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Unfallversicherung für Motorradfahrer – Absicherung bei Alleinunfällen
Ein Sturz mit dem Motorrad kann schwere Folgen haben. Wir zeigen, wie Sie sich auch bei Eigenverschulden oder im Ausland richtig absichern

Motorradfahren bedeutet Freiheit, Dynamik und Leidenschaft – doch auch ein erhöhtes Unfallrisiko. Ein Moment der Unachtsamkeit, eine übersehene Kreuzung oder ein plötzlicher Spurwechsel: Als Motorradfahrer sind Sie im Straßenverkehr besonders gefährdet. Eine passende Unfallversicherung schützt Sie nicht nur bei klassischen Freizeitunfällen, sondern greift auch dann, wenn Sie selbst keinen Einfluss auf das Geschehen hatten. Selbstverschuldung, Stürze ohne Fremdbeteiligung oder Verletzungen auf der Rennstrecke – mit dem richtigen Versicherungsschutz sind Sie und Ihre Familie im Ernstfall abgesichert. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Leistungen wirklich zählen, worauf es bei Progression und Zusatzoptionen ankommt und welche Policen für Tourenfahrer und Rennfahrer sinnvoll sind.
Das Wichtigste auf einem Blick
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Eine Versicherung – zwei Welten: Freizeit und Rennstrecke sinnvoll absichern
Unfallversicherung für Motorradfahrer im Überblick
Motorradfahrer haben besondere Anforderungen an ihren Versicherungsschutz. Ob entspannter Wochenendtourer oder Rennfahrer mit Lizenz – die Unfallversicherung muss genau zu Ihrem Fahrprofil passen. In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen die Unterschiede, sinnvolle Tarifbausteine und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Die klassische private Unfallversicherung bietet umfassenden Schutz bei Freizeitunfällen – auch beim Motorradfahren. Sie greift bei Stürzen ohne Fremdeinwirkung, bei selbst verschuldeten Unfällen und in Situationen, in denen kein Dritter haftbar gemacht werden kann. Besonders sinnvoll ist dieser Schutz für Pendler, Alltagsfahrer und Tourenbiker, die auch auf abgelegenen Routen unterwegs sind.
Leistungen im Überblick:
Weltweiter Unfallschutz – 24/7, unabhängig vom Unfallort
Invaliditätsleistung bei dauerhaften Schäden
Unfallrente und Todesfallleistung möglich
Tagegeld bei unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit
Keine Leistungskürzung bei Eigenverschulden
Für Motorradrennfahrer reicht eine Standard-Unfallversicherung nicht aus. Sobald es um Höchstgeschwindigkeit oder Rennveranstaltungen geht, greifen häufig Ausschlüsse. Die Rennfahrer-Unfallversicherung ist auf die besonderen Risiken von Testfahrten, Renntrainings und Wettbewerben zugeschnitten – auch im Ausland.
Besonderheiten:
Versicherungsschutz bei offiziellen Rennen und Trackdays
Gültig für DMSB-/FIA-anerkannte Veranstaltungen
Absicherung bei Test- und Trainingsfahrten (auch ohne Zeitnahme)
Schutz bei Invalidität und Tod infolge eines Rennunfalls
Anforderungen: Schutzkleidung nach FIA-Standard, Teilnahmebestätigung erforderlich
Eine entscheidende Rolle spielt die Progression. Sie sorgt dafür, dass die Leistung bei schweren Verletzungen überproportional steigt. Je nach Tarif können unterschiedliche Progressionsstufen gewählt werden. Auch die Wahl der Grundsumme, Laufzeit und Zusatzbausteine beeinflusst die Qualität des Schutzes.
Wichtige Punkte:
Progression meist zwischen 225 % und 500 %
Höhere Progression = höhere Leistung bei schwerer Invalidität
Wählbare Bausteine: Unfallrente, Reha-Management, kosmetische Operationen
Günstigere Beiträge bei Anpassung der Grundsumme an Risikoprofil
Laufzeit meist jährlich, Kündigung mit 3‑Monatsfrist
Warum Alltagsfahrer nicht auf Schutz verzichten sollten
Schutz für Freizeitfahrer, Pendler und Tourenbiker
Unfälle passieren selten auf der Rennstrecke – die meisten geschehen im Alltag. Gerade Motorradfahrer, die ihr Fahrzeug im Straßenverkehr, auf Landstraßen oder bei Wochenendtouren nutzen, sollten sich gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls absichern. Eine gut gewählte Unfallversicherung schützt Sie genau dann, wenn andere Versicherungen nicht greifen.
Motorradfahrer sind im normalen Straßenverkehr besonders gefährdet – nicht wegen Leichtsinn, sondern wegen der geringen Sichtbarkeit, fehlenden Knautschzonen und oft unterschätzten Risiken durch andere Verkehrsteilnehmer. Unfälle passieren schnell: Ein Autofahrer übersieht Sie beim Spurwechsel, ein Radfahrer nimmt Ihnen die Vorfahrt, ein Reh springt auf die Straße – und schon ist der Ernstfall eingetreten.
Die gesetzliche Unfallversicherung greift ausschließlich bei Arbeits- oder Wegeunfällen. Für alle übrigen Situationen – also die meisten Motorradunfälle – bleiben Sie ohne privaten Schutz auf den Kosten sitzen. Genau hier setzt die private Unfallversicherung an. Sie greift unabhängig vom Verschulden, weltweit und rund um die Uhr. Das ist besonders für Berufspendler und Tourenfahrer wichtig, die sich auch außerhalb fester Arbeitszeiten oder im Ausland auf zwei Rädern bewegen.
Durch individuell wählbare Tarife lässt sich der Versicherungsschutz gezielt anpassen: Eine hohe Progression sorgt dafür, dass Sie bei schwerwiegenden Verletzungen – wie Querschnittslähmung oder Amputationen – deutlich höhere Leistungen erhalten. Optional kann auch eine Unfallrente abgeschlossen werden, die langfristige Einkommensverluste abfedert. Besonders hilfreich: Einige Tarife bieten auch eine Sofortleistung bei Knochenbrüchen oder kosmetische Operationen nach schweren Stürzen.
Auch Fahrten mit Beifahrer (Sozius) sind bei vielen Versicherern mit abgesichert – vorausgesetzt, es wird ein geeigneter Helm getragen und das Fahrzeug ist entsprechend ausgestattet. Für Motorradfahrer, die regelmäßig unterwegs sind, lohnt sich ein detaillierter Vergleich: Tarife unterscheiden sich oft deutlich im Leistungsumfang und in der Ausgestaltung von Reha-Management, Assistance-Leistungen und Tagegeldern.
Eine gute Unfallversicherung schafft damit genau das, was Motorradfahrer brauchen: finanzielle Sicherheit in einer risikobehafteten Freizeitbeschäftigung – ohne auf Lebensqualität verzichten zu müssen.
Rennsport verlangt nach eigenem Versicherungsschutz
Rennstrecke im Blick: Spezialschutz für Motorsportler
Sobald Sie an offiziellen Motorradrennen, Trackdays oder privaten Trainingsfahrten mit Höchstgeschwindigkeit teilnehmen, reicht eine normale Unfallversicherung nicht mehr aus. Für diese Fälle benötigen Sie eine speziell konzipierte Rennfahrer-Unfallversicherung. Sie schließt genau die Lücken, die herkömmliche Policen offenlassen.
Motorradrennen, Testfahrten oder Trainings auf abgesperrten Rennstrecken gehören für viele Biker zur Leidenschaft dazu – doch sie bringen auch ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko mit sich. Was viele nicht wissen: Die meisten Standard-Unfallversicherungen schließen Schäden aus, die bei Veranstaltungen zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten entstehen. Das bedeutet, dass bei einem Sturz auf der Rennstrecke kein Versicherungsschutz besteht – selbst wenn der Unfall schwerwiegende Folgen hat.
Die Lösung: eine spezielle Rennfahrer-Unfallversicherung, die exakt auf die Anforderungen von Motorsportlern zugeschnitten ist. Diese Policen greifen bei offiziellen Wettbewerben, Trainingsfahrten und lizenzierten Trackdays – unabhängig davon, ob es sich um nationale oder internationale Veranstaltungen handelt. Versichert sind Invalidität und Todesfälle, häufig ergänzt um Rehabilitationsleistungen und weitere Bausteine. Die Absicherung gilt 365 Tage im Jahr und weltweit – vorausgesetzt, die Teilnahme erfolgt ordnungsgemäß und mit vollständiger Schutzausrüstung.
Wichtig: Die Versicherer verlangen bei Schadensmeldung in der Regel eine Teilnahmebestätigung des Veranstalters oder eine offizielle Lizenz (z. B. DMSB, FIA oder IMSA). Zudem gelten bestimmte Obliegenheiten, etwa die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und das sofortige Melden des Unfalls. Wer grob fahrlässig handelt oder unter Alkohol steht, riskiert den Versicherungsschutz.
Für alle, die regelmäßig auf der Rennstrecke unterwegs sind – sei es im Kartsport, Motorradrennsport oder Automobilsport – ist dieser spezielle Versicherungsschutz unverzichtbar. Er schafft finanzielle Sicherheit und schützt Sie dort, wo die normale Police aufhört.
Sinnvolle Ergänzungen für Ihre Rundum-Absicherung
Weitere Versicherungen für Motorradfahrer
Die Unfallversicherung schützt Sie bei bleibenden Schäden nach einem Unfall – doch was passiert während der Genesung? Was, wenn Sie länger arbeitsunfähig sind oder für einen Krankenhausaufenthalt bessere Leistungen wünschen? Mit diesen ergänzenden Versicherungen sichern Sie sich gezielt gegen Verdienstausfall, hohe Gesundheitskosten oder längere Klinikaufenthalte ab.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Ein schwerer Motorradunfall kann nicht nur körperliche Folgen haben, sondern auch Ihre berufliche Zukunft verändern. Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn Sie Ihren Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können – und zahlt eine monatliche Rente. Gerade für körperlich Tätige oder Selbstständige ist diese Absicherung unverzichtbar.
Krankentagegeldversicherung
Nach einem Unfall können Wochen oder Monate vergehen, bis Sie wieder arbeitsfähig sind. Das Krankentagegeld sorgt für finanziellen Ausgleich – unabhängig davon, ob Sie angestellt oder selbstständig sind. So sichern Sie Ihren Lebensstandard auch in der Genesungszeit.
Krankenhauszusatzversicherung
Bei schweren Motorradunfällen ist oft ein längerer Krankenhausaufenthalt nötig. Mit einer Krankenhauszusatzversicherung erhalten Sie Zugriff auf Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung und eine bessere medizinische Versorgung – unabhängig vom gesetzlichen Standard.
Mehr Leistung, wenn es darauf ankommt
Was gute Tarife auszeichnet: Zusatzleistungen & Progression
Eine Unfallversicherung sollte nicht nur im Kleingedruckten überzeugen, sondern im Ernstfall spürbare Hilfe leisten. Besonders wichtig sind Zusatzleistungen wie Unfallrente, Todesfallleistung oder Soforthilfen – sowie eine passende Progression, die bei schweren Verletzungen für höhere Leistungen sorgt. Dieser Abschnitt zeigt Ihnen, worauf es wirklich ankommt.
Unfälle mit dem Motorrad führen häufig zu schweren Verletzungen – und diese haben nicht nur medizinische, sondern auch finanzielle Folgen. Gute Unfallversicherungen unterscheiden sich deshalb nicht nur über den Preis, sondern über die Qualität und den Umfang der Leistungen. Wer sich für einen leistungsstarken Tarif entscheidet, kann im Ernstfall auf deutlich mehr Unterstützung zählen.
Ein zentrales Kriterium ist die Progression. Sie sorgt dafür, dass sich die Invaliditätsleistung bei schwerwiegenden Unfallfolgen überproportional erhöht. Während bei leichten Verletzungen nur ein Teil der Versicherungssumme ausgezahlt wird, kann bei einem hohen Invaliditätsgrad – etwa bei einer Querschnittslähmung – ein Vielfaches der Grundsumme zur Verfügung stehen. Progressionsstufen von 225 %, 350 % oder 500 % sind üblich. Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, sollte mindestens 350 % wählen, um im Ernstfall ausreichend abgesichert zu sein.
Zusätzlich lohnt sich der Blick auf optionale Leistungsbausteine, die den Versicherungsschutz deutlich erweitern:
Unfallrente: Eine monatliche Zahlung bei dauerhafter Beeinträchtigung der Arbeitskraft
Todesfallleistung: Finanzielle Absicherung für Hinterbliebene bei tödlichem Unfall
Tagegeld: Tägliche Zahlung während der unfallbedingten Krankschreibung – unabhängig vom Beruf
Sofortleistung bei schweren Verletzungen: Unkomplizierte Einmalzahlung etwa bei Knochenbrüchen oder Amputationen
Rehabilitations- und Assistance-Leistungen: Hilfe bei der Wiedereingliederung in den Alltag, inklusive Beratung und Organisation
Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Mitversicherung der Ausrüstung. Einige Tarife bieten Ersatzleistungen für beschädigte Schutzkleidung, Helme oder Zubehör, wenn diese bei einem Unfall in Mitleidenschaft gezogen wurden – zum Beispiel bei einem Kaskoschaden durch einen fremdverschuldeten Unfall.
Auch die Flexibilität bei der Vertragsgestaltung ist entscheidend: Kurze Laufzeiten, klare Kündigungsfristen und die Möglichkeit, Tarife individuell anzupassen, machen es leichter, den Schutz regelmäßig zu überprüfen und zu optimieren.
Wer Motorrad fährt, braucht mehr als nur eine Grundabsicherung. Eine Unfallversicherung mit durchdachter Progression und ergänzenden Leistungsbausteinen macht den Unterschied – zwischen existenzbedrohenden Lücken und einem Schutz, der wirklich hilft.
Mehr Sicherheit durch kluge Kombination
Motorradschutz clever kombinieren
Eine starke Unfallversicherung ist ein wichtiger Baustein, doch im Ernstfall reicht sie allein oft nicht aus. Wer sich als Motorradfahrer ganzheitlich absichern möchte, sollte weitere Versicherungen mitdenken. So entsteht ein Schutzkonzept, das nicht nur für schnelle Hilfe sorgt, sondern auch langfristige Folgen eines Unfalls auffängt.
Motorradfahren bedeutet Freiheit, aber auch ein erhöhtes Risiko. Selbst bei bester Schutzkleidung, umsichtigem Fahrverhalten und Erfahrung kann ein Unfall schwerwiegende Auswirkungen haben – körperlich, beruflich und finanziell. Deshalb ist es sinnvoll, die Unfallversicherung mit weiteren Policen zu kombinieren, die unterschiedliche Lebensbereiche absichern.
Ein zentrales Element ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie greift dann, wenn ein Unfall zu dauerhaften körperlichen Einschränkungen führt, die es unmöglich machen, den bisherigen Beruf weiter auszuüben. Besonders Selbstständige und Handwerksberufe sind hier gefährdet – und ohne BU-Versicherung schnell existenziell betroffen. Die monatliche Rente aus dieser Police ergänzt die Einmalzahlung der Unfallversicherung sinnvoll.
Auch die private Krankenversicherung oder entsprechende Zusatzversicherungen spielen eine wichtige Rolle. Motorradunfälle führen häufig zu längeren Klinikaufenthalten, Operationen oder Rehamaßnahmen. Wer hier auf bessere Leistungen – wie Chefarztbehandlung, Einbettzimmer oder verkürzte Wartezeiten – setzt, kann schneller genesen und erhält eine Behandlung auf höchstem Niveau.
Nicht zu vergessen ist der Rechtsschutz. Nach einem Motorradunfall entstehen häufig rechtliche Auseinandersetzungen – etwa mit anderen Verkehrsteilnehmern, Versicherungen oder Behörden. Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt in solchen Fällen Anwalts- und Gerichtskosten und sorgt dafür, dass Sie Ihre Ansprüche durchsetzen können – ohne finanzielle Belastung.
Wer eine Familie hat, sollte zudem über eine Risikolebensversicherung nachdenken. Sollte ein Unfall tödlich enden, bleibt die Familie nicht auf sich allein gestellt, sondern erhält eine vorab festgelegte Geldsumme – zur Absicherung von Krediten, laufenden Kosten oder der Ausbildung der Kinder.
Das Ziel ist klar: Eine Unfallversicherung schützt Sie im direkten Unfallfall. Die Kombination mit anderen Policen macht daraus ein umfassendes Sicherheitsnetz, das Sie und Ihre Angehörigen in allen Lebenslagen schützt – vor allem dann, wenn es wirklich darauf ankommt.
Erweitern Sie Ihren Schutz gezielt
Weitere sinnvolle Ergänzungen zur Unfallversicherung
Ein Unfall zieht oft mehr nach sich als körperliche Verletzungen: rechtliche Streitigkeiten, Einkommensausfall oder langfristige Absicherung der Familie. Mit diesen ergänzenden Versicherungen und Informationen erweitern Sie Ihren Schutz sinnvoll – individuell, durchdacht und auf Ihre Lebensrealität abgestimmt.
Verkehrsrechtsschutz
Ein Unfall im Straßenverkehr kann schnell juristische Folgen haben – sei es durch Streit mit anderen Verkehrsteilnehmern, mit der gegnerischen Versicherung oder bei der Durchsetzung Ihrer eigenen Ansprüche. Die Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten und sorgt dafür, dass Sie Ihre Rechte auch durchsetzen können.
Risikolebensversicherung
Ein tödlicher Unfall ist das Schlimmste, was passieren kann – für die Hinterbliebenen ebenso wie finanziell. Die Risikolebensversicherung schützt Ihre Familie und sorgt dafür, dass Kreditraten, Miete oder Ausbildungskosten weiter gedeckt sind. Gerade für Motorradfahrer mit Verantwortung ist sie ein unverzichtbarer Baustein.
Wenn der Ernstfall eintritt, zählt jede Leistung
Praxisbeispiele aus dem Alltag
Ob auf dem Weg zur Arbeit, bei der Wochenendtour oder auf der Rennstrecke – Motorradunfälle passieren schneller als man denkt. Die folgenden Beispiele zeigen, wie die Unfallversicherung im Ernstfall greift und welche konkreten Leistungen Sie erwarten können.
Freizeitfahrt mit Wildwechsel
Ein erfahrener Tourenfahrer ist an einem Sonntagmorgen auf einer kurvenreichen Landstraße unterwegs, als plötzlich ein Reh die Fahrbahn kreuzt. Beim Ausweichmanöver stürzt er schwer und erleidet eine Fraktur der Schulter und mehrere Rippenbrüche. Da kein anderer Verkehrsteilnehmer beteiligt ist, greift keine Haftpflichtversicherung – dafür aber seine private Unfallversicherung. Die Sofortleistung bei Knochenbrüchen wird ausgezahlt, ebenso ein Krankentagegeld während des mehrwöchigen Ausfalls. Bei bleibender Einschränkung der Schulterbeweglichkeit greift zusätzlich die Invaliditätsleistung.
Unfall auf der Rennstrecke
Ein lizenzierter Rennfahrer nimmt an einem offiziell angemeldeten Motorradrennen teil. Beim Bremsen vor einer Kurve verliert er die Kontrolle, stürzt schwer und erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma. Seine normale Unfallversicherung verweigert die Leistung – nicht aber die separat abgeschlossene Rennfahrer-Unfallversicherung. Diese übernimmt die Behandlungskosten, zahlt eine Invaliditätsleistung und übernimmt die Kosten für anschließende Rehabilitationsmaßnahmen.
Verkehrsunfall auf dem Arbeitsweg
Eine Pendlerin wird morgens auf dem Weg zur Arbeit mit dem Motorrad von einem abbiegenden Pkw erfasst. Sie zieht sich eine Beckenfraktur zu und muss mehrere Wochen im Krankenhaus bleiben. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt einen Teil der medizinischen Grundversorgung. Ergänzend übernimmt ihre private Unfallversicherung das Krankenhaus-Tagegeld, eine Unfallrente aufgrund der bleibenden Einschränkung – und durch die mitversicherte Schutzkleidung erhält sie auch eine Erstattung für den beschädigten Helm und ihre Jacke.
Antworten auf wichtige Fragen, die Sie nicht im Kleingedruckten finden
Was Sie schon immer über die Unfallversicherung beim Motorradfahren wissen wollten
Greift die Unfallversicherung auch bei selbstverschuldeten Motorradunfällen?
Ja – das ist einer der größten Vorteile der privaten Unfallversicherung. Anders als bei Haftpflichtversicherungen spielt das Verschulden keine Rolle. Auch wenn Sie den Unfall selbst verursacht haben, erhalten Sie Leistungen – ausgenommen sind nur vorsätzlich herbeigeführte Ereignisse.
Was bedeutet die Höchstgeschwindigkeitsklausel – und warum ist sie so relevant für Rennfahrer?
Viele Standard-Unfallversicherungen schließen Unfälle bei Veranstaltungen aus, bei denen es um die Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten geht – etwa bei offiziellen Rennen. Deshalb benötigen Rennfahrer eine spezielle Rennfahrer-Unfallversicherung, die diese Risiken gezielt abdeckt.
Sind Fahrten auf nicht öffentlichen Straßen oder im Gelände mitversichert?
Grundsätzlich ja, sofern es sich nicht um ein Rennen oder eine genehmigungspflichtige Veranstaltung handelt. Viele Tarife bieten weltweiten Schutz – auch bei privaten Touren im Gelände oder auf abgelegenen Routen.
Was ist der Unterschied zwischen Unfallrente und Invaliditätsleistung?
Die Invaliditätsleistung ist eine einmalige Kapitalzahlung bei dauerhaftem Gesundheitsschaden. Die Unfallrente hingegen ist eine monatliche Zahlung, die greift, wenn Sie langfristig in Ihrer Lebensführung oder Berufsausübung eingeschränkt sind – beide Leistungen können kombiniert werden.
Warum ist die Progression bei Motorradfahrern so entscheidend?
Motorradunfälle führen häufiger zu schweren Verletzungen. Eine Progression sorgt dafür, dass die Auszahlung bei hohem Invaliditätsgrad deutlich höher ausfällt – oft das Vielfache der Grundsumme. Sie ist daher ein zentraler Baustein jeder leistungsstarken Unfallversicherung.
Wird meine Motorrad-Schutzkleidung im Schadenfall ersetzt?
Einige Versicherer leisten auch für beschädigte Schutzkleidung – insbesondere bei fremdverschuldeten Unfällen oder wenn ein Kaskoschaden am Motorrad eintritt. Voraussetzung ist meist, dass Helm, Jacke und Hose bei dem Unfall beschädigt wurden und eine entsprechende Police besteht.
Wie unterscheidet sich die Unfallversicherung für Motorradfahrer von einer herkömmlichen Police?
Der Aufbau ist gleich, doch die Tarifwahl muss sich stärker am Risikoprofil orientieren. Motorradfahrer sollten auf hohe Progression, ergänzende Bausteine wie Unfallrente oder Reha-Leistungen sowie eventuelle Mitversicherungen für die Ausrüstung achten.
Bin ich als Sozius oder Sozia automatisch mitversichert?
Nur teilweise. Wird ein Unfall durch einen Dritten verursacht, greift dessen Haftpflicht. Für alle anderen Fälle – etwa bei einem Alleinunfall – kann der Beifahrer nur dann geschützt sein, wenn er über eine eigene Unfallversicherung verfügt oder ausdrücklich mitversichert ist.
Zusammenfassung
Motorradfahren begeistert – doch es birgt auch Risiken, die man nicht unterschätzen darf. Eine leistungsstarke Unfallversicherung ist für Freizeitfahrer, Pendler und Sportbiker ein wichtiger Schutz vor den finanziellen Folgen eines Unfalls. Besonders bei selbstverschuldeten Stürzen oder Unfällen ohne gegnerische Beteiligung bietet sie Sicherheit, wo andere Policen nicht greifen.
Für Rennfahrer ist eine spezielle Motorsport-Unfallversicherung unverzichtbar, da Standardtarife meist durch die Höchstgeschwindigkeitsklausel ausgeschlossen sind. Entscheidend ist, dass die Versicherung genau zu Ihrem Fahrprofil passt – mit hoher Progression, sinnvoll gewählten Zusatzleistungen und der Option auf kombinierte Absicherung mit BU, Krankentagegeld oder Rechtsschutz.
Wer auf zwei Rädern unterwegs ist, sollte sich nicht nur auf sein Fahrkönnen verlassen. Mit dem richtigen Versicherungsschutz fahren Sie deutlich sicherer – im Alltag wie auf der Rennstrecke.
häufige Fragen
Deckt die Unfallversicherung auch Alleinunfälle mit dem Motorrad ab?
Ja, die private Unfallversicherung schützt auch bei Stürzen ohne Beteiligung Dritter – unabhängig davon, ob der Unfall selbst verschuldet wurde.
Welche Progression ist für Motorradfahrer sinnvoll?
Wir empfehlen eine Progression von mindestens 350 %, besser 500 %, um bei schweren Verletzungen ausreichend abgesichert zu sein.
Ist eine Unfallversicherung auch für Motorradrennfahrer möglich?
Ja, allerdings nur über spezielle Rennfahrer-Unfallversicherungen. Normale Tarife schließen solche Risiken in der Regel aus.
Welche Leistungen übernimmt die Unfallversicherung konkret?
Je nach Tarif: Invaliditätsleistung, Unfallrente, Todesfallleistung, Tagegeld, Soforthilfe bei Knochenbrüchen sowie Reha- und Assistance-Leistungen.