Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung: Schutz bei Unfäl­len in Frei­zeit und All­tag

Schutz bei Unfäl­len, wir ver­glei­chen Leis­tun­gen und erklä­ren Details klar.

Kind mit Fahrradhelm liegt nach einem Sturz auf einem Feldweg am Boden, ein kleiner Hund läuft auf es zu

War­um eine Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung für vie­le Fami­li­en Sinn ergibt

Kin­der sind stän­dig in Bewe­gung. Spiel­platz, Fahr­rad, Sport­un­ter­richt, Toben mit Freun­den. Meist geht alles gut, manch­mal reicht ein Moment und es bleibt mehr als ein blau­er Fleck. Was vie­le Eltern erst spät mer­ken: Der gesetz­li­che Unfall­schutz greift bei Kin­dern typi­scher­wei­se vor allem in der Betreu­ungs­ein­rich­tung, in der Schu­le und auf den direk­ten Wegen. Pas­siert der Unfall in der Frei­zeit, zu Hau­se oder im Urlaub, besteht häu­fig kei­ne ver­gleich­ba­re Absi­che­rung. Genau hier setzt eine pri­va­te Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung an. Sie kann finan­zi­el­le Fol­gen abfe­dern, wenn nach einem Unfall blei­ben­de Beein­träch­ti­gun­gen ent­ste­hen und Umbau­ten, Hilfs­mit­tel oder lang­fris­ti­ge Unter­stüt­zung nötig wer­den.

Gleich­zei­tig lohnt ein ehr­li­cher Blick auf die Gren­zen: Eine Unfall­ver­si­che­rung zahlt in der Regel nur, wenn die Ursa­che wirk­lich ein Unfall ist. Vie­le schwe­re Beein­träch­ti­gun­gen bei Kin­dern ent­ste­hen jedoch durch Krank­heit. Wer die­ses Risi­ko eben­falls abde­cken möch­te, soll­te sich die Kin­der­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung als Alter­na­ti­ve oder Ergän­zung anse­hen. Wir bera­ten Sie dazu offen, ohne Schub­la­den­den­ken. Auf die­ser Sei­te sehen Sie, wel­che Leis­tun­gen bei einer Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung im All­tag wirk­lich zäh­len, wel­che Stol­per­stei­ne in Bedin­gun­gen ste­cken und wie Sie Tari­fe sinn­voll ver­glei­chen.

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Das Wich­tigs­te im Über­blick

War­um der Schutz gera­de bei Kin­dern so wich­tig ist

Kin­der sind stän­dig in Bewe­gung und gesetz­lich nur teil­wei­se geschützt

Kin­der tes­ten Gren­zen im All­tag jeden Tag. Beim Ren­nen, Klet­tern, Rad­fah­ren oder Toben pas­siert schnell ein Unfall. Vie­le Eltern ver­las­sen sich dabei auf den gesetz­li­chen Unfall­schutz. Der ist hilf­reich, greift aber vor allem in der Betreu­ung, in der Schu­le und auf direk­ten Wegen. Ein gro­ßer Teil der Unfäl­le pas­siert trotz­dem außer­halb die­ser Zei­ten, also zu Hau­se, beim Sport, auf dem Spiel­platz oder im Urlaub.

Eine pri­va­te Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung kann dann finan­zi­ell hel­fen, wenn nach einem Unfall blei­ben­de Fol­gen ent­ste­hen. Das ist der ent­schei­den­de Punkt: Nicht der klei­ne Sturz, son­dern die dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung kann Kos­ten aus­lö­sen, etwa für Umbau­ten, Hilfs­mit­tel oder zusätz­li­che Betreu­ung. Genau des­halb lohnt ein Ver­gleich, der nicht nur auf den Bei­trag schaut, son­dern auf die Leis­tun­gen, die im Ernst­fall wirk­lich zäh­len.

Je nach Alter ändern sich Risi­ken und typi­sche Unfall­si­tua­tio­nen. Sinn­voll ist ein Schutz, der zur Lebens­pha­se Ihres Kin­des passt.

Typi­sche Situa­tio­nen je Alter:

  • Krab­bel­al­ter und Klein­kind: Stür­ze zu Hau­se, Trep­pen, Möbel, Spiel­ge­rä­te

  • Kin­der­gar­ten: Toben, Klet­tern, Lauf­rad, Aus­flü­ge

  • Grund­schu­le: Fahr­rad und Rol­ler, Sport, Schul­weg, Spiel­platz

  • Jugend­li­che: Team­sport, Trend­sport, Scoo­ter, Trai­ning, Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten

Wich­tig für die Pra­xis:

  • Schutz soll­te auch außer­halb von Schu­le und Kita grei­fen, also Frei­zeit und Zuhau­se

  • Ent­schei­dend ist, was bei dau­er­haf­ten Fol­gen gezahlt wird, nicht nur das Klein­ge­druck­te bei Kleinst­leis­tun­gen

  • Früh­zei­ti­ger Abschluss kann Bei­trä­ge güns­ti­ger hal­ten, das hängt aber immer vom Tarif ab

Jedes Jahr wer­den in Deutsch­land sehr vie­le Kin­der nach Unfall­ver­let­zun­gen ärzt­lich ver­sorgt. Häu­fig pas­sie­ren Unfäl­le im direk­ten Umfeld, nicht im Stra­ßen­ver­kehr.

Häu­fi­ge Unfall­si­tua­tio­nen:

  • Stür­ze beim Spie­len oder Sport

  • Unfäl­le mit Fahr­rad, Rol­ler, Inli­nern

  • Ver­let­zun­gen im Haus­halt, zum Bei­spiel durch Stür­ze oder hei­ße Flüs­sig­kei­ten

  • Frei­zeit­un­fäl­le bei Freun­den oder auf Rei­sen

Was das für Ihre Absi­che­rung bedeu­tet: Vie­le Situa­tio­nen lie­gen außer­halb des gesetz­li­chen Schutz­be­reichs. Genau dort ist eine pri­va­te Lösung oft der ent­schei­den­de Bau­stein.

Wenn Sie ver­glei­chen, ach­ten Sie vor allem auf die Inva­li­di­täts­leis­tung, eine sinn­vol­le Pro­gres­si­on und kla­re Zusatz­leis­tun­gen wie Ret­tung, Ber­gung oder Reha-Unter­stüt­zung. Gleich­zei­tig gilt: Eine Unfall­ver­si­che­rung leis­tet bei Unfäl­len, nicht bei Krank­hei­ten. Wenn Sie auch krank­heits­be­ding­te dau­er­haf­te Ein­schrän­kun­gen absi­chern möch­ten, braucht es eine ande­re Lösung oder eine Ergän­zung. Nut­zen Sie den Ver­gleich, um Leis­tung und Bei­trag sau­ber gegen­ein­an­der abzu­wä­gen.

Leis­tun­gen, die im Ernst­fall wirk­lich hel­fen

Was die Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung im Scha­dens­fall über­nimmt

Ein Unfall ist schnell pas­siert. Ent­schei­dend wird es dann, wenn nicht nur ein paar Tage Scho­nung nötig sind, son­dern dau­er­haf­te Fol­gen blei­ben. Genau dafür ist eine Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung gedacht: Sie soll finan­zi­el­le Belas­tun­gen abfe­dern, die durch eine blei­ben­de Beein­träch­ti­gung ent­ste­hen kön­nen, zum Bei­spiel durch Umbau­ten, Hilfs­mit­tel, zusätz­li­che Betreu­ung oder lan­ge Aus­fall­zei­ten eines Eltern­teils.

Wich­tig zur Ein­ord­nung: Die Behand­lungs­kos­ten über­nimmt in der Regel die Kran­ken­ver­si­che­rung. Die Unfall­ver­si­che­rung zahlt vor allem Geld­leis­tun­gen und bestimm­te Kos­ten­bau­stei­ne, je nach Tarif.

Typi­sche Leis­tun­gen im Über­blick (je nach Tarif kom­bi­nier­bar):

  • Inva­li­di­täts­leis­tung als Ein­mal­zah­lung: Kern­leis­tung der Unfall­ver­si­che­rung. Die Höhe hängt von der ver­ein­bar­ten Sum­me und dem Inva­li­di­täts­grad ab, häu­fig nach Glie­derta­xe bewer­tet.

  • Pro­gres­si­on oder Mehr­leis­tung: Bei schwe­ren Beein­träch­ti­gun­gen kann die Aus­zah­lung über­pro­por­tio­nal stei­gen. Das ist sinn­voll, weil gera­de dann der Kapi­tal­be­darf am höchs­ten ist.

  • Unfall­ren­te: Monat­li­che Zah­lung ab einem ver­ein­bar­ten Inva­li­di­täts­grad, das kann je nach Tarif stark vari­ie­ren.

  • Kran­ken­haus­ta­ge­geld und Gene­sungs­geld: Fixe Beträ­ge pro Tag bei sta­tio­nä­rer Behand­lung, teils ergänzt um Gene­sungs­leis­tun­gen.

  • Kos­ten­bau­stei­ne, die Eltern kon­kret ent­las­ten kön­nen: Such, Ret­tungs und Ber­gungs­kos­ten, kos­me­ti­sche Ope­ra­tio­nen nach Unfall, teils auch Roo­ming in oder Reha Leis­tun­gen.

  • Erwei­te­run­gen im Kin­der­ta­rif: Man­che Tari­fe erwei­tern den Unfall­be­griff, zum Bei­spiel bei bestimm­ten Ver­gif­tun­gen oder Infek­tio­nen. Das ist kein Stan­dard, des­halb immer in die Bedin­gun­gen schau­en.

Was im Leis­tungs­fall oft über­se­hen wird und spä­ter weh tut: Bei der Inva­li­di­täts­leis­tung gel­ten Fris­ten. In den Mus­ter­be­din­gun­gen muss die Inva­li­di­tät inner­halb einer fes­ten Frist ein­tre­ten, ärzt­lich fest­ge­stellt und recht­zei­tig gemel­det wer­den. Wer das ver­passt, ris­kiert den Anspruch. Des­halb nach einem Unfall früh doku­men­tie­ren, Arzt­be­rich­te sichern und nicht abwar­ten.

Wenn Sie nicht nur Unfäl­le, son­dern auch dau­er­haf­te Ein­schrän­kun­gen durch Krank­hei­ten absi­chern möch­ten, ist eine Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung allein meist nicht die pas­sen­de Lösung. Dann braucht es eine sepa­ra­te Absi­che­rung, die auch Krank­hei­ten ein­schließt.

Wor­auf Sie bei der Aus­wahl ach­ten soll­ten

So fin­den Sie die pas­sen­de Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung für Ihr Kind

Bei einer Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung zählt nicht der güns­tigs­te Bei­trag, son­dern die Fra­ge, ob der Tarif im Ernst­fall wirk­lich trägt. Die Unter­schie­de ste­cken fast immer in der Inva­li­di­täts­leis­tung, in der Pro­gres­si­on, in der Glie­derta­xe und in den Bedin­gun­gen rund um Fris­ten und Aus­schlüs­se. Wenn Sie die­se Punk­te sau­ber prü­fen, ver­mei­den Sie typi­sche Fehl­ent­schei­dun­gen, die spä­ter teu­er wer­den kön­nen.

Der wich­tigs­te Bau­stein ist die Inva­li­di­täts­leis­tung. Sie wird fäl­lig, wenn ein Unfall zu einer dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gung führt. Die Höhe ergibt sich aus der ver­ein­bar­ten Inva­li­di­täts­sum­me und dem Inva­li­di­täts­grad. Vie­le Tari­fe arbei­ten zusätz­lich mit einer Pro­gres­si­on, damit bei schwe­ren Schä­den deut­lich mehr aus­ge­zahlt wird. Als gro­be Ori­en­tie­rung wer­den im Markt häu­fig Inva­li­di­täts­sum­men im Bereich von 60.000 bis 100.000 Euro genannt, bei höhe­ren Sicher­heits­an­sprü­chen auch dar­über. Wel­che Sum­me sinn­voll ist, hängt davon ab, wel­che finan­zi­el­len Fol­gen Ihre Fami­lie im Ernst­fall stem­men müss­te, etwa Umbau, Hilfs­mit­tel, zusätz­li­che Betreu­ung oder län­ge­re Aus­fall­zei­ten.

Genau­so wich­tig ist die Glie­derta­xe, also die Tabel­le, nach der der Inva­li­di­täts­grad bewer­tet wird. Hier unter­schei­den sich Tari­fe spür­bar. Man­che bie­ten kind­ge­rech­te­re, bes­se­re Wer­te, ande­re sind deut­lich knap­per. Wenn Sie ver­glei­chen, prü­fen Sie des­halb nicht nur „Pro­gres­si­on ja oder nein“, son­dern ob die Glie­derta­xe zu dem passt, was Sie absi­chern möch­ten.

Ein wei­te­rer Punkt ist die Unfall­ren­te. Sie kann eine sinn­vol­le Ergän­zung sein, wenn Sie lau­fen­de Kos­ten absi­chern möch­ten. Aller­dings star­tet sie je nach Tarif erst ab einem bestimm­ten Inva­li­di­täts­grad. Das soll­ten Sie vor­ab ver­ste­hen, damit die Erwar­tung zur Leis­tung passt.

Bei den Zusatz­leis­tun­gen gilt: Weni­ger ist oft mehr. Kon­zen­trie­ren Sie sich auf Bau­stei­ne, die Eltern wirk­lich ent­las­ten kön­nen, zum Bei­spiel Such‑, Ret­tungs- und Ber­gungs­kos­ten, kos­me­ti­sche Ope­ra­tio­nen nach Unfäl­len, Roo­ming-in oder Reha- und Hilfs­mit­tel­bau­stei­ne. Wel­che Leis­tun­gen ent­hal­ten sind, ist stark tarif­ab­hän­gig, des­halb immer in die Bedin­gun­gen schau­en.

Ein häu­fig über­se­he­ner, aber ent­schei­den­der Punkt sind Fris­ten und For­ma­li­tä­ten. In vie­len Bedin­gungs­wer­ken muss die Inva­li­di­tät inner­halb einer bestimm­ten Zeit ein­tre­ten, ärzt­lich fest­ge­stellt und frist­ge­recht gemel­det wer­den. Man­che Tari­fe bie­ten hier bes­se­re Rege­lun­gen als ande­re. Das ist nicht „Klein­ge­druck­tes“, son­dern kann dar­über ent­schei­den, ob eine Leis­tung am Ende gezahlt wird.

Zum Schluss noch die ehr­li­che Abgren­zung: Eine Unfall­ver­si­che­rung leis­tet grund­sätz­lich bei Unfäl­len, nicht bei Krank­hei­ten. Wenn Sie auch krank­heits­be­ding­te dau­er­haf­te Ein­schrän­kun­gen absi­chern möch­ten, soll­ten Sie das sepa­rat prü­fen, statt eine Unfall­ver­si­che­rung zu über­schät­zen.

Wich­ti­ge Aus­wahl­kri­te­ri­en im Über­blick:

  • aus­rei­chend hohe Inva­li­di­täts­sum­me, pas­send zu Ihrer Fami­li­en­si­tua­ti­on

  • Pro­gres­si­on sinn­voll gewählt, damit schwe­re Fäl­le wirk­lich abge­deckt sind

  • nach­voll­zieh­ba­re, mög­lichst kind­ge­rech­te Glie­derta­xe

  • kla­re Rege­lun­gen zu Fris­ten, Mel­dung und ärzt­li­cher Fest­stel­lung

  • sinn­vol­le Zusatz­leis­tun­gen wie Rettung/Bergung, Roo­ming-in, kos­me­ti­sche OP, Reha

  • trans­pa­ren­te Aus­schlüs­se und Bedin­gun­gen, die im All­tag nicht über­ra­schend grei­fen

  • Bei­trags­ver­lauf und Umstel­lung ab einem bestimm­ten Alter des Kin­des im Blick behal­ten

Wei­te­re wich­ti­ge Absi­che­run­gen für Kin­der

Ergän­zen­de Ver­si­che­run­gen, die sich für Fami­li­en loh­nen

Eine Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung ist ein sinn­vol­ler Bau­stein, sie deckt aber nur Unfäl­le ab. In der Pra­xis ent­ste­hen dau­er­haft hohe finan­zi­el­le Belas­tun­gen bei Kin­dern deut­lich häu­fi­ger durch Krank­hei­ten oder Ent­wick­lungs­stö­run­gen als durch einen Unfall. Genau des­halb lohnt es sich, den Blick zu wei­ten: Wel­che Absi­che­rung schützt Ihr Kind auch dann, wenn nicht ein Unfall, son­dern eine Erkran­kung oder eine lang­fris­ti­ge Ein­schrän­kung der Aus­lö­ser ist? Die fol­gen­den drei The­men sind für vie­le Fami­li­en die sinn­volls­ten Ergän­zun­gen, je nach Bud­get und Prio­ri­tä­ten.

Kin­der­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung
Kindergruppe von hinten, ein Kind im Rollstuhl wird liebevoll von den anderen umarmt – gemeinsamer Spaziergang bei Sonnenuntergang.

Schutz bei Krank­heit oder Unfall

Wenn ein Kind dau­er­haft ein­ge­schränkt ist, spielt die Ursa­che oft kei­ne Rol­le mehr, die Kos­ten blei­ben. Eine Kin­der­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung kann leis­ten, wenn eine dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gung durch Krank­heit oder Unfall ent­steht. Je nach Tarif gibt es eine monat­li­che Ren­te oder eine Kapi­tal­leis­tung. Für vie­le Fami­li­en ist das die pas­sen­de­re Absi­che­rung, wenn sie nicht nur Unfall­ri­si­ken abde­cken möch­ten.

BU für Kin­der
Schülerin denkt verträumt im Klassenzimmer nach, im Hintergrund lernen Mitschüler – Symbol für Zukunft und Absicherung

Früh star­ten, spä­ter Vor­tei­le sichern

Eine BU für Kin­der kann sinn­voll sein, wenn Sie früh­zei­tig einen lang­fris­ti­gen Schutz auf­bau­en möch­ten und Ihr Kind gesund ist. Der zen­tra­le Vor­teil liegt oft dar­in, dass spä­ter ein hoch­wer­ti­ger BU Schutz zu bes­se­ren Bedin­gun­gen mög­lich ist. Wich­tig ist ein rea­lis­ti­scher Blick: Leis­tungs­aus­lö­ser und Ver­trags­lo­gik unter­schei­den sich je nach Anbie­ter deut­lich. Des­halb soll­te man genau prü­fen, ob das in Ihre Fami­li­en­pla­nung passt.

Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung für Kin­der
Lachendes Kind mit gesunden Zähnen und wehenden Haaren – Symbol für unbeschwertes Aufwachsen mit guter Zahnvorsorge

Kie­fer­or­tho­pä­die und Zahn­the­men absi­chern

Gera­de bei Zahn­span­gen, hoch­wer­ti­gen Fül­lun­gen oder Zahn­ersatz kann trotz gesetz­li­cher Absi­che­rung ein hoher Eigen­an­teil ent­ste­hen. Eine Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung für Kin­der kann die­se Kos­ten deut­lich redu­zie­ren, je nach Tarif auch für Kie­fer­or­tho­pä­die. Ach­ten Sie beson­ders auf War­te­zei­ten, Staf­fe­lun­gen und dar­auf, ob bereits ange­ra­te­ne Behand­lun­gen aus­ge­schlos­sen sind.

Wenn der Ernst­fall ein­tritt, was dann?

Bei­spie­le aus dem All­tag zei­gen, war­um eine Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung wich­tig sein kann

Unfäl­le im Kin­des­al­ter pas­sie­ren oft in Sekun­den. Ob beim Rad­fah­ren, Toben, Klet­tern oder im Haus­halt: Meist bleibt es bei einer Prel­lung. Kri­tisch wird es dann, wenn ein Unfall blei­ben­de Fol­gen hat und sich der All­tag der Fami­lie dau­er­haft ver­än­dert. Genau für die­sen Fall ist eine Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung gemacht. Sie ersetzt in der Regel nicht die medi­zi­ni­sche Behand­lung, die läuft übli­cher­wei­se über die Kran­ken­ver­si­che­rung. Sie kann aber Geld­leis­tun­gen und bestimm­te Kos­ten­bau­stei­ne lie­fern, die Fami­li­en in einer lan­gen Belas­tungs­pha­se spür­bar ent­las­ten.

Die fol­gen­den Bei­spiel­fäl­le sind typi­sche Sze­na­ri­en, wie sie in der Pra­xis vor­kom­men kön­nen. Wel­che Leis­tung tat­säch­lich greift, hängt immer vom Tarif, den Bedin­gun­gen und den Fris­ten ab.

Bei­spiel 1: Fahr­rad­un­fall auf dem Weg oder in der Frei­zeit
Ein Kind stürzt mit dem Fahr­rad und ver­letzt sich so schwer, dass län­ge­re The­ra­pien nötig sind. Wenn danach eine dau­er­haf­te Ein­schrän­kung bleibt, kann die Inva­li­di­täts­leis­tung der Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung hel­fen, zum Bei­spiel um Umbau­ten in der Woh­nung, Hilfs­mit­tel oder zusätz­li­che Fahr­ten zu The­ra­pie und Schu­le zu finan­zie­ren. Ob der Unfall unter den gesetz­li­chen Schutz fällt, hängt davon ab, ob es sich um Schu­le oder Kita und den direk­ten Weg han­delt. Frei­zeit­un­fäl­le sind davon typi­scher­wei­se nicht erfasst, genau dort set­zen pri­va­te Lösun­gen an.

Bei­spiel 2: Sturz vom Klet­ter­ge­rüst mit blei­ben­der Bewe­gungs­ein­schrän­kung
Ein Sturz auf dem Spiel­platz kann im ungüns­ti­gen Fall zu einer dau­er­haf­ten Funk­ti­ons­min­de­rung füh­ren. Hier ent­schei­det nicht der Unfall an sich, son­dern der fest­ge­stell­te Inva­li­di­täts­grad. Je nach Tarif wir­ken Pro­gres­si­on und Glie­derta­xe stark auf die Höhe der Aus­zah­lung. Bei schwe­ren Beein­träch­ti­gun­gen kann eine Pro­gres­si­on dafür sor­gen, dass die Leis­tung deut­lich höher aus­fällt als die ver­ein­bar­te Grund­sum­me. Das ist sinn­voll, weil gera­de dann der Kapi­tal­be­darf am größ­ten ist.

Bei­spiel 3: Unfall im Urlaub
Vie­le Tari­fe wer­ben mit welt­wei­tem Schutz, aber die Details unter­schei­den sich. Man­che Bau­stei­ne wie Such, Ret­tungs und Ber­gungs­kos­ten oder eine Kos­ten­über­nah­me für Rück­trans­port sind je nach Tarif gere­gelt, ande­re Tari­fe haben Gren­zen oder Vor­aus­set­zun­gen. Für Eltern ist das rele­vant, weil gera­de im Aus­land schnell zusätz­li­che Kos­ten ent­ste­hen kön­nen, die nicht auto­ma­tisch in jeder Kon­stel­la­ti­on voll­stän­dig auf­ge­fan­gen wer­den. Des­halb lohnt sich beim Ver­gleich ein Blick in die Bedin­gun­gen, statt nur auf Bei­trag und Über­schrif­ten zu ver­trau­en.

Unter­schätzt wird oft nicht die Leis­tungs­hö­he, son­dern der Ablauf im Leis­tungs­fall. In vie­len Ver­trä­gen gel­ten Fris­ten, bis wann eine Inva­li­di­tät ein­ge­tre­ten und ärzt­lich schrift­lich fest­ge­stellt sein muss. Häu­fig ist dafür eine Frist von 15 Mona­ten nach dem Unfall genannt, je nach Bedin­gun­gen kann das abwei­chen. Wer hier zu spät ist, ris­kiert Ärger oder im schlimms­ten Fall den Anspruch. Des­halb nach einem schwe­ren Unfall immer früh doku­men­tie­ren, Arzt­un­ter­la­gen sichern und den Ver­si­che­rer recht­zei­tig infor­mie­ren.

Beson­de­rer Absi­che­rungs­be­darf bei gesund­heit­li­chen Vor­be­las­tun­gen

Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung bei Vor­er­kran­kun­gen: Was Eltern vor dem Abschluss klä­ren soll­ten

Vie­le Eltern fra­gen sich, ob ihr Kind mit Asth­ma, Neu­ro­der­mi­tis, ADHS oder einer ande­ren Vor­er­kran­kung über­haupt pri­vat unfall­ver­si­chert wer­den kann. Die kur­ze Ant­wort: Ja, oft ist das mög­lich. Ent­schei­dend ist aber, wie der jewei­li­ge Tarif mit Gesund­heits­fra­gen und mit der soge­nann­ten Mit­wir­kung von Krank­hei­ten und Gebre­chen umgeht.

Denn selbst wenn ein Tarif ohne Gesund­heits­prü­fung abge­schlos­sen wer­den kann, heißt das nicht auto­ma­tisch, dass im Leis­tungs­fall immer “voll” gezahlt wird. Wenn eine Vor­er­kran­kung die Unfall­fol­gen medi­zi­nisch mit beein­flusst, kön­nen Leis­tun­gen je nach Bedin­gun­gen gekürzt wer­den. Genau des­halb lohnt sich ein genau­er Blick in die Tarif­de­tails, bevor Sie sich fest­le­gen.

1) Gesund­heits­fra­gen sind nicht alles, aber Sie ent­schei­den über den Spiel­raum

Am Markt gibt es Unfall-Tari­fe, die beim Abschluss auf eine Gesund­heits­prü­fung ver­zich­ten oder nur sehr schlan­ke Gesund­heits­fra­gen stel­len. Das kann für Fami­li­en mit Vor­er­kran­kun­gen ein Vor­teil sein, weil der Ein­stieg ein­fa­cher ist. Trotz­dem bleibt der zwei­te Punkt min­des­tens genau­so wich­tig: die Mit­wir­kungs­re­gel.

2) Der wich­tigs­te Begriff bei Vor­er­kran­kun­gen: „Mit­wir­kungs­an­teil“

Der Mit­wir­kungs­an­teil beschreibt ver­ein­facht: Wie stark hat eine bestehen­de Krank­heit an den Unfall­fol­gen mit­ge­wirkt?
Je nach Tarif gilt dann zum Bei­spiel:

  • Leis­tungs­kür­zung erst ab einem hohen Schwel­len­wert (z. B. erst ab 75 Pro­zent Mit­wir­kung)

  • voll­stän­di­ger oder weit­ge­hen­der Ver­zicht auf die Anrech­nung der Mit­wir­kung

  • Aus­nah­men bei bestimm­ten Dia­gno­sen, die man ken­nen soll­te

Für Eltern ist das zen­tral, weil Kin­der Vor­er­kran­kun­gen häu­fig „mit­brin­gen“ (All­er­gien, Ent­wick­lungs­dia­gno­sen, Stoff­wech­sel­the­men). Und im Ernst­fall geht es nicht um Theo­rie, son­dern um Geld für Umbau­ten, The­ra­pien, Hilfs­mit­tel oder eine lang­fris­ti­ge Unter­stüt­zung.

3) Markt­bei­spie­le, die bei Vor­er­kran­kun­gen oft rele­vant sind

Wich­tig: Das sind Bei­spie­le zur Ori­en­tie­rung. Ob ein Tarif für Ihr Kind passt, hängt immer von Alter, Leis­tun­gen, Pro­gres­si­on, Glie­derta­xe und Bau­stei­nen ab.

  • VHV Klas­sik-Garant mit Bau­stein Exklu­siv
    Typi­scher Fokus: kei­ne Gesund­heits­prü­fung im Antrag, Mit­wir­kungs­an­rech­nung in Klas­sik-Garant erst ab hohem Schwel­len­wert. Im Bau­stein Exklu­siv wird die Anrech­nung der Mit­wir­kung sehr weit redu­ziert, je nach Bedin­gun­gen mit klar defi­nier­ten Aus­nah­men.

  • Baloi­se Unfall­ver­si­che­rung Gold
    Typi­scher Fokus: Abschluss ohne Gesund­heits­prü­fung mög­lich. Mit­wir­kung wird im Gold-Tarif meist erst ab einem hohen Anteil ange­rech­net. Zusätz­lich gibt es Vari­an­ten, bei denen die Mit­wir­kung noch stär­ker abge­si­chert wird, dann aber mit deut­lich stren­ge­ren Gesund­heits­fra­gen.

  • Alte­os Dia­mant
    Typi­scher Fokus: ver­ein­fach­ter Abschluss ohne klas­si­sche Gesund­heits­prü­fung. Für vie­le Fami­li­en span­nend, die nicht „durch einen lan­gen Gesund­heits­ka­ta­log“ wol­len. Trotz­dem gilt auch hier: Bedin­gun­gen zur Mit­wir­kung und zu Leis­tungs­aus­schlüs­sen sau­ber prü­fen.

4) So gehen Sie als Eltern sicher vor, ohne Risi­ken bei der Antrag­stel­lung

  • Gesund­heits­an­ga­ben immer wahr­heits­ge­mäß und voll­stän­dig, auch wenn es „nur“ um Klei­nig­kei­ten geht.

  • Bedin­gun­gen zur Mit­wir­kung gezielt prü­fen, nicht nur „ohne Gesund­heits­fra­gen“ als Wer­be­aus­sa­ge bewer­ten.

  • Bei Unsi­cher­heit: anony­me Risi­ko­vor­anfra­ge nut­zen, bevor ein Antrag „hart“ gestellt wird.

  • Leis­tun­gen prio­ri­sie­ren: Inva­li­di­täts­grund­sum­me, Pro­gres­si­on, Glie­derta­xe für Kin­der, Reha- und Assis­tance-Bau­stei­ne, Roo­ming-in, Ber­gungs­kos­ten, kos­me­ti­sche OPs.

Wenn Sie möch­ten, prü­fen wir das für Ihre Situa­ti­on kon­kret: Wel­che Tari­fe sind für Ihr Kind rea­lis­tisch, wel­che Leis­tungs­kom­bi­na­ti­on ist sinn­voll, und wo lau­ern Klau­seln, die spä­ter teu­er wer­den kön­nen.

Mehr wis­sen, bes­ser absi­chern: wich­ti­ge The­men im Über­blick

Die­se Aspek­te soll­ten Sie bei der Unfall­ver­si­che­rung für Kin­der ken­nen

Bei einer Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung ent­schei­det sel­ten nur die Bei­trags­hö­he. In der Pra­xis machen Begrif­fe aus den Bedin­gun­gen den Unter­schied, etwa Mit­wir­kungs­an­teil oder Eigen­be­we­gung. Wer die­se Punk­te ver­steht, erkennt schnel­ler, war­um zwei Tari­fe bei glei­cher Inva­li­di­täts­sum­me völ­lig unter­schied­lich leis­ten kön­nen. Die fol­gen­den Bau­stei­ne hel­fen Ihnen, typi­sche Stol­per­fal­len zu ver­mei­den und den Schutz rea­lis­tisch auf das Leben mit Kin­dern abzu­stim­men.

Mann kniet verletzt im Herbstwald auf dem Weg und hält sich schmerzverzerrt das Knie – Joggingkleidung und Stirnband
Mit­wir­kungs­an­teil

Wenn bei einem Unfall eine bestehen­de Krank­heit oder ein Gebre­chen mit­wirkt, kann der Ver­si­che­rer die Leis­tung je nach Tarif kür­zen. Genau hier unter­schei­den sich Tari­fe stark: Man­che rech­nen Mit­wir­kung erst ab einem hohen Anteil an, ande­re deut­lich frü­her. Für Fami­li­en mit Vor­er­kran­kun­gen ist das ein zen­tra­ler Prüf­punkt, weil er im Ernst­fall über die Höhe der Aus­zah­lung ent­schei­det.

Sportlerin mit schmerzverzerrtem Gesicht greift sich an die Schulter – Verletzung durch Eigenbewegung beim Training
Eigen­be­we­gung

Springt ein Kind, stol­pert oder ver­dreht sich beim Spie­len das Knie, kann das je nach Defi­ni­ti­on als Eigen­be­we­gung gel­ten. Man­che Tari­fe schlie­ßen sol­che Ereig­nis­se aus, ande­re sind hier groß­zü­gi­ger oder bie­ten pas­sen­de Erwei­te­run­gen. Für den All­tag mit Kin­dern ist das wich­tig, weil vie­le Ver­let­zun­gen nicht durch „klas­si­sche“ Unfäl­le mit äuße­rer Ein­wir­kung ent­ste­hen.

Star­ke Tari­fe für best­mög­li­chen Unfall­schutz im Kin­des­al­ter

Die bes­ten Kin­der­un­fall­ver­si­che­run­gen im Ver­gleich

Wenn Eltern nach „bes­te Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung“ suchen, geht es fast nie um den güns­tigs­ten Bei­trag. Im Kern steht eine ande­re Fra­ge: Zahlt der Tarif im Ernst­fall so, wie man es als Fami­lie erwar­tet und zwar auch bei typi­schen Kin­der­un­fäl­len im All­tag. Genau hier unter­schei­den sich Tari­fe deut­lich. Nicht nur bei der Inva­li­di­täts­sum­me, son­dern vor allem in den Bedin­gun­gen rund um Pro­gres­si­on, Glie­derta­xe, Mit­wir­kungs­an­teil, Eigen­be­we­gung, sowie bei fami­li­en­na­hen Leis­tun­gen wie Roo­ming-in, Reha oder Haus­halts­hil­fe.

Güns­ti­ge Ein­stiegs­bei­trä­ge kön­nen gut sein, sie dür­fen aber nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass ein ver­meint­lich ähn­li­cher Tarif im Leis­tungs­fall ganz anders reagiert. Ent­schei­dend ist, ob die Bedin­gun­gen sau­ber gere­gelt sind und ob die Leis­tun­gen zu Ihrer Fami­li­en­si­tua­ti­on pas­sen. Des­halb macht ein Ver­gleich dann Sinn, wenn er nicht nur „Preis gegen Preis“ stellt, son­dern kon­kret prüft, wel­che Bau­stei­ne im All­tag wirk­lich hel­fen.

Zu den aktu­ell emp­feh­lens­wer­ten Anbie­tern zäh­len unter ande­rem:

Was an vie­len star­ken Tari­fen posi­tiv auf­fällt: Sie kom­bi­nie­ren eine soli­de Grund­ab­si­che­rung über die Inva­li­di­täts­leis­tung mit Bau­stei­nen, die spe­zi­ell für Fami­li­en rele­vant sind. Dazu zäh­len je nach Tarif zum Bei­spiel Roo­ming-in-Leis­tun­gen, damit Eltern bei sta­tio­nä­rer Behand­lung im Kran­ken­haus an der Sei­te ihres Kin­des blei­ben kön­nen, oder Unter­stüt­zung nach einem Unfall, wenn All­tag und Betreu­ung kurz­fris­tig neu orga­ni­siert wer­den müs­sen.

In der Pra­xis beson­ders wich­tig ist der Mit­wir­kungs­an­teil bei Vor­er­kran­kun­gen. Wenn eine bestehen­de Erkran­kung oder ein Gebre­chen die Unfall­fol­gen ver­stärkt, kann der Ver­si­che­rer die Leis­tung je nach Bedin­gun­gen kür­zen. Eini­ge Tari­fe sind hier deut­lich fami­li­en­freund­li­cher als ande­re. Wer eine gesund­heit­li­che Vor­ge­schich­te im Blick hat, soll­te die­sen Punkt nicht nur „mit­le­sen“, son­dern aktiv ver­glei­chen, weil er im Ernst­fall direkt die Aus­zah­lung beein­flus­sen kann.

Eben­falls ein häu­fi­ger Unter­schied: Wel­che Ereig­nis­se als Unfall gel­ten. Je nach Tarif kön­nen The­men wie Eigen­be­we­gung, bestimm­te Ver­gif­tun­gen oder ein­zel­ne Son­der­fäl­le enger oder wei­ter defi­niert sein. Das ist für Kin­der rele­vant, weil vie­le Ver­let­zun­gen und Vor­fäl­le nicht nach „klas­si­schem Unfall­bild“ pas­sie­ren, son­dern im Spiel, beim Sport oder im All­tag. Wer hier nicht prüft, bekommt im Zwei­fel einen Tarif, der gut klingt, aber an einer Defi­ni­ti­on schei­tert.

Und noch ein Punkt, der im Ver­gleich ger­ne unter­schätzt wird: Vie­le Tari­fe ent­hal­ten Bergungs‑, Ret­tungs- und Rück­hol­kos­ten für In- und Aus­land oder las­sen sich sinn­voll ergän­zen. Gera­de bei Urlau­ben oder Aus­flü­gen kann das ent­schei­dend sein, weil zusätz­li­che Kos­ten schnell ent­ste­hen und nicht auto­ma­tisch immer in jeder Kon­stel­la­ti­on abge­deckt sind.

Ver­tie­fen­de Ant­wor­ten auf Ihre wich­tigs­ten Fra­gen

Was Sie schon immer über die Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung wis­sen woll­ten

Eine Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung ist eine pri­va­te Absi­che­rung, die finan­zi­el­le Fol­gen eines Unfalls abfe­dern kann. Je nach Tarif gibt es bei dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gun­gen (Inva­li­di­tät) eine ein­ma­li­ge Kapi­tal­zah­lung, teils auch eine Unfall­ren­te oder wei­te­re Bau­stei­ne. Wich­tig: Es geht nicht um die medi­zi­ni­sche Behand­lung selbst (die läuft meist über Kran­ken­ver­si­che­rung), son­dern um Geld für die Fol­gen, zum Bei­spiel Umbau­ten, Hilfs­mit­tel oder lang­fris­ti­ge Unter­stüt­zung.

Die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung schützt Kin­der typi­scher­wei­se in Kita, Schu­le und auf direk­ten Wegen dort­hin und zurück. Im All­tag ent­ste­hen die Lücken häu­fig dort, wo Eltern Risi­ken unter­schät­zen: Frei­zeit, Sport im Ver­ein, Spie­len bei Freun­den, Urlaub. Genau an die­sen Stel­len setzt eine pri­va­te Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung oft an, weil sie nicht an Schu­le oder Betreu­ung gebun­den ist, son­dern an den Unfall als Ereig­nis und an die ver­ein­bar­ten Bedin­gun­gen.

Gezahlt wird, wenn ein Unfall im Sin­ne der Bedin­gun­gen vor­liegt und dar­aus eine ver­si­cher­te Fol­ge ent­steht. Häu­fig ist das die Inva­li­di­täts­leis­tung, also Geld bei einer dau­er­haf­ten Beein­träch­ti­gung. Nicht pas­send ist die Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung, wenn es um rei­ne Krank­heits­fol­gen geht, ohne Unfall­ereig­nis. Dafür kom­men je nach Bedarf ande­re Lösun­gen in Betracht, etwa eine Kin­der­in­va­li­di­täts­ab­si­che­rung oder Bau­stei­ne, die krank­heits­be­ding­te Fol­gen mit ein­schlie­ßen.

Inva­li­di­tät heißt, dass nach einem Unfall eine dau­er­haf­te kör­per­li­che oder geis­ti­ge Beein­träch­ti­gung bleibt. Die Aus­zah­lung ergibt sich aus der ver­ein­bar­ten Ver­si­che­rungs­sum­me und dem Inva­li­di­täts­grad. Der Inva­li­di­täts­grad wird über ärzt­li­che Fest­stel­lun­gen und, je nach Kör­per­teil oder Funk­ti­on, über die Glie­derta­xe des Tarifs bestimmt. Gute Tari­fe sind hier nach­voll­zieh­bar gere­gelt, damit im Ernst­fall nicht dis­ku­tiert wer­den muss.

Die Pro­gres­si­on ist ein Mecha­nis­mus, der bei schwe­ren Unfall­fol­gen die Aus­zah­lung deut­lich erhöht. Bei klei­ne­ren Beein­träch­ti­gun­gen bleibt es näher an der Grund­sum­me, bei hoher Inva­li­di­tät steigt die Leis­tung über­pro­por­tio­nal. Das ist für Fami­li­en rele­vant, weil gera­de schwe­re Fäl­le die teu­ers­ten Fol­gen nach sich zie­hen, zum Bei­spiel Umbau­maß­nah­men, dau­er­haf­te The­ra­pien oder Pfle­ge­un­ter­stüt­zung. Ob und wie stark eine Pro­gres­si­on greift, ist Tarif­sa­che.

Die Glie­derta­xe ist eine Tabel­le im Ver­trag, die fest­legt, wie stark bestimm­te Funk­ti­ons­ver­lus­te (zum Bei­spiel an Arm, Bein, Hand, Auge) beim Inva­li­di­täts­grad gewer­tet wer­den. Tari­fe unter­schei­den sich hier spür­bar. Für Eltern zählt, dass die Glie­derta­xe logisch, trans­pa­rent und kind­ge­recht ist. Im Ver­gleich schau­en wir genau hin, weil eine „schwa­che“ Glie­derta­xe in der Pra­xis oft weni­ger Geld bedeu­tet.

Neben der Inva­li­di­täts­leis­tung sind je nach Fami­lie beson­ders nütz­lich: Roo­ming-in (Beglei­tung im Kran­ken­haus), Ber­gungs- und Rück­hol­kos­ten, Reha- und Nach­sor­ge­leis­tun­gen, kos­me­ti­sche Ope­ra­tio­nen nach Unfäl­len, Hil­fe­leis­tun­gen wie Haus­halts­hil­fe, Nach­hil­fe oder psy­cho­lo­gi­sche Unter­stüt­zung. Nicht jede Poli­ce hat das auto­ma­tisch drin. Des­halb lohnt sich der Ver­gleich nicht nur über den Bei­trag, son­dern über die Bedin­gun­gen.

Das kommt auf die Defi­ni­ti­on im Tarif an. Man­che Ver­trä­ge wer­ten bestimm­te Ver­gif­tun­gen als Unfall, ande­re schlie­ßen nur klar „von außen“ wir­ken­de Ereig­nis­se ein. Zecken­biss, Infek­tio­nen oder Impf­schä­den sind oft nur dann abge­deckt, wenn der Tarif die­se Punk­te aus­drück­lich regelt. Wenn Ihnen das wich­tig ist, muss es im Ver­gleich gezielt geprüft wer­den, nicht nach Bauch­ge­fühl.

Vie­le Tari­fe sind welt­weit gül­tig, teil­wei­se mit zeit­li­chen Gren­zen oder Ein­schrän­kun­gen je nach Leis­tung. Für Fami­li­en ist nicht nur „Aus­land ja oder nein“ rele­vant, son­dern auch: Sind Such‑, Ret­tungs- oder Rück­hol­kos­ten mit­ver­si­chert und in wel­cher Logik? Genau die­se Details ent­schei­den, ob ein Tarif im Urlaub wirk­lich hilft oder nur „gut klingt“.

Unfäl­le beim nor­ma­len Spie­len, Toben und bei vie­len Sport­ar­ten sind in der Regel mit­ge­meint. Trotz­dem gibt es Tari­fe mit Ein­schrän­kun­gen, etwa bei Wett­kämp­fen, bestimm­ten Risi­ko­ak­ti­vi­tä­ten oder bei Spe­zi­al­fäl­len. Wer ein Kind hat, das viel Sport macht (zum Bei­spiel Rei­ten, Mann­schafts­sport, Skate­park), soll­te die Aus­schlüs­se und Defi­ni­tio­nen sau­ber prü­fen. Das ist häu­fig der Punkt, an dem sich Tari­fe in der Pra­xis unter­schei­den.

Je nach Anbie­ter gibt es Tari­fe mit weni­gen Gesund­heits­fra­gen und Tari­fe mit umfang­rei­che­rer Prü­fung. Wich­tig ist, dass Gesund­heits­an­ga­ben immer voll­stän­dig und wahr­heits­ge­mäß gemacht wer­den, sonst dro­hen spä­ter Pro­ble­me im Leis­tungs­fall. Der Mit­wir­kungs­an­teil beschreibt, ob und wie Krank­hei­ten oder Gebre­chen die Leis­tung min­dern kön­nen, wenn sie Unfall­fol­gen ver­stär­ken. Gute Bedin­gun­gen sind hier klar und fair gere­gelt, im Zwei­fel prü­fen wir das vor Abschluss.

Erst­ver­sor­gung und ärzt­li­che Doku­men­ta­ti­on sind die Basis. Danach soll­ten Sie den Unfall frist­ge­recht mel­den und Unter­la­gen sam­meln (Arzt­be­rich­te, Dia­gno­sen, Nach­wei­se zu Reha oder Hilfs­mit­teln). Bei mög­li­chen Dau­er­fol­gen kommt es dar­auf an, dass Inva­li­di­tät ärzt­lich fest­ge­stellt wird und die ver­trag­li­chen Fris­ten ein­ge­hal­ten wer­den. Wir beglei­ten Sie dabei, weil im Ernst­fall nicht nur die Leis­tung zählt, son­dern auch der sau­be­re Weg dort­hin.

In unse­rem aus­führ­li­chen FAQ fin­den Sie Ant­wor­ten auf über 50 häu­fi­ge Fra­gen zu Leis­tun­gen, Inva­li­di­tät, Ver­trags­de­tails, Kos­ten und Anbie­tern.

Zusam­men­fas­sung

Eine Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung gehört zu den wich­tigs­ten pri­va­ten Absi­che­run­gen für Fami­li­en. Sie schützt Ihr Kind rund um die Uhr – im All­tag, beim Sport, im Urlaub und im häus­li­chen Umfeld, wo die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung nicht greift. Gute Tari­fe bie­ten weit mehr als nur eine Kapi­tal­zah­lung: Sie sichern Reha, Roo­ming-In, Sofort­leis­tun­gen, Unfall­ren­ten und beson­de­re Fäl­le wie Zecken­bis­se oder Eigen­be­we­gun­gen ab.

Eltern soll­ten bei der Aus­wahl auf eine aus­rei­chen­de Ver­si­che­rungs­sum­me, eine star­ke Pro­gres­si­on und eine kind­ge­rech­te Glie­derta­xe ach­ten. Auch moder­ne Tarif­merk­ma­le wie auto­ma­ti­sche Leis­tungs­ver­bes­se­run­gen, gerin­ge Mit­wir­kungs­an­tei­le und welt­wei­ten Schutz spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le.

Mit einem geziel­ten Ver­gleich fin­den Sie den pas­sen­den Tarif – und geben Ihrem Kind genau die Sicher­heit, die es im Ernst­fall braucht.

Häu­fi­ge Fra­gen

Gibt es eine Alters­gren­ze für den Abschluss einer Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung?

Meist ist ein Abschluss ab Geburt mög­lich, die genaue Ober­gren­ze hängt vom Anbie­ter ab. Teil­wei­se gel­ten Kin­der- oder Jugend­ta­ri­fe bis zum 18. Lebens­jahr, danach wird in einen Erwach­se­nen­ta­rif umge­stellt. Rele­vant ist für Eltern weni­ger die Zahl, son­dern: Blei­ben Leis­tun­gen sta­bil, wie ent­wi­ckelt sich der Bei­trag, und wie sind die Umstel­lungs­re­geln for­mu­liert?

Dann wird geprüft, ob eine Inva­li­di­tät im Sin­ne des Ver­trags vor­liegt. In der Pra­xis zählt: ärzt­li­che Fest­stel­lung, nach­voll­zieh­ba­re Unter­la­gen und die Ein­hal­tung der Fris­ten. Je nach Tarif kann eine ein­ma­li­ge Kapi­tal­leis­tung flie­ßen, teils ergänzt um Ren­te oder Bau­stei­ne wie Reha, Roo­ming-in oder Unter­stüt­zung im All­tag. Wir ach­ten im Ver­gleich dar­auf, dass die­se Leis­tun­gen nicht nur „ver­spro­chen“, son­dern sau­ber gere­gelt sind.

Für den Schul­weg greift häu­fig bereits der gesetz­li­che Schutz, solan­ge es um den direk­ten Weg und den Schul­zu­sam­men­hang geht. Eine pri­va­te Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung kann den Schutz ergän­zen, weil sie nicht an Schu­le oder Betreu­ung gebun­den ist, son­dern an den Unfall und die ver­ein­bar­ten Leis­tun­gen. Im Ergeb­nis sind Schul­weg­un­fäl­le damit oft dop­pelt abge­si­chert, ein­mal gesetz­lich für Heil­be­hand­lung und pri­va­te Leis­tun­gen für Fol­gen, je nach Tarif.

Die Kran­ken­ver­si­che­rung über­nimmt in ers­ter Linie die medi­zi­ni­sche Behand­lung. Eine Haft­pflicht zahlt nur, wenn jemand ande­res haf­tet. Die Kin­der­un­fall­ver­si­che­rung kann hin­ge­gen unab­hän­gig von Schuld­fra­gen Geld bereit­stel­len, um Unfall­fol­gen zu bewäl­ti­gen, zum Bei­spiel Anpas­sun­gen im All­tag, Unter­stüt­zung nach Reha oder lang­fris­ti­ge Ent­las­tung. Ehr­lich gesagt: Wenn Sie bereits eine sehr star­ke Absi­che­rung für dau­er­haf­te Ein­schrän­kun­gen haben, kann die Prio­ri­tät anders lie­gen. Genau des­halb ist eine sau­be­re Bedarfs­klä­rung vor dem Ver­gleich sinn­voll.

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