Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Schutz bei Tier­arzt, OP und Dia­gnos­tik

Voll­schutz oder OP Tarif, Leis­tun­gen und Bei­trag im Ver­gleich

Tierarzt untersucht einen Labrador auf dem Behandlungstisch, Mutter und Kind stehen daneben in einer hellen Tierarztpraxis

Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung rich­tig wäh­len: Leis­tun­gen, Kos­ten und Stol­per­stei­ne

Tier­arzt­kos­ten sind im All­tag oft plan­bar, im Ernst­fall aber nicht. Eine Dia­gno­se, eine OP oder eine län­ge­re Behand­lung kann finan­zi­ell schnell spür­bar wer­den. Genau des­halb ist bei der Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung weni­ger der Monats­bei­trag ent­schei­dend, son­dern die Fra­ge, was im Leis­tungs­fall wirk­lich über­nom­men wird. Dazu zäh­len vor allem die Erstat­tung nach Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te und die Regeln im Not­dienst, denn dort kön­nen höhe­re Gebüh­ren­sät­ze und eine zusätz­li­che Not­dienst­ge­bühr anfal­len.

Für die Aus­wahl kommt es auf meh­re­re Punk­te an, die spä­ter im Leis­tungs­fall den Unter­schied machen. Dazu zäh­len die War­te­zei­ten, der Umgang mit Vor­er­kran­kun­gen, die kon­kre­ten Aus­schlüs­se sowie die Fra­ge, wie Selbst­be­tei­li­gung und mög­li­che Leis­tungs­gren­zen gestal­tet sind. Man­che Tari­fe leis­ten breit, ande­re set­zen frü­her Gren­zen oder schlie­ßen bestimm­te Behand­lun­gen aus. Wenn die­se Details vor­ab sau­ber pas­sen, lässt sich der Schutz so wäh­len, dass er zum Hund, zum Bud­get und zur gewünsch­ten Ver­sor­gung passt und spä­te­re Über­ra­schun­gen deut­lich unwahr­schein­li­cher wer­den.

Inhalts­ver­zeich­nis

Ergän­zen­de Absi­che­rung rund um Ihren Hund

Mehr Schutz für Ihren Hund

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung deckt vie­le Tier­arzt­kos­ten ab, aber sie löst nicht jedes Risi­ko im Hun­de­all­tag. Je nach Situa­ti­on kann es sinn­voll sein, den Schutz zu ergän­zen. Die drei Berei­che unten hel­fen Ihnen, die pas­sen­de Rich­tung zu fin­den: all­ge­mei­ne Hun­de­ver­si­che­rung als Über­blick, Hun­de­hal­ter­haft­pflicht für Schä­den gegen­über Drit­ten und eine Hun­de OP Ver­si­che­rung, wenn Sie gezielt gro­ße OP-Rech­nun­gen absi­chern möch­ten.

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Das Wich­tigs­te im Über­blick

Tarif­ar­ten im Über­blick

Was deckt eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ab und wel­cher Schutz passt zu Ihrem Hund?

„Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung“ ist im All­tag oft ein Sam­mel­be­griff für unter­schied­li­che Tarif­ar­ten. Man­che Tari­fe sichern nur Ope­ra­tio­nen ab, ande­re über­neh­men zusätz­lich ambu­lan­te Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und je nach Ver­trag auch Vor­sor­ge. Ent­schei­dend sind weni­ger Wer­be­aus­sa­gen, son­dern Regeln wie Erstat­tung nach GOT, Not­dienst, War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se und mög­li­che Jah­res­gren­zen. Wenn die­se Punk­te zu Alter, Gesund­heits­sta­tus und Risi­ko Ihres Hun­des pas­sen, ist der Schutz im Ernst­fall ver­läss­lich.

Der Hun­de OP-Schutz kon­zen­triert sich auf chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe, die medi­zi­nisch not­wen­dig sind, zum Bei­spiel bei Kreuz­band­riss, Magen­dre­hung oder Tumor-OP. Je nach Tarif wer­den nicht nur die OP selbst, son­dern auch typi­sche Begleit­kos­ten über­nom­men, etwa dia­gnos­ti­sche Vor­un­ter­su­chun­gen, Nar­ko­se, Medi­ka­men­te und die OP-beding­te Nach­be­hand­lung.

Wich­tig ist die sau­be­re Abgren­zung: Vie­le Kos­ten ent­ste­hen nicht im OP-Saal, son­dern davor und danach. Prü­fen Sie des­halb kon­kret, wie lan­ge Nach­be­hand­lung erstat­tet wird, ob sta­tio­nä­re Unter­brin­gung ent­hal­ten ist und bis zu wel­chem GOT-Satz der Tarif leis­tet.

Typi­sche Check­punk­te:

  • Vor­un­ter­su­chung und Dia­gnos­tik vor der OP

  • Nach­be­hand­lungs­ta­ge und Reha-Leis­tun­gen

  • Kli­nik­auf­ent­halt und Medi­ka­men­te

  • GOT-Erstat­tung und Not­dienst-Regeln

Der Kran­ken­voll­schutz ist die brei­tes­te Vari­an­te. Er kann je nach Tarif ambu­lan­te Behand­lun­gen, sta­tio­nä­re Maß­nah­men, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und je nach Ver­trag auch Vor­sor­ge oder Zahn­leis­tun­gen umfas­sen. Dadurch ist er beson­ders inter­es­sant, wenn nicht nur das OP-Risi­ko abge­si­chert wer­den soll, son­dern auch wie­der­keh­ren­de Behand­lun­gen oder teu­re Dia­gnos­tik wie bild­ge­ben­de Ver­fah­ren.

Gleich­zei­tig unter­schei­den sich Voll­schutz-Tari­fe stark bei Limits, Erstat­tungs­quo­ten, War­te­zei­ten und Aus­schlüs­sen. Sinn­voll ist ein Blick auf die Jah­res­gren­ze und dar­auf, ob es sepa­ra­te Bud­gets gibt, zum Bei­spiel für Vor­sor­ge oder Zahn. So lässt sich bes­ser ein­schät­zen, wie viel im Jahr rea­lis­tisch über­nom­men wird.

Ein rei­ner Hun­de OP-Unfall­schutz ist ein Spe­zi­al­schutz für Kos­ten, die durch ein plötz­li­ches Unfall­ereig­nis ent­ste­hen, etwa Sturz, Biss­ver­let­zung oder Ver­kehrs­un­fall. Der Fokus liegt dar­auf, aku­te Not­fäl­le finan­zi­ell abzu­fe­dern, ohne die Brei­te einer Kran­ken­ver­si­che­rung abzu­de­cken. Man­che Unfall­ta­ri­fe grei­fen ab Ver­trags­be­ginn, das ist aber immer eine Fra­ge der Bedin­gun­gen.

Er passt vor allem dann, wenn gezielt das Unfall­ri­si­ko abge­si­chert wer­den soll oder wenn ein umfas­sen­der Kran­ken­schutz wegen Alter oder Vor­er­kran­kun­gen schwe­rer zu bekom­men ist. Wich­tig ist hier die Defi­ni­ti­on von „Unfall“ und was aus­drück­lich nicht dazu­ge­hört, damit es im Leis­tungs­fall kei­ne Miss­ver­ständ­nis­se gibt.

Bei älte­ren Hun­den wird die Tarif­wahl oft anspruchs­vol­ler. In der Pra­xis gibt es bei man­chen Ver­si­che­run­gen Ein­tritts­al­ters­gren­zen oder es wird mit Zuschlä­gen, län­ge­ren War­te­zei­ten oder enge­ren Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen gear­bei­tet.

Wenn Ihr Hund bereits älter ist, lohnt sich ein beson­ders genau­er Blick auf zwei Punk­te: Was gilt als Vor­er­kran­kung und was ist bereits „bekannt“ und wie sind Limits oder Selbst­be­tei­li­gung gestal­tet. Ein Tarif kann trotz höhe­rem Bei­trag sinn­voll sein, wenn er in den Berei­chen leis­tet, die im Alter häu­fi­ger rele­vant wer­den, zum Bei­spiel Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te oder wie­der­keh­ren­de Behand­lun­gen.

Wenn Sie zwi­schen OP-Schutz und Voll­schutz schwan­ken, hilft eine ein­fa­che Ori­en­tie­rung: Geht es vor allem um das gro­ße OP-Risi­ko oder möch­ten Sie zusätz­lich lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten abfe­dern. Mit einem Ver­gleich sehen Sie schnel­ler, wie sich Bei­trag, Selbst­be­tei­li­gung, Erstat­tung und Leis­tungs­gren­zen im All­tag unter­schei­den.

Unter­schie­de im Schutz, die spä­ter bei der Rech­nung spür­bar wer­den

Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung oder Hun­de OP Ver­si­che­rung: Was passt bes­ser zu Ihrem Bedarf?

Die Begrif­fe klin­gen ähn­lich, mei­nen aber nicht das­sel­be. Eine Hun­de OP Ver­si­che­rung ist auf chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe aus­ge­legt und über­nimmt, je nach Tarif, die Kos­ten rund um eine Ope­ra­ti­on. Eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung für Hun­de geht deut­lich wei­ter und kann zusätz­lich ambu­lan­te Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und wei­te­re Leis­tun­gen abde­cken.

Wel­che Vari­an­te sinn­vol­ler ist, hängt weni­ger vom Bauch­ge­fühl ab, son­dern davon, wel­che Kos­ten Sie rea­lis­tisch absi­chern möch­ten und wie Ihr Hund lebt, wie alt er ist und ob es bereits bekann­te Befun­de gibt.

Eine Hun­de OP Ver­si­che­rung greift typi­scher­wei­se dann, wenn ein ope­ra­ti­ver Ein­griff medi­zi­nisch not­wen­dig wird, zum Bei­spiel nach einem Kreuz­band­riss oder bei aku­ten Bauch­pro­ble­men. Je nach Bedin­gun­gen sind nicht nur die OP-Kos­ten selbst rele­vant, son­dern auch Vor­un­ter­su­chun­gen, Nar­ko­se, Medi­ka­men­te und die Nach­sor­ge. Genau hier unter­schei­den sich Tari­fe spür­bar, etwa bei der Dau­er der Nach­be­hand­lung, bei Kli­ni­k­leis­tun­gen oder bei der Fra­ge, wie nach GOT abge­rech­net wird und ob Not­dienst-Situa­tio­nen mit höhe­ren Sät­zen mit­ge­tra­gen wer­den. In der Pra­xis lohnt es sich, die­se Punk­te vor­ab zu prü­fen, weil ein gro­ßer Teil der Kos­ten nicht nur aus dem Ein­griff besteht, son­dern aus Dia­gnos­tik und Ver­lauf.

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist brei­ter ange­legt. Sie kann, je nach Tarif, zusätz­lich zum OP-Bereich auch lau­fen­de Tier­arzt­kos­ten über­neh­men, etwa bei Infek­ten, Haut­pro­ble­men, Magen-Darm-The­men, All­er­gien oder wie­der­keh­ren­den Beschwer­den. Dazu kom­men häu­fig Leis­tun­gen, die im All­tag öfter vor­kom­men als eine OP, zum Bei­spiel Labor, Bild­ge­bung, Medi­ka­men­te oder bestimm­te Vor­sor­ge­bau­stei­ne. Gleich­zei­tig gilt auch hier: „Voll­schutz“ ist kein fes­tes Leis­tungs­ver­spre­chen, son­dern hängt am kon­kre­ten Ver­trag. Limits, Bud­gets (zum Bei­spiel für Vor­sor­ge oder Zäh­ne), Selbst­be­tei­li­gung und Aus­schlüs­se ent­schei­den, wie viel im Jahr tat­säch­lich über­nom­men wird.

Für die Aus­wahl hilft eine nüch­ter­ne Ein­ord­nung Ihres Risi­kos. Wenn Sie vor allem das Sze­na­rio „eine OP wird teu­er“ absi­chern möch­ten und lau­fen­de Behand­lun­gen aus dem Bud­get trag­bar blei­ben, kann ein OP-Schutz pas­send sein. Wenn Sie zusätz­lich wie­der­keh­ren­de Tier­arzt­kos­ten, Dia­gnos­tik und Medi­ka­men­te abfe­dern möch­ten, ist eine Kran­ken­ver­si­che­rung häu­fig näher an die­sem Ziel. Wich­tig ist auch der Zeit­fak­tor: War­te­zei­ten sind üblich, bei Unfäl­len gel­ten teils abwei­chen­de Regeln, und bereits bekann­te Beschwer­den kön­nen aus­ge­schlos­sen sein. Wer das über­sieht, erlebt spä­ter nicht sel­ten Dis­kus­sio­nen im Leis­tungs­fall.

Wenn Sie tie­fer in die Unter­schie­de ein­stei­gen möch­ten, ist es sinn­voll, bei­de Vari­an­ten direkt neben­ein­an­der zu ver­glei­chen, inklu­si­ve Erstat­tung nach GOT, Not­dienst-Rege­lung, War­te­zeit, Selbst­be­tei­li­gung und Leis­tungs­gren­zen. Einen eige­nen Über­blick fin­den Sie auch auf der Sei­te zur Hun­de OP Ver­si­che­rung.

Leis­tun­gen, War­te­zeit, Aus­schlüs­se: Dar­auf kommt es im Ver­trag an

Wel­che Leis­tun­gen deckt eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ab?

Nicht jeder Tarif hält, was man im ers­ten Moment erwar­tet. Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung kann je nach Umfang von der Dia­gno­se bis zur The­ra­pie vie­le Tier­arzt­kos­ten abfe­dern, sie hat aber fast immer Regeln, die im Ernst­fall den Unter­schied machen: War­te­zei­ten, der Umgang mit Vor­er­kran­kun­gen, kla­re Aus­schlüs­se, die Art der Selbst­be­tei­li­gung und mög­li­che Leis­tungs­gren­zen pro Jahr oder pro Behand­lung. Vie­le Rat­ge­ber stel­len genau die­se Punk­te in den Vor­der­grund, weil hier spä­ter die meis­ten Miss­ver­ständ­nis­se ent­ste­hen.

1. War­te­zei­ten: ab wann zahlt die Ver­si­che­rung?

Bei vie­len Tari­fen star­tet der vol­le Schutz nicht sofort. Häu­fig gibt es eine all­ge­mei­ne War­te­zeit von eini­gen Wochen bis weni­gen Mona­ten, in der Erkran­kun­gen und geplan­te Behand­lun­gen noch nicht erstat­tet wer­den. Für Unfäl­le gel­ten je nach Anbie­ter oft kür­ze­re Fris­ten oder sogar sofor­ti­ger Schutz, das ist aber nicht auto­ma­tisch so. Sinn­voll ist auch ein Blick auf Son­der­war­te­zei­ten, etwa für bestimm­te Dia­gno­sen oder Ein­grif­fe, die Ver­si­che­rer geson­dert behan­deln.

Im Ver­trag prü­fen: Beginn der Leis­tungs­pflicht, Son­der­war­te­zei­ten, Defi­ni­ti­on „Unfall“, Nachweise/Fristen für Rech­nun­gen.

Vie­le Tari­fe schlie­ßen Kos­ten aus, die mit Erkran­kun­gen zusam­men­hän­gen, die vor Ver­trags­be­ginn bereits bekannt waren oder bei denen schon Sym­pto­me bestan­den. Das betrifft nicht nur Dia­gno­sen, son­dern auch wie­der­keh­ren­de Beschwer­den, lau­fen­de Medi­ka­tio­nen oder ange­ra­te­ne Fol­ge­be­hand­lun­gen. Bei man­chen Tari­fen wer­den zudem ange­bo­re­ne oder gene­tisch beding­te Pro­ble­me ein­ge­schränkt oder aus­ge­schlos­sen, was bei bestimm­ten Ras­sen beson­ders rele­vant sein kann.

Im Ver­trag prü­fen: Defi­ni­ti­on Vor­er­kran­kung, Umgang mit Sym­pto­men vor Start, Aus­schlüs­se bei angeborenen/genetischen Befun­den, Pflich­ten bei Antrags­fra­gen.

Nicht erstat­tet wird je nach Tarif häu­fig alles, was als Rou­ti­ne oder Vor­sor­ge gilt, sowie Leis­tun­gen ohne medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit. Das kann Imp­fun­gen, Para­si­ten­be­hand­lun­gen, all­ge­mei­ne Check-ups oder bestimm­te Zahn­leis­tun­gen betref­fen. Auch Kastration/Sterilisation, Diä­ten, Ergän­zungs­fut­ter, Gut­ach­ten oder Ver­wal­tungs­po­si­tio­nen (Attes­te, Beschei­ni­gun­gen) sind je nach Bedin­gun­gen aus­ge­schlos­sen oder nur pau­schal begrenzt. Eini­ge Tari­fe zah­len dafür fes­te Jah­res­bud­gets, die aber nicht immer rei­chen.

Im Ver­trag prü­fen: Vor­sor­ge­pau­scha­le, Zahn­leis­tun­gen (Behand­lung vs. Pro­phy­la­xe), Kastration/Sterilisation (nur medi­zi­nisch not­wen­dig?), Aus­schluss­lis­ten.

Bei der Selbst­be­tei­li­gung gibt es unter­schied­li­che Model­le: pro­zen­tu­al pro Rech­nung, als fixer Betrag pro Jahr, pro Behand­lung oder als Kom­bi­na­ti­on. Zusätz­lich spielt die Erstat­tungs­quo­te eine Rol­le, also ob ein Tarif 60, 80 oder 100 Pro­zent über­nimmt. Zwei Tari­fe kön­nen auf den ers­ten Blick ähn­lich wir­ken, am Ende aber sehr unter­schied­li­che Eigen­an­tei­le erzeu­gen, wenn pro Rech­nung ein Pro­zent­satz bleibt oder jähr­li­che SBs mehr­fach „grei­fen“.

Im Ver­trag prü­fen: SB-Modell, Min­dest­selbst­be­tei­li­gun­gen, Kom­bi­na­ti­on aus Quo­te + SB, gilt SB auch bei OP, Not­fall, Kli­nik?

Vie­le Tari­fe haben Begren­zun­gen, auch wenn der Begriff „Voll­schutz“ ver­wen­det wird. Typisch sind Jah­res­höchst­be­trä­ge, Limits pro Ope­ra­ti­on, Bud­gets für ein­zel­ne Leis­tungs­be­rei­che (Zahn, Phy­sio, alter­na­ti­ve Metho­den) oder Staf­fe­lun­gen in den ers­ten Ver­si­che­rungs­jah­ren. Das ist einer der häu­figs­ten Grün­de, war­um Rech­nun­gen nicht voll­stän­dig über­nom­men wer­den.

Im Ver­trag prü­fen: Jah­res­höchst­leis­tung, OP-Limit, Leis­tungs­staf­feln, Teil­bud­gets, Höchstent­schä­di­gung je Fall.

Tier­ärz­te rech­nen nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT) ab. Je nach Leis­tung, Auf­wand und Situa­ti­on kön­nen höhe­re Sät­ze ange­setzt wer­den. Im tier­ärzt­li­chen Not­dienst dür­fen Zuschlä­ge und höhe­re Mul­ti­pli­ka­to­ren anfal­len, dazu kommt eine Not­dienst­ge­bühr. Das ist für die Pra­xis logisch, führt aber dazu, dass eine nächt­li­che Behand­lung oder ein Wochen­en­de schnell spür­bar teu­rer wird. Genau des­halb soll­te ein Tarif zur GOT-Erstat­tung und zum Not­dienst sau­ber pas­sen, wenn man nachts nicht „auf Limit“ lau­fen will.

Im Ver­trag prü­fen: maxi­mal erstat­te­ter GOT-Satz, Not­dienst­re­ge­lung, Erstat­tung von Zuschlägen/Notdienstgebühr, Kli­ni­ka­b­rech­nung.

Eine star­ke Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung zeigt sich nicht erst bei der OP, son­dern bei den häu­fi­gen Fäl­len im All­tag: Dia­gnos­tik (z. B. Labor, Ultra­schall, Bild­ge­bung), Medi­ka­men­te, Injek­tio­nen, Infu­sio­nen, Ver­bands­wech­sel, chro­ni­sche Erkran­kun­gen und wie­der­keh­ren­de Behand­lun­gen. Gera­de bei lang­fris­ti­gen The­ra­pien ist wich­tig, ob ein Tarif hier begrenzt, ob es regel­mä­ßi­ge Bud­gets gibt und ob Nach­kon­trol­len mit­ver­si­chert sind.

Im Ver­trag prü­fen: ambulant/stationär, Dia­gnos­tik und Labor, Medi­ka­men­te, chro­ni­sche Ver­läu­fe, The­ra­pie­dau­er und Bud­gets.

Bei OPs geht es nicht nur um „Schnitt und Naht“. Oft ent­ste­hen Kos­ten durch Vor­un­ter­su­chun­gen, Nar­ko­se, Über­wa­chung, sta­tio­nä­re Unter­brin­gung, Schmerz­mit­tel, Kon­troll­un­ter­su­chun­gen und Nach­be­hand­lung. Man­che Tari­fe regeln Nach­sor­ge zeit­lich (z. B. X Tage) oder begren­zen Reha- und Phy­sio­the­ra­pie. Wenn Ihnen plan­ba­re OP-Sicher­heit wich­tig ist, soll­te genau die­ser „OP-Rah­men“ mög­lichst geschlos­sen sein, sonst blei­ben schnell rele­van­te Eigen­an­tei­le hän­gen.

Im Ver­trag prü­fen: Voruntersuchung/Bildgebung, Narkose/Überwachung, Kli­nik­un­ter­brin­gung, Nach­be­hand­lungs­ta­ge, Phy­sio/Re­ha-Limits, Kom­pli­ka­tio­nen.

Tari­fe im Direkt­ver­gleich: War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se, Limits und GOT-Sät­ze auf einen Blick

Gute Hun­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen im Ver­gleich

Die Leis­tungs­un­ter­schie­de bei Hun­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen sind in der Pra­xis groß. Der Bei­trag allein sagt wenig aus, weil Tarif­de­tails dar­über ent­schei­den, wie viel im Ernst­fall wirk­lich erstat­tet wird. Ach­ten Sie bei der Vor­auswahl vor allem auf fünf Punk­te: War­te­zei­ten, Umgang mit Vor­er­kran­kun­gen, Aus­schlüs­se, Rege­lung der Selbst­be­tei­li­gung und mög­li­che Leis­tungs­gren­zen pro Jahr oder je Behand­lung.

Ein Ver­gleich macht genau die­se Stell­schrau­ben sicht­bar, ohne dass Sie sich durch lan­ge Bedin­gun­gen arbei­ten müs­sen. Das ist auch wegen der Tier­arzt­ab­rech­nung nach GOT rele­vant: Im Not­dienst kön­nen höhe­re Gebüh­ren­sät­ze anfal­len und es gibt eine zusätz­li­che Not­dienst­ge­bühr. Wer Tari­fe ver­gleicht, soll­te daher prü­fen, bis zu wel­chem GOT-Satz erstat­tet wird und ob Not­dienst-Situa­tio­nen sau­ber mit­ge­re­gelt sind.

Nut­zen Sie die Über­sicht als Short­list und kli­cken Sie anschlie­ßend in die Details. Prü­fen Sie dann gezielt die Punk­te, die spä­ter am häu­figs­ten zu Miss­ver­ständ­nis­sen füh­ren: Sind bestimm­te Dia­gno­sen, ras­se­spe­zi­fi­sche Erkran­kun­gen oder Behand­lun­gen begrenzt oder aus­ge­schlos­sen, gibt es Sub­li­mits etwa für Vor­sor­ge, Zahn oder alter­na­ti­ve Heil­me­tho­den, und wie wer­den Medi­ka­men­te, Dia­gnos­tik und Nach­be­hand­lung abge­deckt.

Ein rea­lis­ti­scher Blick auf die Annah­me­re­geln gehört dazu: Bereits bestehen­de Erkran­kun­gen oder ange­ra­te­ne Behand­lun­gen wer­den in der Regel nicht rück­wir­kend über­nom­men, je nach Anbie­ter kann das die Annah­me erschwe­ren oder den Bei­trag erhö­hen. Genau des­halb ist der Ver­gleich vor dem Abschluss so wert­voll, weil Sie Bedin­gun­gen und Gren­zen früh erken­nen, statt sie erst im Leis­tungs­fall zu bemer­ken.

Wenn Sie zwei bis drei Favo­ri­ten gefun­den haben, lohnt sich der letz­te Schritt: Bei­trag mit Ihrer Wunsch-Selbst­be­tei­li­gung berech­nen und par­al­lel die kri­ti­schen Pas­sa­gen im Bedin­gungs­werk gegen­che­cken. Auch Ver­glei­che und Tests zei­gen, dass die Qua­li­tät stark schwankt, selbst bei ähn­lich wir­ken­den Tari­fen. Welch­te Hun­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen zu den bes­ten am Markt gehö­ren, habe wir für Sie in unse­rem Arti­kel zur bes­ten Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung anlay­si­ert.

Mehr Ori­en­tie­rung für All­tag, Gesund­heit und Ras­se

Hun­de­wis­sen, das Ihnen wirk­lich wei­ter­hilft

Wer einen Hund hält, trifft stän­dig Ent­schei­dun­gen und vie­le davon haben mit Gesund­heit, Ver­hal­ten und der pas­sen­den Hal­tung zu tun. Damit Sie Sym­pto­me bes­ser ein­ord­nen, typi­sche Feh­ler ver­mei­den und Ihren Hund im All­tag sicher beglei­ten kön­nen, fin­den Sie hier drei The­men­wel­ten mit pra­xis­na­hen Inhal­ten. Kurz, ver­ständ­lich und so auf­ge­baut, dass Sie schnell zur rich­ti­gen Ant­wort kom­men.

Ein kleiner kranker Hund schläft erschöpft auf dem Schoß einer Frau, die ihn liebevoll auf dem Sofa hält
Hun­de­krank­hei­ten

Von Durch­fall bis Lahm­heit: Hier fin­den Sie typi­sche Beschwer­den, Warn­zei­chen und sinn­vol­le nächs­te Schrit­te. Sie erfah­ren, wann Abwar­ten ok ist und wann Sie bes­ser zeit­nah zum Tier­arzt gehen. Vie­le Arti­kel erklä­ren auch Dia­gno­se, Behand­lung und Nach­sor­ge ver­ständ­lich. Ide­al, wenn Sie schnell Klar­heit brau­chen.

Lächelnder Golden Retriever wird von einer Familie liebevoll gestreichelt und sitzt zufrieden auf dem Wohnzimmerboden
Hun­de­rat­ge­ber

All­tags­the­men, die wirk­lich vor­kom­men: Erzie­hung, Pfle­ge, Ernäh­rung, Rei­sen, Allein­blei­ben und Ver­hal­ten. Die Inhal­te sind so geschrie­ben, dass Sie sie direkt umset­zen kön­nen. Mit ein­fa­chen Erklä­run­gen, typi­schen Feh­lern und kla­ren Tipps. Per­fekt, wenn Sie eine kon­kre­te Fra­ge haben und eine ver­läss­li­che Ant­wort suchen.

Drei verschiedene Hunderassen sitzen nebeneinander auf einer Wiese – sinnbildlich für Vielfalt und Charakter der beliebtesten Rassen
Hun­de­ras­sen

Wel­che Ras­se passt zu Ihrem All­tag und was ist gesund­heit­lich wich­tig? In den Ras­se­por­träts geht es um Cha­rak­ter, Bewe­gung, Pfle­ge und häu­fi­ge ras­se­ty­pi­sche The­men. Sie bekom­men eine rea­lis­ti­sche Ein­ord­nung statt Ide­al­bil­der. Prak­tisch, wenn Sie ver­glei­chen oder Ihren Hund bes­ser ver­ste­hen möch­ten.

Was kos­tet eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung wirk­lich?

So viel zah­len Sie je nach Ras­se, Alter und Tarif­wahl

Die Bei­trä­ge für eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung las­sen sich nicht pau­schal fest­na­geln, weil immer meh­re­re Fak­to­ren zusam­men­spie­len: Alter und Grö­ße des Hun­des, Gesund­heits­zu­stand, Leis­tungs­um­fang (OP-Schutz oder Voll­schutz), Erstat­tung nach GOT, Selbst­be­tei­li­gung und mög­li­che Leis­tungs­gren­zen. Genau des­halb wirkt ein „ab“-Preis auf vie­len Ver­gleichs­sei­ten oft attrak­ti­ver, als er im All­tag ist. Ent­schei­dend ist, was Sie im Leis­tungs­fall wirk­lich erstat­tet bekom­men und in wel­chen Fäl­len der Ver­si­che­rer kür­zen oder ableh­nen darf.

Im Markt gibt es gro­ße Bei­trags­span­nen. Ein rei­ner OP-Tarif kann als Ein­stieg güns­ti­ger sein, deckt aber nur Ope­ra­tio­nen und die damit ver­bun­de­nen Kos­ten ab. Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung mit Voll­schutz ist in der Regel teu­rer, kann dafür auch Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, ambu­lan­te Behand­lun­gen und oft wei­te­re Bau­stei­ne ein­schlie­ßen. Der Preis­un­ter­schied ent­steht also nicht durch „Mar­ke“, son­dern durch die Fra­ge, wie breit der Schutz wirk­lich ist.

Damit Sie Bei­trä­ge rich­tig ein­ord­nen, lohnt sich der Blick auf die Stell­schrau­ben, die den Preis in der Pra­xis am stärks­ten beein­flus­sen:

  • Alter beim Abschluss: Je älter der Hund, des­to höher fällt der Bei­trag häu­fig aus, teils mit zusätz­li­chen Ein­schrän­kun­gen.

  • Ras­se und Kör­per­grö­ße: Grö­ße­re Hun­de und ras­se­ty­pi­sche Risi­ken kön­nen die Kal­ku­la­ti­on beein­flus­sen.

  • Gesund­heits­sta­tus und Vor­er­kran­kun­gen: Bestehen­de Dia­gno­sen, lau­fen­de Behand­lun­gen oder frü­he­re OPs sind je nach Tarif ein häu­fi­ger Stol­per­stein.

  • Selbst­be­tei­li­gung: Eine höhe­re Selbst­be­tei­li­gung senkt oft den Monats­bei­trag, erhöht aber Ihren Eigen­an­teil im Leis­tungs­fall.

  • Erstat­tung und Leis­tungs­gren­zen: Erstat­tung nach GOT, Jah­res­bud­get, Leis­tungs­ober­gren­zen oder Begren­zun­gen je Dia­gno­se wir­ken direkt auf Preis und Nut­zen.

Wich­tig ist, den Bei­trag nicht iso­liert zu bewer­ten, son­dern zusam­men mit fünf Punk­ten, die spä­ter über Zufrie­den­heit oder Ärger ent­schei­den. Ers­tens: War­te­zei­ten, weil in die­ser Zeit vie­le Leis­tun­gen noch nicht grei­fen. Zwei­tens: Gren­zen bei Vor­er­kran­kun­gen, also wie der Ver­si­che­rer „bekannt“ und „vor­ver­trag­lich“ defi­niert. Drit­tens: Aus­schlüs­se, denn nicht jede Behand­lung ist auto­ma­tisch mit­ver­si­chert. Vier­tens: Regeln zur Selbst­be­tei­li­gung, weil „20 Pro­zent je Rech­nung“ etwas ande­res ist als „250 Euro pro Jahr“. Fünf­tens: Leis­tungs­gren­zen, zum Bei­spiel jähr­li­che Limits oder Begren­zun­gen für bestimm­te Behand­lungs­ar­ten. Wenn Sie die­se fünf Punk­te sau­ber prü­fen, wird der Preis­ver­gleich auto­ma­tisch fai­rer, weil Sie Tari­fe nicht nach Wer­be­ver­spre­chen, son­dern nach ech­ter Erstat­tungs­lo­gik bewer­ten.

Medi­zi­nisch abge­si­chert und finan­zi­ell ent­las­tet

War­um eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung sinn­voll sein kann

Tier­arzt­kos­ten kön­nen im All­tag klein anfan­gen und im Ernst­fall sehr schnell groß wer­den. Moder­ne Dia­gnos­tik, Ope­ra­tio­nen, Medi­ka­men­te und län­ge­re The­ra­pien sind heu­te deut­lich häu­fi­ger als noch vor eini­gen Jah­ren, und genau das spie­gelt sich auch in den Rech­nun­gen wider. Zusätz­lich wur­de die Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT) über­ar­bei­tet, was Behand­lun­gen in vie­len Fäl­len spür­bar teu­rer gemacht hat.

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist vor allem dann hilf­reich, wenn Sie im Krank­heits­fall nicht zwi­schen medi­zi­nisch sinn­voll und finan­zi­ell mach­bar abwä­gen möch­ten. Gera­de bei plötz­lich auf­tre­ten­den Beschwer­den oder chro­ni­schen Ver­läu­fen ent­ste­hen Kos­ten oft nicht nur durch „den einen Ein­griff“, son­dern durch Dia­gnos­tik, wie­der­keh­ren­de Kon­trol­len, Medi­ka­men­te und beglei­ten­de Maß­nah­men. Weil Tier­me­di­zin in den letz­ten Jah­ren kom­ple­xer gewor­den ist und die GOT ange­passt wur­de, sind die Beträ­ge im Ver­gleich zu frü­her häu­fig höher als vie­le Hal­ter erwar­ten.

Ein typi­scher Kos­ten­trei­ber ist der Not­dienst. Behand­lun­gen außer­halb der regu­lä­ren Zei­ten kön­nen nach GOT mit höhe­ren Gebüh­ren­sät­zen abge­rech­net wer­den, zusätz­lich fällt eine Not­dienst­ge­bühr an. Das ist kein Detail, son­dern Pra­xis­all­tag, denn vie­le aku­te Fäl­le pas­sie­ren abends, am Wochen­en­de oder an Fei­er­ta­gen. Wenn Sie sich absi­chern möch­ten, soll­te Ihr Tarif genau in die­sen Situa­tio­nen nach­voll­zieh­bar regeln, was erstat­tet wird und wel­che Gren­zen gel­ten.

Damit die Absi­che­rung spä­ter wirk­lich passt, soll­ten Sie die Ver­trags­lo­gik vor dem Abschluss klar haben. Vie­le Anbie­ter arbei­ten mit War­te­zei­ten, häu­fig im Bereich von etwa ein bis drei Mona­ten, in denen je nach Leis­tung noch kein vol­ler Schutz besteht. Eben­so sind Vor­er­kran­kun­gen beim Hund und bereits bekann­te Befun­de in der Pra­xis oft ein Knack­punkt, weil Ver­si­che­rer hier mit Aus­schlüs­sen oder Ein­schrän­kun­gen arbei­ten kön­nen. Und selbst bei grund­sätz­lich gutem Schutz gilt: Nicht jede Posi­ti­on auf einer Tier­arzt­rech­nung ist auto­ma­tisch mit­ver­si­chert, Vor­sor­ge und bestimm­te Zusatz­kos­ten sind je nach Tarif oft aus­ge­nom­men.

Auch die finan­zi­el­le Sei­te im Ver­trag muss trans­pa­rent sein. Selbst­be­tei­li­gun­gen, pro­zen­tua­le Erstat­tung, Jah­res- oder Fall­li­mits und ein­zel­ne Leis­tungs­ober­gren­zen bestim­men am Ende, wie hoch Ihr Eigen­an­teil wirk­lich aus­fällt. Wer die­se Stell­schrau­ben sau­ber ver­gleicht, ver­mei­det genau die Situa­ti­on, die vie­le Hal­ter erst im Leis­tungs­fall erle­ben: Der Schutz war grund­sätz­lich da, aber Aus­schlüs­se, Limits oder die Selbst­be­tei­li­gung machen die Rech­nung trotz­dem deut­lich höher als gedacht.

Wenn Sie das The­ma struk­tu­riert ange­hen, ergibt sich meist schnell ein kla­res Bild: Passt eher ein Voll­schutz, der den brei­ten All­tag abdeckt, oder reicht eine OP-Absi­che­rung, wenn es vor allem um plan­ba­re gro­ße Ein­grif­fe geht. In bei­den Fäl­len zahlt sich ein Ver­gleich aus, der nicht nur Preis und Wer­be­aus­sa­gen betrach­tet, son­dern die fünf Punk­te prüft, die im Leis­tungs­fall den Unter­schied machen: War­te­zeit, Vor­er­kran­kun­gen, Aus­schlüs­se, Selbst­be­tei­li­gung und Leis­tungs­gren­zen.

Was kos­tet der Tier­arzt wirk­lich?

Typi­sche Behand­lungs­kos­ten beim Hund: Bei­spie­le aus der Pra­xis

Tier­arzt­rech­nun­gen wir­ken oft über­ra­schend hoch, weil nicht nur „die Behand­lung“ bezahlt wird, son­dern vie­le ein­zel­ne Leis­tun­gen zusam­men­kom­men: Unter­su­chung, Labor, Bild­ge­bung (z. B. Rönt­gen, Ultra­schall), Medi­ka­men­te, Mate­ri­al, Nar­ko­se, OP, sta­tio­nä­re Über­wa­chung und Nach­sor­ge. Abge­rech­net wird nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT). Je nach Auf­wand und Zeit­punkt sind höhe­re Sät­ze mög­lich, im Not­dienst kom­men zusätz­lich Not­dienst­ge­bühr und erhöh­te GOT-Sät­ze dazu.

Durch­fall, Erbre­chen oder Appe­tit­lo­sig­keit sind häu­fi­ge Grün­de für einen Tier­arzt­be­such. In mil­den Fäl­len reicht eine Unter­su­chung mit Medi­ka­men­ten und Schon­kost. Teu­rer wird es, wenn der Hund schlapp ist, Fie­ber hat, stark dehy­driert oder wenn der Ver­dacht auf eine erns­te­re Ursa­che besteht. Dann sind Labor­wer­te, Infu­sio­nen und häu­fig auch Bild­ge­bung sinn­voll, um z. B. Ent­zün­dun­gen, Fremd­kör­per oder Bauch­spei­chel­drü­sen­pro­ble­me aus­zu­schlie­ßen.

Typi­sche Kos­ten­trei­ber sind weni­ger „eine Sprit­ze“, son­dern Dia­gnos­tik und Sta­bi­li­sie­rung:

  • Unter­su­chung und Basis­ver­sor­gung (häu­fig der Ein­stieg in die Rech­nung)

  • Blut­wer­te und ggf. Kot­un­ter­su­chung (je nach Umfang deut­lich teu­rer als vie­le erwar­ten)

  • Infu­sio­nen, Injek­tio­nen, Medi­ka­men­te und je nach Lage auch sta­tio­nä­re Betreu­ung

Pra­xis-Ori­en­tie­rung: unkom­pli­zier­te Ver­läu­fe blei­ben oft im unte­ren bis mitt­le­ren drei­stel­li­gen Bereich, mit Labor, Infu­sio­nen oder Kli­nik­ver­sor­gung kann es spür­bar dar­über lie­gen.

Ein Kreuz­band­riss ist eine der typi­schen ortho­pä­di­schen Dia­gno­sen, vor allem bei mit­tel­gro­ßen bis gro­ßen Hun­den. Neben der Lahm­heit kom­men Schmer­zen und Fol­ge­schä­den am Gelenk hin­zu, wenn nicht behan­delt wird. OP-Kos­ten ent­ste­hen nicht nur durch den Ein­griff selbst, son­dern durch Vor­un­ter­su­chun­gen, Bild­ge­bung, Nar­ko­se­ma­nage­ment, Implan­ta­te und Nach­sor­ge.

Was häu­fig auf der Rech­nung steht:

  • Dia­gnos­tik (ortho­pä­di­sche Unter­su­chung, Rönt­gen, ggf. wei­te­re Abklä­rung)

  • Nar­ko­se, OP inkl. Mate­ri­al (Implan­ta­te je nach Metho­de)

  • Schmerz­the­ra­pie, Kon­trol­len, Phy­sio und Reha

Kos­ten­rah­men: Für Kreuz­band-Ope­ra­tio­nen bei Hun­den wer­den häu­fig meh­re­re tau­send Euro genannt, je nach Metho­de und Kli­nik.

Bei Hun­den zählt die Magen­dre­hung zu den teu­ers­ten Not­fäl­len, weil Zeit, Not­dienst­struk­tur und oft Inten­siv­über­wa­chung zusam­men­kom­men. Häu­fig lau­fen die Kos­ten hoch, weil Dia­gnos­tik, Sta­bi­li­sie­rung (Infu­sio­nen, Medi­ka­men­te), OP und sta­tio­nä­re Betreu­ung in kur­zer Zeit nötig wer­den. Zudem ist der Zeit­punkt oft abends, nachts oder am Wochen­en­de.

Wodurch es teu­er wird:

  • Not­fall­auf­nah­me und schnel­le Dia­gnos­tik

  • OP plus Über­wa­chung, ggf. Inten­siv­sta­ti­on

  • Medi­ka­men­te und eng­ma­schi­ge Kon­trol­len

Wich­tig für die Ein­ord­nung: Im Not­dienst fal­len zusätz­lich Not­dienst­ge­bühr und erhöh­te GOT-Sät­ze an.

Kos­ten­rah­men: Häu­fig wer­den bei Magen­dre­hun­gen meh­re­re tau­send Euro als rea­lis­ti­sche Grö­ßen­ord­nung genannt.

Bei Tumo­ren hän­gen die Kos­ten stark davon ab, wo der Tumor sitzt, wie groß er ist und ob zusätz­lich Dia­gnos­tik oder His­to­lo­gie nötig sind. Eine ober­fläch­li­che Umfangs­ver­meh­rung kann deut­lich güns­ti­ger sein als eine OP im Bauch­raum oder an schwie­rig zugäng­li­chen Stel­len. Vie­le unter­schät­zen auch die Kos­ten für Vor­un­ter­su­chun­gen und Labor.

Typi­sche Rech­nungs­pos­ten:

  • Unter­su­chung, Bild­ge­bung und ggf. Biop­sie

  • OP und Nar­ko­se

  • His­to­lo­gie (Gewe­be­un­ter­su­chung) und Nach­sor­ge

Kos­ten­rah­men: Tumor-OPs wer­den oft mit einer brei­ten Span­ne beschrie­ben, von eini­gen hun­dert Euro bis in den vier­stel­li­gen Bereich, abhän­gig vom Auf­wand.

Arthro­se bei Hun­den ist sel­ten „die eine Rech­nung“, son­dern eher ein Kos­ten­pa­ket über Mona­te oder Jah­re. Die Dia­gno­se star­tet meist mit Unter­su­chung und Bild­ge­bung. Danach ent­ste­hen lau­fen­de Kos­ten durch Schmerz­ma­nage­ment, Ent­zün­dungs­hem­mer, Gelenk­the­ra­pien, Gewichts­ma­nage­ment und häu­fig Phy­sio. Je nach Hund kom­men Schü­be hin­zu, in denen zusätz­li­che Dia­gnos­tik nötig wird.

Typi­sche Kos­ten­trei­ber:

  • Dia­gno­se (Unter­su­chung, Rönt­gen)

  • lau­fen­de Medi­ka­men­te

  • Phy­sio und ergän­zen­de Maß­nah­men (je nach Plan meh­re­re Ter­mi­ne)

Pra­xis-Ori­en­tie­rung: Arthro­se bedeu­tet oft wie­der­keh­ren­de Kos­ten, weil The­ra­pie und Kon­trol­le regel­mä­ßig ange­passt wer­den.

Ein Zecken­biss beim Hund ist nicht auto­ma­tisch teu­er, die Rech­nung ent­steht meist dann, wenn Sym­pto­me auf­tre­ten oder wenn eine Abklä­rung nötig wird (z. B. bei Lahm­heit, Fie­ber, Mat­tig­keit). Bei Ver­dacht fol­gen häu­fig Blut­tests. Wird Bor­re­lio­se behan­delt, kom­men Anti­bio­ti­ka und Kon­troll­ter­mi­ne hin­zu.

Häu­fi­ge Bestand­tei­le:

  • Unter­su­chung und Ver­laufs­kon­trol­le

  • Blut­un­ter­su­chung (je nach Pro­fil unter­schied­lich umfang­reich)

  • Medi­ka­men­te und ggf. wei­te­re Dia­gnos­tik bei unkla­ren Sym­pto­men

Pra­xis-Ori­en­tie­rung: Vie­le Fäl­le blei­ben mode­rat, auf­wen­di­ge Dia­gnos­tik oder wie­der­keh­ren­de Beschwer­den trei­ben die Kos­ten nach oben.

Unfäl­le sind ein typi­scher Kos­ten­trei­ber, weil sie häu­fig sofort behan­delt wer­den müs­sen und nicht sel­ten im Not­dienst pas­sie­ren. Schnitt­ver­let­zun­gen kön­nen „nur“ genäht wer­den oder eine auf­wen­di­ge Wund­ver­sor­gung benö­ti­gen. Bei Gift­kö­dern ist die Rech­nung stark davon abhän­gig, ob eine sta­tio­nä­re Über­wa­chung nötig ist und wel­che Gegen­maß­nah­men erfol­gen müs­sen.

Typi­sche Rech­nungs­pos­ten:

  • Not­fall­auf­nah­me, Unter­su­chung, ggf. Dia­gnos­tik

  • Wund­ver­sor­gung, Nähen, Medi­ka­men­te oder Inten­siv­maß­nah­men

  • sta­tio­nä­re Über­wa­chung (wenn nötig)

Wich­tig: Im Not­dienst gilt zusätz­lich Not­dienst­ge­bühr plus erhöh­te GOT-Sät­ze.

Herz­er­kran­kun­gen beim Hund fal­len oft durch Hus­ten, Leis­tungs­schwä­che oder schnel­le Ermü­dung auf. Die Abklä­rung läuft meist über Unter­su­chung plus Herz­dia­gnos­tik (z. B. Ultra­schall, EKG, Rönt­gen). Danach ent­ste­hen häu­fig lau­fen­de Kos­ten durch Medi­ka­men­te und Kon­trol­len, ähn­lich wie bei Arthro­se.

Häu­fi­ge Bestand­tei­le:

  • Dia­gnos­tik (Ultra­schall, EKG, Rönt­gen je nach Ver­dacht)

  • Medi­ka­men­te (lau­fend) und Ver­laufs­kon­trol­len

Pra­xis-Ori­en­tie­rung: Herz­the­men sind oft „Dia­gnos­tik plus Dau­er­the­ra­pie“, also nicht nur eine ein­ma­li­ge Rech­nung.

Die­se Bei­spie­le hel­fen bei der Ori­en­tie­rung, erset­zen aber kei­ne tier­ärzt­li­che Ein­schät­zung, weil Schwe­re­grad, Kli­nik­stan­dard, Regi­on und Abrech­nungs­fak­tor nach GOT die Rech­nung stark beein­flus­sen. Wenn Sie Tari­fe ver­glei­chen, lohnt sich der Blick auf genau die Kos­ten­trei­ber, die hier sicht­bar wer­den: Dia­gnos­tik, Not­dienst, OP inklu­si­ve Nach­sor­ge, sowie Limits und Selbst­be­tei­li­gung. Gera­de bei Not­fäl­len ist ent­schei­dend, ob eine Poli­ce auch erhöh­te GOT-Sät­ze und sta­tio­nä­re Ver­sor­gung aus­rei­chend abdeckt.

Klar­heit im Scha­den­fall

Wann Ihre Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung zahlt und wann nicht

Ihre Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung zahlt, wenn …

Ihre Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung zahlt nicht, wenn …

Häu­fi­ge Fra­gen zur Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung, klar beant­wor­tet

Was Sie schon immer über Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung kann sehr viel abde­cken, aber „alle Tier­arzt­kos­ten“ gibt es in der Pra­xis nur inner­halb der ver­si­cher­ten Leis­tun­gen und immer mit Bedin­gun­gen. Ent­schei­dend ist, ob der Tarif ambu­lan­te Behand­lun­gen, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, OP und Nach­sor­ge wirk­lich ein­schließt. Prü­fen Sie zusätz­lich War­te­zei­ten, mög­li­che Jah­res­höchst­gren­zen, Aus­schlüs­se und die Rege­lung zu Vor­er­kran­kun­gen. Genau an die­sen Punk­ten schei­tert eine Erstat­tung am häu­figs­ten.

Stif­tung Waren­test spricht in der Regel kei­ne pau­scha­le Emp­feh­lung „für die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung“ aus, son­dern bewer­tet kon­kre­te Tari­fe in Tests. Zuletzt gab es zum Bei­spiel Bei­trä­ge und Aus­wer­tun­gen zur Hun­de OP Ver­si­che­rung, inklu­si­ve der Ein­schät­zung, dass vie­le Tari­fe nicht über­zeu­gen.

Die HUK bie­tet kei­ne eige­ne Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung an, son­dern ver­mit­telt über die Gotha­er Hun­de­ver­si­che­rung. Für jun­ge Hun­de star­ten die Bei­trä­ge ab rund 35 € monat­lich, abhän­gig von Ras­se, Alter und gewähl­tem Tarif.

Selbst­be­tei­li­gung gibt es je nach Anbie­ter und Tarif als fes­ten Betrag pro Jahr, als pro­zen­tua­len Anteil pro Rech­nung oder als Kom­bi­na­ti­on. Nied­ri­ge Selbst­be­tei­li­gung bedeu­tet höhe­re Bei­trä­ge, hohe Selbst­be­tei­li­gung senkt den Bei­trag, kann im Ernst­fall aber spür­bar wer­den. Für vie­le Hal­ter ist eine mode­ra­te Selbst­be­tei­li­gung sinn­voll, weil sie klei­ne Rech­nun­gen selbst tra­gen und gro­ße Kos­ten plan­bar absi­chern. Ach­ten Sie dar­auf, ob die Selbst­be­tei­li­gung auch für OP gilt oder nur für ambu­lan­te Behand­lun­gen.

Eini­ge Tari­fe leis­ten bei Ope­ra­tio­nen sehr hoch bis 100 Pro­zent, aber das gilt meist nur für OP Leis­tun­gen im defi­nier­ten Rah­men. Rele­van­te Ein­schrän­kun­gen sind zum Bei­spiel War­te­zei­ten, Aus­schlüs­se, Leis­tungs­gren­zen oder Vor­ga­ben, ob Vor­un­ter­su­chung, Nach­be­hand­lung und Medi­ka­men­te ein­ge­schlos­sen sind. Prü­fen Sie auch, ob im Not­dienst Zuschlä­ge berück­sich­tigt wer­den, denn dort wird es schnell teu­er.

Die bes­te Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist die, die zu Ihrem Hund und zu Ihrer Risi­ko­si­tua­ti­on passt. Für einen jun­gen, gesun­den Hund zählt oft ein guter Voll­schutz mit star­ken ambu­lan­ten Leis­tun­gen. Bei gro­ßen Ras­sen oder ras­se­ty­pi­schen Risi­ken sind OP Bau­stein, Dia­gnos­tik und hohe Kos­ten­er­stat­tung häu­fig wich­ti­ger als ein mini­ma­ler Bei­trag. Nut­zen Sie die­se Check­lis­te für die Vor­auswahl:

  • ambu­lant, OP, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, Kli­nik­auf­ent­halt ent­hal­ten

  • kla­re Regeln zu War­te­zei­ten und Vor­er­kran­kun­gen

  • aus­rei­chen­de Leis­tungs­gren­zen und sinn­vol­le Selbst­be­tei­li­gung

  • Erstat­tung auch bei Not­dienst und höhe­ren GOT Sät­zen

Die Qua­li­tät hängt bei AGILA wie bei jedem Anbie­ter vom kon­kre­ten Tarif ab. Bewer­ten Sie nicht nur Ster­ne oder Ein­zel­be­rich­te, son­dern die Ver­trags­de­tails: Was ist ambu­lant wirk­lich drin, wie sind OP und Nach­sor­ge gere­gelt, wie sieht es bei chro­ni­schen Erkran­kun­gen aus, und wel­che Gren­zen oder Aus­schlüs­se gibt es. Wenn Sie Tari­fe ver­glei­chen, ach­ten Sie auf trans­pa­ren­te Bedin­gun­gen und dar­auf, ob Sie Rech­nun­gen unkom­pli­ziert ein­rei­chen kön­nen.

Typi­sche Aus­schlüs­se betref­fen Leis­tun­gen, die nicht medi­zi­nisch not­wen­dig sind, bereits bekann­te Erkran­kun­gen (je nach Rege­lung), sowie Kos­ten wäh­rend der War­te­zeit. Eben­falls häu­fig: bestimm­te Diät oder Ergän­zungs­fut­ter­mit­tel, Zucht und Träch­tig­keits­the­men, kos­me­ti­sche Ein­grif­fe oder Leis­tun­gen außer­halb des ver­si­cher­ten Kata­logs. Wenn eine Rech­nung abge­lehnt wird, liegt es meist an War­te­zeit, Aus­schlüs­sen, Leis­tungs­gren­zen oder dar­an, dass der Fall nicht als ver­si­chert gilt.

„Kom­plett“ meint meist Voll­schutz inklu­si­ve ambu­lan­ter Behand­lung, OP, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und oft Vor­sor­ge. Der Preis bewegt sich je nach Hund deut­lich aus­ein­an­der, ein jun­ger Misch­ling ist meist güns­ti­ger als eine gro­ße Ras­se oder ein älte­rer Hund. Sinn­voll ist, die Kos­ten immer zusam­men mit der Leis­tung zu betrach­ten: Ein güns­ti­ger Tarif kann teu­er wer­den, wenn Leis­tun­gen feh­len oder Limits nied­rig sind. Rech­nen Sie daher immer meh­re­re Vari­an­ten durch, ein­mal mit und ein­mal ohne Selbst­be­tei­li­gung.

Tier­ärz­te nen­nen meist ungern „die eine Ver­si­che­rung“, weil Leis­tung und Abwick­lung tarif­ab­hän­gig sind. Was vie­le Pra­xen aber sinn­voll fin­den: hohe Kos­ten­er­stat­tung für Dia­gnos­tik und OP, kla­re Regeln im Not­dienst, wenig Aus­schlüs­se, sowie eine fai­re Rege­lung zu chro­ni­schen Erkran­kun­gen. Fra­gen Sie Ihren Tier­arzt am bes­ten nicht nach einem Mar­ken­na­men, son­dern nach den häu­figs­ten Kos­ten­trei­bern bei Ihrer Ras­se. Damit wäh­len Sie den Tarif pas­sen­der.

Vie­le Tari­fe haben War­te­zei­ten, oft im Bereich von eini­gen Wochen bis Mona­ten, vor allem bei Krank­hei­ten. Für Unfäl­le gel­ten je nach Tarif häu­fig kür­ze­re War­te­zei­ten oder sofor­ti­ger Schutz. Für Hal­ter ist das ein zen­tra­ler Punkt, weil genau in die­ser Pha­se Erstat­tun­gen aus­ge­schlos­sen sein kön­nen. Prü­fen Sie daher immer, ab wann OP, ambu­lan­te Behand­lung und spe­zi­el­le Leis­tun­gen tat­säch­lich grei­fen.

Tier­ärz­te rech­nen nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­tin­nen und Tier­ärz­te ab. Im Not­dienst oder zu beson­de­ren Zei­ten kön­nen Zuschlä­ge anfal­len, dadurch stei­gen Rech­nun­gen deut­lich. Ein Tarif soll­te des­halb so auf­ge­stellt sein, dass auch teu­re­re Behand­lun­gen im Rah­men der Bedin­gun­gen trag­bar blei­ben. Im Ver­gleich ist das einer der Punk­te, die spä­ter über Zufrie­den­heit oder Ärger ent­schei­den.

Unser Tipp: Wei­te­re, wich­ti­ge Ant­wor­ten zur Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung fin­den Sie in unse­ren häu­fig gestell­ten Fra­gen.

Mehr Wis­sen für Hun­de­hal­ter

Gut infor­miert zu Kos­ten, Pflich­ten und beson­de­ren Situa­tio­nen

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist ein wich­ti­ger Bau­stein, aber im All­tag tau­chen oft Fra­gen auf, die dar­über hin­aus­ge­hen. Wie ent­ste­hen Tier­arzt­kos­ten nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT)? Wann ist eine Hun­de­haft­pflicht in Ihrem Bun­des­land Pflicht, etwa bei Lis­ten­hun­den? Und wel­che Absi­che­rung passt, wenn Ihr Hund älter wird, Sie viel unter­wegs sind oder ein Unfall pas­siert? Die fol­gen­den Inhal­te geben Ihnen Ori­en­tie­rung, damit Sie Ent­schei­dun­gen nicht nur nach Preis, son­dern nach ech­ten Leis­tungs­de­tails und Ihrer Lebens­si­tua­ti­on tref­fen.

Frau geht mit ihrem Hund an der Leine in eine Tierarztpraxis – Symbolbild für Tierarztbesuche und die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).
Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te

Tier­arzt­kos­ten fol­gen in Deutsch­land der GOT. Je nach Auf­wand, Uhr­zeit und Not­dienst kön­nen sich Rech­nun­gen deut­lich unter­schei­den. Wer die Logik dahin­ter kennt, kann Kos­ten rea­lis­ti­scher ein­ord­nen und bes­ser pla­nen. Für die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist das beson­ders rele­vant, weil Tari­fe oft Gren­zen beim GOT Satz, bei Not­dienst­leis­tun­gen oder bei Erstat­tungs­quo­ten haben. Hier sehen Sie, wor­auf es in der Pra­xis wirk­lich ankommt.

Mann hält Listenhund an kurzer Leine auf einer Promenade mit Blick auf die Stadt – der Hund trägt ein robustes Brustgeschirr.
Hun­de­haft­pflicht für Lis­ten­hun­de

Ob eine Hun­de­haft­pflicht Pflicht ist, hängt vom Bun­des­land und teils auch von Ein­stu­fun­gen ab. Bei soge­nann­ten Lis­ten­hun­den gibt es häu­fi­ger Vor­ga­ben, die Sie beim Hal­ten und Füh­ren nach­wei­sen müs­sen. Wich­tig ist dabei nicht nur die Ras­se­fra­ge, son­dern was im Scha­den­fall abge­si­chert ist, etwa Per­so­nen und Sach­schä­den, Miet­sach­schä­den oder Schä­den durch Drit­te, die den Hund füh­ren. Die­se Sei­te hilft Ihnen, die typi­schen Stol­per­stel­len vor­ab zu erken­nen.

Und dar­über soll­ten Sie eben­falls nach­den­ken

Gesund­heits­schutz ist nur ein Teil der Ver­ant­wor­tung als Hun­de­hal­ter. Je nach Lebens­la­ge wer­den ande­re The­men schnell rele­vant, von Haft­pflicht­fra­gen über Unfall­ab­si­che­rung bis zu beson­de­ren Situa­tio­nen im Alter.

Anbie­ter im Ver­gleich

Hun­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen im Ver­gleich: Die­se Anbie­ter sind einen Blick wert

Hun­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen unter­schei­den sich teils deut­lich. Nicht nur beim Preis, son­dern vor allem bei Details wie Erstat­tungs­hö­he, War­te­zei­ten, Umgang mit Vor­er­kran­kun­gen oder Leis­tun­gen im Not­dienst. Genau des­halb lohnt sich ein Ver­gleich, der nicht auf „klingt gut“, son­dern auf kla­ren Leis­tungs­merk­ma­len basiert.

Im All­tag geht es sel­ten nur um die gro­ße Ope­ra­ti­on. Häu­fi­ger sind wie­der­keh­ren­de Tier­arzt­be­su­che, Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te oder die Fra­ge, ob ein Tarif auch bei chro­ni­schen The­men zuver­läs­sig zahlt. Wer hier nur nach dem Monats­bei­trag ent­schei­det, erlebt im Leis­tungs­fall oft Über­ra­schun­gen, etwa durch Limits, Eigen­an­tei­le oder Ein­schrän­kun­gen bei bestimm­ten Erkran­kun­gen.

Für einen sau­be­ren Ver­gleich soll­ten Sie zuerst auf die Punk­te schau­en, die spä­ter wirk­lich zäh­len: Wie hoch darf der Tier­arzt abrech­nen (GOT-Satz), wie wird im Not­dienst erstat­tet, gibt es ein Jah­res­li­mit oder pro Rech­nung eine Kap­pung, wie ist die Selbst­be­tei­li­gung gere­gelt und wel­che War­te­zei­ten gel­ten. Eben­so wich­tig ist, ob ras­se­ty­pi­sche Erkran­kun­gen sinn­voll mit­ge­dacht sind, ob alter­na­ti­ve Heil­me­tho­den oder Phy­sio­the­ra­pie ent­hal­ten sein kön­nen und wie der Tarif bei Zahn­be­hand­lun­gen auf­ge­stellt ist. Gera­de die­se Details tren­nen „güns­tig“ von „wirk­lich pas­send“.

Wenn Sie möch­ten, fil­tern Sie im Ver­gleich zuerst nach Ihrem Bedarf (Kran­ken­voll­schutz oder rei­ner OP-Schutz), dann nach den har­ten Kri­te­ri­en wie Erstat­tung, Limits und War­te­zei­ten. Erst danach lohnt sich der Blick auf den Bei­trag. So bleibt der Ver­gleich fair, nach­voll­zieh­bar und führt in der Regel schnel­ler zu einer Ent­schei­dung, die auch im Ernst­fall trägt.

Wor­auf Sie im Ver­gleich ach­ten soll­ten:

  • Leis­tungs­um­fang: ambu­lant, sta­tio­när und OP, inklu­si­ve Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te und Nach­sor­ge

  • Erstat­tung: Pro­zent­satz und maxi­ma­ler GOT-Satz, beson­ders im Not­dienst

  • Limits: Jah­res­li­mit, Sub­li­mits (z. B. Zahn, Vor­sor­ge, Heil­me­tho­den) und mög­li­che Kap­pun­gen pro Rech­nung

  • Selbst­be­tei­li­gung: pro Rech­nung oder pro Jahr, fix oder pro­zen­tu­al

  • War­te­zei­ten: getrennt nach Unfall und Krank­heit, plus Son­der­re­ge­lun­gen für bestimm­te Dia­gno­sen

  • Vor­er­kran­kun­gen und ras­se­ty­pi­sche Risi­ken: Annah­me, Aus­schlüs­se und mög­li­che Ein­schrän­kun­gen

  • Freie Tier­arzt­wahl: Pra­xis, Kli­nik, Spe­zia­lis­ten, Über­wei­sun­gen

  • Aus­lands­schutz: Gel­tungs­be­reich, Dau­er und Bedin­gun­gen bei Rei­sen

Die­se Gesell­schaf­ten bie­ten Hun­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen an

  • Alli­anz Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Die Alli­anz bie­tet je nach Tarif OP-Schutz oder Kran­ken­voll­schutz. Für den Ver­gleich zäh­len vor allem Jah­res­leis­tung, GOT-Erstat­tung, War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung und die Fra­ge, wie klar ambu­lan­te Heil­be­hand­lun­gen (Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, The­ra­pien) gere­gelt sind. Wer Wert auf struk­tu­rier­te Tarif­li­ni­en und nach­voll­zieh­ba­re Bedin­gun­gen legt, fin­det hier meist eine gut sor­tier­te Aus­wahl.

  • AGILA Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung: AGILA ist stark auf digi­ta­le Abläu­fe aus­ge­rich­tet. Vie­le Hal­ter schät­zen einen unkom­pli­zier­ten Pro­zess rund um Ein­rei­chung und Erstat­tung. Für die Pra­xis zählt jedoch weni­ger das Mar­ke­ting, son­dern das Klein­ge­druck­te: GOT-Satz, Jah­res­li­mits, War­te­zei­ten und mög­li­che Ein­schrän­kun­gen bei Vor­er­kran­kun­gen.

  • Bar­me­nia Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Bar­me­nia bie­tet je nach Tarif OP-Absi­che­rung und Kran­ken­voll­schutz. Für eine fai­re Ein­ord­nung soll­ten Sie nicht nur auf „Pro­zent-Erstat­tung“ schau­en, son­dern auf har­te Punk­te wie Leis­tungs­gren­zen, War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung, Aus­schlüs­se und die tat­säch­li­che Abde­ckung von Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­ten und The­ra­pien.

  • Cle­os Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Cle­os arbei­tet mit kla­ren Tarif­stu­fen und setzt stark auf digi­ta­le Pro­zes­se. Für den Ver­gleich sind Jah­res­li­mits, Selbst­be­tei­li­gung, War­te­zei­ten sowie der Umfang der ambu­lan­ten Leis­tun­gen maß­geb­lich. Ach­ten Sie außer­dem auf die ver­trag­li­chen Rege­lun­gen rund um Ver­trags­lauf­zeit, Anpas­sun­gen und Kün­di­gungs­mög­lich­kei­ten, damit es im Leis­tungs­fall kei­ne Über­ra­schun­gen gibt.

  • Han­se­Mer­kur Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Han­se­Mer­kur bie­tet je nach Tarif OP-Schutz oder Voll­schutz. Für die Aus­wahl zäh­len Erstat­tungs­gren­zen, GOT-Rege­lung, War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung und die Fra­ge, ob die Poli­ce im All­tag mehr abdeckt als „nur OP“. Ein guter Tarif zeigt sich oft bei Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­ten, Nach­sor­ge und wie­der­keh­ren­den Behand­lun­gen.

  • Hel­ve­tia Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Hel­ve­tia bie­tet je nach Tarif unter­schied­li­che Leis­tungs­stu­fen. Im Ver­gleich zäh­len auch hier Jah­res­li­mits, War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung und die Abde­ckung von ambu­lan­ten Leis­tun­gen. Wer alter­na­ti­ve Behand­lun­gen oder Phy­sio­the­ra­pie wich­tig fin­det, soll­te genau prü­fen, ob es dafür Bud­gets, Limits oder Vor­aus­set­zun­gen gibt.

  • Uelz­e­ner Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung: Uelz­e­ner ist ein eta­blier­ter Tier­ver­si­che­rer mit OP- und Voll­schutz­lö­sun­gen je nach Tarif. Für die Pra­xis zäh­len die­sel­ben Kern­punk­te: GOT-Erstat­tung, Jah­res­li­mits, War­te­zei­ten, Selbst­be­tei­li­gung, Aus­schlüs­se und der Umgang mit Vor­er­kran­kun­gen. So erken­nen Sie schnell, ob ein Tarif wirk­lich zu Ihrem Hund und zu Ihrer Pla­nung passt.

Natür­lich gibt es noch wei­te­re Hun­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen am Markt. Eini­ge Tari­fe wir­ken auf den ers­ten Blick güns­tig, haben in der Pra­xis aber Schwä­chen, etwa durch nied­ri­ge Jah­res­li­mits, lan­ge War­te­zei­ten, enge Aus­schlüs­se oder stren­ge Regeln bei Vor­er­kran­kun­gen. Wenn Sie die­se Punk­te ein­mal sau­ber prü­fen, wird der Ver­gleich schnell über­sicht­lich und Sie redu­zie­ren das Risi­ko von Ent­täu­schun­gen im Leis­tungs­fall deut­lich.

Wenn Sie gezielt wis­sen möch­ten, wor­an Sie pro­ble­ma­ti­sche Tari­fe erken­nen, fin­den Sie im Rat­ge­ber Nicht emp­feh­lens­wer­te Hun­de­kran­ken­ver­si­che­run­gen typi­sche Warn­si­gna­le und Bei­spie­le, die Sie vor dem Abschluss prü­fen soll­ten.

Zusam­men­fas­sung

Eine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung schützt Sie vor hohen Tier­arzt­kos­ten, wenn Ihr Hund krank wird, einen Unfall hat oder eine Ope­ra­ti­on braucht. Je nach Tarif sind nicht nur OP-Kos­ten, son­dern auch Dia­gnos­tik, Medi­ka­men­te, ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Behand­lun­gen sowie Nach­sor­ge abge­deckt. Beson­ders wich­tig ist dabei die Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärz­te (GOT), weil Not­dienst, Kli­nik­auf­ent­hal­te und moder­ne Dia­gnos­tik die Rech­nung deut­lich erhö­hen kön­nen.

Auf die­ser Sei­te erfah­ren Sie, wor­in der Unter­schied zwi­schen Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung und Hun­de OP-Ver­si­che­rung liegt, wel­che Leis­tun­gen typi­scher­wei­se ent­hal­ten sind und wel­che Kos­ten in der Pra­xis rea­lis­tisch auf­tre­ten kön­nen. Im Fokus ste­hen die Punk­te, die spä­ter wirk­lich ent­schei­dend sind: War­te­zei­ten, Regeln bei Vor­er­kran­kun­gen, Leis­tungs­aus­schlüs­se, Selbst­be­tei­li­gung und mög­li­che Leis­tungs­gren­zen. So kön­nen Sie bes­ser ein­schät­zen, wel­che Absi­che­rung zu Ihrem Hund passt, egal ob Wel­pe, erwach­se­ner Hund oder Seni­or.

Häu­fi­ge Fra­gen

Ab wel­chem Alter kann ich mei­nen Hund kran­ken­ver­si­chern?

Vie­le Ver­si­che­rer neh­men Wel­pen ab einem Min­dest­al­ter auf, oft nach 8 Wochen. Nach oben gibt es je nach Anbie­ter Ein­tritts­gren­zen oder stren­ge­re Gesund­heits­prü­fung. Wenn Sie im höhe­ren Alter abschlie­ßen, sind Ein­schrän­kun­gen oder Aus­schlüs­se wahr­schein­li­cher. Wenn Ihr Hund noch jung ist, sind Bei­trag und Annah­me­chan­cen in der Regel bes­ser.

Das hängt vom Tarif ab. Man­che Ver­trä­ge leis­ten nur in Deutsch­land, ande­re inner­halb Euro­pas oder welt­weit, oft zeit­lich begrenzt pro Rei­se. Prü­fen Sie vor allem, ob Not­fäl­le im Aus­land ein­ge­schlos­sen sind, wie abge­rech­net wird, und ob Sie Rech­nun­gen in Fremd­spra­che ein­rei­chen kön­nen. Bei häu­fi­gen Rei­sen lohnt es sich, die­sen Punkt bewusst als Kri­te­ri­um zu set­zen.

Wird eine chro­ni­sche Erkran­kung nach Ver­trags­be­ginn dia­gnos­ti­ziert, ist sie je nach Tarif grund­sätz­lich mit­ver­si­chert, solan­ge der Fall nicht unter Aus­schlüs­se fällt und die War­te­zeit abge­lau­fen ist. Wich­tig sind dabei Limits, Selbst­be­tei­li­gung und die Fra­ge, ob Fol­ge­be­hand­lun­gen und Dau­er­the­ra­pie voll abge­deckt sind. Genau hier tren­nen sich güns­ti­ge Tari­fe von leis­tungs­star­ken Lösun­gen.

Die Hun­de­ras­se beein­flusst den Bei­trag, weil bestimm­te Ras­sen sta­tis­tisch häu­fi­ger bestimm­te Erkran­kun­gen ent­wi­ckeln oder öfter teu­re Ein­grif­fe benö­ti­gen. Dazu kom­men Fak­to­ren wie Kör­per­ge­wicht, Schul­ter­hö­he und Alter. Für Sie heißt das: Bei gro­ßen oder ras­se­ty­pisch belas­te­ten Hun­den soll­ten Dia­gnos­tik, OP, Nach­sor­ge und mög­li­che ras­se­spe­zi­fi­sche Erkran­kun­gen beson­ders sau­ber geprüft wer­den.

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