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Langhaar Collie – Sanfter Hütehund mit Eleganz
Alles über Haltung, Pflege und Wesen dieser beliebten Hunderasse – intelligent, sensibel und ein treuer Familienbegleiter.

Er gilt als Inbegriff der Eleganz unter den Hütehunden – der Langhaar Collie. Mit seinem langen, seidigen Fell, dem aufmerksamen Blick und seiner anpassungsfähigen, sanften Art begeistert er seit Jahrzehnten Familien auf der ganzen Welt. Spätestens seit „Lassie“ ist der Collie mehr als nur ein Hütehund: Er ist treuer Freund, sensibler Begleiter und echtes Familienmitglied. Doch was macht diese Rasse so besonders – im Alltag, bei der Pflege und in der Gesundheit?
In diesem Ratgeber erfahren Sie, was den Langhaar Collie wirklich auszeichnet. Sie erhalten fundierte Informationen zu Herkunft, Haltung, Charakter, Pflege und gesundheitlichen Besonderheiten – stets aktuell, fachlich geprüft und auf die Bedürfnisse von Hundehaltern abgestimmt. Egal, ob Sie über die Anschaffung nachdenken oder bereits mit einem Collie zusammenleben: Diese Seite hilft Ihnen dabei, Ihren Vierbeiner besser zu verstehen – und ihm das zu geben, was er wirklich braucht.
Steckbrief Langhaar Collie
- Herkunft: Schottland
- Größe: Rüden 56–61 cm, Hündinnen 51–56 cm Schulterhöhe
- Gewicht: 23–34 kg (je nach Geschlecht und Körperbau)
- Lebenserwartung: 12–14 Jahre
- Fell: Lang, dicht, mit üppiger Unterwolle; Farben: Zobel-Weiß, Tricolor, Blue Merle
- Charakter: Intelligent, sanft, loyal, sensibel, kinderfreundlich
- Bewegungsbedarf: Mittel bis hoch – tägliche Spaziergänge, geistige Beschäftigung nötig
- Pflegeaufwand: Hoch – regelmäßiges Bürsten erforderlich
- Besonderheiten: Anfällig für Collie Eye Anomaly (CEA), MDR1-Defekt, Hüftdysplasie, Epilepsie
Von den Highlands ins Herz der Familie: Die Herkunft des Langhaar Collies
Vom schottischen Arbeitshund zum weltbekannten Familienhund
Der Langhaar Collie zählt zu den ältesten Hütehunderassen Großbritanniens und wurde ursprünglich für die anspruchsvolle Arbeit im schottischen Hochland gezüchtet. Seine Entwicklung ist eng mit der Geschichte der Schäferei in Schottland verbunden – und mit dem Wunsch nach einem treuen, vielseitigen und intelligenten Arbeitspartner.
Die Wurzeln des Langhaar Collies reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Dort diente er vor allem als Hütehund für große Schafherden in den rauen, oft unwegsamen Regionen der schottischen Highlands. Der Name „Collie“ geht vermutlich auf die dort gehaltenen „Colley Sheep“ zurück – eine Schafrasse mit schwarzem Gesicht, die der Hund zu bewachen hatte.
Durch gezielte Zucht entstand über Generationen hinweg ein Hund mit Ausdauer, Intelligenz, ausgeprägtem Hütetrieb und starkem Bindungsverhalten. Seine Aufgabe bestand nicht nur im Hüten, sondern auch im eigenständigen Entscheiden bei Gefahr – eine Eigenschaft, die der Rasse bis heute erhalten geblieben ist.
Im 19. Jahrhundert begann die gezielte optische Veredelung. Insbesondere Königin Victoria trug maßgeblich zur Popularität des Collies bei, als sie ihn in ihre königliche Hundezucht aufnahm. Dadurch entwickelte sich der Langhaar Collie zunehmend vom Gebrauchshund zum geschätzten Begleithund des britischen Adels.
Seinen weltweiten Ruhm erlangte der Langhaar Collie schließlich durch die Romanfigur und spätere TV-Ikone „Lassie“. Die Serie prägte das Bild des Collies als edlen, heldenhaften und besonders kinderlieben Familienhund – ein Image, das bis heute tief im Bewusstsein vieler Hundeliebhaber verankert ist.
Heute gilt der Langhaar Collie als vielseitiger Familienhund mit sanftem Wesen und starker Bindung zu seinen Menschen. Sein Ursprung als Hütehund zeigt sich vor allem in seiner Wachsamkeit, Lernfreude und Bewegungsfreude – Eigenschaften, die ihn trotz seiner eleganten Erscheinung zu einem aktiven Alltagsbegleiter machen.
Wachsam, sensibel und familienbezogen: So halten Sie einen Langhaar Collie artgerecht
Anforderungen an Alltag, Umfeld und Bezugsperson
Der Langhaar Collie ist ein anhänglicher und aufmerksamer Hund, der in engem Kontakt zu seinen Menschen leben möchte. Wer ihm Sicherheit, Zuwendung und eine klare Tagesstruktur bietet, wird mit einem ausgeglichenen, treuen Begleiter belohnt. Dennoch stellt die Haltung dieser sensiblen Rasse einige Anforderungen, die künftige Halter kennen sollten.
Ein Langhaar Collie braucht vor allem eines: soziale Nähe. Diese Rasse ist stark menschenbezogen und fühlt sich nur wohl, wenn sie in den Alltag ihrer Familie integriert ist. Alleinsein über viele Stunden verträgt er schlecht – er gehört nicht in Zwingerhaltung und auch nicht in ein rein funktionales Zuhause. Ein Collie will dazugehören.
Bewegung ist für den Langhaar Collie wichtig, aber nicht im Übermaß. Tägliche Spaziergänge, freies Laufen in sicherem Gelände sowie geistige Aufgaben wie Suchspiele, Apportierübungen oder einfaches Tricktraining reichen in der Regel aus. Sein Bewegungsdrang ist ausgeglichen – er passt sich dem Alltag seiner Menschen gut an, solange er nicht unterfordert wird.
In der Wohnung ist der Langhaar Collie angenehm ruhig und verhält sich unauffällig, solange er zuvor ausgelastet wurde. Auch Familien mit Kindern kommen gut mit ihm zurecht, vorausgesetzt, Rückzugsorte werden respektiert. Dank seiner Sensibilität reagiert er stark auf Stimmung und Tonfall – eine ruhige, positive Kommunikation ist daher essenziell.
Ein Haus mit Garten ist von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Wichtig ist, dass der Garten sicher umzäunt ist und der Hund nicht sich selbst überlassen wird. Hitze verträgt der Langhaar Collie aufgrund seines dichten Fells nur bedingt. In den Sommermonaten sind kühlere Liegeplätze und ausreichend Wasser unerlässlich. Körperliche Aktivitäten sollten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden stattfinden.
Auch der Geräuschpegel im Umfeld spielt eine Rolle. Collies sind wachsam, neigen aber nicht zum übermäßigen Bellen. In einer sehr lauten Umgebung oder in einem Haushalt mit ständiger Hektik kann der sensible Hund jedoch unter Stress geraten. Ein stabiles, ruhiges Zuhause mit festen Abläufen ist ideal.
Kurzum: Wer Zeit, Zuwendung und Verständnis für die Bedürfnisse eines sensiblen, menschenbezogenen Hundes mitbringt, wird im Langhaar Collie einen treuen, anpassungsfähigen und intelligenten Begleiter finden.
Sensibel, loyal und klug: Das Wesen des Langhaar Collies im Alltag
Charakterzüge des Langhaar Collies: Ein feinfühliger Begleiter mit großer Bindungsbereitschaft
Der Langhaar Collie gehört zu den sensibelsten und familienorientiertesten Hunderassen überhaupt. Sein Verhalten ist geprägt von ruhiger Intelligenz, enger Bindung zu seinen Menschen und einer ausgeprägten Wahrnehmung für Stimmungen. Wer seinen Charakter versteht, kann mit ihm eine außergewöhnlich enge Partnerschaft aufbauen – vorausgesetzt, er wird nicht überfordert und mit Respekt behandelt.
Langhaar Collies sind von Natur aus ruhig, aufmerksam und sehr menschenbezogen. Sie orientieren sich stark an ihrer Bezugsperson und reagieren sensibel auf Veränderungen in der Umgebung oder der Stimmung ihrer Menschen. Diese emotionale Feinfühligkeit macht sie zu loyalen Familienhunden – verlangt aber auch nach einem achtsamen, verlässlichen Umfeld.
Ihre Intelligenz ist hoch ausgeprägt, ebenso ihre Lernfreude. Der Collie lernt gern, ist kooperativ und zeigt oft schon beim zweiten oder dritten Versuch, was er verstanden hat. Dabei bevorzugt er leise, ruhige Ansprachen. Laute Worte oder gar harte Korrekturen führen eher zu Rückzug als zu Kooperation.
Die Rasse gilt als wachsam, ohne aggressiv zu sein. Collies zeigen bei Bedarf Präsenz, verteidigen aber nicht aus Eigeninitiative. Fremden gegenüber verhalten sie sich zunächst reserviert, ohne Furcht zu zeigen. In der Familie sind sie dagegen anhänglich, verschmust und häufig sehr auf Kinder fixiert. Ihr sanftes Wesen macht sie zu idealen Begleitern in ruhigeren Haushalten.
Auch das Temperament des Langhaar Collies ist bemerkenswert: Er kann mit ruhiger Gelassenheit entspannen, ist aber im nächsten Moment voller Bewegungsfreude – besonders draußen. Diese Dualität macht ihn sehr anpassungsfähig. Im Haus ist er leise und angenehm, draußen lebhaft und lauffreudig.
Stärken
- Intelligenz: Sehr lernfähig und leicht führbar
- Loyalität: Enge Bindung an die Familie
- Sensibilität: Reagiert feinfühlig auf seine Umgebung
- Familienfreundlichkeit: Besonders liebevoll im Umgang mit Kindern
- Ruhiges Wesen: Kein Dauerbeller, kein Nervositätsverhalten
Schwächen
- Geräuschempfindlich: Lärm oder Konflikte im Haushalt belasten ihn
- Stimmungsabhängig: Reagiert stark auf emotionale Spannungen
- Nicht gern allein: Längere Abwesenheit der Bezugsperson kann Stress auslösen
- Pflegeaufwand: Das lange Fell erfordert regelmäßige und sorgfältige Pflege
- Gesundheitsrisiken: Genetische Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen vorhanden
Eleganz in Bewegung: Typische äußerliche Merkmale des Langhaar Collies
Aussehen und Statur des Langhaar Collies: Was ihn äußerlich so besonders macht
Der Langhaar Collie besticht auf den ersten Blick durch sein harmonisches Erscheinungsbild. Die elegante Körperform, das ausdrucksstarke Gesicht und das üppige, wallende Fell machen ihn unverwechselbar. Doch hinter der beeindruckenden Optik stehen klare rassetypische Merkmale, die für Zucht und Gesundheit gleichermaßen bedeutsam sind.
Mit einer Schulterhöhe von 56 bis 61 cm bei Rüden und 51 bis 56 cm bei Hündinnen gehört der Langhaar Collie zu den mittelgroßen bis großen Hunderassen. Sein Körper ist lang gestreckt, gut bemuskelt und dennoch leicht gebaut – niemals massig oder schwerfällig. Der Rücken ist gerade, die Brust tief, die Lenden leicht gewölbt. Der gesamte Bewegungsablauf wirkt geschmeidig und federnd, nie steif oder eckig.
Der Kopf ist lang und keilförmig, mit einer sanften, aber klaren Ausformung. Der Stop – also die Absetzung zwischen Stirn und Nasenrücken – ist flach ausgeprägt. Die mandelförmigen Augen sind dunkel und schräg eingesetzt, was dem Collie seinen typischen, wachen und freundlichen Ausdruck verleiht. Die mittelgroßen Ohren liegen in Ruhe zurück, werden bei Aufmerksamkeit aber halb aufgerichtet getragen.
Besonders auffällig ist das lange, gerade bis leicht gewellte Deckhaar mit dichter Unterwolle. Es bildet eine Halskrause, die sogenannte Mähne, sowie Fahnen an den Läufen und der Rute. Das Fell schützt gut vor Wind und Nässe, erfordert aber intensive Pflege. Die Fellfarben sind standardisiert und umfassen:
Zobel-Weiß (Goldtöne mit Weißanteilen)
Tricolor (Schwarz mit weißen und lohfarbenen Abzeichen)
Blue Merle (Silberblau mit schwarzer Marmorierung und weißen sowie lohfarbenen Abzeichen)
Die Rute ist lang, buschig und wird in der Bewegung leicht angehoben, jedoch nie über dem Rücken getragen. Pfoten und Läufe sind trocken, kräftig und gut gewinkelt – ideal für flüssige, ausdauernde Bewegungen.
Insgesamt vermittelt der Langhaar Collie ein Bild von Noblesse, Leichtigkeit und Ausdruckskraft. Er wirkt weder überzeichnet noch übertrieben, sondern schlicht in sich stimmig – eine Rasse, bei der Erscheinung und Charakter eine Einheit bilden.
Gut versorgt im Fall der Fälle: Welche Versicherungen für Langhaar Collies sinnvoll sind
Kranken‑, OP- und Haftpflichtversicherung im Überblick: Schutz für Sie und Ihren Hund
Auch wenn der Langhaar Collie als robuste und langlebige Rasse gilt, können genetische Erkrankungen, Unfälle oder altersbedingte Beschwerden jederzeit auftreten. Die passenden Versicherungen schützen nicht nur Ihre finanzielle Planung, sondern sichern auch eine lückenlose tierärztliche Versorgung – von der Vorsorge bis zur Operation.
Hundekrankenversicherung
Beste Versorgung bei Krankheit und Unfall
Eine gute Hundekrankenversicherung übernimmt die Kosten für Diagnostik, Behandlungen, Medikamente und teils auch Physiotherapie. Gerade bei rassetypischen Erkrankungen wie CEA oder Epilepsie lohnt sich ein umfassender Schutz. Achten Sie auf Leistungen ohne hohe Selbstbeteiligung und auf freie Tierarztwahl.
Hundehalterhaftpflicht
Pflichtschutz für den Fall der Fälle
Die Hundehalterhaftpflicht ist in vielen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Sie greift bei Personen- oder Sachschäden, die Ihr Hund verursacht – ob im Park, auf Reisen oder im Straßenverkehr.
Hunde-OP-Versicherung
Finanzielle Sicherheit bei Operationen
Eine reine OP-Versicherung schützt Sie vor hohen Kosten, wenn ein chirurgischer Eingriff notwendig wird – z. B. nach Unfällen, bei Magendrehung oder Kreuzbandriss. Sie ist oft günstiger als eine Vollversicherung und übernimmt bis zum 4‑fachen GOT-Satz. Ideal, wenn Sie die Routinekosten selbst tragen möchten.
Fell, Ohren, Zähne und mehr: Worauf Sie bei der Pflege eines Langhaar Collies achten sollten
Mit Geduld, Bürste und Routine zum gesunden Hund
Das beeindruckende Haarkleid des Langhaar Collies ist eines seiner markantesten Merkmale – aber auch eine Verpflichtung. Wer einen Collie hält, sollte bereit sein, Zeit in die Fellpflege zu investieren. Doch auch Ohren, Zähne, Augen und Krallen benötigen regelmäßige Aufmerksamkeit. Nur so bleibt Ihr Hund rundum gesund und fühlt sich wohl.
Der Pflegeaufwand eines Langhaar Collies ist hoch – aber gut zu bewältigen, wenn er zur Routine wird. Das lange Deckhaar mit dichter Unterwolle neigt zu Verfilzungen, besonders hinter den Ohren, in den Achseln, an der Rute und den Hinterläufen. Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche sollte gebürstet werden – in Zeiten des Fellwechsels auch häufiger. Ein qualitativ hochwertiger Kamm und eine weiche Bürste helfen dabei, lose Haare zu entfernen und die Haut zu belüften. Baden ist nur bei Bedarf nötig, da das Fell schmutzabweisend ist.
Die Ohren des Collies sind leicht hängend und können zur Bildung von Feuchtigkeit und Schmutz neigen – ein idealer Nährboden für Infektionen. Kontrollieren Sie sie regelmäßig auf Rötungen oder Geruchsentwicklung. Eine sanfte Reinigung mit einem weichen Tuch oder speziellem Ohrenreiniger reicht meist aus.
Auch die Zahnpflege sollte nicht unterschätzt werden. Besonders bei Hunden, die wenig Kauartikel bekommen oder zu Zahnstein neigen, empfiehlt sich das wöchentliche Putzen mit Hundezahnbürste und spezieller Zahnpasta. Alternativ können Sie auf enzymatische Zahnpflegeprodukte zurückgreifen.
Die Krallen nutzen sich bei einem Collie mit normaler Bewegung meist von selbst ab. Dennoch sollten sie regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden – besonders bei älteren Hunden oder bei wenig Untergrundkontakt. Ein zu langes Krallenwachstum kann zu Fehlstellungen oder Schmerzen führen.
Die Augenpflege beschränkt sich meist auf das sanfte Entfernen von Schmutzpartikeln oder Tränenflüssigkeit mit einem feuchten, weichen Tuch. Achten Sie dabei auf Reizungen oder Veränderungen, die auf eine Erkrankung hindeuten könnten – besonders bei genetisch vorbelasteten Tieren (z. B. CEA).
Pflege bedeutet beim Langhaar Collie nicht nur Sauberkeit, sondern auch Gesundheitsvorsorge. Die regelmäßige Kontrolle von Haut, Fell und Bewegungsapparat hilft, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Wer seinen Collie mit Ruhe, Sorgfalt und Routine pflegt, stärkt nicht nur seine Gesundheit – sondern auch die Bindung zum Tier.
Typisch Collie? Fünf rassespezifische Krankheiten im Überblick
Welche Erkrankungen beim Langhaar Collie häufiger auftreten – und was Sie dazu wissen sollten
Der Langhaar Collie gilt grundsätzlich als robuste Hunderasse. Dennoch gibt es genetisch bedingte Erkrankungen, für die Collies überdurchschnittlich anfällig sind. Eine frühzeitige Aufklärung hilft, Symptome rechtzeitig zu erkennen und gezielt vorzubeugen. Hier finden Sie die fünf häufigsten Krankheitsbilder bei Langhaar Collies in kompakter Form.
MDR1-Defekt
Viele Collies tragen eine Genmutation, die zu einer gefährlichen Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten führt – etwa bei Wurmkuren oder Narkosen. Ein Gentest beim Tierarzt schafft Klarheit. Ist Ihr Hund betroffen, müssen bestimmte Wirkstoffe strikt vermieden werden.
Collie Eye Anomaly (CEA)
Diese vererbbare Augenkrankheit kann Netzhaut, Aderhaut und Sehnerv betreffen. Leichte Formen bleiben symptomlos, schwere Fälle führen zu Seheinschränkungen. Eine Früherkennung beim Züchter durch Augenuntersuchung ist entscheidend für die Zuchtselektion.
Grey Collie Syndrom (GCS)
Eine seltene, aber schwerwiegende Erbkrankheit, die das Immunsystem betrifft. Betroffene Welpen haben blassgraues Fell und sind stark infektanfällig. Da es keine Therapie gibt, muss eine gezielte Zuchtauswahl erfolgen, um die Erkrankung auszuschließen.
Epilepsie
Beim Langhaar Collie tritt teils genetisch bedingte Epilepsie auf. Die Anfälle beginnen meist im jungen Erwachsenenalter. Eine medikamentöse Behandlung kann helfen, die Symptome zu kontrollieren und dem Hund ein stabiles Leben zu ermöglichen.
Hüftdysplasie (HD)
Wie viele mittelgroße bis große Hunderassen kann auch der Collie an HD leiden. Dabei passt das Hüftgelenk nicht optimal in die Gelenkpfanne. Früh erkannt, helfen Physiotherapie, Gewichtsmanagement oder in schweren Fällen chirurgische Maßnahmen.
Antworten auf häufige Fragen aus dem Alltag mit einem Langhaar Collie
Was Sie schon immer über den Langhaar Collie wissen wollten
Ist der Langhaar Collie für Anfänger geeignet?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Der Langhaar Collie ist sanft, lernfreudig und leicht zu führen – aber auch sensibel. Wer bereit ist, sich mit Hundeverhalten auseinanderzusetzen und dem Hund klare Strukturen gibt, wird gut mit ihm zurechtkommen.
Wie oft sollte man einen Langhaar Collie bürsten?
Zwei- bis dreimal pro Woche ist ideal. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann tägliches Bürsten nötig sein, um Verfilzungen und Unterwollestau zu vermeiden.
Verträgt sich der Collie mit Kindern?
Sehr gut. Langhaar Collies sind geduldig, freundlich und reagieren feinfühlig auf Kinder. Wichtig ist, dass Kinder den Hund respektvoll behandeln und der Hund nicht als Spielzeug betrachtet wird.
Ist der Collie ein guter Wohnungshund?
Ja, sofern er ausreichend Bewegung und geistige Auslastung erhält. Ein Haus mit Garten ist vorteilhaft, aber kein Muss. Wichtig ist die Nähe zur Familie – der Collie braucht Kontakt und Aufgaben.
Wie viel Bewegung braucht ein Langhaar Collie pro Tag?
Etwa 1,5 bis 2 Stunden Bewegung und Beschäftigung täglich sind optimal – aufgeteilt in Spaziergänge, Spiel und geistige Aufgaben. Hundesportarten wie Obedience oder Rally Obedience eignen sich gut.
Wie erkennt man einen MDR1-Träger?
Nur durch einen Gentest beim Tierarzt. Ein betroffener Hund zeigt keine sichtbaren Symptome, solange keine kritischen Medikamente verabreicht werden. Der Test ist einmalig und lebenslang aussagekräftig.
Ist der Langhaar Collie ein Kläffer?
Nein. Er ist wachsam und meldet, wenn etwas Ungewöhnliches geschieht – aber er bellt nicht grundlos oder übermäßig. Mit Erziehung lässt sich das Meldeverhalten gut steuern.
Wie alt wird ein gesunder Langhaar Collie?
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12 bis 14 Jahren. Mit guter Pflege, gesunder Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung sind auch 15 Jahre oder mehr möglich.
Vertiefen Sie Ihr Wissen rund um Hundegesundheit, Alltag und wichtige Themen für Halter
Empfehlenswerte Beiträge für Collie-Besitzer und solche, die es werden wollen
Der Langhaar Collie bringt als sensibler Familienhund besondere Anforderungen mit sich – ob in der Pflege, Gesundheit oder rechtlichen Absicherung. Die folgenden Themen liefern fundierte Informationen, die Sie im Alltag mit Ihrem Vierbeiner unterstützen können.
Hundekrankheiten
Wichtige Gesundheitsrisiken kennen und frühzeitig erkennen
Erfahren Sie, welche Krankheiten bei Hunden häufig auftreten, wie Sie Symptome richtig deuten und wann ein Tierarztbesuch notwendig ist. Besonders hilfreich für Halter genetisch vorbelasteter Rassen wie dem Collie.
Hunderatgeber
Praktische Tipps für Erziehung, Alltag und Beschäftigung
Von Leinenführigkeit über Alleinbleiben bis zur mentalen Auslastung – unser Ratgeber liefert praxiserprobte Lösungen für typische Alltagssituationen mit Ihrem Hund.
Zusammenfassung
Der Langhaar Collie ist weit mehr als nur ein schöner Hund. Hinter dem eleganten Fell verbirgt sich ein feinfühliger, intelligenter und treuer Gefährte, der sich eng an seine Menschen bindet. Ursprünglich als Hütehund in Schottland gezüchtet, hat er sich längst als Familienhund mit klaren Erwartungen etabliert: Nähe, Zuwendung, sanfte Führung und sinnvolle Beschäftigung.
In der Haltung zeigt sich der Collie anpassungsfähig – ob im Haus mit Garten oder in der Wohnung. Vorausgesetzt, Bewegung und geistige Auslastung kommen nicht zu kurz. Seine hohe Lernbereitschaft, sein ruhiges Wesen im Haus und sein freundlicher Umgang mit Kindern machen ihn zu einem geschätzten Begleiter im Familienalltag.
Die Pflege seines langen, dichten Fells erfordert Konsequenz, ist aber mit etwas Routine gut zu meistern. Wichtig ist zudem die gesundheitliche Vorsorge: Rassetypische Erkrankungen wie CEA oder der MDR1-Defekt sollten bekannt sein und bei der Tierarztwahl berücksichtigt werden. Eine passende Kranken- oder OP-Versicherung hilft, im Ernstfall gut vorbereitet zu sein.
Wer bereit ist, sich auf die Bedürfnisse eines sensiblen Hundes einzulassen, erhält im Langhaar Collie einen loyalen Partner – ruhig, lernfreudig, freundlich und voller Ausdruck. Ein Hund, der mit der richtigen Haltung nicht nur Freude schenkt, sondern auch über viele Jahre ein echtes Familienmitglied wird.
häufige Fragen
Haaren Langhaar Collies stark?
Ja, insbesondere während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst verliert der Langhaar Collie deutlich mehr Haare. Regelmäßiges Bürsten – idealerweise mehrmals pro Woche – hilft, lose Unterwolle zu entfernen und Verfilzungen zu vermeiden. Außerhalb dieser Zeiten ist der Haarausfall moderat.
Kann man einen Langhaar Collie auch barfen?
Ja, Barfen ist grundsätzlich möglich, sollte aber unter tierärztlicher Anleitung oder mit professioneller Futterberatung erfolgen. Besonders wichtig ist beim Collie die bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sowie die Vermeidung potenziell problematischer Zusätze bei MDR1-Trägern.
Eignet sich der Collie als Begleithund für Senioren?
Teilweise. Der Langhaar Collie ist freundlich, anhänglich und ausgeglichen – also ideal für ruhige Haushalte. Allerdings erfordert er regelmäßige Bewegung, Pflege und geistige Auslastung. Aktive Senioren mit Hundeerfahrung und Tagesstruktur können sehr gut mit dieser Rasse harmonieren.
Wie lange kann man einen Langhaar Collie allein lassen?
Langhaar Collies sind sehr menschenbezogen und nicht gerne allein. Maximal 3–4 Stunden am Stück gelten als vertretbar – vorausgesetzt, der Hund wurde langsam daran gewöhnt. Für längere Abwesenheiten sollte eine Betreuungsperson eingeplant werden.