und harschem Deckhaar, buschige Augenbrauen und Bart
Langhaar: Seidig, mittellang, mit Fahnen an Brust, Beinen und Rute
Farblich ist fast alles erlaubt – von Einfarbig Rot oder Schwarz bis zu Schecken, Tigern und Brindle-Mustern. Besonders häufig sind rotbraune, schwarzrote oder dunkelbraune Varianten.
Die Lebenserwartung eines Dackels liegt bei 12 bis 16 Jahren – bei guter Haltung und gesundem Körperbau sogar darüber. Entscheidend für ein langes Leben sind eine rückenfreundliche Umgebung, normales Körpergewicht und gezielte Bewegung.
Rückengesundheit absichern, Risiken abfedern – so schützen Sie Ihren Teckel zuverlässig
Diese Versicherungen schützen Sie vor hohen Kosten
Der Dackel zählt zu den Hunderassen mit einem erhöhten Risiko für Rückenprobleme – insbesondere Bandscheibenvorfälle. Aber auch andere Erkrankungen oder Unfälle können im Laufe eines langen Hundelebens hohe Tierarztkosten verursachen. Wer vorausschauend plant, schützt sich und seinen Hund mit einer passenden Versicherung. Drei Versicherungsarten sind besonders relevant.
Hundekrankenversicherung
Dackel leiden vergleichsweise häufig unter chronischen oder wiederkehrenden Erkrankungen. Die Hundekrankenversicherung übernimmt – je nach Tarif – ambulante und stationäre Behandlungen, Diagnostik, Medikamente und manchmal sogar Physiotherapie. Bei rückenanfälligen Rassen wie dem Dackel ist eine Vollversicherung empfehlenswert, um auch langwierige Therapien abzusichern.
Hundehalterhaftpflicht
In vielen Bundesländern ist sie Pflicht – sinnvoll ist sie in jedem Fall: Die Hundehalterhaftpflicht schützt vor den finanziellen Folgen, wenn Ihr Dackel einen Schaden verursacht – etwa durch einen Unfall im Straßenverkehr, einen Biss oder das Beschädigen fremden Eigentums. Auch ruhige und gut erzogene Hunde können im falschen Moment unvorhersehbar reagieren.
Hunde-OP-Versicherung
Die OP-Versicherung ist eine günstigere Variante der Absicherung und kommt ausschließlich für chirurgische Eingriffe auf – etwa bei einem Bandscheibenvorfall, einem Kaiserschnitt oder einer Magendrehung. Sie deckt in der Regel auch Narkose, Nachsorge und Klinikaufenthalt. Für Dackelhalter, die keine Vollversicherung wünschen, ist sie ein solider Basisschutz.
Individuelle Pflege je nach Felltyp – mit besonderem Augenmerk auf Rückengesundheit und Zahnhygiene
Was Fell, Rücken und Zähne brauchen
Die Pflege eines Dackels richtet sich nach seinem Felltyp – und nach den körperlichen Besonderheiten der Rasse. Während Kurzhaardackel wenig Aufwand verursachen, brauchen Lang- und Rauhaardackel regelmäßige Fellpflege. Unabhängig vom Haarkleid gilt: Der Rücken und die Zähne verdienen bei dieser Rasse besondere Aufmerksamkeit.
Das Fell des Kurzhaardackels ist glatt, dicht und pflegeleicht. Hier reicht gelegentliches Bürsten, um lose Haare zu entfernen. Der Rauhaardackel besitzt ein drahtiges Deckhaar mit dichter Unterwolle, das mehr Pflege erfordert. Etwa alle zwei bis drei Monate sollte das Fell fachgerecht getrimmt werden, damit die Haut atmen kann und das typische Erscheinungsbild erhalten bleibt. Der Langhaardackel hat ein seidiges, leicht gewelltes Fell mit Befederung an Ohren, Brust, Beinen und Rute. Es neigt zu Verfilzungen und muss regelmäßig, idealerweise alle zwei bis drei Tage, gebürstet und von Schmutz befreit werden – besonders nach Spaziergängen im Wald oder bei Nässe.
Bäder sind bei allen Fellvarianten nur im Ausnahmefall notwendig und sollten mit einem milden Hundeshampoo erfolgen. Zu häufiges Waschen schädigt die natürliche Fettschicht der Haut. Die Krallen sollten monatlich kontrolliert und bei Bedarf vorsichtig gekürzt werden, insbesondere bei Hunden, die sich überwiegend auf weichen Böden bewegen.
Ein besonders wichtiger Aspekt der Dackelpflege ist der Rücken. Aufgrund ihrer Körperform sind Dackel besonders anfällig für Bandscheibenprobleme. Daher sollte das Gewicht immer im Normalbereich gehalten werden, denn jedes zusätzliche Kilo erhöht das Risiko für eine Dackellähme. Zudem ist es ratsam, Hunden das Treppensteigen möglichst abzunehmen, etwa durch Rampen oder Tragen. Auch Sprünge vom Sofa oder Bett sollten vermieden werden.
Die Zahnpflege ist ein weiteres zentrales Thema. Dackel neigen – wie viele kleine Rassen – zu Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und damit verbundenen Folgeerkrankungen. Idealerweise erfolgt die Zahnreinigung mehrmals pro Woche mit spezieller Hundezahnbürste und ‑zahnpasta. Ergänzend können Kauartikel oder enzymatische Zahnpflegeprodukte eingesetzt werden. Auffälligkeiten wie Mundgeruch oder Zahnverfärbungen sollten frühzeitig tierärztlich abgeklärt werden.
Auch die Ohren verdienen bei Dackeln regelmäßige Kontrolle. Aufgrund ihrer Hängeohren sind sie anfällig für Feuchtigkeit und Infektionen. Verschmutzungen sollten vorsichtig mit einem weichen Tuch oder speziellem Ohrenreiniger entfernt werden – Wattestäbchen sind tabu.
Insgesamt ist die Pflege eines Dackels gut in den Alltag integrierbar, wenn sie regelmäßig und mit Sorgfalt erfolgt. Wer früh mit einer Pflegeroutine beginnt, stärkt nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Vertrauen des Hundes. Pflege bedeutet beim Dackel nicht nur Sauberkeit, sondern aktiven Gesundheits- und Rückenschutz.
Gesundheitliche Risiken früh erkennen – gezielt vorbeugen und richtig versichern
Häufige Krankheiten beim Dackel
Trotz seiner robusten Erscheinung neigt der Dackel zu bestimmten rassetypischen Erkrankungen – vor allem im Bereich der Wirbelsäule und hormonellen Regulation. Wer die Risiken kennt, kann gezielt vorbeugen und im Fall der Fälle frühzeitig reagieren. Die folgenden fünf Krankheiten treten bei Dackeln besonders häufig auf:
Bandscheibenvorfall („Dackellähme“)
Die bekannteste gesundheitliche Schwachstelle des Dackels ist seine Wirbelsäule. Aufgrund des langen Rückens in Kombination mit kurzen Beinen besteht ein erhöhtes Risiko für Bandscheibenvorfälle. Diese können sich durch Schmerzen, Bewegungsunlust oder sogar Lähmungen äußern. Betroffene Hunde müssen oft operiert werden. Treppen, Sprünge und Übergewicht sollten vermieden werden.
Cushing-Syndrom
Eine hormonelle Störung, bei der zu viel Cortisol produziert wird. Symptome sind starker Durst, Haarausfall, dicker Bauch und häufiges Wasserlassen. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend und wird oft spät erkannt. Sie ist behandelbar, aber in der Regel chronisch. Regelmäßige Blutuntersuchungen und ein wachsames Auge helfen bei der Früherkennung.
Epilepsie
Einige Dackellinien zeigen eine genetische Veranlagung für idiopathische Epilepsie. Diese äußert sich in unkontrollierten Krampfanfällen, die meist im jungen bis mittleren Alter erstmals auftreten. Die Erkrankung lässt sich mit Medikamenten gut einstellen, ist aber nicht heilbar. Wichtig ist eine genaue tierärztliche Abklärung der Ursache.
Gliedmaßenfehlstellungen
Aufgrund des besonderen Körperbaus kann es bei Dackeln zu Fehlstellungen der Vorderbeine oder Pfoten kommen – etwa nach schnellem Wachstum oder durch genetische Disposition. Leichte Abweichungen sind häufig unproblematisch, ausgeprägte Fehlstellungen können jedoch Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen und eine tierärztliche Behandlung erfordern.
Diabetes mellitus
Gerade bei übergewichtigen oder älteren Dackeln kann es zur Zuckerkrankheit kommen. Symptome sind Gewichtsverlust trotz gutem Appetit, starker Durst und häufiges Wasserlassen. Mit Diät, Bewegung und – falls nötig – Insulingabe lässt sich die Krankheit gut kontrollieren. Eine ausgewogene Ernährung und Gewichtskontrolle sind die besten Maßnahmen zur Vorbeugung.
Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um Erziehung, Haltung und Besonderheiten
Was Sie schon immer über den Dackel wissen wollten
Ist ein Dackel für Anfänger geeignet?
Mit Einschränkungen ja. Der Dackel hat ein starkes Selbstbewusstsein und testet Grenzen aus. Wer konsequent, geduldig und informiert an die Erziehung herangeht, wird gut mit ihm zurechtkommen. Für völlig unerfahrene Halter ist der Dackel jedoch nur bedingt geeignet.
Wie viel Auslauf braucht ein Dackel?
Mindestens zwei Stunden täglich – verteilt auf Spaziergänge, Suchspiele und geistige Beschäftigung. Dackel sind aktive Hunde mit Jagdtrieb. Langeweile führt schnell zu unerwünschtem Verhalten wie Bellen oder Zerstören.
Bellt ein Dackel viel?
Dackel sind wachsam und können sehr bellfreudig sein – besonders bei Reizen vor dem Haus. Mit frühzeitiger Sozialisierung und klarer Führung lässt sich das Verhalten jedoch gut lenken.
Kann man einen Dackel in der Wohnung halten?
Ja. Der Dackel eignet sich gut für die Wohnungshaltung – vorausgesetzt, er erhält ausreichend Bewegung und wird rückenschonend gehalten. Treppensteigen sollte vermieden oder abgesichert werden.
Eignet sich der Dackel für Familien mit Kindern?
Dackel können sehr kinderlieb sein, wenn sie gut sozialisiert wurden und die Kinder respektvoll mit ihnen umgehen. Grobes oder hektisches Verhalten mögen sie nicht. Die Begleitung durch Erwachsene ist bei kleineren Kindern immer sinnvoll.
Kann ein Dackel alleine bleiben?
Mit Training ja – allerdings sind Dackel sehr menschenbezogen. Alleinsein sollte schrittweise geübt werden. Längere Zeiträume (über 4–5 Stunden) sollten die Ausnahme bleiben.
Welche Unterschiede gibt es zwischen Kurzhaar‑, Rauhaar- und Langhaardackel?
Kurzhaardackel sind pflegeleicht und oft etwas unabhängiger. Rauhaardackel gelten als besonders robust und wachsam. Langhaardackel sind meist etwas sanfter im Wesen, benötigen dafür aber intensive Fellpflege.
Wie kann man Bandscheibenvorfällen beim Dackel vorbeugen?
Kein Übergewicht, keine Treppen, keine Sprünge. Dazu: gesunde Ernährung, kräftigende Bewegung (z. B. Spaziergänge in gemäßigtem Tempo) und idealerweise ein orthopädisches Hundebett. Eine OP-Versicherung ist sinnvoll.
Praktisches Wissen rund um Hundegesundheit, Haltung und Absicherung – speziell für Halter aktiver Hunderassen
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Zusammenfassung
Der Dackel ist eine traditionsreiche, charakterstarke Hunderasse mit Jagdgeschichte und großem Anpassungspotenzial. Trotz seiner geringen Größe ist er kein unkomplizierter Anfängerhund – sein starker Wille, sein Jagdtrieb und seine gesundheitlichen Besonderheiten erfordern Wissen und Konsequenz. Besonders wichtig: rückenfreundliche Haltung, kontrolliertes Gewicht und ausreichend Bewegung. Wer dem Dackel eine klare Führung, geistige Auslastung und eine enge Bindung bietet, wird mit einem treuen, intelligenten und sehr eigenständigen Gefährten belohnt. Ob in der Stadt oder auf dem Land – mit der richtigen Haltung ist der Dackel ein Hund fürs Leben.
häufige Fragen
Warum sind Dackel so mutig?
Der Dackel wurde ursprünglich für die Jagd unter der Erde gezüchtet. Mut, Entschlossenheit und Selbstständigkeit waren zentrale Anforderungen an diese Aufgabe. Diese Eigenschaften prägen bis heute seinen Charakter.
Wie lange darf ein Dackel spazieren gehen?
Dackel sollten mindestens zwei Stunden Bewegung pro Tag erhalten – in mehreren Etappen. Spaziergänge dürfen ruhig ausgedehnt sein, sollten aber rückenfreundlich verlaufen: ohne Sprünge, Treppen oder ruckartige Bewegungen.
Was kostet ein Dackel vom Züchter?
Ein Dackel aus seriöser VDH-Zucht kostet in der Regel zwischen 1.000 und 1.800 Euro – abhängig von Größe, Fellart, Zuchtlinie und Aufzuchtbedingungen. Achten Sie auf Gesundheitsnachweise und Zuchtverbandszugehörigkeit.
Ist ein Dackel eher ruhig oder lebhaft?
Dackel sind aufmerksam, intelligent und aktiv – aber nicht überdreht. Bei guter Auslastung wirken sie im Haus ruhig und ausgeglichen, draußen zeigen sie jedoch Jagdtrieb und Bewegungsfreude. Sie brauchen eine klare Tagesstruktur.