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Gebäudeversicherung: Schaden melden und Auszahlung

Gebäudeversicherung Schaden auszahlen lassen: So funktioniert's!

Sie fragen sich, wie Sie einen Schaden Ihrer Ge­bäude­ver­si­che­rung melden und den Schaden auszahlen lassen können? In unserem Leitfaden erfahren Sie die kritischen Schritte, um nach einem Gebäudeschaden eine schnelle und korrekte Auszahlung von Ihrer Versicherung zu erhalten. Wir klären auf, was zu dokumentieren ist, wie die Begutachtung funktioniert und welche Auszahlungsoptionen Ihnen zur Verfügung stehen.

 

Das Wichtigste auf einen Blick

 

 Schaden unverzüglich der Versicherung melden, präzise dokumentieren und durch einen Sachverständigen begutachten lassen, um eine korrekte Schadensregulierung zu gewährleisten.

 Verschiedene Optionen der Schadensauszahlung umfassen Entschädigung zum aktuellen Barwert oder Abschlagszahlungen bei ausstehender vollständiger Regulierung, sowie Entscheidungen zwischen Vollauszahlung und Teilzahlungen oder Zeitwertentschädigung gegenüber Wiederherstellungskosten.

 Aspekte, wie die Vermeidung von grober Fahrlässigkeit, korrekte Ermittlung der Versicherungssumme und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften, sind entscheidend, um Kürzungen oder Ablehnungen der Schadenszahlung durch Versicherungen zu verhindern.

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Auszahlungsprozess bei Gebäudeschäden verstehen

 

Die Ge­bäude­ver­si­che­rung deckt eine Vielzahl von Schäden ab, die Ihre Immobilie betreffen können, von Wasserschäden bis hin zu Sturmschäden. Allerdings gibt es eine klare Unterscheidung zwischen Gebäude- und Haus­rat­ver­si­che­rung, da nicht fest mit dem Gebäude verbundene Gegenstände, wie Elektronik oder Möbel, nicht von der Ge­bäude­ver­si­che­rung abgedeckt werden. Dennoch übernimmt die Ge­bäude­ver­si­che­rung die Kosten für Schäden an der Wohnung oder dem Haus sowie auch für Schäden an nicht beweglichen Gegenständen. Ein Beispiel für einen spezifischen Typ von Wasserschaden, der abgedeckt wird, ist der Leitungswasserschaden.

Bei einem Schadensfall ist es wichtig, folgende Schritte zu befolgen:

 Den Schaden unverzüglich der Versicherung melden

 Den Schaden genau dokumentieren, einschließlich der Sammlung von Beweisen und Dokumentationen, die die Schadensursache und -höhe belegen

 Eine Begutachtung durch einen Sachverständigen durchführen lassen

Diese Schritte sind entscheidend, um den Schaden ordnungsgemäß zu bearbeiten und eine reibungslose Abwicklung mit der Versicherung zu gewährleisten.
 

Meldung des Schadens: Der erste Schritt zur Auszahlung

Die unverzügliche Schadensmeldung an die Versicherung ist ein entscheidender erster Schritt zur Auszahlung, insbesondere bei Schäden durch einen Sturm. Hierbei ist es wichtig, den Schadensort unverändert zu lassen, damit die Versicherung die Ursache des Schadens nachvollziehen kann.

Zusätzlich zur Meldung des Schadens sollte der Schaden so genau wie möglich dokumentiert werden. Dies kann durch das Anfertigen von Bildern oder Videos geschehen, die den Schaden aus verschiedenen Perspektiven zeigen und die Schadensursache und -höhe belegen.
 

Begutachtung durch einen Sachverständigen

Die Begutachtung durch einen Gutachter spielt eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung des Schadensumfangs und der Versicherungsleistung. Dabei wird der Sachverständige vom Versicherer entsendet, um den Schaden vor Ort zu begutachten oder detaillierte Fotos zu analysieren.

Nach Abschluss der Begutachtung und Feststellung des Schadensumfangs erstattet die Wohngebäudeversicherung die Reparaturkosten als Entschädigung an den Versicherungsnehmer. Dies gewährleistet eine optimale Versicherungsleistung basierend auf der professionellen Schadensbewertung durch den Experten.
 

Die Rolle des Kostenvoranschlags bei der Schadensregulierung

Kostenvoranschläge spielen eine wichtige Rolle bei der Schadensregulierung und können die Höhe der Kostenerstattung beeinflussen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit der fiktiven Abrechnung, bei der die Schadensregulierung auf Basis eines Kostenvoranschlags oder Gutachtens erfolgt, ohne dass eine tatsächliche Reparatur durchgeführt wird.

Die erstattungsfähigen Kosten umfassen dabei die tatsächlichen Aufwendungen, die für die Wiederherstellung oder Reparatur des Schadens anfallen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Versicherungen sich bei der Kostenerstattung oft nach ortsüblichen Stundensätzen oder Mindestlöhnen richten, was die Höhe der Kostenerstattung beeinflusst.
 
 

Optionen der Schadensauszahlung bei Wohngebäudeversicherungen

 

Bei der Schadensauszahlung haben Sie als Versicherungsnehmer verschiedene Optionen. Sie können beispielsweise eine Entschädigung zum aktuellen Barwert erhalten, der den Wert der beschädigten Immobilie in ihrem derzeitigen Zustand repräsentiert und zur Finanzierung der notwendigen Reparaturen oder zum Ersatz dient. Eine weitere Option ist die Barwertentschädigung, die den aktuellen Geldwert Ihrer Immobilie widerspiegelt und eine direkte Kompensation ermöglicht.

Alternativ haben Sie das Recht, einen Monat nach Meldung des Schadens eine angemessene Abschlagszahlung zu verlangen, falls die vollständige Schadensregulierung noch aussteht. Diese Möglichkeit kann besonders hilfreich sein, wenn Sie dringend Liquidität benötigen, um mit den Reparaturarbeiten zu beginnen oder andere Schäden zu beheben.
 

Vollständige versus teilweise Auszahlung

Die vollständige Auszahlung bedeutet, dass die Versicherung die gesamten Schadenskosten übernimmt. Bei einer teilweisen Auszahlung, auch bekannt als Teilzahlungen, wird anfänglich nur ein Teil der Kosten beglichen, was für Versicherungsnehmer, die die Reparaturkosten selbst verwalten möchten oder bei denen der Versicherer eine weitere Beurteilung vor der vollständigen Zahlung erfordert, von Vorteil sein kann.

Die vollständige Entschädigung wird gewährt, wenn der Beweis des Wiederaufbaus und ein entsprechender Wertnachweis erbracht sind. Dies stellt sicher, dass Sie als Versicherungsnehmer die vollständige Entschädigung erhalten, die Sie benötigen, um Ihre Immobilie wieder in den Zustand vor dem Schaden zu versetzen.
 

Zeitwertentschädigung versus Wiederherstellungskosten

Eine weitere Option bei der Schadensauszahlung ist die Entscheidung zwischen Zeitwertentschädigung, bei der die Wertminderung berücksichtigt wird, und Wiederherstellungskosten. Bei der Zeitwertentschädigung erhalten Sie eine Auszahlung auf Basis des aktuellen Werts der Immobilie unter Berücksichtigung von Wertminderung.

Bei der Wiederherstellungskostendeckung erhalten Sie hingegen die Kompensation der tatsächlichen Kosten für Reparatur oder Wiederaufbau zu heutigen Preisen. Wenn Sie planen, das Eigentum wieder aufzubauen, wird Ihnen die Differenz bis zum Wiederherstellungswert erstattet, sobald festgestellt wird, dass die Rekonstruktion gesichert ist.
 
 

Rechtliche Aspekte der Schadensauszahlung

 

Es gibt keine allgemeingültigen Vorschriften zur Auszahlung von Schäden in der Wohngebäudeversicherung, wodurch die Kostenbeteiligung je nach Versicherer und dessen Regelwerk variieren kann. Allerdings können grobe Fahrlässigkeit oder die Verletzung von Sicherheitsvorschriften dazu führen, dass die Versicherung die Entschädigung kürzt oder verweigert. Kostenversicherung ist eine Art von Versicherung, die die Kosten im Zusammenhang mit Schäden abdeckt.

Es ist daher wichtig, dass Sie sich als Versicherungsnehmer über Ihre Rechte und Pflichten im Klaren sind und diese beachten. Dazu gehört beispielsweise die korrekte Ermittlung der Versicherungssumme und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.
 

Gesetzliche Grundlagen und Versicherungsrecht

Die gesetzlichen Grundlagen und das Versicherungsrecht legen den Rahmen für die Schadensauszahlung fest. So gilt die Wohngebäudeversicherung als Kostenversicherung, die ‘erstattungsfähige Kosten’ deckt. Hierbei kann die fiktive Abrechnung durch § 249 BGB abgedeckt sein, selbst wenn sie nicht ausdrücklich im Gesetz verankert ist.

In manchen Fällen können jedoch Klauseln in der Versicherungspolice die Auszahlung einschränken. So können beispielsweise Ausschlüsse in der Leitungswasserversicherung für Schwammschäden rechtlich zulässig sein, oder die Versicherung kann leistungsfrei sein, wenn einer der Versicherungsnehmer vorsätzlich den Versicherungsfall, also das Ereignis, das die Versicherungsleistung auslöst, herbeiführt.
 

Pflichten des Versicherungsnehmers und des Versicherers

Als Versicherungsnehmer haben Sie bestimmte Pflichten, die Sie erfüllen müssen, um Ihren Anspruch auf Entschädigung zu sichern. Es ist entscheidend, eine genaue Ermittlung der Versicherungssumme durchzuführen, um eine Unterversicherung zu vermeiden und somit den Anspruch vollständig zu sichern.

Aber auch der Versicherer hat Pflichten. So ist er beispielsweise verpflichtet, die vereinbarte Entschädigung innerhalb von zwei Wochen nach Feststellung der Ansprüche des Versicherungsnehmers zu zahlen. Bei Verspätungen müssen Versicherungen den ausstehenden Betrag mit Zinsen zahlen, die zwischen 4% und 6% pro Jahr liegen.
 
 

Schwierigkeiten und Lösungsansätze bei der Schadensabwicklung

 

Bei der Abwicklung eines Schadens können im Schadenfall verschiedene Schwierigkeiten auftreten. Folgeschäden sind eine spezifische Art von Schwierigkeit, die durch Verzögerungen bei der Schadensabwicklung entstehen können. So können beispielsweise Verzögerungen bei der Auszahlung dazu führen, dass zusätzliche Folgeschäden an der Immobilie entstehen. Auch kann es sein, dass die Versicherung die vollständige Auszahlung des Schadens verweigert.

Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, können verschiedene Lösungsansätze genutzt werden. So kann beispielsweise ein privates Sachverständigengutachten helfen, die tatsächliche Schadenshöhe zu ermitteln.
 

Wenn die Versicherung nicht zahlt: Ihre Optionen

Wenn die Versicherung nicht zahlt, haben Sie verschiedene Optionen. Zunächst müssen Sie als Versicherungsnehmer beweisen, dass eine Obliegenheitsverletzung nicht ursächlich für den Schaden war und dass keine grobe Fahrlässigkeit bei der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften vorliegt.

Sollte die Versicherung dennoch nicht zahlen, können Sie ein privates Sachverständigengutachten in Auftrag geben, um eine zweite Meinung zu erhalten und Verhandlungen mit dem Versicherer zu erleichtern. In letzter Instanz können Sie auch einen Rechtsstreit in Erwägung ziehen, sollten direkte Verhandlungen mit dem Versicherer scheitern.
 

Anwaltliche Unterstützung und Schadenshilfe

Bei komplexen Schadensfällen, wie zum Beispiel einem Wasserschaden, kann es sinnvoll sein, einen Rechtsanwalt für anwaltliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ein spezialisierter Rechtsanwalt kann Sie umfassend beraten und Ihnen helfen, bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Das Thema der Schadensabwicklung ist vielschichtig; eine bestmögliche Aufstellung kann mit den richtigen Informationen und professioneller anwaltlicher Beratung erreicht werden.
 
 

Praktische Tipps für Versicherungsnehmer

 

Als Versicherungsnehmer können Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen, um Ihre Rechte zu wahren und im Schadensfall eine angemessene Entschädigung zu erhalten. Deckungserweiterungen sind ein wichtiger Aspekt, um einen umfassenden Schutz für Ihre Immobilie sicherzustellen. So ist es beispielsweise wichtig, sich vor dem Versicherungsabschluss detailliert über mögliche Deckungserweiterungen zu informieren, um einen umfassenden Schutz für Ihre Immobilie sicherzustellen.

Darüber hinaus können präventive Maßnahmen und korrektes Vertragsmanagement dazu beitragen, das Risiko einer Ablehnung im Schadensfall zu minimieren und umfassenden Schutz zu gewährleisten.
 

Dokumentation und Nachweise: So sichern Sie Ihren Anspruch

Das Verständnis Ihrer Versicherungspolice ist entscheidend, bevor Sie einen Anspruch geltend machen. Eine genaue Dokumentation und Beweissicherung sind unerlässlich, um Ihren Anspruch zu sichern.

Darüber hinaus sollten Sie umfassende Dokumentationen sammeln, einschließlich:

 Angaben zur Versicherungspolice

 Beweise zum Vorfall

 Polizeiberichten

 medizinischen Unterlagen

 Belegen

 Finanzdokumenten

 Expertenbewertungen
 

Kommunikation mit der Versicherung: Effektive Strategien

Eine klare und transparente Kommunikation kann die Schadensabwicklung mit der Versicherung erleichtern und zu einer reibungslosen Erfahrung führen. Dabei ist es wichtig, wahrheitsgemäße Auskünfte zu erteilen und im Zweifelsfall eine Frage an die Versicherung zu stellen, da die Verantwortung für unwahre Angaben, die eine arglistige Täuschung sein könnten, bei Ihnen als Versicherungsnehmer liegt.

Andererseits spielen auch die Versicherungsregulierer eine entscheidende Rolle bei der Untersuchung und Dokumentation von Ansprüchen. Ihre Aufgaben umfassen die Bewertung des Schadens, das Sammeln von Beweisen, das Interviewen von Zeugen und die Überprüfung von Versicherungsunterlagen, was sie zu unverzichtbaren Akteuren im Prozess der Schadensregulierung macht.


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Zusammenfassung

 

In diesem Beitrag haben wir uns mit dem Auszahlungsprozess bei Gebäudeschäden auseinandergesetzt. Dabei haben wir sowohl die verschiedenen Aspekte der Ge­bäude­ver­si­che­rung als auch die Rollen und Pflichten der Versicherungsnehmer und Versicherer beleuchtet. Wir hoffen, dass Ihnen dieser Beitrag dabei hilft, den Prozess besser zu verstehen und im Schadensfall eine angemessene Entschädigung zu erhalten.


Häufig gestellte Fragen

Kann man bei der Ge­bäude­ver­si­che­rung nach Kostenvoranschlag abrechnen?

Ja, bei der Ge­bäude­ver­si­che­rung ist es möglich, nach einem Kostenvoranschlag abzurechnen. Dies bedeutet, dass Sie als Versicherungsnehmer einen Kostenvoranschlag von einem Handwerker oder Sachverständigen einholen können, der die voraussichtlichen Reparaturkosten darstellt. Die Versicherung kann dann auf Basis dieses Kostenvoranschlags eine Entschädigung leisten, ohne dass die Reparaturen tatsächlich durchgeführt werden müssen. Dies wird oft als fiktive Abrechnung bezeichnet und kann eine praktikable Lösung sein, wenn Sie die Reparatur selbst durchführen möchten oder wenn eine Reparatur nicht mehr sinnvoll ist.

Was zahlt die Ge­bäude­ver­si­che­rung bei Eigenleistung?

Wenn Sie Reparaturen oder Wiederherstellungsarbeiten an Ihrem Gebäude selbst durchführen, können Sie unter Umständen auch für Ihre Eigenleistung, also die Kompensation für die eigene Arbeitsleistung bei DIY-Reparaturen, von der Ge­bäude­ver­si­che­rung entschädigt werden. Die Versicherung zahlt in diesem Fall nicht die Kosten für einen Handwerker, sondern einen angemessenen Betrag für die Zeit und Mühe, die Sie investieren. Es ist jedoch wichtig, dass Sie dies vorab mit Ihrer Versicherung klären und sich über die genauen Bedingungen informieren, da nicht alle Versicherungen Eigenleistungen erstatten.

Wie lange dauert es vom Gutachten bis zur Auszahlung?

Die Dauer vom Gutachten bis zur Auszahlung kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Komplexität des Schadens, der Schnelligkeit der Kommunikation mit der Versicherung und der Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen. In der Regel kann nach Erstellung des Gutachtens und Einreichung aller erforderlichen Dokumente mit einer zeitnahen Bearbeitung durch die Versicherung gerechnet werden. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt dann in der Regel innerhalb weniger Wochen, sofern keine weiteren Rückfragen oder Klärungsbedarfe bestehen. Die Bearbeitungszeit der Versicherung kann ebenfalls die Dauer von der Bewertung bis zur Auszahlung beeinflussen.


Über den Autor
Daniel Moser ist Versicherungsmakler und Gründer von AMBA Versicherungen

Daniel Moser, Ver­sicherungs­makler und Gründer von AMBA Versicherungen

Fachwirt für Finanzberatung (IHK), Master-Consultant in Finance und Finanzwirt mit 20 Jahren Erfahrung


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