Deut­scher Jagd­ter­ri­er – Tem­pe­ra­ment­vol­ler Spe­zia­list für die Jagd

Alles über Hal­tung, Ein­satz und Cha­rak­ter die­ser robus­ten, arbeits­freu­di­gen Hun­de­ras­se – für Jäger mit Erfah­rung und Füh­rungs­stär­ke.

Deutscher Jagdterrier mit rauem Fell steht aufmerksam am Wegesrand

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ist ein kom­pak­ter, leis­tungs­be­rei­ter und intel­li­gen­ter Hund, der spe­zi­ell für die Jagd gezüch­tet wur­de – und bis heu­te durch sei­ne Ziel­stre­big­keit, Aus­dau­er und Wach­sam­keit über­zeugt. Laut FCI gehört der Deut­sche Jagd­ter­ri­er zur Sek­ti­on 1 hoch­läu­fi­ge Ter­ri­er und zählt damit zu den viel­sei­tigs­ten Jagd­hun­den. Als zuver­läs­si­ger Gebrauchs­hund mit hoher Ein­satz­be­reit­schaft ist er beson­ders bei akti­ven Hal­tern, Jägern und Hun­de­sport­lern beliebt.

Trotz sei­ner gerin­gen Grö­ße bringt der Deut­sche Jagd­ter­ri­er enor­me Ener­gie und Arbeits­wil­len mit. Als spe­zia­li­sier­ter Jagd­hund hebt er sich im Ver­gleich zu ande­ren Jagd­hun­den durch sei­ne Viel­sei­tig­keit und jagd­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen her­vor. Wer die­se Ras­se hal­ten möch­te, soll­te neben Erfah­rung auch aus­rei­chend Zeit für Bewe­gung, geis­ti­ge Aus­las­tung und kon­se­quen­te Erzie­hung mit­brin­gen. Denn der Jagd­ter­ri­er for­dert – und braucht – eine kla­re Auf­ga­be. Rich­tig geführt, zeigt er sich loy­al, lern­be­reit und erstaun­lich viel­sei­tig.

In die­ser Über­sicht erfah­ren Sie alles über Her­kunft, Hal­tung, Pfle­ge, typi­sche Krank­hei­ten und die pas­sen­den Ver­si­che­run­gen für Ihren Deut­schen Jagd­ter­ri­er.

Deutscher Jagdterrier mit rotem Halsband steht aufmerksam auf Asphaltweg

Steck­brief Deut­scher Jagd­ter­ri­er

Ihre Über­sicht
Ihre Über­sicht

Vom Zucht­pro­jekt zum viel­sei­ti­gen Arbeits­hund

Ein geziel­ter Neu­an­fang für die Jagd

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ist eine noch ver­gleichs­wei­se jun­ge Hun­de­ras­se, deren Ursprung eng mit der Geschich­te des deut­schen Jagd­we­sens nach dem Ers­ten Welt­krieg ver­knüpft ist. Ent­stan­den aus einem kla­ren züch­te­ri­schen Ziel, soll­te ein robus­ter, aus­dau­ern­der und kom­pro­miss­los arbei­ten­der Jagd­hund geschaf­fen wer­den – ins­be­son­de­re für die Bau­jagd auf Fuchs und Dachs.

Die geziel­te Zucht begann in den 1920er-Jah­ren mit einer Grup­pe enga­gier­ter Jäger um Wal­ter Zan­gen­berg. Dr. Lack­ner spiel­te als Initia­tor, För­de­rer und Zucht­lei­ter eine maß­geb­li­che Rol­le bei der Ent­wick­lung und Fes­ti­gung des Deut­schen Jagd­ter­ri­ers (DJT), indem er die Zucht­pro­gram­me initi­ier­te und die Qua­li­tät der Jagd­hun­de präg­te. Aus­gangs­punkt war eine Hand­voll schwar­zer Fox­ter­ri­er, die durch sorg­fäl­ti­ge Aus­wahl und Kreu­zung mit alt­deut­schen Jagd­hun­den und Welsh Ter­ri­ern zu einem neu­en, leis­tungs­star­ken Typ Hund geformt wur­den. Die Zucht­ba­sis war klein, das Ziel klar defi­niert: ein wen­di­ger, füh­ri­ger und beson­ders belast­ba­rer Arbeits­ter­ri­er mit aus­ge­präg­tem Jagd­ver­stand, wobei ver­schie­de­ne Ter­ri­ers wie Welsh Ter­ri­ers und Fox­ter­ri­ers maß­geb­lich zur Ent­ste­hung der Ras­se bei­tru­gen.

Schon früh wur­de der Deut­schen Jagd­ter­ri­ers in jagd­li­chen Leis­tungs­schau­en erprobt und erhielt 1926 sei­ne offi­zi­el­le Aner­ken­nung als Ras­se. Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er Club e.V. (Club) wur­de als Grün­dungs­or­ga­ni­sa­ti­on ins Leben geru­fen und setz­te die Stan­dards für die Zucht, orga­ni­sier­te Zucht­prü­fun­gen und för­der­te die Ver­brei­tung der Ras­se durch geziel­te Zucht- und Prü­fungs­ver­an­stal­tun­gen. Im Gegen­satz zu vie­len ande­ren Ter­ri­er­ras­sen wur­de bei der Zucht weni­ger Wert auf Aus­stel­lungs­merk­ma­le, son­dern kon­se­quent auf jagd­li­che Leis­tung, Mut und Füh­rig­keit gelegt.

Bis heu­te ist der Deut­sche Jagd­ter­ri­er in ers­ter Linie ein Gebrauchs- und Jagd­hund geblie­ben. Er wird in Deutsch­land vor allem von Jägern geführt, erfreut sich aber auch in Öster­reich, Skan­di­na­vi­en und den USA wach­sen­der Beliebt­heit. Sein kom­pak­ter Kör­per, sei­ne Wet­ter­fes­tig­keit und sei­ne hohe Reiz­schwel­le machen ihn zum viel­sei­tig ein­setz­ba­ren Part­ner im Revier – von der Bau­jagd über die Schweiß­ar­beit bis zur Nach­su­che auf Schwarz­wild. Die Kurz­form ‘DJT’ ist im Zucht- und Jagd­kon­text als gän­gi­ge Bezeich­nung für den Deut­schen Jagd­ter­ri­er eta­bliert.

Wer ihn als Fami­li­en- oder Begleit­hund füh­ren möch­te, soll­te die­se Wur­zeln ver­ste­hen. Denn auch wenn der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ein lern­wil­li­ger, anhäng­li­cher Hund sein kann, trägt er in sich nach wie vor das Erbe eines pas­sio­nier­ten Jägers, das kon­se­quen­te Füh­rung und Auf­ga­be ver­langt. Züch­ter legen gro­ßen Wert auf die Erhal­tung der jagd­li­chen Eigen­schaf­ten und die Ent­wick­lung des Deut­schen Jagd­ter­ri­ers als viel­sei­ti­gen Jagd­ge­brauchs­hund, wobei geziel­te Zucht­vor­aus­set­zun­gen und Arbeits­prü­fun­gen die Qua­li­tät und den Cha­rak­ter der Hun­de sichern.

Akti­vi­tät, Kon­se­quenz und Auf­ga­be – was die­se Ras­se wirk­lich braucht

Anspruchs­voll, aber loh­nend

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ist kein klas­si­scher Fami­li­en­hund für gemüt­li­che Spa­zier­gän­ge oder Couch-Nach­mit­ta­ge. Als hoch­spe­zia­li­sier­ter Arbeits­hund mit aus­ge­präg­tem Jagd­in­stinkt benö­tigt er kla­re Auf­ga­ben, eine sta­bi­le Füh­rung und ein Umfeld, das ihm gerecht wird. Wer ihn hal­ten möch­te, soll­te Erfah­rung mit anspruchs­vol­len Hun­de­ras­sen mit­brin­gen – oder bereit sein, die­se kon­se­quent auf­zu­bau­en.

Die­se Ras­se ist kör­per­lich wie geis­tig hoch aktiv. Täg­li­che Bewe­gung reicht allein nicht aus – ent­schei­dend ist eine sinn­vol­le Aus­las­tung durch Fähr­ten­ar­beit, Appor­tier­trai­ning, Nasen­ar­beit oder jagd­na­hes Hun­de­trai­ning. Ide­al ist der Deut­sche Jagd­ter­ri­er für Jäger oder sport­li­che Hal­ter mit Zugang zu Revier­ar­beit, Hun­de­sport oder inten­si­ven Beschäf­ti­gungs­for­men wie Man­trai­ling. Abwechs­lungs­rei­che Akti­vi­tä­ten, beson­ders im Frei­en, sind für die Aus­ge­gli­chen­heit des Hun­des uner­läss­lich. Ohne die­se Mög­lich­keit neigt der Hund zu Unter­for­de­rung, Frus­tra­ti­on und uner­wünsch­tem Ver­hal­ten. Im schlimms­ten Fall kann dies dazu füh­ren, dass der Hund ins Tier­heim abge­ge­ben wird.

In der Woh­nung kann ein Deut­scher Jagd­ter­ri­er grund­sätz­lich leben – sofern er drau­ßen aus­rei­chend Bewe­gung und Rei­ze bekommt und die Her­aus­for­de­run­gen im Haus durch kon­se­quen­te Erzie­hung im eige­nen Hau­se gemeis­tert wer­den. Ein sicher ein­ge­zäun­ter Gar­ten oder Frei­lauf­ge­län­de ist ein gro­ßer Vor­teil. Wich­tig ist, dass er nicht dau­er­haft sich selbst über­las­sen wird, da er schnell selbst­stän­dig han­delt und sich eige­ne „Auf­ga­ben“ sucht. Jagd­ver­hal­ten gegen­über Wild, Kat­zen oder Klein­tie­ren ist aus­ge­prägt und muss kon­se­quent kon­trol­liert wer­den. Im Wald zeigt der Deut­sche Jagd­ter­ri­er sei­ne Fähig­kei­ten, einer Fähr­te mit aus­ge­zeich­ne­ter Nase zu fol­gen.

Zudem braucht die­se Ras­se einen Men­schen, der kla­re Regeln auf­stellt und sie auch ein­hält. Kon­se­quenz, Ruhe und Geduld sind wich­tig – Här­te oder Stra­fen füh­ren beim intel­li­gen­ten Jagd­ter­ri­er eher zu Wider­stand oder Ver­trau­ens­ver­lust. Früh­zei­ti­ge Sozia­li­sie­rung, kla­re Struk­tu­ren und posi­ti­ves Trai­ning sind der Schlüs­sel zu einer funk­tio­nie­ren­den Bin­dung. Im Stand zeigt der Deut­sche Jagd­ter­ri­er eine auf­merk­sa­me und gespann­te Hal­tung.

Für Fami­li­en mit klei­nen Kin­dern, Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät oder Hun­de­an­fän­ger ist der Deut­sche Jagd­ter­ri­er nicht geeig­net. In erfah­re­nen Hän­den hin­ge­gen kann er ein zuver­läs­si­ger, loya­ler und lei­den­schaft­li­cher Beglei­ter wer­den – mit hoher Lern­be­reit­schaft, gro­ßer Bin­dung an „sei­nen“ Men­schen und beein­dru­cken­der Viel­sei­tig­keit. Die Inte­gra­ti­on in die Fami­lie gelingt am bes­ten, wenn der Hund aus­rei­chend Kon­takt zur Natur hat, da dies sein Wohl­be­fin­den för­dert.

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er wur­de ursprüng­lich für die Jagd auf wil­des Wild wie Fuchs und Dachs gezüch­tet, wobei Schneid, Jagd­leis­tung und Mut im Vor­der­grund ste­hen. Sei­ne fei­ne Nase und die Fähig­keit, einer Fähr­te im Wald zu fol­gen, machen ihn zu einem her­vor­ra­gen­den Jagd­hund. Lan­ge Akti­vi­tä­ten machen ihm nichts aus – selbst ein gan­zer Tag im Wald bringt ihn nicht aus der Ruhe.

Wesens­zü­ge mit Ecken und Kan­ten – aber treu bis ins Mark

Ziel­stre­big, mutig, eigen­stän­dig

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ist ein Hund mit star­kem Cha­rak­ter, kla­rer Aus­rich­tung und aus­ge­präg­tem Selbst­be­wusst­sein. Er wur­de gezielt auf Leis­tung, Füh­rig­keit und Arbeits­wil­le gezüch­tet – das spie­gelt sich in sei­nem Ver­hal­ten bis heu­te wider. Beson­ders bei der Zucht wird auf die Aus­wahl leis­tungs­star­ker Hün­din­nen geach­tet, da die Hün­din maß­geb­lich zur Ent­wick­lung der Wesens­merk­ma­le und jagd­li­chen Eigen­schaf­ten bei­trägt. Wer einen ruhi­gen, unkom­pli­zier­ten Fami­li­en­hund sucht, wird mit ihm nicht glück­lich. Wer jedoch einen ver­läss­li­chen Part­ner mit Ver­stand, Ener­gie und Loya­li­tät schätzt, fin­det im Jagd­ter­ri­er eine beein­dru­cken­de Per­sön­lich­keit.

Die­se Ras­se ist mutig, wach­sam und extrem arbeits­freu­dig. Sie lernt schnell, denkt mit, braucht aber eine kla­re, kon­se­quen­te Füh­rung. Der Jagd­ter­ri­er hat ein gutes Sozi­al­ver­hal­ten, zeigt sich sei­nem Men­schen gegen­über anhäng­lich, aber nie­mals unter­wür­fig. Er denkt selbst­stän­dig, ent­schei­det situa­tiv – und kann bei man­geln­der Aus­las­tung oder inkon­se­quen­ter Erzie­hung durch­aus eigen­sin­nig, unru­hig oder domi­nant auf­tre­ten.

In der rich­ti­gen Umge­bung – mit men­ta­ler Her­aus­for­de­rung, fes­ten Struk­tu­ren und enger Bin­dung – zeigt sich der Deut­sche Jagd­ter­ri­er von sei­ner bes­ten Sei­te: loy­al, leis­tungs­fä­hig, aus­dau­ernd und viel­sei­tig. Er arbei­tet kon­zen­triert, sucht aktiv nach Auf­ga­ben und meis­tert auch anspruchs­vol­le Trai­nings­si­tua­tio­nen mit Aus­dau­er.

Mit Kin­dern und ande­ren Tie­ren ist er ver­träg­lich, wenn früh sozia­li­siert und gut geführt. Der Jagd­trieb bleibt jedoch prä­sent – klei­ne­re Tie­re wer­den oft als Beu­te ange­se­hen. Sein Schutz­trieb ist ver­hal­ten, aber sei­ne Wach­sam­keit hoch: Er zeigt an, ohne zu kläf­fen, ist jedoch stets bereit, zu han­deln.

Für sen­si­ble oder nach­gie­bi­ge Hal­ter ist die­se Ras­se nicht geeig­net. Sie ver­langt Füh­rung – aber auf Augen­hö­he. Wer das bie­ten kann, erhält einen außer­ge­wöhn­li­chen Beglei­ter mit viel Poten­zi­al und Herz.

Stär­ken

Schwä­chen

Robus­ter Bau, kla­re Lini­en und funk­tio­na­les Haar­kleid

Kom­pakt, kräf­tig, jagd­lich geprägt

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ist ein kom­pak­ter, mus­ku­lö­ser Hund mit har­mo­ni­scher Gesamt­erschei­nung. Sein Äuße­res wur­de nicht auf Aus­stel­lungs­er­fol­ge hin gezüch­tet, son­dern auf Funk­tio­na­li­tät und Belast­bar­keit im jagd­li­chen Ein­satz. Das Resul­tat ist ein klar defi­nier­ter, wen­di­ger Kör­per­bau, der Kraft, Aus­dau­er und Beweg­lich­keit ver­eint.

Der Brust­um­fang ist im Ver­hält­nis zur Wider­rist­hö­he beson­ders aus­ge­prägt und zählt zu den wich­ti­gen Zucht­merk­ma­len die­ser Ras­se.

Mit einer Schul­ter­hö­he von etwa 33 bis 40 Zen­ti­me­tern und einem Gewicht zwi­schen 7 und 10 Kilo­gramm zählt der Deut­sche Jagd­ter­ri­er zu den mit­tel­gro­ßen Ter­ri­er­ras­sen. Rüden sind in der Regel etwas grö­ßer und kräf­ti­ger gebaut als Hün­din­nen, die meist klei­ner und zar­ter erschei­nen. Der Kör­per ist leicht recht­eckig, fest bemus­kelt und dabei auf­fäl­lig seh­nig. Brust und Rücken zei­gen gute Tie­fe und Sta­bi­li­tät – Eigen­schaf­ten, die für die Bau- und Stö­ber­jagd essen­zi­ell sind. Bereits bei Wel­pen lässt sich der kom­pak­te Kör­per­bau und die gute Bemus­ke­lung erken­nen, was eine frü­he Prä­gung und geziel­te För­de­rung unter­stützt.

Der Kopf ist keil­för­mig mit beton­tem Stop, kräf­ti­gem Fang und gut aus­ge­präg­tem Unter­kie­fer. Die mit­tel­gro­ßen, dunk­len Augen wir­ken wach und intel­li­gent, die V‑förmigen, nach vor­ne gekipp­ten Ohren unter­strei­chen das auf­merk­sa­me Erschei­nungs­bild. Der Aus­druck des Hun­des ist klar, for­dernd und aktiv – typisch für einen Arbeits­hund mit Füh­rungs­an­spruch.

Das Haar ist hart, dicht und wet­ter­fest – es gibt zwei Haar­va­ri­an­ten: glatt­haa­rig und rau­haa­rig. Bei­de Vari­an­ten bie­ten Schutz gegen Näs­se, Käl­te und Dor­nen. Die Far­be des Haar­kleids ist meist schwarz oder dun­kel­braun mit klar abge­grenz­ten, loh­far­be­nen Abzei­chen an Fang, Brust und Läu­fen, was das typi­sche Erschei­nungs­bild des Deut­schen Jagd­ter­ri­ers aus­macht. Ein glän­zen­des, gepfleg­tes Haar­kleid zeigt den guten Zustand und die Vita­li­tät des Hun­des.

Die Rute wird meist kupiert getra­gen, sofern gesetz­lich zuläs­sig. In Län­dern, in denen das Kupie­ren ver­bo­ten ist, wird sie in natür­li­cher Län­ge getra­gen – gera­de oder leicht säbel­för­mig. Der Stand der Rute ist dabei hoch ange­setzt und wird in der Bewe­gung oder bei Auf­merk­sam­keit auf­recht oder leicht über dem Rücken getra­gen, was die Arbeits­be­reit­schaft des Hun­des unter­streicht.

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er gilt als robust und lang­le­big. Bei guter Pfle­ge, art­ge­rech­ter Hal­tung und aus­ge­wo­ge­ner Ernäh­rung erreicht er eine Lebens­er­war­tung von etwa 10 bis 14 Jah­ren. Sei­ne kör­per­li­che Belast­bar­keit und Rege­ne­ra­ti­ons­fä­hig­keit machen ihn zu einem der wider­stands­fä­higs­ten Hun­de im jagd­li­chen Bereich.

Drei sinn­vol­le Ver­si­che­run­gen für Gesund­heit und Sicher­heit

Absi­che­rung für Ihren Deut­schen Jagd­ter­ri­er

Auch wenn der Deut­sche Jagd­ter­ri­er als beson­ders wider­stands­fä­hi­ge Ras­se gilt, kann es jeder­zeit zu Ver­let­zun­gen, Erkran­kun­gen oder unvor­her­ge­se­he­nen Zwi­schen­fäl­len kom­men – gera­de bei akti­ven Hun­den mit jagd­li­chem Ein­satz. Die fol­gen­den Ver­si­che­run­gen bie­ten Ihnen finan­zi­el­le Sicher­heit und sor­gen dafür, dass Ihr Hund in jeder Lebens­la­ge gut ver­sorgt ist.

Tierarzt untersucht einen Labrador auf dem Behandlungstisch, Mutter und Kind stehen daneben in einer hellen Tierarztpraxis
Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Deckt ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen beim Tier­arzt ab – inklu­si­ve Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­ten und The­ra­pie­maß­nah­men. Beson­ders sinn­voll bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen oder alters­be­ding­ten Beschwer­den.

Junge Frau geht mit einem aktiven Hund an der Leine spazieren – Symbolbild für die Notwendigkeit einer Hundehalterhaftpflichtversicherung.
Hun­de­hal­ter­haft­pflicht

Schützt Sie als Hal­ter vor Scha­den­er­satz­for­de­run­gen, wenn Ihr Hund Personen‑, Sach- oder Ver­mö­gens­schä­den ver­ur­sacht – gesetz­lich vor­ge­schrie­ben in meh­re­ren Bun­des­län­dern.

Tierärztin untersucht einen Schäferhund auf dem Behandlungstisch, eine Person hält das Tier, moderne Tierklinik im Hintergrund
Hun­de-OP-Ver­si­che­rung

Über­nimmt die Kos­ten für not­wen­di­ge Ope­ra­tio­nen – ob nach Unfäl­len oder bei ras­se­ty­pi­schen Risi­ken wie Patell­a­lu­xa­ti­on. Erstat­tet bis zum 4‑fachen Satz der GOT (Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te).

Prak­ti­sche Tipps für Fell, Zäh­ne, Ohren und Augen

Robust, aber nicht pfle­ge­frei

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er gilt als pfle­ge­leicht – doch ganz ohne Auf­wand kommt auch die­se robus­te Ras­se nicht aus. Regel­mä­ßi­ge Pfle­ge­rou­ti­nen sind wich­tig, um Gesund­heit, Wohl­be­fin­den und ein gepfleg­tes Erschei­nungs­bild zu erhal­ten. Ins­be­son­de­re bei akti­ven Hun­den, die im Gelän­de, bei der Jagd oder im Hun­de­sport ein­ge­setzt wer­den, ist eine sorg­fäl­ti­ge Kon­trol­le und Pfle­ge uner­läss­lich.

Das kur­ze, dich­te Fell des Jagd­ter­ri­ers – ob glatt oder rau­haa­rig – muss regel­mä­ßig gebürs­tet wer­den. Ein­mal pro Woche genügt in der Regel, um abge­stor­be­ne Haa­re und Schmutz zu ent­fer­nen und die Haut­ge­sund­heit zu unter­stüt­zen. Beson­ders nach jagd­li­chen Ein­sät­zen oder Aus­flü­gen durchs Unter­holz emp­fiehlt sich eine gründ­li­che Kon­trol­le auf Zecken, Dor­nen oder klei­ne Ver­let­zun­gen.

Baden ist nur sel­ten not­wen­dig und soll­te nur bei star­ker Ver­schmut­zung erfol­gen. Ver­wen­den Sie dabei aus­schließ­lich mil­des Hun­de­sham­poo, um den natür­li­chen Schutz­film der Haut nicht zu beein­träch­ti­gen.

Auch die Zahn­hy­gie­ne spielt eine wich­ti­ge Rol­le. Zahn­be­lag und Zahn­stein las­sen sich durch regel­mä­ßi­ges Zäh­ne­put­zen mit einer spe­zi­el­len Hun­de­zahn­bürs­te und Zahn­pas­ta redu­zie­ren. Ergän­zend eig­nen sich Zahn­pfle­ge-Snacks oder Kau­ar­ti­kel, um die täg­li­che Zahn­pfle­ge zu unter­stüt­zen.

Die Ohren des Jagd­ter­ri­ers soll­ten wöchent­lich kon­trol­liert wer­den – vor allem bei Hun­den mit viel Kon­takt zu Was­ser, Schlamm oder dich­ter Vege­ta­ti­on. Ver­wen­den Sie ein wei­ches Tuch oder einen spe­zi­el­len Ohren­rei­ni­ger, um Ver­schmut­zun­gen zu ent­fer­nen und Ent­zün­dun­gen vor­zu­beu­gen.

Auch die Augen benö­ti­gen Auf­merk­sam­keit: Schmutz oder Staub kann sich im Augen­win­kel sam­meln. Rei­ni­gen Sie die Augen­par­tie bei Bedarf vor­sich­tig mit einem feuch­ten, fus­sel­frei­en Tuch.

Abschlie­ßend lohnt sich ein regel­mä­ßi­ger Blick auf die Kral­len. Bei akti­ven Hun­den nut­zen sie sich meist von selbst ab – bei Woh­nungs­hal­tung oder wei­chen Böden kann jedoch ein Nach­kür­zen not­wen­dig sein.

Mit weni­gen, aber kon­se­quent durch­ge­führ­ten Pfle­ge­maß­nah­men sor­gen Sie dafür, dass Ihr Deut­scher Jagd­ter­ri­er nicht nur leis­tungs­fä­hig, son­dern auch rund­um gesund bleibt.

Die­se fünf Gesund­heits­pro­ble­me soll­ten Sie ken­nen

Typi­sche Krank­hei­ten beim Deut­schen Jagd­ter­ri­er

Trotz sei­ner robus­ten Kon­sti­tu­ti­on kann auch der Deut­sche Jagd­ter­ri­er im Lau­fe sei­nes Lebens gesund­heit­li­che Her­aus­for­de­run­gen ent­wi­ckeln. Vie­le Beschwer­den las­sen sich durch Vor­sor­ge, Zucht­kon­trol­le und regel­mä­ßi­ge tier­ärzt­li­che Betreu­ung gut erken­nen und behan­deln. Im Fol­gen­den fin­den Sie fünf rele­van­te Krank­heits­bil­der, die bei die­ser Ras­se vor­kom­men kön­nen – inklu­si­ve kur­zer Beschrei­bung und mög­li­cher Kos­ten.

Patell­a­lu­xa­ti­on

Die Knie­schei­be springt aus ihrer natür­li­chen Posi­ti­on, was zu Lahm­heit oder Schmer­zen füh­ren kann. Beson­ders bei kör­per­lich stark gefor­der­ten Hun­den ein Risi­ko.
Behand­lungs­kos­ten: 1.200 – 2.500 €

Hüft­dys­pla­sie (HD)

Obwohl sel­te­ner als bei gro­ßen Ras­sen, kann auch der Deut­sche Jagd­ter­ri­er eine Fehl­bil­dung des Hüft­ge­lenks ent­wi­ckeln. Oft gene­tisch bedingt.
Behand­lungs­kos­ten: 1.500 – 4.000 €

Augen­pro­ble­me (Kata­rakt, PRA)

Trü­bung der Lin­se (grau­er Star) oder Netz­haut­de­ge­ne­ra­ti­on (PRA) kön­nen Seh­stö­run­gen ver­ur­sa­chen. In bestimm­ten Zucht­li­ni­en beob­ach­tet.
Behand­lungs­kos­ten: 600 – 2.000 €

Myo­pa­thie (VLDAD-Man­gel)

Eine sel­te­ne, ver­erb­ba­re Stoff­wech­sel­krank­heit, die zu Mus­kel­schwä­che und Leis­tungs­ab­fall füh­ren kann. Gen­test ver­füg­bar – wich­tig in der Zucht.
Behand­lungs­kos­ten: Dia­gnos­tik + Manage­ment erfor­der­lich, Kos­ten vari­ie­ren stark

Haut­pro­ble­me & All­er­gien

Kon­takt­all­er­gien, Fut­te­r­un­ver­träg­lich­kei­ten oder Para­si­ten kön­nen Haut­rei­zun­gen aus­lö­sen. Häu­fi­ges Krat­zen oder Hot­spots sind Warn­zei­chen.
Behand­lungs­kos­ten: 300 – 1.200 €

8 häu­fi­ge Fra­gen rund um Hal­tung, Wesen und Gesund­heit

Was Sie schon immer über den Deut­schen Jagd­ter­ri­er wis­sen woll­ten

Nein. Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ist ein anspruchs­vol­ler Arbeits­hund mit star­kem Jagd­trieb und eigen­stän­di­gem Cha­rak­ter. Er braucht eine kon­se­quen­te, erfah­re­ne Füh­rung und ist für Anfän­ger nicht geeig­net.

Sehr viel. Er benö­tigt täg­li­che lan­ge Spa­zier­gän­ge, zusätz­li­che Beschäf­ti­gung wie Fähr­ten­ar­beit oder Hun­de­sport und men­ta­le Aus­las­tung. Unter­for­de­rung führt schnell zu Pro­blem­ver­hal­ten.

Grund­sätz­lich ja – wenn der Hund aus­rei­chend kör­per­lich und geis­tig aus­ge­las­tet wird. Ein sicher ein­ge­zäun­ter Gar­ten ist ide­al, aber kein Muss bei aus­rei­chen­der Bewe­gung.

Mit früh­zei­ti­ger Sozia­li­sie­rung und unter Auf­sicht kann er gut mit Kin­dern umge­hen. Wich­tig ist jedoch, dass Kin­der respekt­voll mit dem Hund umge­hen – und der Hund nicht unter­for­dert oder über­reizt ist.

Mit kla­rer Erzie­hung und guter Sozia­li­sa­ti­on ja – beson­ders mit Art­ge­nos­sen im eige­nen Haus­halt. Rüden kön­nen aber in bestimm­ten Situa­tio­nen domi­nant auf­tre­ten.

Nur bedingt. Er braucht erfah­re­ne, akti­ve Hal­ter, die ihm kla­re Regeln geben und ihn sinn­voll beschäf­ti­gen. Als rei­ner Fami­li­en­hund ohne Auf­ga­ben ist er meist unter­for­dert.

Sehr stark. Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er wur­de für die Bau- und Stö­ber­jagd gezüch­tet. Ohne kon­se­quen­tes Trai­ning neigt er dazu, Wild, Kat­zen oder Klein­tie­re zu ver­fol­gen.

Gele­gent­lich tre­ten Patell­a­lu­xa­ti­on, Augen­pro­ble­me oder Myo­pa­thien auf. Ins­ge­samt gilt die Ras­se jedoch als sehr robust. Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen und ver­ant­wor­tungs­vol­le Zucht sind ent­schei­dend.

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Von der Aus­wahl bis zur Erzie­hung: Unser Rat­ge­ber hilft Ihnen, Ihren Hund bes­ser zu ver­ste­hen, rich­tig zu för­dern und ihm ein art­ge­rech­tes Leben zu ermög­li­chen.

Zusam­men­fas­sung

Der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ist ein kom­pak­ter, leis­tungs­star­ker Gebrauchs­hund mit aus­ge­präg­tem Jagd­trieb, hoher Intel­li­genz und star­ker Bin­dung an sei­nen Hal­ter. Ursprüng­lich für die Bau­jagd gezüch­tet, zeigt er sich bis heu­te als viel­sei­ti­ger und robus­ter Beglei­ter – jedoch mit kla­ren Anfor­de­run­gen an Hal­tung, Füh­rung und Aus­las­tung. Wer bereit ist, sich inten­siv mit sei­ner Erzie­hung, Pfle­ge und geis­ti­gen För­de­rung aus­ein­an­der­zu­set­zen, wird mit einem loya­len, arbeits­freu­di­gen Hund belohnt.

Wich­tig für Hal­ter ist die früh­zei­ti­ge Sozia­li­sie­rung, kon­se­quen­te Erzie­hung und regel­mä­ßi­ge tier­ärzt­li­che Vor­sor­ge – ide­al ergänzt durch eine pas­sen­de Hun­de­kran­ken- oder OP-Ver­si­che­rung. Als Anfän­ger­hund ist der Deut­sche Jagd­ter­ri­er nicht geeig­net, wohl aber für erfah­re­ne, akti­ve Men­schen, die sei­nen natür­li­chen Anla­gen gerecht wer­den.

Ob im jagd­li­chen Ein­satz, im Hun­de­sport oder als anspruchs­vol­ler All­tags­be­glei­ter – der Deut­sche Jagd­ter­ri­er ist eine beson­de­re Ras­se für beson­de­re Men­schen.

Häu­fi­ge Fra­gen

Wie viel kos­tet ein Deut­scher Jagd­ter­ri­er in der Anschaf­fung?

Die Anschaf­fungs­kos­ten bei seriö­sen Züch­tern lie­gen in der Regel zwi­schen 800 und 1.500 €. Ach­ten Sie auf eine kon­trol­lier­te Jagd­zucht mit gül­ti­gen Papie­ren und Gesund­heits­nach­wei­sen.

Nein, aber er ist anspruchs­voll. Wird er nicht art­ge­recht gehal­ten oder falsch erzo­gen, kann er Ver­hal­tens­pro­ble­me ent­wi­ckeln. In erfah­re­nen Hän­den ist er loy­al, füh­rig und zuver­läs­sig – nicht aggres­siv.

Ja. Er wur­de gezielt für die Jagd gezüch­tet und ist bis heu­te einer der belieb­tes­ten Bau- und Stö­ber­hun­de in Deutsch­land. Ohne jagd­li­che oder sport­li­che Aus­las­tung neigt er zu Unter­for­de­rung.

Nur mit sehr guter Aus­las­tung durch Hun­de­sport, Man­trai­ling oder inten­si­ve Arbeit. Als rei­ner Fami­li­en­hund ohne Auf­ga­be ist er in der Regel nicht aus­ge­las­tet.