Samo­je­de: Steck­brief, Cha­rak­ter, Hal­tung und Pfle­ge

Grö­ße, Wesen, Fell­pfle­ge, Aus­las­tung und typi­sche Krank­hei­ten auf einen Blick

Samojede mit dichtem, weißem Fell läuft fröhlich im Wasser

Samo­je­de: Passt die Ras­se zu Ihnen?

Der Samo­je­de ist ein mit­tel­gro­ßer nor­di­scher Hund mit dich­tem Dop­pel­fell und viel Arbeits-Gen in der DNA. Rüden lie­gen typi­scher­wei­se bei rund 57 cm, Hün­din­nen bei etwa 53 cm Schul­ter­hö­he, beim Gewicht bewe­gen sich vie­le Samo­je­den grob zwi­schen 18 und 30 kg. Vie­le wer­den um die 12 Jah­re alt. Cha­rak­ter­lich gilt die­se Hun­de­ras­se als freund­lich, men­schen­be­zo­gen und fami­li­en­nah, gleich­zei­tig braucht sie kla­re Füh­rung und Beschäf­ti­gung. Wer einen „Neben­bei-Hund“ sucht, wird oft nicht glück­lich: Der Samo­je­de will täg­lich raus, braucht kör­per­li­che und geis­ti­ge Aus­las­tung und kann zum Bel­len nei­gen.

Im All­tag ent­schei­den meist drei Punk­te, ob ein Samo­je­de zu Ihnen passt: Bewe­gung, Fell­pfle­ge und Gesund­heit. Beim Fell­wech­sel kom­men haa­ri­ge Wochen, dann ist häu­fi­ges Bürs­ten Pflicht. Das Dop­pel­fell soll­te in der Regel nicht gescho­ren wer­den, sinn­vol­ler ist regel­mä­ßi­ges, gründ­li­ches Aus­bürs­ten. Gesund­heit­lich gel­ten Samo­je­den als robust, trotz­dem ste­hen The­men wie Hüf­te und Augen bei Zucht und Vor­sor­ge seit Jah­ren im Fokus, außer­dem kön­nen auch Dia­be­tes, PRA oder Nie­ren­the­men auf­tre­ten. Wenn Sie die­se Bau­stel­len ken­nen, kön­nen Sie bes­ser ein­schät­zen, wie viel Auf­wand rea­lis­tisch ist und ob Sie Tier­arzt­kos­ten zusätz­lich absi­chern möch­ten.

Inhalts­ver­zeich­nis
Samojede mit weißem Fell steht neben seinem flauschigen Welpen auf einer Wiese

Steck­brief Samo­je­de

Her­kunft ver­ste­hen, Cha­rak­ter bes­ser ein­ord­nen

Vom sibi­ri­schen Arbeits­hund zum Fami­li­en­hund

Der Samo­je­de wirkt heu­te wie ein freund­li­cher Beglei­ter mit auf­fäl­li­gem „Lächeln“. Sei­ne Wur­zeln lie­gen aber in Nord­russ­land und Sibi­ri­en, wo Hun­de die­ses Typs über lan­ge Zeit ech­te Arbeit geleis­tet haben. Wer die Her­kunft kennt, ver­steht vie­le typi­sche Eigen­schaf­ten bes­ser: War­um Samo­je­den so men­schen­be­zo­gen sind, wes­halb sie Beschäf­ti­gung brau­chen und wie­so ihr dich­tes Fell mehr ist als nur Optik.

Die Bezeich­nung „Samo­je­de“ geht auf samo­je­di­sche Völ­ker in Sibi­ri­en zurück, heu­te wird häu­fig der Bezug zu den Nenets genannt. In die­ser Regi­on wur­den die Hun­de nicht als rei­ne „Schlit­ten­hun­de“ gehal­ten, son­dern als viel­sei­ti­ge Arbeits­part­ner. Sie hal­fen beim Hüten und Bewa­chen von Ren­tier­her­den, zogen Las­ten und Schlit­ten, beglei­te­ten bei der Jagd und waren Teil des All­tags in einem sehr har­ten Kli­ma. Die Nähe zum Men­schen gehör­te dazu. Samo­je­den schlie­fen teils mit in den Unter­künf­ten, weil sie Wär­me gaben und weil man die Hun­de als Fami­li­en­mit­glie­der behan­del­te. Genau die­se enge Bin­dung sieht man bis heu­te im Wesen vie­ler Samo­je­den.

Ende des 19. Jahr­hun­derts kamen Samo­je­den nach West­eu­ro­pa, vor allem nach Eng­land. Ein wich­ti­ger Name in der Ras­se­ge­schich­te ist Ernest Kilb­urn Scott, der 1889 Hun­de aus der Regi­on mit­brach­te und die Zucht in Eng­land mit­präg­te. In den frü­hen Jah­ren gab es Samo­je­den in unter­schied­li­chen Far­ben. Spä­ter setz­te sich in der Zucht vor allem das wei­ße Erschei­nungs­bild durch, das heu­te vie­le Men­schen mit der Ras­se ver­bin­den. In Eng­land ent­stand auch einer der ers­ten ein­fluss­rei­chen Ras­se­stan­dards, der den Weg zur moder­nen Zucht geeb­net hat.

Par­al­lel dazu wur­den Samo­je­den als leis­tungs­fä­hi­ge Zug- und Expe­di­ti­ons­hun­de bekannt. In Quel­len zur Polar­for­schung wer­den Samo­je­den unter ande­rem im Umfeld der Fram-Expe­di­ti­on von Fri­dt­jof Nan­sen sowie bei frü­hen Ant­ark­tis­rei­sen erwähnt. Das passt zur Ras­se: Aus­dau­er, Käl­te­re­sis­tenz und die Bereit­schaft, im Team zu arbei­ten, waren über Gene­ra­tio­nen gefragt. Die­se Her­kunft erklärt, war­um ein Samo­je­de im All­tag oft mehr braucht als zwei kur­ze Gas­si­run­den. Vie­le Tie­re sind freund­lich und sozi­al, brin­gen aber auch Ener­gie, Bewe­gungs­drang und einen gewis­sen eige­nen Kopf mit.

Für Sie als Hal­ter heißt das: Ein Samo­je­de wird meist dann ent­spannt, wenn er regel­mä­ßig kör­per­lich aus­ge­las­tet wird und auch geis­tig Auf­ga­ben bekommt. Wer ihn nur „neben­her“ lau­fen lässt, bekommt häu­fi­ger Unru­he, Bel­len oder uner­wünsch­te Beschäf­ti­gung wie Bud­deln. Wer sei­ne Geschich­te kennt, setzt die rich­ti­gen Schwer­punk­te bei Erzie­hung, Beschäf­ti­gung und Pfle­ge und macht es sich und dem Hund leich­ter.

So passt der Samo­je­de in Ihren All­tag

Hal­tung des Samo­je­den

Der Samo­je­de ist freund­lich und sehr men­schen­be­zo­gen, aber er ist kein Hund für „läuft so mit“. Wenn Bewe­gung, Beschäf­ti­gung und Fell­pfle­ge nicht zusam­men­pas­sen, zeigt sich das schnell im All­tag, etwa durch Unru­he, Frust oder stän­di­ges For­dern.

Der Samo­je­de wur­de als aus­dau­ern­der Arbeits­hund gezüch­tet. Das merkt man bis heu­te: Er ist kein Sprin­ter, son­dern läuft am liebs­ten in einem gleich­mä­ßi­gen, scho­nen­den Trab und kann über lan­ge Stre­cken moti­viert blei­ben. Für die Hal­tung heißt das: Bes­ser täg­lich ver­läss­lich bewe­gen als sel­ten und dafür extrem. Neben Spa­zier­gän­gen hel­fen Auf­ga­ben, die Kopf und Nase nut­zen, weil der Samo­je­de sonst ger­ne eige­ne Ideen ent­wi­ckelt.

In der Woh­nung funk­tio­niert ein Samo­je­de grund­sätz­lich, wenn Sie das „Drau­ßen-Pro­gramm“ ernst neh­men. Wich­tig ist dabei auch das The­ma Laut­stär­ke: Samo­je­den kön­nen recht vokal sein, also nicht nur bel­len, son­dern gene­rell viel „kom­mu­ni­zie­ren“. Das ist kei­ne Unart, son­dern oft ras­se­ty­pisch. Wenn Sie in einem hell­hö­ri­gen Umfeld woh­nen, soll­ten Sie das vor­her ehr­lich ein­pla­nen und früh am Ruhe­trai­ning arbei­ten.

Beim Kli­ma gilt: Das dich­te Dop­pel­fell ist für Käl­te gemacht. Im Som­mer sind küh­le Tages­zei­ten, Schat­ten, Pau­sen und Was­ser wich­ti­ger als noch mehr Akti­vi­tät. Vie­le machen den Feh­ler, das Fell zu kür­zen, weil es „wär­mer“ wirkt. Beim Samo­je­den ist das Dop­pel­fell aber Teil der Tem­pe­ra­tur­re­gu­la­ti­on. Sche­ren kann das Fell dau­er­haft ver­än­dern und den Haut­schutz ver­schlech­tern. Sinn­voll ist statt­des­sen gute Pfle­ge und ein sau­ber aus­ge­kämm­ter Unter­pelz.

Damit sind wir bei der Fell­pfle­ge. Laut Ras­se­stan­dard trägt der Samo­je­de ein dich­tes Dop­pel­fell mit wei­cher Unter­wol­le und län­ge­rem, grö­be­rem Deck­haar. Das Fell ist schön, macht aber Arbeit. Regel­mä­ßi­ges Bürs­ten ist Pflicht, im Fell­wech­sel deut­lich häu­fi­ger. Prak­tisch: Wenn das Fell nass oder mat­schig ist, soll­te es erst trock­nen, danach lässt sich Schmutz oft gut aus­bürs­ten.

Baden ist beim Samo­je­den meist sel­ten nötig. Häu­fig reicht gründ­li­ches Bürs­ten, weil das Fell Schmutz nach dem Trock­nen oft gut wie­der abgibt. Wenn ein Bad sein muss, dann mit Augen­maß und mit voll­stän­di­gem Durch­trock­nen, weil feuch­te Unter­wol­le Haut­pro­ble­me för­dern kann. Zusätz­lich zur Bürs­te gehö­ren Pfo­ten, Kral­len, Ohren und Zäh­ne fest zur Rou­ti­ne. Wenn Sie das schon beim Wel­pen üben, wird es spä­ter deut­lich ent­spann­ter.

So tickt der Samo­je­de im All­tag

Cha­rak­ter des Samo­je­den: freund­lich, sozi­al und eigen­stän­dig

Der Samo­je­de gilt als offe­ner, fröh­li­cher Hund, der Men­schen sehr zuge­wandt ist. Er sucht Kon­takt, ist meist freund­lich zu Besuch und begeg­net auch Frem­den oft ohne Miss­trau­en. Als klas­si­scher Wach­hund taugt er des­halb eher nicht. Vie­le Samo­je­den mel­den zwar, wenn etwas auf­fällt, gehen dann aber genau­so schnell wie­der in den „Hal­lo, wer bist du?“ Modus.

Im Fami­li­en­le­ben zeigt sich die Stär­ke der Ras­se beson­ders deut­lich: Samo­je­den sind gern mit­ten­drin, reagie­ren fein auf Stim­mung und möch­ten in den All­tag ein­ge­bun­den wer­den. Genau dar­aus ent­steht aber auch eine typi­sche Bau­stel­le. Län­ge­re Zei­ten allei­ne lie­gen vie­len nicht, vor allem wenn Aus­las­tung und Rou­ti­ne nicht pas­sen. Dann wird aus dem net­ten „Samo-Lächeln“ schnell Frust, der sich als Laut­stär­ke, Unru­he oder Zer­stö­rungs­drang zei­gen kann. Allein­blei­ben soll­te man des­halb früh, klein­schrit­tig und kon­se­quent trai­nie­ren.

Intel­li­genz bringt der Samo­je­de reich­lich mit, er lernt schnell, ent­schei­det aber gern selbst mit. Das wirkt manch­mal stur, ist aber eher Unab­hän­gig­keit. Trai­ning klappt am bes­ten mit kla­ren Regeln, Geduld und posi­ti­ver Bestä­ti­gung statt Druck. Der Jagd­trieb gilt als eher gering, trotz­dem kann Bewe­gung in der Umwelt span­nend sein. Rück­ruf, Lei­nen­füh­rig­keit und Impuls­kon­trol­le sind daher Pflicht, nicht Kür. Dazu kommt: Samo­je­den „reden“ gern. Wer abso­lu­te Ruhe will, soll­te das ehr­lich ein­pla­nen und früh an Ruhe-Signa­len arbei­ten.

Stär­ken

Schwä­chen

Grö­ße, Fell und Aus­druck auf einen Blick

Kör­per­li­che Merk­ma­le des Samo­je­den

Der Samo­je­de ist leicht zu erken­nen: dich­tes, hel­les Fell, auf­rech­ter Blick und ein freund­li­cher Gesichts­aus­druck. Damit Sie die Ras­se rea­lis­tisch ein­schät­zen kön­nen, lohnt sich ein kur­zer Blick auf Kör­per­bau, Fell­struk­tur und typi­sche Merk­ma­le.

Der Samo­je­de ist ein mit­tel­gro­ßer, kräf­tig gebau­ter Spitz mit guter Aus­dau­er. Rüden lie­gen meist bei etwa 54 bis 60 cm Schul­ter­hö­he, Hün­din­nen eher bei 50 bis 56 cm. Er wirkt kom­pakt, aber nicht plump. Der Kör­per ist auf Dau­er­leis­tung aus­ge­legt, mit sta­bi­lem Rücken, guter Brust­tie­fe und kräf­ti­ger Mus­ku­la­tur. Dadurch eig­net er sich weni­ger für kur­ze, explo­si­ve Action, son­dern eher für län­ge­re, gleich­mä­ßi­ge Bewe­gung.

Typisch ist der Kopf mit keil­för­mi­gem Pro­fil, gut ste­hen­den Ohren und dunk­len, man­del­för­mi­gen Augen. Vie­le spre­chen vom „Samo­je­den­lä­cheln“. Das kommt vor allem durch die leicht nach oben gezo­ge­nen Mund­win­kel zustan­de. Die Rute trägt der Samo­je­de meist über dem Rücken gerollt, oft liegt sie seit­lich an. Pfo­ten und Bei­ne sind robust, damit der Hund auch auf küh­lem, unebe­nem Unter­grund sta­bil läuft.

Das auf­fäl­ligs­te Merk­mal ist das Fell. Der Samo­je­de hat ein dich­tes Dop­pel­fell mit wei­cher Unter­wol­le und län­ge­rem Deck­haar. Die­ses Fell schützt sehr gut gegen Käl­te und Näs­se, braucht aber Pfle­ge. Im Fell­wech­sel ver­lie­ren vie­le Samo­je­den gro­ße Men­gen Unter­wol­le, dann ist regel­mä­ßi­ges Aus­bürs­ten beson­ders wich­tig, damit es nicht ver­filzt und die Haut gut belüf­tet bleibt. Far­ben sind über­wie­gend weiß, auch creme oder weiß mit leich­tem Bis­cuit-Ton sind mög­lich.

Wich­tig für den All­tag: Das Fell ist nicht nur „wärm“, es hat auch eine Schutz­funk­ti­on. Wenn Sie im Som­mer an Hit­ze den­ken, hilft meist nicht kür­zen, son­dern sau­ber aus­käm­men, Schat­ten, Was­ser und Akti­vi­tä­ten in die küh­le­ren Tages­zei­ten legen. So bleibt der Hund belast­bar, ohne dass Sie die Fell­struk­tur ris­kie­ren.

Sinn­vol­le Ver­si­che­run­gen, damit Tier­arzt­kos­ten plan­bar blei­ben

Wel­che Absi­che­rung für Ihren Samo­je­den sinn­voll ist

Ein Samo­je­de gilt als robust, trotz­dem sind Tier­arzt­kos­ten im All­tag nie „unwahr­schein­lich“. Gera­de bei akti­ven Hun­den kön­nen Ver­let­zun­gen, Infek­te oder aku­te Beschwer­den schnell meh­re­re Ter­mi­ne nach sich zie­hen.

Tier­arzt­kos­ten stei­gen oft nicht wegen eines ein­zi­gen „gro­ßen“ Ein­griffs, son­dern weil Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Nach­be­hand­lung zusam­men­kom­men. Dazu kommt: Im Not­dienst wird nach Gebüh­ren­ord­nung abge­rech­net, inklu­si­ve zusätz­li­cher Not­dienst­ge­bühr und meist höhe­ren Sät­zen. Genau des­halb lohnt sich ein Blick dar­auf, wie ein Tarif mit Not­dienst, Dia­gnos­tik und Fol­ge­kos­ten umgeht und nicht nur auf den Monats­bei­trag.

Wenn Sie mög­lichst breit absi­chern möch­ten, ist die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung die nahe­lie­gen­de Lösung. Je nach Tarif kann sie Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, The­ra­pien und Ope­ra­tio­nen abde­cken. Das ist vor allem dann hilf­reich, wenn Beschwer­den sich über Wochen zie­hen oder regel­mä­ßi­ge Kon­trol­len nötig wer­den. Eine Hun­de OP Ver­si­che­rung ist die schlan­ke­re Vari­an­te, wenn Sie vor allem gro­ße Ein­mal­rech­nun­gen bei Ope­ra­tio­nen abfe­dern möch­ten und lau­fen­de klei­ne­re Rech­nun­gen selbst tra­gen wol­len. In bei­den Fäl­len soll­ten Sie auf Punk­te wie Erstat­tung nach GOT, War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung und mög­li­che Jah­res­gren­zen ach­ten.

Die Hun­de­hal­ter­haft­pflicht ist die Basis nach außen. Als Hal­ter haf­ten Sie in Deutsch­land sehr weit­rei­chend, auch wenn „eigent­lich nichts pas­sie­ren soll­te“. In meh­re­ren Bun­des­län­dern ist sie für alle Hun­de sogar vor­ge­schrie­ben. Wer einen Samo­je­den hält, bewegt sich oft drau­ßen, trifft ande­re Hun­de, Men­schen und Situa­tio­nen, die man nicht kom­plett steu­ern kann. Eine gute Haft­pflicht nimmt Ihnen die­ses finan­zi­el­le Risi­ko ab, wenn ein Per­so­nen oder Sach­scha­den ent­steht.

Wenn es um die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung geht, sind die Unter­schie­de zwi­schen den Tari­fen in der Pra­xis oft grö­ßer, als man am Bei­trag ver­mu­tet. In unse­rem Ver­gleich ist die Han­se­Mer­kur Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung der Leis­tungs­sie­ger, weil das Gesamt­pa­ket aus Leis­tungs­um­fang und All­tags­taug­lich­keit beson­ders stim­mig ist. Die Cle­os Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung führt bei uns als Preis-Leis­tungs­sie­ger, weil vie­le Hal­ter hier ein sehr gutes Ver­hält­nis aus Bei­trag und Leis­tung bekom­men. Wel­che Lösung am bes­ten passt, hängt am Ende vor allem von Alter, Gesund­heits­sta­tus, gewünsch­ter Selbst­be­tei­li­gung und dem ab, was Sie rea­lis­tisch absi­chern möch­ten.

Tierarzt untersucht einen Labrador auf dem Behandlungstisch, Mutter und Kind stehen daneben in einer hellen Tierarztpraxis
Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung

Schützt Sie bei vie­len Tier­arzt­kos­ten im All­tag. Je nach Tarif sind Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und The­ra­pien ein­ge­schlos­sen. Oft wer­den auch sta­tio­nä­re Auf­ent­hal­te und Ope­ra­tio­nen mit­ge­tra­gen. Sinn­voll, wenn Sie auch län­ge­re Krank­heits­ver­läu­fe abfe­dern möch­ten.

Junge Frau geht mit einem aktiven Hund an der Leine spazieren – Symbolbild für die Notwendigkeit einer Hundehalterhaftpflichtversicherung.
Hun­de­hal­ter­haft­pflicht

Sichert Sie ab, wenn Ihr Hund einem Drit­ten einen Scha­den zufügt. Das betrifft Per­so­nen und Sach­schä­den, oft auch Ver­mö­gens­schä­den. In meh­re­ren Bun­des­län­dern ist sie für alle Hun­de Pflicht. Sie gehört für die meis­ten Hal­ter ganz nach oben auf die Lis­te.

Tierärztin untersucht einen Schäferhund auf dem Behandlungstisch, eine Person hält das Tier, moderne Tierklinik im Hintergrund
Hun­de-OP-Ver­si­che­rung

Kon­zen­triert sich auf die teu­ren Ope­ra­tio­nen, ob nach Unfall oder Krank­heit. Sie ist oft güns­ti­ger als eine Kran­ken­ver­si­che­rung, deckt aber lau­fen­de Behand­lun­gen meist nicht ab. Passt, wenn Sie vor allem gro­ße Rech­nun­gen absi­chern möch­ten und Rou­ti­ne­kos­ten selbst tra­gen.

Pfle­ge-Rou­ti­ne, die im All­tag wirk­lich funk­tio­niert

Die rich­ti­ge Pfle­ge des Samo­je­den: Fell, Zäh­ne, Ohren und Augen

Das dich­te Dop­pel­fell macht den Samo­je­den so beson­ders, sorgt aber auch für regel­mä­ßi­ge Pfle­ge­ar­beit. Wer eine fes­te Rou­ti­ne hat, ver­mei­det Ver­fil­zun­gen, Haut­pro­ble­me und unnö­ti­gen Stress bei Bürs­te, Kon­trol­le und Tier­arzt.

Der wich­tigs­te Bau­stein ist die Fell­pfle­ge. Der Samo­je­de trägt ein Dop­pel­fell mit wei­cher Unter­wol­le und län­ge­rem Deck­haar. Im Nor­mal­be­trieb reicht es vie­len Hal­tern, ein bis zwei Mal pro Woche gründ­lich zu bürs­ten. In Zei­ten mit star­kem Fell­wech­sel braucht es deut­lich mehr, oft täg­lich, weil lose Unter­wol­le sonst schnell ver­filzt und die Haut schlech­ter „atmen“ kann. Kri­ti­sche Stel­len sind häu­fig hin­ter den Ohren, in den Ach­seln, an der Hin­ter­hand und am Ruten­an­satz. Dort ent­ste­hen Kno­ten gern zuerst, selbst wenn der Rest noch gut aus­sieht.

Wich­tig ist auch, was Sie nicht tun. Das Fell soll­te in der Regel nicht gescho­ren wer­den. Das Dop­pel­fell schützt nicht nur vor Käl­te, son­dern ist Teil der natür­li­chen Schutz­funk­ti­on und kann durch Sche­ren dau­er­haft Scha­den neh­men. Wenn der Som­mer kommt, ist „Unter­wol­le sau­ber aus­käm­men“ fast immer sinn­vol­ler als kür­zen. Dazu gehö­ren Schat­ten, Was­ser und Bewe­gung in den küh­le­ren Tages­zei­ten.

Baden ist beim Samo­je­den meist sel­ten nötig. Zu häu­fi­ges Baden kann die Haut rei­zen und das Fell stumpf wir­ken las­sen. Wenn ein Bad wirk­lich sein muss, zählt vor allem das gründ­li­che Aus­spü­len und voll­stän­di­ge Trock­nen bis in die Unter­wol­le. Feuch­te Unter­wol­le ist ein Klas­si­ker für Geruch und Haut­stress. Für vie­le All­tags­si­tua­tio­nen reicht es, Schmutz trock­nen zu las­sen und danach aus­zu­bürs­ten.

Neben dem Fell soll­ten Sie Zäh­ne, Ohren und Augen in eine kur­ze Rou­ti­ne ein­bau­en. Bei den Zäh­nen ist regel­mä­ßi­ges Put­zen die effek­tivs­te Pro­phy­la­xe. Ide­al ist täg­lich, rea­lis­tisch sind auch zwei bis drei Mal pro Woche, wenn Sie dran­blei­ben. Nut­zen Sie dafür Hun­de­zahn­pas­ta und gewöh­nen Sie Ihren Samo­je­den früh und ruhig dar­an, damit es spä­ter kein Kampf wird. Ohren soll­ten Sie vor allem kon­trol­lie­ren, nicht „blind“ rei­ni­gen. Wenn Schmutz sicht­bar ist, kön­nen Sie die äuße­ren Berei­che sanft säu­bern, Wat­te­stäb­chen im Gehör­gang sind kei­ne gute Idee. Bei Geruch, Rötung, Aus­fluss oder star­kem Kopf­schüt­teln gehört das zum Tier­arzt. Augen kön­nen Sie bei Bedarf mit einem wei­chen, leicht ange­feuch­te­ten Tuch rei­ni­gen. Auf­fäl­lig sind anhal­ten­des Trä­nen, Rötung oder eit­ri­ger Aus­fluss.

Typi­sche Gesund­heits­ri­si­ken früh erken­nen

Typi­sche Krank­hei­ten beim Samo­je­den

Samo­je­den gel­ten als robus­te Hun­de, trotz­dem gibt es bei der Ras­se ein paar The­men, die Tier­ärz­te und Zucht­ver­ei­ne seit Jah­ren im Blick haben. Wenn Sie wis­sen, wor­auf Sie ach­ten soll­ten, erken­nen Sie Warn­zei­chen frü­her und kön­nen Vor­sor­ge und All­tag bes­ser dar­auf aus­rich­ten.

Hüft­ge­lenks­dys­pla­sie (HD)

HD betrifft das Hüft­ge­lenk und kann zu Schmer­zen, Lahm­heit und Arthro­se füh­ren. Beim Samo­je­den steht die­ses The­ma seit Jah­ren im Fokus der Zucht, wes­halb seriö­se Lini­en oft gut doku­men­tier­te Unter­su­chun­gen vor­wei­sen. Im All­tag hilft ein schlan­kes Gewicht, mode­ra­ter Mus­kel­auf­bau und Bewe­gung, die die Gelen­ke nicht dau­er­haft über­las­tet.

Pro­gres­si­ve Reti­na­atro­phie (PRA)

PRA ist eine Netz­haut­er­kran­kung, die schlei­chend star­tet und das Seh­ver­mö­gen nach und nach ver­schlech­tern kann. Ers­te Hin­wei­se sind Unsi­cher­heit im Dun­keln oder zöger­li­ches Ver­hal­ten auf unbe­kann­tem Unter­grund. Bei Ras­sen mit bekann­ten Augen­ri­si­ken lohnt sich regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le, weil früh erkann­te Ver­än­de­run­gen den Umgang im All­tag erleich­tern kön­nen.

Glau­kom und Gonio­dys­pla­sie

Beim Samo­je­den wer­den ver­schie­de­ne Augen­er­kran­kun­gen genannt, dar­un­ter auch Gonio­dys­pla­sie, die das Risi­ko für ein Glau­kom erhö­hen kann. Ein Glau­kom ist schmerz­haft und kann den Seh­nerv schä­di­gen. Warn­zei­chen sind gerö­te­te Augen, Trä­nen­fluss, Licht­emp­find­lich­keit oder ein plötz­lich „trü­ber“ Blick. Bei Auf­fäl­lig­kei­ten zählt Tem­po, nicht Abwar­ten.

Dia­be­tes mel­li­tus

Dia­be­tes kommt beim Samo­je­den als ras­se­ty­pisch genann­tes The­ma vor und zeigt sich oft durch star­ken Durst, häu­fi­ges Was­ser­las­sen, Gewichts­ver­lust oder Leis­tungs­tiefs. Die Behand­lung ist gut mög­lich, braucht aber Rou­ti­ne. Ein nor­ma­les Kör­per­ge­wicht und pas­sen­de Füt­te­rung sen­ken das Risi­ko zusätz­lich und hel­fen, typi­sche Fol­ge­pro­ble­me im Blick zu behal­ten.

Her­edi­tä­re Nephri­tis

Beim Samo­je­den ist eine erb­li­che Nie­ren­er­kran­kung beschrie­ben, die als Samoy­ed Her­edi­ta­ry Glome­rul­opa­thy oder X lin­ked nephri­tis bekannt ist. Auf­fäl­lig kön­nen frü­he Pro­te­in­ver­lus­te im Urin, Abma­ge­rung und spä­ter Zei­chen einer Nie­ren­schwä­che wer­den. Für Hal­ter heißt das vor allem: Zucht­un­ter­la­gen ernst neh­men und bei unkla­ren Sym­pto­men Urin­wer­te prü­fen las­sen.

Kurz beant­wor­tet, was Samo­je­de-Hal­ter wirk­lich wis­sen wol­len

FAQ zum Samo­je­den: Hal­tung, Pfle­ge, Gesund­heit und Absi­che­rung

Ja, in vie­len Fami­li­en klappt das sehr gut, weil der Samo­je­de in der Regel freund­lich, men­schen­be­zo­gen und sozi­al ist. Wich­tig ist, dass er im All­tag nicht „mit­läuft“, son­dern fes­te Bewe­gung, Beschäf­ti­gung und kla­re Regeln bekommt. Mit Kin­dern passt das meist, wenn Hund und Kind ange­lei­tet wer­den und Ruhe­zei­ten ein­ge­hal­ten wer­den, denn der Samo­je­de ist aktiv und schnell im „Mit­mach­mo­dus“.

Er kann als ers­ter Hund funk­tio­nie­ren, ist aber kein typi­scher Anfän­ger­hund. Der Grund ist sel­ten „Unver­träg­lich­keit“, son­dern die Mischung aus Ener­gie, eigen­stän­di­gem Kopf und dem Auf­wand für Fell­pfle­ge und Aus­las­tung. Wenn Sie bereit sind, kon­se­quent zu trai­nie­ren, wirk­lich täg­lich raus­zu­ge­hen und sich früh Unter­stüt­zung (Hun­de­schu­le, sinn­vol­le Beschäf­ti­gung) zu holen, ist der Ein­stieg mach­bar.

Der Samo­je­de ist ein Arbeits­hund-Typ und braucht jeden Tag spür­bar Bewe­gung plus Kopf­ar­beit. Rei­ne „Pflicht­run­den“ rei­chen oft nicht, weil er dann eige­ne Ideen ent­wi­ckelt. Gut pas­sen lan­ge Spa­zier­gän­ge, Such­spie­le, Appor­tier- und Denk­auf­ga­ben sowie Zug­hun­de­sport oder sport­li­che Akti­vi­tä­ten, wenn der Hund dafür gesund ist. Pla­nen Sie im All­tag eher groß­zü­gig, damit der Samo­je­de zuhau­se zur Ruhe kommt.

Das Fell ist dicht und dop­pel­la­gig, dadurch wirkt es traum­haft, braucht aber regel­mä­ßi­ge Pfle­ge. Außer­halb des Fell­wech­sels reicht oft gründ­li­ches Bürs­ten ein bis zwei Mal pro Woche, im Fell­wech­sel eher deut­lich häu­fi­ger, sonst ver­filzt Unter­wol­le und die Haa­re lan­den über­all. Baden soll­te die Aus­nah­me sein, weil Pfle­ge­pro­duk­te das natür­li­che Schutz­fett angrei­fen kön­nen und das Fell lan­ge trock­net. Das Fell zu sche­ren ist meist kei­ne gute Idee, weil die Schutz­funk­ti­on gestört wer­den kann.

Vie­le Samo­je­den sind sehr eng an ihre Men­schen gebun­den und fin­den Allein­sein anfangs schwie­rig. Allein­blei­ben klappt meist, wenn es früh, lang­sam und sau­ber auf­ge­baut wird, mit kla­ren Rou­ti­nen und aus­rei­chen­der Aus­las­tung davor. Rea­lis­tisch ist: Ein Samo­je­de wird sel­ten der Hund, der pro­blem­los „stun­den­lang allei­ne“ ist, ohne dass man das aktiv trai­niert. Wer im All­tag häu­fig lan­ge weg ist, soll­te das bei der Ras­se­wahl ehr­lich ein­pla­nen.

Der Samo­je­de ist für Käl­te gemacht, Hit­ze ist daher ein ech­tes The­ma. Im Som­mer hel­fen frü­he und spä­te Gas­si­zei­ten, Schat­ten, Was­ser, kur­ze Akti­vi­täts­blö­cke und küh­le Rück­zugs­or­te. Sport bei Wär­me und lan­ge Asphalt­stre­cken sind häu­fig der Punkt, an dem es kippt. Das dich­te Fell schützt zwar auch ein Stück weit, trotz­dem brau­chen vie­le Samo­je­den im Som­mer ein deut­lich ange­pass­tes Pro­gramm.

Der Samo­je­de gilt oft als robust, trotz­dem gibt es ras­se­ty­pi­sche Risi­ken. Genannt wer­den je nach Linie The­men wie Hüft­dys­pla­sie, Augen­er­kran­kun­gen (z. B. erb­li­che Netz­haut­pro­ble­me) und bei einem Teil der Popu­la­ti­on eine schwe­re erb­li­che Nie­ren­er­kran­kung (her­edi­tä­re Nephri­tis). Das heißt nicht, dass Ihr Hund das bekommt, aber es ist ein guter Grund, auf Gesund­heits­vor­sor­ge, pas­sen­de Zucht­un­ter­su­chun­gen und frü­he Abklä­rung bei Sym­pto­men zu ach­ten.

Prak­tisch rele­vant sind drei Bau­stei­ne: Hun­de­haft­pflicht, OP-Ver­si­che­rung und je nach Anspruch eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung. Die Haft­pflicht schützt Sie vor hohen For­de­run­gen, falls Ihr Hund einen Per­so­nen- oder Sach­scha­den ver­ur­sacht. OP- und Kran­ken­ver­si­che­rung hel­fen, wenn Dia­gnos­tik und Behand­lung teu­er wer­den, was bei akti­ven Hun­den durch Ver­let­zun­gen oder bei chro­ni­schen The­men schnell pas­sie­ren kann. Wich­tig sind dabei Details wie Erstat­tung nach GOT, War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se und ob Vor­sor­ge­leis­tun­gen ent­hal­ten sind.

Mehr Wis­sen für All­tag, Gesund­heit und Sicher­heit

Wei­te­re The­men, die Samo­je­de-Hal­tern wirk­lich hel­fen

Wenn Sie einen Samo­je­den haben oder dar­über nach­den­ken, kom­men schnell ähn­li­che Fra­gen auf: Wel­che Gesund­heits­the­men sind typisch, wie bleibt der Hund im All­tag aus­ge­gli­chen und wel­che Absi­che­rung ist sinn­voll. In den fol­gen­den Berei­chen fin­den Sie kom­pak­te Inhal­te, die Ihnen bei Ent­schei­dun­gen hel­fen und im All­tag Ori­en­tie­rung geben.

Brauner Hund liegt schlapp auf dem Untersuchungstisch in einer Tierarztpraxis, ein Arzt legt beruhigend die Hand auf ihn
Hun­de­krank­hei­ten

Hier fin­den Sie einen ver­ständ­li­chen Über­blick über häu­fi­ge Hun­de­krank­hei­ten und typi­sche Warn­zei­chen. Sie ler­nen, wel­che Sym­pto­me eher harm­los sind und wann Sie bes­ser zeit­nah zum Tier­arzt gehen. Dazu kom­men prak­ti­sche Hin­wei­se zu Dia­gnos­tik und Behand­lung, ohne unnö­ti­ge Panik. Ide­al, wenn Sie schnel­ler reagie­ren möch­ten und gesund­heit­li­che Pro­ble­me früh erken­nen wol­len. Gera­de bei akti­ven Hun­den hilft das, Fol­ge­kos­ten zu ver­mei­den.

Lächelnder Golden Retriever wird von einer Familie liebevoll gestreichelt und sitzt zufrieden auf dem Wohnzimmerboden
Hun­de­rat­ge­ber

Im Hun­de­rat­ge­ber geht es um Din­ge, die wirk­lich im All­tag zäh­len: Hal­tung, Erzie­hung, Ruhe­trai­ning, Pfle­ge und sinn­vol­le Beschäf­ti­gung. Sie bekom­men Tipps, die sich umset­zen las­sen, auch wenn Sie kei­nen „per­fek­ten“ Hun­de­all­tag haben. Der Fokus liegt auf Rou­ti­nen, die einen Samo­je­den aus­ge­gli­che­ner machen. Von Wel­pe bis erwach­se­ner Hund fin­den Sie hier kla­re Ant­wor­ten, ohne Fach­chi­ne­sisch.

Zusam­men­fas­sung

Der Samo­je­de ist ein freund­li­cher, men­schen­be­zo­ge­ner Spitz aus Sibi­ri­en mit dich­tem Dop­pel­fell und hohem Bewe­gungs­drang. Wer die Ras­se hält, soll­te den All­tag rea­lis­tisch pla­nen: täg­li­che Aus­las­tung, kla­re Regeln und eine fes­te Pfle­ge­rou­ti­ne sind wich­ti­ger als „per­fek­tes“ Trai­ning. Das Fell braucht regel­mä­ßi­ges Bürs­ten, beson­ders im Fell­wech­sel, und im Som­mer zäh­len Schat­ten, Was­ser und ruhi­ge Akti­vi­tät zu den küh­le­ren Tages­zei­ten. Cha­rak­ter­lich ist der Samo­je­de oft sozi­al und fami­li­en­nah, kann aber eigen­stän­dig sein und je nach Typ auch deut­lich „mit­tei­len“, wenn ihm etwas fehlt.

Gesund­heit­lich gel­ten Samo­je­den grund­sätz­lich als robust, den­noch gibt es ras­se­ty­pi­sche The­men, die Sie ken­nen soll­ten, etwa Hüf­te, Augen und in ein­zel­nen Lini­en auch Stoff­wech­sel oder Nie­ren­the­men. Wer Warn­zei­chen früh erkennt und Vor­sor­ge ernst nimmt, redu­ziert Stress und Fol­ge­pro­ble­me. Wenn Sie zusätz­lich Tier­arzt­kos­ten plan­bar hal­ten möch­ten, lohnt sich ein Ver­gleich von Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung, OP-Ver­si­che­rung und Hun­de­hal­ter­haft­pflicht, damit Leis­tung, Bedin­gun­gen und Bei­trag zu Ihrem Samo­je­den und Ihrem Bud­get pas­sen.

Häu­fi­ge Fra­gen

Ist der Samo­je­de hypo­all­er­gen bzw. für All­er­gi­ker geeig­net?

Einen „wirk­lich hypo­all­er­ge­nen“ Hund gibt es nicht. Der Samo­je­de haart deut­lich und kann All­er­gien aus­lö­sen, auch wenn ein­zel­ne Men­schen ihn bes­ser ver­tra­gen als ande­re Ras­sen. Wenn All­er­gien ein The­ma sind, ist der bes­te Test: mehr­fach ech­ter Kon­takt, in Ruhe, über län­ge­re Zeit und in der Woh­nungs­si­tua­ti­on.

Vie­le Samo­je­den sind kom­mu­ni­ka­tiv und mel­den sich, wenn etwas pas­siert oder wenn sie Auf­merk­sam­keit wol­len. Ob das „viel“ ist, hängt stark von Aus­las­tung, Trai­ning und All­tag ab. Wer früh ruhi­ges Ver­hal­ten belohnt, kla­re Regeln setzt und Lan­ge­wei­le ver­mei­det, bekommt das in der Regel gut in den Griff, ganz ohne Här­te.

Es kann funk­tio­nie­ren, wenn drau­ßen wirk­lich genug pas­siert und der Hund drin­nen zur Ruhe fin­det. Was vie­le unter­schät­zen, sind Fell­men­ge, Wär­me im Som­mer, Platz­be­darf für Trock­nen und Pfle­ge sowie die Laut­stär­ke, wenn der Hund unter­for­dert ist. Eine Woh­nung ist daher nicht auto­ma­tisch ein Aus­schluss­kri­te­ri­um, sie erhöht nur die Anfor­de­run­gen an Tages­struk­tur und Manage­ment.

Für einen Wel­pen aus seriö­ser Zucht bewe­gen sich die Prei­se häu­fig im Bereich von grob 1.200 bis 2.500 Euro, je nach Linie und Regi­on. Dazu kom­men lau­fen­de Kos­ten für Fut­ter, Aus­stat­tung, Pfle­ge­zu­be­hör, Trai­ning und Tier­arzt, die bei einem mit­tel­gro­ßen bis gro­ßen Hund spür­bar sind. Wer die Kos­ten plan­bar hal­ten will, kal­ku­liert am bes­ten auch Rück­la­gen oder eine pas­sen­de OP- bzw. Kran­ken­ver­si­che­rung mit ein.

Ähn­li­che Hun­de­ras­sen zum Samo­je­den

Der Samo­je­de begeis­tert vie­le mit sei­nem freund­li­chen Wesen, sei­ner Nähe zur Fami­lie und dem auf­fäl­li­gen wei­ßen Fell. Wenn Sie noch ver­glei­chen möch­ten, hel­fen ähn­li­che Ras­sen dabei, Akti­vi­täts­le­vel, Trai­nings­an­spruch und All­tags­taug­lich­keit bes­ser ein­zu­schät­zen. Die fol­gen­den Alter­na­ti­ven tei­len ent­we­der die nor­di­sche Her­kunft, die Lust an Bewe­gung oder einen ähn­li­chen Look, unter­schei­den sich aber spür­bar bei Jagd­trieb, Eigen­stän­dig­keit und Erzie­hung.

  • Sibe­ri­an Hus­ky: Sehr sozi­al und aus­dau­ernd, braucht deut­lich mehr sport­li­che Aus­las­tung und ein kon­se­quen­tes Manage­ment, beson­ders drau­ßen.

  • Alas­kan Mala­mu­te: Kräf­tig, ursprüng­lich und oft unab­hän­gi­ger. Passt eher zu erfah­re­nen Hal­tern, die gro­ße nor­di­sche Hun­de sicher füh­ren kön­nen.

  • Eura­si­er: Ruhi­ger und häu­fig weni­ger „trie­big“, wenn Sie nor­di­sche Optik mögen, aber einen ent­spann­te­ren Fami­li­en­hund suchen.

  • Chow Chow: Ähn­lich beein­dru­cken­de Fell­op­tik, im Cha­rak­ter oft distan­zier­ter und wach­sa­mer. Braucht kla­re Regeln und ein ruhi­ges Umfeld.

  • Shi­ba Inu: Deut­lich klei­ner, aber eben­falls urty­pisch und eigen­stän­dig. Inter­es­sant, wenn Sie einen kom­pak­te­ren Hund mit star­kem Cha­rak­ter möch­ten.

  • Wei­ßer Schwei­zer Schä­fer­hund: Für alle, die den wei­ßen Look mögen, aber mehr Zusam­men­ar­beit und Trai­nier­bar­keit suchen.

  • Fin­ni­scher Lapp­hund: Freund­lich, viel­sei­tig und oft leich­ter zu erzie­hen, wenn Sie einen nor­di­schen Typ mit guter All­tags­taug­lich­keit möch­ten.

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